
EM-INTERVIEW

Wie sich die Machtverhältnisse in der Golfregion entwickeln könnten, analysiert der Nahost-Experte Loay Mudhoon.

ZENTRALASIEN
In absehbarer Zeit ist zu erwarten, dass neben der Lösung der Atomfrage auch eine gemeinsame Zentralasienpolitik seitens der USA, Irans und der Türkei zu Stande kommen sollte.

GEOPOLITIK

Wie sehr die EU und die Türkei aufeinander angewiesen sind, zeigt sich an der geostrategischen Gesamtsituation. Während die Türkei der EU den Zugang zu strategischen Ressourcen und ein gemeinsames Management von Krisen in ihrer weiteren Peripherie anbieten kann, verspricht sich die Türkei ihrerseits von der Zusammenarbeit mit der EU eine Konsolidierung und Stärkung ihrer sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Stellung. Ist wegen dieser gegenseitigen Abhängigkeiten in absehbarer Zeit eine Vollmitgliedschaft der Türkei zu erwarten?

RUSSLAND

Sie nennen sich Menschenrechtler, Oppositionelle, Tierschützer, Öko-Anarchisten, Neue Linke oder einfach nur Aktivisten. Sie sind jung, vernetzen sich im Internet, aber auch immer häufiger in der realen Welt und es stört sie vor allem eines: die Passivität und die Ergebenheit der Bevölkerung dem Staat gegenüber. Ein Bericht über junge Russen wie man sie im Westen kaum kennt.

RÜSTUNG
„Moskaus Liebe zur Bombe“ las man kürzlich in der FAZ. Man ist irritiert. Hat man sich an das freundliche „Change“ auf allen Seiten doch schon gewöhnen wollen: die atomare Abrüstungsinitiative des US-Präsidenten Obama, das Ende des Raketenstreits, neue Gespräche zwischen Russland und NATO, Erneuerung der Partnerschaft zwischen Russland und EU, ja, sogar die Bereitschaft seitens der EU, die Vorschläge Medwedews für ein „Zweites Helsinki“ zu erörtern. Hat man sich also getäuscht? Sind die Russen, was sie immer waren: machtgierig und gefährlich? Wollen sie den Preis für die Entspannung hochtreiben, weil sie wissen, dass Obama angesichts des fatalen Bush-Erbes Erfolge braucht?

GLOBALE FINANZKRISE
„Wir haben uns verrechnet. Der Absturz geht wesentlich tiefer“, das erklärte der russische Präsident Medwedew gegen Ende des letzten Monats. Man habe mit zwei Prozent Rückgang des Bruttosozialprodukts gerechnet, nun werde ein Einbruch von 8,5 Prozent erwartet. Es werde eine zweite Welle der Krise geben, die vermutlich nicht vor 2012 ende.

URANAUFBEREITUNG
Weil die russischen Wiederaufbereitungsanlagen mit Aufträgen aus dem Inland ausgelastet sind, will der Konzern Rosatom keinen Atommüll aus dem Ausland mehr importieren.

MOLDAU

Im Süden der Republik Moldau liegt die autonome Region Gagausien (sprich: Gaga-usien). Die Gagausen haben ihre eigene Regierung und Verwaltung, eine eigene Universität und mit gagausisch ihre eigene Sprache. Der höchste politische Vertreter heißt „Baschkan“ und sitzt in der Hauptstadt Komrat. Nach dem Ende des Kommunismus haben sich die inzwischen autonomen Gagausen friedlich mit der Regierung des moldawischen Mutterlandes arrangiert. Touristen lockt Gagausien mit Sonne, Wein und Gastfreundschaft, Investoren mit fünf Jahren Steuerfreiheit. Der regierende Baschkan, Mihail Formuzal, über Geschichte, Kultur und den aktuellen Status Quo der Gagausen.

OSTEUROPA
Was folgt nach dem Jahrzehnt des breiten Aufschwungs in Osteuropa? Wie wird sich die Krise längerfristig auf die Volkswirtschaften auswirken? Das dritte Jahrzehnt nach der politischen Wende wird von einer neuen Bescheidenheit geprägt sein. Professionalität, Streben nach Effizienz und eine langfristige unternehmerische Denkweise müssen nachhaltiges Wachstum schaffen.

MOSKAU

Wie viele andere Megastädte sieht sich die russische Hauptstadt wachsenden Verkehrsproblemen, hoher Luftverschmutzung und einem Platzdefizit ausgesetzt. Architekten und Stadtplaner stellten nun das Baukonzept einer unterirdischen Idealstadt der Zukunft vor.

EURASISCHE SPIRITUALITÄT

Gewunden wie eine Balkan-Viper, aber gut asphaltiert, schlängelt sich der Weg durchs nordmakedonische Mittelgebirge bis hinauf zum „Taticev kamen“ (Vater-Stein) beim Dörfchen Kokino. Schön ist diese Grenzregion zu Serbien, aber auch bitter arm. Die wenigen Siedlungen wären mehr oder weniger menschenleer, würden sie nicht auch Posten der Grenzpolizei und der Feuerwehr beherbergen. Nun sollen gezielte Investitionen von Regierung und Europäischer Union mehr touristisches Leben in die Region bringen.

EURASISCHE SPIRITUALITÄT

Wanderungen entlang der Europäischen Wasserscheide auf der Schwäbischen Alb. Magische Erlebnisse und erholsame Touren auf neuartigen Wegen durch den Kontinent. Die Route ist Teil des nirgendwo unterbrochenen geomantischen Höhenstroms Eurasiens zwischen Spanien und dem Ural.

EM-INTERVIEW

Die libanesische Dichterin und Journalistin Joumana Haddad bricht mit ihrem erotischen Kulturmagazin „Jasad“ („Körper“) bewusst Tabus in einer Gesellschaft, die den Körper weitgehend verhüllt und verschweigt. Libanon ist das einzige arabische Land, in dem das Magazin frei verkauft werden kann. Doch selbst dort ist es umstritten.
„Asia-Filmfest 2009“ · „Stadtansichten – Die Welt wird Stadt“„Kulturaustausch auf der nördlichen Seidenstraße“ · „ZeitRäume – Milet in Kaiserzeit und Spätantike“ · „Dionysos. Verwandlung und Ekstase“ · „Die Rückkehr der Götter. Berlins verborgener Olymp“ · „Sehnsucht nach Jerusalem. Wege zum Heiligen Grab“
McDonald’s-Imperium bröcket · Kostenloses Jahrbuch der Regionen in der Europäischen Union · Konsumenten kapitulieren vor englischen Slogans · Filmförderung der Europäischen Union · Neuer Chef am GIGA Institut für Nahost-Studien · EU-Fotowettbewerb Südosteuropa gestartet · Kasachstan bringt 2009 eine Rekordernte ein
Es war eine kalte Welt in der sich gewaltige Gletscher bildeten von denen Reste noch heute zu sehen sind. Fellbekleidete Jäger jagten in den Weiten windgepeitschter Steppen das mächtige Mammut. Und in den Höhlen entstand Kultur.
Wir schreiben das Jahr 2034. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat.