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Politisches Erdbeben in Liechtenstein

Von EM Redaktion

EM – Der eurasische Zwergstaat zwischen den Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen, sowie dem österreichischen Bundesland Vorarlberg wird von einem politischen Erdbeben erschüttert. Fürst Hans-Adam II droht abzutreten und sich auf seine Besitztümer nach Wien zurückzuziehen. Das Fürstentum ohne Fürst – für die Liechtensteiner die denkbar schlimmste vorstellbare Entwicklung. Das Volk „erschaudert bei dem Gedanken“, hieß es in der Presse des Landes.

Grund für den Groll seiner Durchlaucht: Hans-Adam II. möchte eine Änderung der Verfassung Liechtensteins, die es ihm ermöglicht, die Regierung jederzeit zu entlassen und durch eine andere zu ersetzen. Außerdem soll verfassungsmäßig verankert werden, daß nur er die Richter des Landes ernennen kann und daß ihm die Niederschlagung von Strafverfahren ohne Angabe von Gründen jederzeit eingeräumt wird. Im Gegenzug will der Fürst den Bürgern gestatten, ihn per Volksabstimmung abzusetzen und sogar die Monarchie ganz abzuschaffen. Etwas, was niemand im Land sich jemals vorstellen könnte und vor dem seine Durchlaucht sich also nicht fürchten müßte.

Hans-Adam könnte es in Wien ganz gut ohne seine Liechtensteiner aushalten. Mit einem Familienvermögen, das auf sechs bis sieben Milliarden Schweizer Franken geschätzt wird, gilt er als einer der reichsten Männer Europas. Doch was würde ohne ihn aus dem Finanzplatz Liechtenstein, der mit niedrigen Steuern und großer Verschwiegenheit riesige Vermögen angelockt hat?

Die besondere Situation Liechtensteins dürfte letztlich den Ausschlag zu Gunsten seiner Durchlaucht geben. Das Land braucht stabile Verhältnisse und eine starke Hand, die unliebsame Fragen vom Tisch wischen kann.

Der Zwergstaat hat knapp 33.000 Einwohner, davon sind rund 34 Prozent Ausländer, hauptsächlich Schweizer, Österreicher und Deutsche. Liechtenstein ist der viertkleinste Staat Europas. Die Arbeitslosenquote beträgt lediglich 1,2 Prozent. Liechtenstein ist eine Oase der Besserverdienenden in Europa.

Nach einem Geheimdossier des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) ist Liechtenstein eine der bedeutendsten internationalen Geldwaschzentralen und bietet dem organisierten Verbrechen eine logistische Basis für seine Finanzgeschäfte. Ein Großteil des illegalen Auslandsguthabens Eurasiens und der ganzen Welt wird hier geparkt.

Der Fürst geht davon aus, daß die Bevölkerung Liechtensteins ihre Sonderrolle in Europa nicht verlieren möchte. Diesen Trumpf will der Landesherr, der auf seinem Schloß hoch über der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz sitzt, nun gezielt ausspielen. Das Volk selbst solle über die von ihm verlangte Verfassungsänderung entscheiden und nicht das störrische Parlament, in dem sich die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht finden will. Spätestens im Frühjahr 2003 soll es zur Befragung der Liechtensteiner kommen.

Kommunismus-Nostalgie in Polen

EM – 13 Jahre nach dem Ende des Kommunismus in Europa finden die Polen vor allem eines gut: den Kommunismus. Über vierzig Prozent beurteilen dessen Ära rückblickend positiv. Das ergab eine repräsentative Umfrage des polnischen Meinungsforschungsinstituts Obop. Nur eine Minderheit von knapp 35 Prozent beurteilte die Kommunistenherrschaft unter dem Präsidenten Edward Gierek und dem mit Kriegsrecht herrschenden General Jaruselzki als schlecht.

Als Gründe für die nostalgische Stimmung der Polen wurden eine derzeit herrschende hohe Arbeitslosigkeit im Lande, schlechte medizinische Versorgung und „eine allgemeine Verunsicherung“ ermittelt. Auch vor dem bevorstehenden EU-Beitritt Polens geht in weiten Teilen der Bevölkerung die Angst um. Bauern, Mittelstand und Industrie fürchten die große Konkurrenz im Binnenmarkt.

Mitte der neunziger Jahre war das Verhältnis bei Umfragen noch gänzlich anders. Die Mehrheit der Polen genoß damals noch unbeschwert die neuen Annehmlichkeiten des Kapitalismus: Westautos, volle Läden, freies Reisen. Polen boomte.

Jetzt spüren dagegen Polens Kommunisten wieder Oberwasser. Ihr früheres Zentralorgan „Trybuna“ warnt wieder ungeniert vor „der Fratze des Wolfskapitalismus“. Der einstige Eisbrecher Polen, der seinerzeit mit der Solidarnosc-Bewegung die Auflösung des kommunistischen Imperiums Ostblock eingeleitet hatte, befindet sich offenbar in Seenot.
Aber Polen ist kein Einzelfall. In anderen postkommunistischen Ländern sieht es ähnlich aus. Einzige Hoffnung trotz aller Befürchtungen: die Europäische Union und ein Anziehen der Weltkonjunktur.

Südkoreas Frauen holen auf

EM – Gut ein Drittel aller Studierenden in Südkorea sind im Jahr 2002 weiblich. 1970 betrug ihr Anteil noch ein knappes Viertel. In wenigen Jahren, so sagen die Bildungsexperten des Landes voraus, werden genau so viele Frauen wie Männer studieren. Das kommt angesichts der konfuzianischen Traditionen Koreas einem gesellschaftlichen Umbruch gleich. Denn noch immer gilt, daß Frauen über die Privatsphäre herrschen, also vor allem über die Familie, das Zuhause, die Finanzen. Männer haben das Sagen im öffentlichen Leben, der Wirtschaft und der Politik.

Gerade aber die südkoreanische Wirtschaft kann langfristig auf gut ausgebildete weibliche Arbeitskräfte nicht mehr verzichten. Ausserdem will eine ständig wachsende Zahl von Akademikerinnen neben der Familie auch eine Berufstätigkeit ausüben. Das Bevölkerungswachstum Südkoreas stagniert. Frauen heiraten immer später und bekommen auch ihre Kinder erst in fortgeschrittenem Alter. Die Scheidungszahlen gehen sprunghaft in die Höhe, die Geburtenrate nimmt in gleichem Maße rasant ab und liegt derzeit noch bei 1,47. Man könnte sagen, Südkorea ist „im Westen“ angekommen.

Politisch ist der Einfluß der Frauen noch gering. Von den 247 Abgeordneten im Parlament von Seoul sind lediglich 16 Frauen. Im Beruf verdienen Frauen außerdem im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer.

Es gibt jedoch deutliche Zeichen einer erfolgreichen „Aufholjagd“ der südkoreanischen Frauen. Kürzlich wurde erstmals in der Geschichte des Landes eine Frau zur Ministerpräsidentin ernannt. Das Amt übt heute die Theologin und ehemalige Universitätspräsidentin Chang Sang aus. Der politische Einfluß der sükoreanischen Ministerpräsidentin ist zwar gering, aber daß eine Frau nun diese Spitzenstellung einnimmt, hat eine starke Symbolwirkung.

Symbolwert hat auch, daß die Tochter des früheren Ministerpräsidenten Park Chung-hee im Dezember 2002 bei den Präsidentschaftswahlen als Kandidatin antreten wird.
Anfang des Jahres 2002 hat das Staatsoberhaupt Kim Dae-jung sogar eine Frau für den Posten des Präsidentensprechers berufen. Auch das ein absolutes Novum im Lande. Überdies ist fast die Hälfte der Richter, die im vergangenen Jahr in Südkorea ernannt wurden, weiblich. Nahezu ein Drittel aller Staatsbediensteten sind inzwischen Frauen.

Traumstrände Bulgariens von Westtouristen entdeckt

EM – Jahrzehntelang machten hier vor allem die Werktätigen des Ostblocks Ferien, denen Strände im Westen und Süden unerreichbar waren. Doch in den unruhigen Zeiten nach der Wende von 1989 nahm der Tourismus in den sonnenreichen Gebieten Bulgariens dramatisch ab. Viele Urlauber aus Polen, den neuen deutschen Bundesländern, Tschechiens etc. blieben fern. Sie schnupperten am westlichen Komfort in den Urlaubsgebieten von Italien und Griechenland, an der Riviera und in Spanien. In letzter Zeit kommen wieder mehr von ihnen, denn die schlechte Wirtschaftslage in den ehemaligen Ostblockländern macht Westreisen fast unerschwinglich.

Aber jetzt kommen auch die Urlauber aus Westeuropa dazu, denen angestammte Urlaubsgebiete wie Mallorca zum Beispiel schlicht zu teuer werden. Sie entdecken den Sonnen- oder den Goldstrand an der klimatisch begünstigten Schwarzmeerküste. Der traumhafte Goldstrand zieht sich zehn Kilometer nördlich von Varna in einem weiten Küstenbogen dahin. Es ist ein Naturstrand, eingebettet in eine malerische Hügellandschaft mit Buchen- und Eichenwäldern. Hier reiht sich ein Badeort an den anderen. Das Wasser ist kristallklar, und es warten rund 70 Hotels auf Gäste. Vor allem junge Leute und Familien zieht es hierher, denn die Preise sind für Westeuropäer außerordentlich günstig.

Vier große Nationalparks locken mit oft noch weitgehend unberührter Natur. So zum Beispiel Rila, südlich der Hauptstadt Sofia. Der Park gilt als ein Paradies für Bergsteiger. Pirin ist der zweithöchste Gebirgszug des Landes und liegt im Südwesten Bulgariens. Hier gibt es neben Falken und Adlern uralte Bäume zu bestaunen. Teilweise wurzeln die sogenannten Panzerkiefern hier seit der Zeit Karls des Großen. Im Naturschutzpark Vitosha, eine halbe Stunde von Sofia entfernt, leben noch Wölfe, Bären und Wildkatzen. Strandzha liegt ganz im Südosten von Bulgarien und grenzt mit seinen Strandwäldern an die Schwarzmeerküste.
Die günstigste Reisezeit für Bulgarien ist von April bis Oktober. Im Juli erreicht das Wasser in den Badeorten der Küste 24 Grad Celsius. Fast überall wird Deutsch oder Englisch gesprochen. Nach Ansicht von Tourismusfachleuten wird Bulgarien in absehbarer Zeit Mallorca den Rang ablaufen.

Bulgarien und Rumänien auf dem Weg in die EU

EM – Mitte Juli 2002 traf sich bereits zum zweiten Mal der „Politische Balkan-Klub“ zu einer mehrtägigen Konferenz. Tagungsort war diesmal die rumänische Hauptstadt Bukarest. Dabei herrschte großer Optimismus vor, was die weitere Entwicklung der Länder in der Region zwischen Schwarzem Meer, Griechenland, Italien und der Türkei anlangt.
Der Balkan-Klub war vor einem Jahr von rund 40 Politikern und Intellektuellen aus der Taufe gehoben worden. Sie kamen aus dem gesamten Großraum Balkan (außer Kroatien) zusammen und auch aus der Türkei waren namhafte Vertreter dabei.
Die Gründer das Balkan-Klubs waren damals einem Aufruf des langjährigen bulgarischen Präsident Schelju Schelew gefolgt.
Beim jetzigen Treffen in Bukarest waren u.a. mit dabei: Rumäniens Präsident Ion Iliescu, der kosovarische Politiker Ibrahim Rugova, der frühere türkische Staatspräsident Süleyman Demirel und der griechische Außenminister Georgios Papandreou.
Iliescu umriß die geographische Einordnung der Region, für die sich der Balkan-Klub zuständig fühlt, so: „Wir stehen für die Mitte-Süd-Zone des Kontinents, gleichweit entfernt von Atlantik und Ural oder Kaspischem Meer.“ Er führte dafür den Namen „Mittel-Süd-Europa“ ein, der von den anderen Teilnehmern der Konferenz übernommen wurde.
Der Balkan-Klub wird unterstützt von der deutschen Friedrich-Naumann-Stiftung, die der FDP nahesteht. Als Ziele wurden die regionale Kooperation genannt, die Bildung einer Finanz-Lobby für den Raum Mittel-Süd-Europa und der Anstoß großer Investitionsprojekte vor allem in der Infrastruktur.
Zwei Länder des Balkan-Klubs standen diesmal im Mittelpunkt: Rumänien und Bulgarien. Denn sie bereiten sich bereits intensiv auf den EU-Beitritt vor. Bis zum Jahr 2007 wollen sie alle Kriterien erfüllen. Von Brüsssel erhalten sie dazu, wie bekannt wurde, eine beachtliche materielle Unterstützung. Bulgarien bekommt jährlich 250 Millionen, Rumänien 620 Millionen Euro.
Beim bevorstehenden EU-Gipfeltreffen im Dezember 2002 in Kopenhagen soll nach dem Willen der Regierungen beider Länder ein detaillierter Zeitplan inklusive genauem Beitrittsdatum festgelegt werden.
Diskutiert wurden am Rande der Konferenz auch Pläne der EU, in absehbarer Zeit die Länder Serbien, Montenegro, Kroatien, Bosnien-Hercegowina, Albanien und Mazedonien in die Gemeinschaft aufzunehmen.
Einige Teilnehmer berichteten, es gäbe auch Perspektiven für die Ukraine und sogar für Rußland/Weißrußland. Allerdings nur langfristig, etwa in einem Zeitraum von 30 bis 50 Jahren.

