Das Weltreich der Mongolen in der Bundeskunsthalle zu BonnDSCHINGIS KHAN UND SEINE ERBEN

Das Weltreich der Mongolen in der Bundeskunsthalle zu Bonn

Im Jahre 2006 jährt sich zum 800. Mal die Gründung des mongolischen Großreiches durch den legendären Dschingis Khan. Die Bundeskunsthalle in Bonn veranstaltet dazu vom 26. Juni bis 27. September 2005 eine Ausstellung, die das Mongolenreich auf dem Höhepunkt seiner Macht zeigt.

Von EM Redaktion

Das Imperium des Dschingis Khans und seiner Nachfolger stand in einer langen Tradition nomadischer Staatsgründungen im eurasischen Steppengürtel. Die Mongolen waren nicht nur erfolgreiche Eroberer – es gelang ihnen auch, ihr riesiges Herrschaftsgebiet durch wirkungsvolle Verwaltungsstrukturen, religiöse und kulturelle Toleranz unter Kontrolle zu halten. Die Ausstellung zeigt neueste archäologische Funde, darunter eindrucksvolle Rüstungen und Waffen, die das Staats- und Militärwesen unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern illustrieren.

Im Mittelpunkt der Bonner Ausstellung steht das von deutschen Archäologen ausgegrabene Karakorum, der legendäre Herrschersitz Dschingis Khans (etwa 350 Kilometer westlich von der heutigen mongolischen Hauptstadt Ulan Bator gelegen). Herausragende Kunstwerke aus internationalen Museen repräsentieren in der Ausstellung die Nachfolgereiche Yuan (China), Goldene Horde (Rußland) und Ilkhanat (Persien). Die Ausstellung schließt mit zwei weitreichenden Themen der mongolischen Geschichte: der Rolle des Buddhismus seit dem 13. Jahrhundert und der wechselvollen Geschichte der Mongolei im 20. Jahrhundert.

Siehe dazu auch Eurasien historisch DIE MONGOLEN in EM 03-03 und „Lied von der Steppe“ in EM 12-03.

Kultur Zentralasien

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