EURASIEN
Während der großen reiternomadischen Reiche in Eurasien war der Horizont der Herrschenden weiter als in heutigen Gipfel-Zeiten, in denen die Politiker mit dem Flugzeug anreisen. Das ergab ein Gespräch mit Dr. Michael Tellenbach, Zweiter Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Unter dem Hufschlag seiner Pferde wäre Eurasien um ein Haar vereinigt worden. Heute haben Politiker Mühe, ein funktionierendes Rumpf-Europa zustande zu bringen.
EURASISCHE MEDIZIN: SCHÜSSLER UND TCM
Der deutsche Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler hat in seinem biochemischen System die optimale Versorgung der Zellen mit den zwölf Lebenssalzen dokumentiert. Und er hat dezidiert beschrieben, wie die verschiedenen menschlichen Typen davon geprägt werden. In der chinesischen Ernährungslehre der TCM wurde die Fünf-Elemente-Ernährung für fünf Ernährungstypen entwickelt. Beide Systeme ergänzen sich optimal. Derzeit werden in vielen Schulungen und Kongressen ihre Gemeinsamkeiten vertieft. Der erste Ratgeber zur Kombination von Schüßler-Salzen und chinesischer 5-Elemente-Ernährung ist kürzlich erschienen.
SIBIRIEN
Krasse Gegensätze, ein ungewohnter Lebensstil und eindringliche Erlebnisse machen die besondere Faszination Sibiriens für den ausländischen Besucher aus. Ob in der Eisenbahn, daheim bei der Gastfamilie oder bei den Feierlichkeiten zum „Tag des Sieges über den Faschismus“ - dieser Teil Russlands überwältigt mit einem unerschöpflichen Reichtum an Skurrilität.
RAKETENSTREIT
In einer Art vorauseilendem Gehorsam bezeichnen deutsche Politiker und Medien die Vorschläge des russischen Präsidenten als „Finte“. Dabei stehen diese Angebote in einem klaren Kontext zu einer Reihe weiterer Erklärungen Putins. Sie zeigen, dass die Welt in Zukunft mit einem selbstbewussten Russland zu rechnen hat.
UKRAINE
RUSSLAND UND DIE WTO
Seit Beginn der 90er Jahre verhandelt Russland über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Im November letzten Jahres unterzeichneten Russland und die USA ein Protokoll über den Beitritt. Doch der steht noch immer aus. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit Maxim Medwedkow, dem Leiter der russischen WTO-Verhandlungsdelegation.
DES KREMLS WUNDERTÜTE
BALKAN
BULGARIEN
ASERBAIDSCHAN
Helenendorf, das heutige Chanlar in Aserbaidschan, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der größten deutschen Kolonien im Kaukasus. Das Ende kam 1941, als Stalin die Deutschen aus Aserbaidschan deportieren ließ. Doch wer sich heute auf den Weg nach Chanlar macht, begegnet immer noch der deutschen Vergangenheit. Eine „Deutsche Weinroute“ soll diese nun wieder beleben und damit deutsche Touristen anziehen.
SIBIRIEN
Als der damalige Aussiedlerbeauftragte Helmut Kohls, Horst Waffenschmidt, 1994 die Deutschstämmigen aus dem Osten gezielt anwarb, ahnte noch niemand, dass das einen Umsiedlerstrom hunderttausender Russlanddeutscher auslösen würde. Nicht nur nach Deutschland machten sich zwei Millionen auf den Weg: Zwischenstation vieler Umzügler war vorerst ein kleines Gebiet im Süden Russlands in der Nähe der Stadt Omsk. Dort hatte sich Anfang der 90er Jahre ein deutsch-nationaler Rayon gegründet. Dieser Bezirk der Russlanddeutschen in Sibirien wird jetzt 15 Jahre alt. Deutschland hat ihn mit 200 Millionen D-Mark subventioniert.
METROPOL-REGIONEN
2007 wohnen erstmals weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Das hat eine Untersuchung der Vereinten Nationen ergeben. Von den 6,5 Milliarden Menschen, die derzeit auf der Erde leben, ist mehr als jeder zweite ein Stadtbewohner. Auch die wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg befasste sich kürzlich unter der Überschrift „Metropolregionen und territoriale Kohäsion“ mit diesem Phänomen. Etwa 250 Wissenschaftler und Spezialisten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Holland, Polen, sowie Russland und Kanada diskutierten die Möglichkeiten der zukunftsfähigen Raumentwicklung.
INTERVIEW
Einer der Teilnehmer der wissenschaftlichen Plenarsitzung wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg war Professor Sergej Kusnezow, stellvertretender Direktor des Instituts für regionale Entwicklung der Akademie für Wissenschaft Russlands. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN analysiert er die Probleme der regionalen Entwicklung in der Russischen Föderation