
NEOPHYTEN

Von der Mitsommerzeit bis zu den ersten Frösten blühen in Eurasien die „Bauernorchideen“. So wird das „Drüsige Springkraut“ wegen seiner auffallend schönen, orchideenähnlichen Blüten in Mitteleuropa genannt. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet waren die nordindische Himalayaregion, Pakistan und Kaschmir. Vor gut 150 Jahren wurden Springkrautsamen nach England ausgeführt. Seither wandert die schöne Inderin von den britischen Inseln aus wieder nach Osten und erobert eine Region Eurasiens nach der anderen.

EURASISCHE FLORA

Sie kommen im Gepäck von Reisenden, werden absichtlich oder unabsichtlich eingeführt: Pflanzen und Tiere, die es vorher nur in anderen Gebieten gegeben hat. Einige sind besonders erfolgreich und verdrängen die heimischen Arten. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN erklärt Dr. Franz Essl vom Österreichischen Umweltbundesamt in Wien welche Bedeutung diese so genannten Neophyten haben und weshalb ihre Zahl in jüngerer Zeit immer mehr zunimmt.

RUSSLAND-EUROPA
Die Kooperationswünsche Russlands mit der Europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie sind unübersehbar. Letzte Woche hat Wladimir Putin wieder ein Hindernis aus dem Weg geräumt. Auch in Deutschland mehren sich inzwischen die Stimmen, die für eine engere Zusammenarbeit eintreten.

RUSSLAND
In seiner alljährlichen Fernseh-Live-Show erklärte der Kreml-Chef, dass er nach dem Ende seiner Amtszeit politisch aktiv bleiben will. Zur Zeit wird in Russland darüber spekuliert, ob Wladimir Putin dann möglicherweise die Partei „Einiges Russland“ führen werde.

NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN
Fast hundert Nichtregierungsorganisationen müssen ihre Arbeit vorläufig einstellen. Aber auch für die zugelassenen wird es viel unangenehmer als bisher, in Russland zu arbeiten. Für sie hat quasi ein neues Zeitalter begonnen. Sie müssen künftig einen großen Teil ihrer Arbeitszeit für die Erstellung von Anträgen und Arbeitsplänen aufwenden.

GEOSTRATEGIE
Ein Kommentar von Kai Ehlers

SIEBENBÜRGEN

Er hätte nach Aussagen von Zeitgenossen ein zweiter Mozart werden können. Doch bereits mit 15 Jahren hat der Tod das Genie aus den Bergen Siebenbürgens dahin gerafft. Carl Filtsch, begnadeter Pianist und jugendlicher Komponist war Schüler und Protegé Chopins, begeisterte Franz Liszt und reiste im jugendlichen Alter kreuz und quer durch Europa, von einem Konzerthaus zum nächsten. Heute steht der Name des Siebenbürger Buben Pate für das nach ihm benannte Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festival. Es wird im Juli 2007 bereits zum zwölften Mal im siebenbürgischen Hermannstadt ausgetragen.

GEORGIEN

Die georgische Leibspeise Chatschapuri ist mehr als ein Gericht. In ihr spiegeln sich Seele und Zustand des Landes. Mit einem Mundvoll Chatschapuri stürzt man Präsidenten oder verzehrt es nach durchzechtem Abend als Aufsauger für Alkohol.

POLEN

Die Weichsel teilt Warschau in zwei Hälften und zwei Kontinente. Auf der Ostseite – so sagen hochnäsige Hauptstädter- beginne Asien. Der Stadtteil Praga gilt als Sumpf des Verbrechens. Vor allem der gigantische Freiluftmarkt „Jarmark Europa“ mit seinen über 5000 Kleinhändlern aus Vietnam, Russland, der Ukraine und dem Kaukasus regt die Phantasie an. Doch Praga wandelt sich. Die alte, verfallene Bausubstanz der Jahrhundertwende wird von Künstlern entdeckt.

SIBIRIEN

Die urzeitlichen Mammuts faszinieren viele Menschen. Zuletzt meldeten japanische Forscher sogar, sie wollten mit Hilfe konservierter Mammutreste die Tiere klonen und so wieder zum Leben erwecken. Nördlich der sibirischen Stadt Omsk gibt es Mammutknochen an jeder Ecke. So scheint es zumindest. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass Nikolaj Peristow weiß, wo man suchen muss. Der „Mammut-Mann“ aus Omsk folgt den Spuren der Eiszeitriesen bereits seit über 20 Jahren. Zum Klonen sind diese Funde jedoch nicht geeignet. Aber für Kunstwerke taugen sie allemal.

SERBIEN

Wie der serbische Kriegsverbrecher Momcilo Krajisnik vor dem Haager Tribunal beurteilt wurde und für welche Taten er zu büßen hat. Porträt eines Mannes, der sich wie alle Schurken unschuldig gab.
Ausstellungen · Kulturtage · Filmfestivals
Die Technische Universität München geht nach Peking · US-Einzelhändler Wal-Mart expandiert nach China · Chinesen sollen sich auf Reisen besser benehmen: Leitlinien für Touristen erlassen · Absage an den Dollar im Warenhandel · Orientalist der Universität Jena datiert Monumentalinschrift aus Sirwah im Jemen · Ab 2008 soll das „Europäische Technologieinstitut“ arbeiten
In den 1980er Jahren veranstalteten amerikanische Hochschulen „Machiavelli-Seminare“, um die Absolventen auf Erfolg zu trimmen, angehenden Managern die Strukturen der Macht im Wirtschaftsleben zu lehren und ihnen beizubringen, wie man andere manipulieren und beherrschen kann. Inzwischen ist mit der Heraufkunft Chinas als Weltmacht ein neue Lehre in den Blickpunkt von Wirtschaftsführern gerückt: die des Konfuzianismus. Den weisen Lehrer Konfuzius empfiehlt zum Beispiel der Siemens-Manager Werner Schwanfelder in seinem neuen Buch als Berater und Lehrmeister.
Ein Flugzeug stürzt ab, eine Frau verschwindet. Ist sie verunglückt, untergetaucht? Götz, ihr Mann, weiß es nicht, ahnt, dass Johanna nicht zurückkommen wird.