Weichenstellungen für die Zukunft Islands

EM - Soll Island der Europäischen Union beitreten? In dieser Frage sind die 270 000 Einwohner der im nordwestlichen Atlantik gelegenen Insel heftig zerstritten. In Umfragen ergibt sich kein klares Bild. 90 Prozent der Befragten aus Wirtschaft und Handel haben sich in einer Befragung dafür ausgesprochen. In einer anderen fiel das Ergebnis dann auf einmal beinahe umgekehrt aus. Die Parlamentsmehrheit der regierenden Partei von Ministerpräsident David Oddson ist dagegen. In der Bevölkerung sollen die Befürworter knapp die Mehrheit haben.

Im Mai 2003 wird das Parlament des eurasischen Randstaates neu gewählt. Der EU-Beitritt wird den Wahlkampf beherrschen, sagen die isländischen Medien vorher. Daneben erhitzt aber auch eine andere grundlegende Entscheidung die Gemüter der Menschen in Island: der Bau eines Aluminiumschmelzwerks an der Ostküste der Insel, die mit 103 000 Quadratkilometern etwa so groß ist wie die fünf ostdeutschen Bundesländer. Ein entsprechendes Abkommen mit der US-Firma Alco, dem größten Aluminiumproduzenten der Welt, hat die isländische Regierung bereits unterzeichnet. 50 000 Protestunterschriften wurden ignoriert. Mit dem gigantischen Bauvorhaben, so sagen die Umweltschützer des Landes voraus, werde eine der größten unberührten Naturlandschaften Europas zerstört. Für die Aluminiumschmelze sei ein Wasserkraftwerk geplant, das die Landschaft um den Vatnajökull, den größten Gletscher Europas, zerstöre. Ein 190 Meter hoher Staudamm, der höchste in ganz Europa, solle das Schmelzwasser des Gletschers auffangen. Naturdenkmäler wie der Dimmuglijúfur, das „dunkle Tal“, würden darin verschwinden. Gletscherflüsse werde man umleiten, Felsregionen wegsprengen, Flußbetten, Seen und über hundert Wasserfälle trockenlegen. Die Umweltschützer vergleichen das Vorhaben mit sowjetischen Projekten der Stalinzeit, als die Sowjetunion sich an die Umleitung der sibirischen Ströme machte. Es sei größenwahnsinnig, was da geplant werde.

Island hat ein tausend Jahre altes Parlament, das älteste in Europa. Die Isländerin Vigdís Finnbogadóttir, Staatspräsidentin von 1980-1996, war bei ihrer Wahl das erste direkt vom Volk gewählte weibliche Staatsoberhaupt der Welt. Der Lebensstandard der Isländer ist der siebthöchste auf dem gesamten Globus. In der Genforschung haben isländische Labors eine Spitzenstellung inne. Das Land gehört der NATO an, hat aber keine Armee, dafür einen US-Stützpunkt in Keflavik, wo auch der Flughafen der Hauptstadt Reykjavík liegt. (Er ist übrigens weltweit der erste, auf dem bereits die biometrische Gesichtserkennung zur Kontrolle der Passagiere eingeführt ist).

