AUSSTELLUNG
Die Paradiese der Welt sind im Überseemuseum in Bremen versammelt, zugänglich für jedermann. Eine phantastische Ausstellung lässt sie lebendig werden: biblische, weltliche, sozialistische, Reise- und Konsumparadiese. Sie alle, die Menschen sich in ihrer Sehnsucht nach einer besseren Welt erträumt, ausgemalt und erschaffen haben, sind dort zu betreten und mit allen Sinnen zu erleben. Erstaunt bemerkt der Betrachter, wie wenig unser eigenes Zeitalter davon noch zu bieten hat.
GEGENWELTEN
Prof. Bernd U. Schipper hat für das Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum die Paradiesvorstellungen in den Religionen analysiert. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihm darüber, woher die menschliche Sehnsucht nach Paradiesen rührt und wie es um deren Zukunft bestellt ist.
KÖRPERUTOPIA
Verena Paulus hat im Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum einen viel beachteten Beitrag veröffentlicht. Er befasst sich mit „Irdischen Paradiesen“, ganz speziell mit dem „Körper in der Postmoderne“. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihr über neue Körperideale und Kunstwesen aus dem Cyberspace.
NEUE OSTPOLITIK
KREML-NACHFOLGE
Vieles von dem, was man dem unbekannten Geheimdienstoffizier Putin niemals zugetraut hätte, hat er erreicht: Wirtschaft und Machtstellung Russlands sind restauriert, das Land ist weiter auf Erfolgskurs und das Ansehen des Kremlchefs ist ungebrochen. Aber im März 2008 ist Putins Amtszeit zu Ende. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht und mit Tschetschenien und den ungelösten sozialpolitischen Problemen hinterlässt der Amtsinhaber ein riesiges Konfliktpotential. Droht neues Chaos – eine neue „Smuta“, wie es die Russen nennen?
UKRAINE & EUROPA
Die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko erfreut sich seit der so genannten „Orangen Revolution“ besonders in Westeuropa einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Vielfach wird sie bereits als erfolgversprechende Gegenkandidatin gegen den ungeliebten Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch bei den Präsidentschaftswahlen 2009 gehandelt. Dabei wird nur allzu leicht vergessen, dass Timoschenko tief in die wirtschaftlichen Eskapaden der Ukraine verstrickt ist und mit ihrer Partei „Block Julia Timoschenko“ inhaltlich ausgesprochen wenig zu bieten hat.
SPRACHEN
KAUKASUS
Sie führt vom südrussischen Rostow am Don durch die nord-kaukasischen Republiken Kabardino-Balkarien, Nord-Ossetien, Inguschetien, Tschetschenien bis nach Dagestan. Jeder Kilometer hat eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die stellvertretend für die Verzweiflung, Bitterkeit und das Trauma einer ganzen Region steht. Die Stadt Beslan eingeschlossen, die im Herbst 2004 durch den Überfall auf die Schule Nummer 1 eine besonders traurige Berühmtheit erlangte.
SKYTHEN
Er war blond, aufwendig bestattet und nach über 2500 Jahren noch bestens erhalten: ein skythischer Krieger aus dem frostharten Boden des Altaigebirges in der Mongolei, wo er in eineinhalb Metern Tiefe die Zeiten überdauert hat. Prof. Hermann Parzinger, Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin hatte persönlich die Ausgrabungen geleitet, die ihn in diesem Sommer ans Tageslicht beförderten.
RUSSLAND
Trotz eines Aufgebots von 8.500 Polizisten und Soldaten kamen die Anhänger der russischen Opposition zu einer Demonstration zusammen. Nach Ansicht des Moskauer Bürgermeisters ist der „Marsch der Unzufriedenen völlig in sich zusmmengebrochen“. Das Staatsfernsehen nannte die Demonstranten „Liberale und Faschisten“. In der Tat wirkte die bunte politische Palette aller Couleur nicht sehr schlagkräftig.
KERNENERGIE