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EM-INTERVIEW
In Kasachstan leben mehr als 50 ethnische Gruppen: Tataren, Russen, Ukrainer, Usbeken, Koreaner, Chinesen, Kurden usw. Die Nation-Bildung ist schon deshalb ein großes Thema in der politischen Diskussion Kasachstans. Mit seinen Nachbarn aus der ehemaligen Sowjetunion unterhält Kasachstan enge Wirtschaftsbeziehungen. Angestrebt wird eine starke Stellung innerhalb der Eurasischen Union. Für solche Fragen wurde im Januar das Nazarbajew-Zentrum gegründet. Julia Schatte sprach mit Roman Vasilenko, stellvertretender Direktor der neuen Institution, über Kasachstans Top-Themen.

INTERNATIONALES WIRTSCHAFTSFORUM ASTANA
Vom 21.-24. Mai trafen sich in Kasachstans Hauptstadt Astana Politiker, Diplomaten und Wirtschaftswissenschaftler aus fast 100 Ländern zum 5. Internationalen Wirtschaftsforum. Diskutiert wurde ein neues globales Entwicklungsmodell nach der Finanzkrise und Integrationsprozesse in der Eurasischen Union.

KASACHSTAN
Kasachstan erlebt dank seiner Rohstoffe einen beeindruckenden Wirtschaftsboom. Gleichzeitig hat die Profitgier hier schon zwei der größten Umweltkatastrophen aller Zeiten ausgelöst. Nun wächst unter Bürgern das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und sie wehren sich gegen rücksichtslose Wirtschaftsvorhaben.

CHINA
Chinas Kommunistische Partei steht im Oktober 2012 vor einem politischen Führungswechsel. Xi Jinping, Sohn eines hohen Parteiveteranen, soll neuer KP-Chef und Staatspräsident werden. Ein Machtwechsel in turbulenten Zeiten. Chinas Entwicklungsmodell steckt in der Krise. Reformer und Konservative streiten um den künftigen Kurs in Wirtschaft und Politik.

RUSSLAND AUF HAUPTSTADTSUCHE
Moskau, der Kreml, der rote Platz, die Basilius-Kathedrale: sie sind das Gesicht der russischen Machtmetropole. Aber das soll sich ändern. Was unvorstellbar erscheint, darüber wird unter hochrangigen Politikern in Russland seit einiger Zeit ernsthaft diskutiert und gestritten. Eine neue Hauptstadt soll her. Sergej Schoigu, der neue Gouverneur des Moskauer Gebietes, das sich rund um die russische Hauptstadt erstreckt, hat sich in einem Radiointerview für die Verlegung der russischen Hauptstadt in eine Stadt im fernen Sibirien ausgesprochen und damit den Stein ins Rollen gebracht.

WLADIMIR PUTIN
Zum Beginn der neuen Amtszeit des russischen Präsidenten – ein Blick auf Wunschvorstellungen und Realitäten im 21. nachsowjetischen Jahr Russlands

RUSSLAND
Die runderneuerte russische Regierung soll nach dem Willen des russischen Präsidenten mit „noch mehr“ Kraft arbeiten. Bei sinkendem Ölpreis und verringerten Staatseinnahmen den sozialen Frieden zu erhalten, dürfte allerdings nicht einfach sein.

RUSSLAND
Die angesehene und einflussreiche Moskauer Tageszeitung „Kommersant“ hat ihren Lesern nach den Präsidentschaftswahlen im März ein ganz besonderes Highlight geboten. Die Aufforderung lautete: „Bilde dir eine eigene Regierung“. Mit freundlicher Genehmigung des Blattes bringen wir diesen grandiosen Einfall und das tatsächliche Ergebnis der Regierungsbildung hier in deutscher Übersetzung.

KIEW
Die ukrainische Opposition befürchtet, Präsident Janukowitsch werde die Bombenanschläge von Dnjepropetrowsk nutzen, um die Rechte der Regierungsgegner einzuschränken. Manche vermuten sogar, offizielle Stellen stünden hinter den Anschlägen. Doch macht diese These Sinn, wenige Wochen vor der Fußball-Europameisterschaft?

UKRAINE
Die Vorbereitungen auf die EM 2012 waren in der Ukraine von Verzögerungen und Skandalen gekennzeichnet. Welche ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sind nun durch die EM zu erwarten? Kann das sportliche Ereignis einen Imagewandel im Ausland und einen Identitätswandel im Inneren schaffen?

POLEN
Kurz vor der EURO 2012 hat der spanische Spitzenklub FC Barcelona eine Fußballschule in Polen eröffnet. An der FCB Escola Varsovia trainieren Nachwuchstalente zwischen sechs und zwölf Jahren „Tiki-Taka“, das berühmte Kurzpassspiel des Top-Vereins. Vor allem Eltern der neuen polnischen Mittelschicht setzen auf ausländisches Renommee – und haben hehre Ziele für ihren Nachwuchs.

ALBANIEN
Immer mehr Arbeitsmigranten kehren aus dem krisengeschüttelten Griechenland in ihre Heimat Albanien zurück. Wie Ndricim und Vladimir, die sich mit einem Internetcafé über Wasser halten. Der Neustart ist nicht leicht, denn auch Albanien hat massive Wirtschaftsprobleme.

ZEITGESCHICHTE
Zwei Jahre bevor Hitler an die Macht kam, siedelte Waltraut Schälike mit ihren Eltern, die überzeugte Kommunisten waren, nach Moskau über. Im Hotel Lux erlebte sie, wie Menschen verschwanden. Später wurde sie selbst Opfer des Stalin-Terrors. Nach dem Krieg kehrten die Eltern nach Deutschland zurück. Ihr Vater, Fritz Schälike, war 1946 Mitgründer der Sächsischen Zeitung.

BOLSCHOI-THEATER
Gleich drei Preise heimste das Hamburger Ensemble beim Moskauer Wettbewerb „Prix Benois de la Danse“ ein. Paul McCartney ging mit seiner eingereichten Ballett-Komposition dagegen leer aus.

MINDERHEITEN
Europas älteste Minderheiten-Organisation tagte in Moskau. Vom 16. Bis 20. Mai wurde in Moskau der 57. Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) abgehalten. Zum ersten Mal in den über 60 Jahren des Bestehens dieses bedeutendsten Selbstvertretungsorgans der ethnischen Minderheiten Europas fand die Veranstaltung in der Russländischen Föderation statt.

BIENNALE
Weit gefehlt, kann man dieser Tage nur sagen. Die osteuropäische Kunstszene erlebt eines ihrer Highlights in diesem Jahr. Am 25. Mai öffnete in Bukarest zum fünften Mal die Biennale für Moderne Kunst ihre Pforten. Erwartet werden zahlreiche internationale Besucher. Am 22. Juli geht die Kunstschau zu Ende.

GELESEN
Die Geschichte von den neuen Menschen, die vor 50.000 Jahren begannen die Welt zu verändern, zu besiedeln und die den Grundstein für unsere Kultur legten.