: Zur neuen Ausgabe - Eurasisches Magazin
EM: Aktuelle Ausgabe - Eurasien-Ticker - Archiv
eurasischesmagazin.de > Ausgabe 11-08 > Zur neuen Ausgabe
MEHR IN DER AKTUELLEN AUSGABE

Zur neuen Ausgabe

Von EM Redaktion
EM 11-08 · Drucken Senden Kommentieren

Liebe Leserinnen und Leser,

P ax Americana, das war einmal. „Automobil in Amerika“, ein verklungener Song. Die Weltmacht stürzt. Erst wurde der neu gewählte Präsident Barack Obama als Messias gefeiert, dann erfuhren die Amerikaner von den eigenen Geheimdiensten, dass es mit der Kraft und der Herrlichkeit ihres Landes zu Ende geht. Die multipolare Welt und der Wiederaufstieg der eurasischen Mächte steht bevor. Spätestens 2025 soll es, dem Nationalen Geheimdienstrat in Washington zufolge, so weit sein.

Und was ist mit Russland? Darüber haben wir eine kleine Debatte eröffnet. Anlass war der Beitrag von Dr. Dr. Andreas Umland mit dem Titel „Das postsowjetische Russland zwischen Demokratie und Autoritarismus“. Er gipfelt in dem Satz: „Womöglich wird einst sogar Jelzins Ernennung Putins zu seinem Nachfolger als dessen wichtigster historischer Fehler bewertet werden.“ Alexander Rahr („Was wir in den 90er Jahren erlebt hatten, war ein künstliches Russland.“) meint, dann hätten diesen Fehler Dreiviertel aller Russen gemacht – denn so viele wollen keinen andern als Putin. Kai Ehlers (Putin – ein Fehler?) erblickt in den Ausführungen Umlands „ein neues Muster der Russlandkritik“. Und Jan Balster steuert die Empfindungen eines Reisenden bei, der die russische Erde kennt, den russischen Menschen, die russische Seele. Und dem es nicht in den Kopf und nicht in sein Herz will, dass die antirussischen Ressentiments auch 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs noch immer konserviert werden. „Alle gegen Einen – alle gegen Russland“ ist sein Beitrag überschrieben.

Der zweite Schwerpunkt dieser Ausgabe ist Afghanistan. Wir interviewen den Autor des historischen Romans „Hindukusch“, Michael Pfrommer, zu seinen Beweggründen für diesen Stoff. Die aus Afghanistan geflohene Mári Saeed berichtet in einem weiteren Interview über ihr abenteuerliches Leben: „Mein Kabul – mein Deutschland“. Das ist auch der Titel ihrer Autobiografie, die wir  vorstellen. Lana Šlezić schildert „Frauen in einer Gesellschaft der Unterdrückung“. Häusliche Gewalt, Ehrenmorde, Selbstverbrennungen, Zwangsehen, Analphabetismus sind im Land am Hindukusch alltägliches Schicksal von Frauen. Wir zeigen aufrüttelnde Fotografien und bringen Auszüge aus ihrem Buch „Verleugnet“, die in ihrer knappen Form mehr sagen als lange Abhandlungen.

Schließlich berichten wir „Von einem der auszog, durch das eurasische Spiel Go ein stärkerer Mensch zu werden“. Er heißt David Seibt, ist gebürtiger Berliner und lebt seit August in Tokio, um das in China erfundene, in Japan verehrte und inzwischen in ganz Eurasien verbreitete Brettspiel Go zu erlernen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin spricht der neunzehnjährige David über seine Beweggründe, seine Ziele und Hoffnungen.

*

In der kommenden Ausgabe besprechen wir u. a. Alexander Rahrs Buch „Putin nach Putin“  und „Experiment Kosovo“ von Hannes Hofbauer.

Ihre EM-Redaktionsmannschaft

Drucken | Senden | Leserbrief >

© 2013 Eurasischer Verlag | Seitenanfang | Aktuelle Ausgabe | Suche
Suchen: