: Zur neuen Ausgabe - Eurasisches Magazin
EM: Aktuelle Ausgabe - Eurasien-Ticker - Archiv
eurasischesmagazin.de > Ausgabe 02-08 > Zur neuen Ausgabe
MEHR IN DER AKTUELLEN AUSGABE

Zur neuen Ausgabe

Von EM Redaktion
EM 02-08 · 29.02.2008 Drucken Senden Kommentieren

Liebe Leserinnen und Leser,

I n Russland wurde ein neuer Präsident gewählt. Der scheidende Amtsinhaber Wladimir Putin, der nun Ministerpräsident im Weißen Haus werden soll, hat vor über 1.000 Journalisten aus aller Welt eine Bilanz seiner Amtszeit gezogen. Russland sei nach den Zerfallserscheinungen in den 90er Jahren heute ein stabiler Staat mit einer zufriedenen Bevölkerung. Er selbst habe acht Jahre lang „wie ein Sklave auf einer Galeere“ gearbeitet und „kein normales, menschliches Leben“ geführt. Aber er sei „zufrieden“ mit seinem Resultat.

Indessen feilte Kronprinz Medwedjew an seinem liberalen Image. Auf einem Wirtschaftsforum im sibirischen Krasnojarsk setzte Thron-Anwärter und Vizepremier Dmitri Medwedjew kurz vor der Wahl neue Akzente. Es klang wie „Freiheit statt Putinismus“.  Doch da wird man mindestens die ersten 100 Tage im Kreml und im Weißen Haus abwarten müssen, ehe sich etwas Verlässliches sagen lässt. Ulrich Heyden hat ein „Porträt Medwedjew“ verfasst, das den neuen Präsidenten Russlands in seinem bisherigen Werdegang zeigt.

„Polen liegt nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern in den Vereinigten Staaten von Europa“ – so und so ähnlich lauteten die Argumentationen der Kaczynski-Gegner, mit der sie und ihr Spitzemann Donald Tusk schließlich die Wahl gewonnen haben. Gut 100 Tage ist die neue Regierung nun im Amt.  Zwischen Warschau und Washington ist Ernüchterung eingekehrt. Polen ist in Europa angekommen. Die polnischen Truppen kehren heim aus dem Irak. Das Verhältnis zu Russland entspannt sich. Und trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten bekommt der Neue Gute Noten in der Bevölkerung.

Thomas Bauer hat auf seiner Reise mit der Rikscha von Laos nach Singapur wohlbehalten am Morgen des elften Februar sein Ziel erreicht. 3.500 Kilometer hat er zurückgelegt. Um am Ende ganz nebenbei zu gestehen: „Zuhause besitze ich nicht einmal ein eigenes Fahrrad. Denn eigentlich bin ich ja gar kein Radfahrer.“

Das EM-Interview hat diesmal Tatjana Balzer geführt. Ihre Gesprächspartnerin war die in Sibirien geborene Dokumentarfilmerin Irene Langemann. Deren neuer Film, der zurzeit mit Erfolg in den deutschen Kinos läuft trägt den Titel: „Rubljovka – Straße zur Glückseligkeit“. Die Rubljovka Rubljovka ist wohl die meist überbewachte Straße der Welt. Es ist die Verkehrsader, die das Zentrum von Moskau mit der russischen Provinz verbindet. Sie zog in allen Zeiten wie ein Magnet die herrschenden Eliten an: Zaren, Diktatoren, Präsidenten. Auch das heutige Staatsoberhaupt Putin wohnt hier. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert sie ihre Beweggründe für diese Arbeit und schildert ihre Erfahrungen, die sie als Russlanddeutsche seit 1990 in der Bundesrepublik gemacht hat.

Außerdem lesen Sie einen reich bebilderten Beitrag zur Astronomie: „Eurasiens Himmel vor 3.600 Jahren“. Er beschäftigt sich mit einer Sonderausstellung im Archäologischen Museum zu Frankfurt: „Ein Himmel auf Erden“. Sie ist der Himmelsscheibe von Nebra gewidmet, der ersten konkreten Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte.

*

In der kommenden Ausgabe wird Afghanistan Thema im EM sein.

Ihr EM-Redaktionsteam

Drucken | Senden | Leserbrief >

© 2013 Eurasischer Verlag | Seitenanfang | Aktuelle Ausgabe | Suche
Suchen: