Tataren setzen auf Tourismus, Sport und KunstTATARSTAN

Tataren setzen auf Tourismus, Sport und Kunst

Tataren setzen auf Tourismus, Sport und Kunst

Kulturherbst mit Perlen tatarischer Musik in Berlin: Private Initiativen und die Liebe zu Kunst und Heimat ließen im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt einen eindrucksvollen Abend sinfonischer Musik gedeihen.

Von Anja Hotopp

Arkadi Berin, Dirigent der „Internationalen Symphoniker Deutschland“.  
Arkadi Berin, Dirigent der „Internationalen Symphoniker Deutschland“.
(Foto: Hotopp)
 

S eit Jahren wird in der Russländischen Föderation die Daumenschraube der Zentralisierung und administrativen Regulierung fester angezogen. Dies geht einher mit der Einschränkung der Rechte ethnischer sowie religiöser Minderheiten und gilt insbesondere im Bereich der Wirtschaft der einzelnen „Föderationssubjekte“, den Oblasten und Teilrepubliken. Auch die gemeinhin als am unabhängigsten geltende Republik Tatarstan bekommt dies zu spüren: Nach der Auflösung ganzer tatarischer Fakultäten und dem Rückgang von Tatarisch-Schulen für Muttersprachler von 712 auf 490 nationale tatarische Schulen allein innerhalb der letzten fünf  Jahre, behält das Moskauer Zentrum immer mehr regionale Steuerleistungen für sich. So bleibt den Kämmerern und Politikern an Wolga und Kama immer weniger Spielraum für eigenes Gestalten. Auch das Benutzen des lateinischen Alphabets für die tatarische Sprache ist seit 2002 per Gesetz verboten. Davon scheinbar unbeeindruckt wird in Tatarstan auf Tourismus und Kultur gesetzt. Oder ist dieser Bereich das letzte Feld, auf dem die Tataren noch selbst bestellen und ernten können?

Im Bürgerkriegsjahr 1920 wurde von den Bolschewiki die Tatarische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik gegründet, nachdem der Versuch von Tataren und Baschkiren, einen eigenständigen Staat Idil-Ural (Wolga-Ural) zu etablieren, niedergeschlagen wurde. Dass nun das Datum der kommunistischen Gründung der tatarischen Republik von 1920 Anlass war, den 90. Geburtstag Tatarstans zu feiern, offenbart augenscheinlich die Fixierung des Kalenders nach sowjetischer Geschichtsschreibung. Nichtsdestotrotz wurde das neunzigste Jubiläum groß gefeiert – auch in Deutschland.

Tatarische Klassik zum Geburtstag

Venera Gerassimov-Vagizova, Vorstand des tatarisch-deutschen Integrationsvereins Tamga e.V. auf dem Sbantuy-Fest in Berlin.  
Venera Gerassimov-Vagizova, Vorstand des tatarisch-deutschen Integrationsvereins Tamga e.V. auf dem Sbantuy-Fest in Berlin.
(Foto: Hotopp)
 

Den Anfang machten in Deutschland private Kunstinitiativen wie die „Internationalen Sinfoniker Deutschland“ unter Arkadi Berin, die Musikagentur „Cantica“ und der Vorsitzende des Komponistenverbandes der Republik Tatarstan, Rashid Kalimullin. Cantica-Inhaber und Spezialist für Choral-Musik der Ostkirchen ist Hermann Falk, der letzte Direktor der DDR-Künstler-Agentur. Die Idee war, mit tatarischen Künstlern aus Deutschland und Tatarstan sinfonische Werke tatarischer Komponisten zu Ehren des 90. Gründungsjubiläums der Tatarisch Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (TASSR) uraufführen zu lassen. Nach dutzenden Telefonaten, Mails und Überzeugungsgesprächen an der Wolga gelang den Enthusiasten aus Deutschland dann, was noch keine tatarische Diaspora-Gemeinde erreicht hatte: In einer Hauptstadt außerhalb der Russländischen Föderation wurde das Jubiläum eines ihrer Föderationssubjekte gefeiert.

Und wie! Nachdem bekannt wurde, welche Qualität und welchen Umfang die Feierlichkeiten haben sollen, sagten auch die Regierung von Tatarstan und die Russländische Botschaft in Berlin ihre Unterstützung zu. Doch bis kurz vor Konzertbeginn bangte man  noch um den Erfolg der aufwendigen Produktion: Kaum 200 Karten waren verkauft.  Doch Einwanderer aus dem Osten scheinen eher spontane Kulturgänger zu sein – am Abend des Konzertes war das Konzerthaus im Herzen Berlins gut gefüllt. Die tatarischen Diaspora-Vereine – Tatarlar Deutschland e.V., der tatarisch-baschkirische Kulturverein e. V. und Tamga e.V. aus Berlin – halfen per Telefonketten, Mail-Aktionen und Wurfsendungen mit, das Jubiläum vorzubereiten. Und so kamen sie dann: Tatarische Berlinerinnen und Berliner, ganze Familien der ersten bis vierten Generation, ihre deutschen Freunde und Kollegen, Studenten und Dozenten aller Berliner Universitäten, Vertreter des Senats und des Auswärtigen Amtes, das diplomatische Corps von Ländern wie Kasachstan, der Türkei, Lettland, Belgien, Österreich, Litauen und der Russländischen Föderation.

Tatarische Musik erstmals von einem deutschen Orchester

So führten private Initiative, sowie die Liebe zu Kunst und Heimat im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt zu einem eindrucksvollen Abend sinfonischer Musik. Neben einem Werk von Tschaikowsky – der Festouvertüre „Das Jahr 1812“ - demonstrierten Stücke von tatarischen Komponisten die große Bandbreite sinfonischen Schaffens der Tataren: Von Farid Yarullin (1914-1943), Almaz Monassypov (1925-2008), Nazib Zhihanov (1911-1988), Renat Yenikeyev (geb. 1937) und auch vom Ideengeber des Geburtstagskonzertes, Rashid Kalimullin (geb. 1957) kamen die Beiträge des Abends.

Die an Emotionen und Klangfarben reiche sinfonische Musik tatarischer Komponisten wurde zum ersten Mal in Deutschland überhaupt von einem deutschen Orchester, den „Internationalen Symphonikern Deutschland“ aus Dortmund, unter Leitung des Dirigenten Arkadi Berin gespielt. Der gut besuchte Große Saal des Konzerthauses, in dem diese Musik ihre deutsche Erstaufführung erlebte, gilt als einer der schönsten Konzertsäle Europas. Der Solist des Klavierkonzertes von Rashid Kalimullin war der Preisträger des letzten Tschaikowsky-Wettbewerbes, der junge Pianist Fedor Amirov (Moskau). Wie ein entrückter Derwisch beherrschte er die Szenerie auf der Bühne. Sein exzentrischer Auftritt am Flügel überzeugte Publikum und Kritiker. Der Musikkritiker Volker Tarnow (Berliner Morgenpost) schrieb zur Farbigkeit tatarischer Sinfonik, diese könne „nach pathetischer Filmmusik klingen wie Zhiganovs Ouvertüre ‚Nafissa‘ oder nach purer Salonmusik wie die Ballade aus Yarullins Ballett ‚Schürale‘, mal auch ziemlich ziellos durch die Gegend lärmen wie Yenikeevs Rhapsodie. Am meisten überzeugte, trotz extrem konservativer Tendenz, ein Satz aus Almas Monasypovs symphonischer Dichtung ‚Musa Dshalil‘: bestes Emotionskino mit Trauermarsch-Rhythmus und wehmütiger Holzbläsermelodie. Sollte das deutsche Fernsehen jemals eine der großartigen Erzählungen Tschingis Aitmatovs verfilmen, bitte hier bedienen!“.

Ein etwas unverständlicher Wermutstropfen im Konzertreigen des Abends war in den Augen einiger Gäste das gleich doppelte Spiel von Tschaikowskys musikalischer Lobpreisung “Gott schütze den Zaren” aus seiner „Festlichen Overtüre 1812“. Ironisch bemerkte jemand aus dem Publikum, dass gerade ein jüdischer Dirigent zu einem tatarischen Jubiläum dieses Stück bringt, sei wohl ein Katzbuckel vor den anwesenden Männern der russischen Botschaft gewesen; denn gerade jener geehrte Zar Alexander hätte Tataren und Juden damals heftig drangsaliert.

Der Soldatenkönig und die Tataren

Folklore Tänzerinnen von Tamga e.V. auf dem Sabantuy.  
Folklore Tänzerinnen von Tamga e.V. auf dem Sabantuy.
(Foto: Hotopp)
 

Dieses große Ereignis sollte nicht ungenutzt bleiben, dachten sich die Aktivisten der tatarischen Diaspora-Verbände und nahmen das Geburtstags-Konzert zum Anlass, im Herbst weitere Kulturereignisse zu organisieren. Es folgten tatarischer Volkstanz, Buchlesungen und weitere Konzerte.

Gefragt, weshalb gerade in Berlin die tatarische Kultur zum Jubiläum des fernen Tatarstan so umfangreich präsentiert werde, meinte Mieste Hotopp-Riecke, Vorstand bei Tamga e.V. schmunzelnd: „Preußisch-tatarische Beziehungen haben Tradition, bei Kreuzrittern und dem alten Fritz eher auf militärischem Gebiet, heute zum Glück in Kultur und Wirtschaft“.

Tatsächlich waren die ersten muslimisch-deutschen Kontakte nicht osmanisch-habsburgischer Natur, sondern schon im 15. Jahrhundert pflegten die Hochmeister des Deutschritterordens diplomatische Beziehungen zu den Tataren auf der Krim und später dienten einige tausend tatarische Reiter im preußischen Heer, preußische Königinnen standen im Briefwechsel mit den Gattinnen der Krim-Khane. Auf zwanzig geschenkte tatarische „Lange Kerls“ geht auch die erste islamische Kultusgemeinde auf deutschem Boden zurück (per Königsedikt von Friedrich Wilhelm I. gab es ab 1739 in Potsdam eine Meçit, einen islamischen Gebetsraum). Auch einer der am häufigsten porträtierten Langen Kerls, Shverid Ridvanov, war ein Tatare…

Unweit vom Gendarmenmarkt, im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur (RHKW), eröffnete der Präsident der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung zwei Stunden vor dem Sinfoniekonzert die Foto-Ausstellung „Kasan. Kultur und Sport in der Metropole an der Wolga“. Gezeigt wurden Großformate tatarischer Fotografen aus Tatarstan, Moskau und Berlin: Vom Erstliga-Champion Rubin Kasan, der Kul-Sharif-Moschee und Alltagskultur bis zu Folkloremotiven, Motorsport und Architektur reichte die Palette. Zur Vernissage kamen unter anderem Zulfira Salechova, Leiterin des Kunst-Departaments des Kultusministerium der Republik Tatarstan, Raschid Kalimullin, der Vorsitzende des Komponistenverbandes Tatarstans und Sekretär des Komponistenverbandes Russlands, sowie Rezeda Akhiyarova, die Sekretärin des Komponistenverbandes Tatarstans. Salechova bedachte die Organisatoren der Diasporagemeinde mit Geschenken und – in alter sowjetischer Tradition - etwas für die Bürowand. Die Kulturaktiven Venera Vagizova (Tamga e.V.), Ildar Kharissov (Gof e.V.) und Rais Khalilov (Tbkv  e.V.) erhielten neben CD-Schubern, Keramik und Büchern aus Tatarstan auch Dankesschreiben der Kultusministerin Tatarstans, Zilja Valeyeva.

