
EM-INTERVIEW

In ihrem Roman „Der Duft von Kaffee und Kardamom“ erzählt die saudi-arabische Autorin Badreya El-Beshr vom alltäglichen Kampf der Frauen um etwas mehr persönliche Freiheit. Hier ein Gespräch mit der in Dubai lebenden Schriftstellerin und Kolumnistin.

EM-INTERVIEW

Sie sitzen in Käfigen vor Gericht: Oppositionelle in Weißrussland (Belarus), die wegen ihrer Proteste gegen die unfreie Präsidentenwahl im Dezember 2010 protestiert hatten. Nach dem Anschlag auf die Minsker Metro gerieten weitere Bürgerrechtler ins Visier der Sicherheitsbehörden. Unter Ihnen auch Olga Karatsch. Die 32-Jährige aus Witebsk ist Vorsitzende der Bürgerinitiative „Nasch Dom“ (Unser Haus). In der Zeitung „Witebskij Kurier“, die Karatsch herausgibt, prangern sie und ihre Mitstreiter das Fehlverhalten von Politikern und Beamten an. Sie selbst wurde in ihrem Leben bereits fünfzig Mal verhaftet. Im Interview spricht Olga Karatsch über Schläge während des Polizeiverhörs, die Schauprozesse gegen Oppositionelle, aber auch über neue Möglichkeiten für die unterdrückte Opposition.

RUSSLAND
In Russland sinkt das Vertrauen in die Parteien. Nun soll eine „Volksfront“ der Kreml-Partei „Einiges Russland“ neuen Schub geben.

BALKAN
Zeit und Ort des Schlussakts: 5.30 Uhr am Morgen des 26. Mai in Lazarevo nördlich von Belgrad. Schwerbewaffnete Polizei- und Sicherheitskräfte stürmen den Bauernhof des 59-jährigen Branislav Mladic, ein Cousin des seit 15 Jahren gesuchten Generals Ratko Mladic.

ASERBAIDSCHAN

Dass Aserbaidschan nicht als ein von der „Arabellion“ erfasstes Land in die Schlagzeilen der europäischen Medienberichte gelangte, ist nicht verwunderlich: Es gab keine Toten, keine Schusswechsel, keine Scharfschützen und keinen Regierungswechsel. Dennoch kann man das dortige politische Klima als von scharfen Gegensätzen erfüllt betrachten. Die Lage bleibt weiterhin angespannt.

OSZE

Auf den ersten Blick scheint sich die OSZE in einer Sackgasse zu befinden. Gegründet, um die Sicherheit in Europa zu gewährleisten, kann sie heute wenig greifbare Erfolge bei der Lösung regionaler Konflikte vorweisen. Und auch in ihrer humanitären Dimension, bei der Förderung von Demokratie und Menschenrechten, sind die Fortschritte in einer Reihe von Mitgliedsstaaten begrenzt geblieben.

EINWANDERUNG

Von Importbräuten und geschäftstüchtigen Moschee-Betrieben, von türkischer Opfermythologie und der Macht der Familien. Ein Vortragsabend der Publizistin Dr. Necla Kelek.

SÜDOSTASIEN
Nach dem Super-GAU von Fukushima werden Pläne über den Bau von Atomkraftwerken auch im energiehungrigen Südostasien neu überdacht. Dort sehen wachstumsverwöhnte Eliten in steigenden Energiepreisen die Konkurrenzfähigkeit ihrer Länder gefährdet. Im Kontext des globalen Klimawandels wird jedoch deutlich: Umwelt und Klima werden die Zukunft der Region ganz entscheidend mit beeinflussen.

INDIEN

In Ladakh, dem äußersten Norden Indiens, leben noch Schneeleoparden. Wie es gelang, einen davon in freier Wildbahn zu beobachten erzählt diese Geschichte einer Suche im Himalaya.

RUMÄNIEN - SLOWAKEI
Lebensmittelkonzerne verkaufen in Osteuropa Produkte minderer Qualität mit der gleichen Verpackung wie im Westen. Dies ergab eine Studie des slowakischen Verbraucherschutzdienstes. Produkte wie Coca-Cola, Jacobs Krönung, Tchibo Espresso, Nescafé Gold sowie zwei Kotanyi-Pfeffersorten haben auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa minderwertigere Qualität als in Westeuropa. Die Firmen schweigen oder führen die schlechten Ergebnisse auf „unterschiedliche Herstellungsdaten“ zurück.

KULT-FISCH

Statt Chips isst man in Russland zum Gerstensaft den Trockenfisch „Wobla“. Ein Selbstversuch in Astrachan.

