Dr. Dirk Weichgrebe schrieb:
Sehr interessante Zusammenfassung der Situation vor Ort. Leider aber kommt in dem Artikel nicht die Problematik der wachsenden Umweltprobleme und der Versorgung mit Energie und Wasser vor.
Wir haben im März Hanoi und Umgebung besucht, um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt im Bereich der Stärkung von Handwerksdörfern (Integrierte Betrachtung der Ver- und Entsorgung) zu starten. Es gab die ein- oder andere Industriezone oder Häuserkomplexe, welche über einen längeren Zeitraum ohne Strom waren. Diskussionen haben auch ergeben, dass man derzeit nicht bereit ist, für die Behandlung von Abwasser oder Abfall wirklich Investitionen und auch Geld für den Betrieb in ausreichender Größenordnung bereitzustellen.
Armer Tiger, der an seinem eigenen und dem Kot der anderen erstickt! Warum dürfen ausländische Firmen überhaupt in solchen Schwellenländern produzieren, ohne dass sie die beste verfügbare Technik - wie sie bei uns auch im Hinblick den Umweltschutz definiert ist - anwenden müssen? Dies sollte ein globales Agreement werden - Wachstum hin oder her. Es kann nicht sein, dass betriebswirtschaftlich abgesahnt wird und die Volkswirtschaft wieder für die Beseitigung der Umweltschäden herangezogen wird. Wann hört dieser Teufelskreis auf?