Weitere Gäste – etwa Vertreter des Parlamentes Tatarstans, Besucher aus Prag, Düsseldorf und Thüringen lauschten während der Vernissage den Klängen von Rafik Badrazakov (Flöte), Larissa Polender (Klavier) und Svetlana Zoryukova (Klavier). Auf der Ausstellungseröffnung  wurden Werke von Röstäm Yäkhin, Shamil Sharifullin, Almaz Monasypov, Svetlana Zoryukova, Leonid Lyubovsky und Luiza Batyrkaeva teils in deutscher Erstaufführung gebracht. Und ein weiterer Gast war zu sehen: Zulya Kamalova, tatarische Musikerin aus Australien.

Träume zwischen Wald, Wind und Jazz: Zulya live in Berlin

Zulya Kamalova & the Children of the Underground live im Haus der Sinne, Berlin.  
Zulya Kamalova & the Children of the Underground live im Haus der Sinne, Berlin.
(Foto: Hotopp)
 

Zulya, geboren und aufgewachsen in Udmurtien und Tatarstan, zog während der Auflösung des sowjetischen Riesenreiches 1991 nach ‚down under‘. Sie verbindet seitdem russische Chansontradition, tatarische Volksweisen ihrer Kindheit und Jazzelemente zu etwas Neuem: Didgeridoo trifft tatarische Maultrommel auf kleinen und großen Bühnen von London bis Sankt Petersburg. Zahlreiche Tourneen und sechs Alben zeitigten Erfolg. In den World-Music-Charts auf den vorderen Plätzen und wiederholte Prämierungen mit Musikpreisen in Australien und im alten ‚Daheim‘ in Europa. Zu ihren drei faszinierenden Auftritten in Berlin brachte sie ihre neue CD mit. „Tales of Subliming“ entführen mit ihrer schmeichelnden, mal kräftigen, mal sanften klare Stimme und ihren perlenden melancholischen Kompositionen in eine Zauberwelt tatarisch-russischer Phantasie zwischen australischem Wüstenwind, grünen Wäldern des Urals und jazzigen Weltclubs des Globus. Das Publikum war  mit offenen Ohren gekommen und war sehr dankbar für anmutige Lieder ohne Pop-Klischees. Dass die Künstlerin, die vorübergehend mit Mann und Tochter in Berlin Quartier bezogen hat, auch schwere Zeiten durchlebte, davon zeugen ihre schwermütigen, aber nie hoffnungslosen Songs wie „A Girl Named Free“ oder „The Mermaid's Tale“. Vor allem die tatarischen Landsleute waren freudig überrascht: Fast die Hälfte des Repertoires sang Zulya in ihrer Muttersprache Tatarisch, auch die Zugaben.  So zeigt sie von der Bühne herab, dass jenseits der polnischen Nachbarn noch andere Völker wohnen, auch wenn ignorante Kritiker sie weiterhin als russische Sängerin titulieren. Das ist sie sicher auch, aber neben der aus Russland stammenden Australierin Zulya merkt man bei ihren tatarischen Liedern und den verhaltenen Statements auf der Bühne doch ihre innige Verbundenheit zur Kultur ihrer Ahnen.

