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Von EM Redaktion
EM 01-10 · 31.12.2009

Liebe Leserinnen und Leser,

E s tut sich was in Russland. Seine Regenten halten Ruck-Reden und kritisieren erstaunlich offen die Zustände ihres Landes. Medwedjew vor allem. Wie es um das größte Land der Erde wirklich bestellt ist und ob die Reden etwas nutzen werden, untersuchen Wolf Oschlies in „Agrarwirtschaft - Nagel zu Russlands Sarg“ und Kai Ehlers in „Ohne Tandem geht es nicht“. Skepsis, Zweifel, Misstrauen und Vorbehalte gegenüber der Wandlungs- und Reformfähigkeit Russlands sprechen deutlich aus diesen EM-Beiträgen.

Auch in der russischen Bevölkerung mehren sich die Zweifel. Ulrich Heiden und Ute Weinmann untersuchen in ihrer Buchneuerscheinung die „Opposition gegen das System Putin“. Darin kommen sie u. a. zu dem Ergebnis, dass nicht Gruppen und Parteien wie die des ehemaligen Schachweltmeisters Garri Kasparow dem „System“ gefährlich werden könnten, sondern „eine neue Arbeiterbewegung“ in Russland. Das Eurasische Magazin hat im EM-Interview bei Ulrich Heyden nachgefragt und erfahren, was sich da tut in Russland: „Allmählich begreifen selbst die Russen, dass sich zivilgesellschaftliches Engagement lohnt.“ Der Autor erklärt wie es funktioniert, das System Putin. Wollen die Russen ein anderes? Wie könnte es aussehen? Fazit: Die Bevölkerung selbst muss sich engagieren, wenn sie wirklich etwas ändern will.

In einem EM-Interview mit dem Türkeifachmann Dr. Arndt Künnecke zum Kurdenproblem wird deutlich: „Verhandlungen mit der PKK würden eine rote Linie überschreiten.“ In das Kurdenproblem scheint zwar Bewegung zu kommen, aber neben Hoffnung sei auch jede Menge Skepsis angebracht, erläutert Künnecke, der an der privaten Okan Universität in Istanbul lehrt.

„Chinas währungspolitische Offensive“ analysieren die Experten Hanns Günther Hilpert und Sandra Heep von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Sind Renminbi und IWF-Sonderziehungsrechte Alternativen zum Dollar? Ihre aktuelle Untersuchung legt die Fakten auf den Tisch.

 „Eine Liebe zwischen Europa und Asien“ zeigt der Kambodscha-Film „Same Same But Different“– die Kinoromanze startet am 21. Januar. Sie schildert eine Liebe auf den ersten Blick und ein schockartiges Erwachen, das der Freund der Hauptfigur Ben in die Worte kleidet: „Du kannst Dich kaum mit ihr unterhalten. Sie liegt Dir auf der Tasche. Sie ist eine kambodschanische Ex-Prostituierte und wird an AIDS sterben.“ So steht es um das eurasische Liebespaar, dessen Schicksal auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Die Frage lautet: „Bist Du mit Anfang zwanzig bereit für die Liebe Deines Lebens“? – Same Same But Different.... 

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In der kommenden Ausgabe bringen wir u. a.  eine Besprechung des Buches „Schwarze Sonne“ von Rüdiger Sünner.

Ihre Redaktionsmannschaft


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