POLEN

In der Millionenstadt Warschau holen sich viele Bewohner ihr Trinkwasser am Brunnen. In nahezu jedem Wohnviertel stehen sie. Aus ihnen fließt kaltes, klares, kostenloses Wasser. Es stammt aus unterirdischen Quellen und kann bedenkenlos getrunken werden. Das Wasser aus den Rohren dagegen ist braun und riecht nach Chlor. Denn das Leitungssystem der Stadt ist veraltet und überfordert, die Rohre in vielen Häusern sind nicht saniert.

ZEITGESCHICHTE

Eine Berliner Zeitzeugin erzählt vom Mai 1945. Die Karlshorster mussten ihre Wohnungen für die siegreichen Russen räumen. „Die Zeit war ein ständiges Wechselbad der Gefühle“, erinnert sie sich. Letztlich aber habe sie in den Russen trotz aller Übergriffe und Schikanen doch mehr die Befreier als die Besatzer gesehen.

ZWEITER WELTKRIEG

Vor 70 Jahren, im Morgengrauen des 22. Juni 1941griffen mehr als 120 deutsche Divisionen die Sowjetunion an. Auf einer Front von 2130 Kilometern Länge, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, rückte die deutsche Wehrmacht vor. Sie nannte ihren Überfall „Unternehmen Barbarossa“. Vom 8. auf den 9.Mai 1945, nachdem Millionen von Soldaten und Zivilisten elend umgekommen waren, endete die europäische Tragödie mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. – Versuch einer Analyse zur Rolle Hitlers und Stalins, 70 Jahre danach.

NATO - RUSSLAND

Schon seit dem Untergang des Warschauer Paktes und der Auflösung der Sowjetunion steckt die NATO in einer Identitätskrise. Wie sollen die Beziehungen zum neuen Russland aussehen? Inwieweit ist die Gründungsidee der NATO mit einer partnerschaftlichen Beziehung Russland vereinbar? Ist für die Mehrheit der politischen Kräfte in Russland eine solche partnerschaftliche Beziehung mit der NATO annehmbar? Welche Fakten sprechen für eine Mitgliedschaft Russlands in der NATO und welche dagegen? Fragen von globaler Bedeutung, auf die hier Antworten gesucht werden.

RUSSLAND
Bei den Duma-Wahlen im Dezember will der Unternehmer Michail Prochorow eine liberale Klein-Partei zur drittstärksten Kraft in der Duma machen.

KREML
Putins Kabinettsmitglieder verdienen gut bis sehr gut. Woher sie ihre Einkünfte beziehen weiß Niemand so genau.

LEMBERG

Schnittpunkt aller Handelswege zu sein bedeutet nicht, daran reich zu werden. Vor allem dann nicht, wenn du jedes Jahrhundert zwölfmal von einer Hand in eine andere gerätst und diese Hände nichts Besseres zu tun haben, als dir auch den letzten Faden vom Leib zu reißen. – Lemberg, mein Lemberg.
Neue Anträge für China-Visum seit 1. Juni · Artenschutz in Kirgisien für weitere zehn Jahre gesichert · Erdgas: Deutschland führende Speichernation der EU · Stipendien für Elite-Programm in Asien · Kommission will Zusammenarbeit mit EU-Nachbarn verstärken · EU verbietet giftiges Metall Cadmium für Schmuck · Schnee in Samarkand – Ansichten aus dem Hinterland der Kriege · Neue Buchreihe editionBalkan im Dittrich Verlag · Deutsches Theaterstück im Jugendtheater in Baku
Schachtjor Donezk ist der ganze Stolz der Fußballfans im Osten der Ukraine. Bergarbeiter und Spitzenpolitiker strömen ins Stadion, wenn die brasilianischen Stars von Schachtjor auf europäischem Spitzenniveau kicken. Mit der finanziellen Unterstützung des Oligarchen Rinat Achmetow gewann der Verein 2009 sogar den Uefa-Pokal. Ein junger deutscher Dokumentarfilmer hat die Menschen im ostukrainischen Kohlerevier Donbass und ihre Leidenschaft für ihre Fußballmannschaft porträtiert – und mit seinem Film eine kontroverse Debatte in der Ukraine ausgelöst.
Wieder hat im Wieser Verlag in Klagenfurt ein Buch von Wolf Oschlies das Licht der Welt erblickt. Wie alle Bücher der Reihe „Europa erlesen“ ist auch dieses in handlichem und damit Leser- und lesefreundlichem Format erschienen. Das Buch ist mit zahlreichen Illustrationen von Shenja Sidorkin versehen, und mit einer davon geht es auf dem Cover gleich heiter los und dann heiter weiter.
Der Anglizismen-Index ist ein Verzeichnis von rund 7.300 englischen Wörtern und Wendungen, die in die deutsche Sprache eingedrungen sind. Dabei ist er jedoch weit mehr als ein reines Wörterbuch.