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Voller Klischees und doch so nah am Leben präsentierte Alina Bronsky im Herbst ihren neuen Bestseller „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ in Berlin. Bronsky stammt wie Zulya Kamalova aus der multiethnischen Wolga-Ural-Region. Die Protagonistinnen ihres sarkastisch erfrischenden Romans - Großmutter Rosalinda, Tochter Sulfia und Enkelin Aminat – repräsentieren drei Generationen des Homo Sovieticus: Die Hauptperson Rosalinda als starke egozentrische Frau aus der bleiernen Breschnew-Ära hält den Familienbetrieb aufrecht gegen sowjetische Bürokratie und apathische Alkoholiker – die Männer. Tochter Sulfie symbolisiert wohl eher den zermürbenden Endzeit-sowjetischen Alltagspragmatismus, und Enkelin Aminat steht für die neue Generation von postsowjetischen Auswanderern. Wie die Autorin wanderte Aminat schließlich in pubertärem Alter nach Deutschland aus. In manchmal grotesken Bildern malt Bronsky hier ein Bild der Zustände, die mit Zulya Kamalova und Alina Bronsky viele Landsleute veranlasste, ihr Glück woanders zu suchen, in der Hoffnung auf weniger Wirtschaftschaos, weniger russischen Chauvinismus, mehr Zukunft.

Mit dieser gemeinsamen Vergangenheit traten beide starken Frauen auf ihren Podien - Bronsky bei Lesungen, Zulya auf der Bühne - durchaus auch als Kulturbotschafter der Toleranz auf. Dazu befragt, ob Alina Bronsky in ihren Texten nicht etwas direkter auf die gesellschaftlichen Zustände in Russland hätte Bezug nehmen können, konterte die Autorin, bei dem extremen Antisemitismus und Rassismus in sowjetischer und russischer Gesellschaft sei die Heirat einer Tatarin und eines Juden in ihrem Buch schon ein deutliches Statement…

Unter dem Eindruck des großen Erfolges dieses tatarischen Kulturherbstes in der deutschen Hauptstadt kam es zu zwei bemerkenswerten Treffen ‚Unter den Linden‘: In der Russländischen Botschaft tauschten sich Botschafter Wladimir Grinin, der Direktor des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur, Michael Wladimir, Gof e.V.-Präsident Ildar Kharissov und weitere Aktive über zukünftige Kooperationen im Kulturbereich aus. Im nächsten Jahr steht der 105. Geburtstag des tatarischen Nationaldichters Musa Dshälil bevor, der in Berlin von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Der Zar ist weit – von Berlin

Das Theater der Kalligrafie und die Kindertheatergruppe von TAMGA e.V. bereiten sich auf nächste Auftritte vor, und das alljährliche Sabantuy will rechtzeitig vorbereitet sein. Dieses „Fest des  Pfluges“ wird traditionell im Frühsommer durchgeführt und reicht auf vorislamischen Fruchtbarkeitsriten der Wolga-Ural-Völker zurück – ähnlich dem Erntedankfest in Deutschland. Unterstützung erfahren die Veranstalter dafür vom Weltkongress der Tataren, einem sozio-kulturellen Netzwerk mit Zentrum in Kasan, aber auch von der Russländischen Botschaft in Berlin und dem Berliner Senat. So sind die muslimischen Einwanderer aus Osteuropa hier in Deutschland längst Teil der Gesellschaft – ohne Integrationsdebatten im deutschen Feuilleton.

Dass die turksprachigen Tataren sich zwischen ihren Türkeistämmigen ‚Brüdern‘ und russischen Landsleuten in Berlin immer wieder selbstbewusst einer allzu herzlichen Umarmung entziehen, ist dabei längst eingeübte Attitüde. Auch in der alten Heimat lässt sich Putin gern einmal mit der tatarischen Nationalkopftracht ablichten, zieht aber sonst seit Jahren mit Tandempartner Medwedew eine härtere Gangart gegen die kleinen Völker der Föderation durch.

 Doch in Berlin heißt es „Der Zar ist weit“, man kooperiert und engagiert sich - für die Rechte der Tataren im Osten und mit den durchaus pragmatischen Russen in der Berliner Politik. Die ehrenamtlichen der Diasporaverbände werden weiter mit tatarischen Kulturinitiativen die Öffentlichkeit suchen, mit oder ohne Unterstützung von der Wolga oder Newa, auf jeden Fall aber mit kyrillischem und lateinischem Alphabet.

*

Zur wechselvollen Geschichte der Tataren siehe auch EM 06-2006.

Russland

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