Das alte Wikingervolk, aus dem die nordische Saga der „Edda“ hervorging, hatte bislang stets einen geradezu mythischen Respekt vor der Natur, insbesondere vor der See und den Gletschern. Bis vor wenigen Jahrzehnten lebte Island vom Salzfisch und vom Heringsfang.
Doch jetzt hat die Energiebehörde des Landes mit einer Formulierung für Aufsehen gesorgt, wie man sie bislang nur von US-Präsident Bush kannte: „Die Zerstörung der Umwelt ist vertretbar angesichts der großen ökonomischen Gewinne, welche das Projekt Aluminiumschmelze mit sich bringt.“

Über drei Milliarden Euro (ein Drittel des jährlichen Bruttoinlandsprodukts des Landes) werden investiert. Geld, das der isländische Fiskus aufbringen muß, ansonsten wäre das US-Unternehmen Alcoa nicht eingestiegen. Sigurdur Jóhannesson von der Arbeitgebervereinigung spricht von einer „sehr kurzsichtigen und äußerst riskanten Politik.“ Er weist auf die weltweit bestehenden Überkapazitäten in der Aluminiumproduktion hin. Außerdem plane die Volksrepublik China am gegenüberliegenden Rand Eurasiens neue, konkurrierende Aluminiumwerke. Die Weichenstellung für das isländisch-amerikanische Projekt sei deshalb so falsch, wie die für den Nichtbeitritt zur Europäischen Union.

Eurasischer Kongreß des Geistes in Deutschland – der Dalai Lama kommt zur 1. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz „Unity in Duality“ nach München

EM – Am 10. Oktober 2002 eröffnet der Dalai Lama in München die 1. internationale wissenschaftliche Konferenz „Unity in Duality-Trendel“. Die Veranstaltung findet im großen Saal des Hotels Bayerischer Hof statt und dauert bis zum 13. Oktober. Dabei geht es um einen intensiven Austausch zwischen östlichem, asiatischem Wissen und westlicher Wissenschaft.

Initiator ist Dr. Tarab Tulku Rinpoche, tibetanischer Lama mit dem höchsten akademischen Grad des Lharampa Geshe, der seit Jahrzehnten in Kopenhagen lehrt.
(www.tarab-institute.org).

Im Einladungsschreiben zur Konferenz wird über deren Sinn und Absicht erklärt: „Trendel bedeutet gegenseitige Abhängigkeit und Bezogenheit zwischen allen Dingen und Geschehnissen. Dieser traditionellen buddhistischen Sicht der Dinge nähern sich heute auch moderne physikalische Theorien der Quantenmechanik und Relativität an. In fast allen Disziplinen der Naturwissenschaften gehen Forscher inzwischen weit über die Grenzen eines Weltbildes hinaus, das nach den Vorgaben von René Descartes, Isaac Newton und Francis Bacon die Welt in eine Sphäre des Materiellen einerseits und in eine Sphäre des Geistigen andererseits aufgeteilt hat. Immer öfter hat sich herausgestellt, daß grundlegende wissenschaftliche Fragen nicht mehr mit einem Weltbild beantwortet werden können, das diese wie eine große Maschine beschreibt. Immer häufiger werden Forscher davon überrascht, daß sich hinter der strengen Logik der allgemeinen Naturgesetze eine viel tiefere Ordnung verbirgt, in der die alten Regeln von Zeit und Raum keine Gültigkeit haben. Materie löst sich in Energiemustern auf, kann gleichzeitig Teilchen und Welle sein, verschwindet, kehrt wieder und steckt voller kreativer Möglichkeiten, von denen man Jahrhunderte lang nicht einmal etwas ahnte.“

Unter den Referenten befinden sich neben dem Dalai Lama weitere klangvolle Namen. Es referieren und diskutieren u.a.der Quantenphysiker Prof. Dr. Hans Peter Dürr, der Pionier moderner Wahrnehmungsforschung Prof. Dr. Humberto Maturana Romesin, der Biologe und Feldtheoretiker Rupert Sheldrake, die Expertin für die Chemie der Gefühle Candace B. Pert, der Astrophysiker Prof. Dr. Trinh Xuan Thuan.

Die Moderation liegt in den Händen von Anne Devillard, Chefredakteurin der Zeitschrift
„Natur & Heilen“, sowie von Fernsehpfarrer und Talkmaster Jürgen Fliege.
Das Rahmenprogramm der viertägigen Konferenz gestalten die Künstler Deva Premal (Deutschland) und Miten (England) mit einem spirituellen Musikprogramm. Außerdem tritt der japanische Künstler Min Tanaka mit einer Tanz-Performance auf.

Ein ausführliches Programm mit genauen Veranstaltungsdaten, Preisen und einer kompletten Referentenliste erhalten sie bei info@eurasischesmagazin.de

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