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Wie man auf Reisen am besten zahlt: ein Überblick

Wie man auf Reisen am besten zahlt

Wer schon mal im Ausland außerhalb des EU-Raumes unterwegs war, merkt schnell, welche Vorteile ein gemeinsamer Währungsraum bietet. Als Reisender braucht man sich nämlich keinerlei Sorgen mehr darüber zu machen, wie die Leistungen vor Ort bezahlt werden sollen. Zudem entfällt der mitunter kostenintensive Umtausch in Fremdwährungen.

Von EM Redaktion | 26.04.2016

Anders sieht das beispielsweise bei Reisen in den asiatischen Raum aus. Hier ist der Reisende dazu gezwungen, sich schon im Vorfeld ausführlich mit der Frage auseinander zu setzen, wie die Zahlungsfähigkeit kontinuierlich sichergestellt werden kann. Im Prinzip stehen hierfür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

In Abhängigkeit zum Zielland fallen aber je nach Methode unterschiedliche Kosten an, die der Reisende im Blick behalten sollte. Im Folgenden werden die einzelnen Möglichkeiten dargestellt und dabei auch die Frage beantwortet, was mit Blick auf die finanzielle Sicherheit im Ausland darüber beachtet werden sollte.

Währungswechsel - in Deutschland oder dem Zielland?

Nur Bares ist Wahres - an diesem Leitspruch ist natürlich etwas dran, insbesondere, wenn es in Länder geht, deren Bankeninfrastruktur noch nicht so ausgeprägt ist. Und auch, wenn eher abgelegene Regionen angesteuert werden, wo keine Automaten und Akzeptanzstellen für Kreditkarten erwartet werden können, ist Bargeld häufig das Mittel der Wahl.

Eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, wie die Bargeldversorgung im Ausland sichergestellt werden soll, ist aus diesem Grund natürlich zunächst eine solide Vorbereitung. Fällt die Entscheidung dann auf das Bargeld, stellt sich als nächstes die Frage, ob bereits in Deutschland umgetauscht werden soll, oder erst im Zielland. Für beide Methoden sprechen verschiedene Gründe, gleichzeitig müssen aber auch jeweilige Nachteile berücksichtigt werden. Zunächst ein kurzer Überblick:

 

Bargeldumtausch in Deutschland

Bargeldumtausch im Zielland

Vorteile

  • Transparenz bei den Gebühren
  • Höhere Flexibilität
  • Besserer Kurs

Nachteile

  • - Kein Ersatz bei Verlust
  •  Spezifische Regelungen für Einführung von Bargeld
  • - Geringe Flexibilität
  • Teilweise hohe Kosten bei Tausch in Wechselstuben, Hotels oder bei Banken
  • Spezifische Regelungen für Einführung von Bargeld
  • Kein Ersatz bei Verlust

 

Welche Methode im Endeffekt wirklich günstiger ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Während die Erfahrung zeigt, dass der eigentliche Umtauschkurs vor Ort meist günstiger ist, als bei den Banken zuhause, ist es für den Einzelnen zumeist schwer, richtig einzuschätzen, welche Gebühren für den Umtausch im Zielland fällig werden. Mitunter verlangen Banken, Hotels oder Wechselstuben deutlich höhere Gebühren, als sie bei den Banken in Deutschland üblich sind.

In jedem Fall sollten sich Reisende vor Antritt ihrer Reise gründlich darüber informieren, welche Bestimmungen in Bezug auf die Einfuhr von Bargeld in Heimat- und Fremdwährung jeweils gelten, damit es bei der Zollkontrolle nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Der Höchstsatz liegt in der EU zwar recht hoch (10.000 Euro), dieser Komfort ist allerdings nicht überall gegeben. Wer derartigen Eventualitäten aus dem Weg gehen möchte, ist mit einer Kreditkarte meist deutlich besser beraten. Doch auch dabei gilt es einiges zu beachten, wie wir im folgenden Abschnitt zeigen möchten.

Kreditkarten - die Ausweichmöglichkeit?

Auf den ersten Blick klingt es verlockend einfach: Mit einer Kreditkarte hat der Inhaber weltweit kostengünstigen Zugang zu Bargeld und verfügt zudem über die Möglichkeit, auch ohne Bargeld elektronisch zu bezahlen. In vielen Fällen können diese Vorteile auch als gegeben angesehen werden, doch es gibt durchaus Ausnahmen. Grundsätzlich steht mittlerweile ein großes und auch ständig wachsendes Netz an Akzeptanzstellen und Geldautomaten zur Verfügung, so dass die Kreditkarte in vielen Regionen tatsächlich als komfortables Zahlungsmittel eingesetzt werden kann.

Die Kreditkartenbetreiber versprechen dabei, dass im jeweiligen Land zum tagesaktuellen Kurs Geld in Landeswährung abgehoben werden kann. Während keine Gebühren für die Benutzung des Automaten entfallen, solang ein Gerät des Anbieters benutzt wird, muss eine sogenannte Fremdwährungsgebühr berücksichtigt werden. Diese kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, und liegt erfahrungsgemäß in einem Bereich zwischen 1,5 und zwei Prozent des jeweiligen Betrages. Darüber hinaus arbeiten die meisten Anbieter mit Mindestgebühren, das heißt, bei kleineren Beträgen kann die anteilige Gebühr durchaus höher ausfallen. Noch einfacher ist es darüber hinaus, Einkäufe oder Hotelrechnungen direkt mit der Kreditkarte zu bezahlen. Auch hier wird der aktuelle Umtauschkurs zu Grunde gelegt und eine entsprechende Gebühr berechnet.

Die Zeiten, in denen Kreditkarten als exklusives Zahlungsmittel für die oberen Zehntausend galten, gehören längst der Vergangenheit an. Mittlerweile bieten eigentlich alle Banken eine Kreditkarte zu sehr günstigen Konditionen an. Insbesondere bei Direktbanken gehören Kreditkarten häufig zur kostenlosen Grundausstattung eines Girokontos. Dabei können auch Personen mit geringem Einkommen oder Studierende auf eine Kreditkarte zugreifen. Bei unzureichender Bonität kann auch eine Kreditkarte auf Prepaid-Basis genutzt werden.

Hinweis: Einige Banken stellen jedoch auch Kreditkarten zur Verfügung, mit denen die Bargeldabhebung in der jeweiligen Landeswährung vollkommen kostenfrei ist. Ein Vergleich im Internet zeigt, mit welchen Kreditkarten man kostenlos Geldautomaten im Ausland nutzen kann.

Finanzielle Sicherheit im Ausland - weitere Tipps

Ein wesentlicher Vorteil einer Kreditkarte besteht darin, dass auf die Mitnahme größerer Bargeldbestände verzichtet werden kann, und damit ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko vermieden wird. Doch nicht nur der Verlust von Bargeld durch Diebstahl bedroht die finanzielle Sicherheit im Ausland. Weitere Gefahren drohen etwa durch:

Während Risiken beim Tausch von Geld durch eine gewisse Umsicht umgangen werden können, drohen etwa bei Unfällen oder Erkrankungen weitere Risiken, die die Reisekasse finanziell belasten können. Und auch wer schon einmal einen Flug verpasst hat, weiß, dass dies zu erheblichen Zusatzkosten führen kann. In diesem Zusammenhang bieten aber auch Kreditkartenanbieter verschiedene Versicherungsleistungen, um sich gegen derartigen Zusatzbelastungen abzusichern.

Mit Kreditkarten auf Reisen lässt sich die Geldversorgung vereinfachen.Mit Kreditkarten auf Reisen lässt sich die Geldversorgung vereinfachen. Foto: pixabay.com © stevepb (CC0-Lizenz)

Fazit – Einfaches Bezahlen und Sicherheit auf Reisen mit einer Kreditkarte

Kreditkarten bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, die günstige Bargeldversorgung im Ausland sicher zu stellen. Darüber hinaus bieten viele Kreditkarten auch einen zusätzlichen Versicherungsschutz gegen spezifische Risiken auf Reisen. Dabei sollten sich Reisende darüber im Klaren sein, dass eine Kreditkarte nicht überall eingesetzt werden kann, weshalb eine solide Reisevorbereitung mindestens genauso wertvoll ist. Zumindest kleinere Bargeldbestände der jeweiligen Landeswährung dienen dabei als wichtiges Sicherheitspolster.

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