Ihre Kultur hat Europa und Teile Eurasiens ein Jahrtausend lang geprägt. In Sprache, Musik und Sagen lebt vieles von ihnen fort, auch wenn sie kaum etwas anderes hinterlassen haben als Fundstücke. Schriftliche Überlieferungen gibt es nur durch antike Schreiber. Der Historiker Arnulf Krause sagt von ihnen: „Selten erstritt sich ein Volk so viel Ruhm und erlitt so viele Niederlagen wie die Kelten.“
Wie Geisterreiter brachen sie aus den kasachischen Steppen über das westliche Eurasien herein. Vor ihnen flohen ganze Völker, auf die sie bei ihrem Vorrücken stießen. Aus diesen Flüchtlingsströmen entwickelte sich das, was heute mit dem Begriff „Völkerwanderung“ bezeichnet wird. Mit neuen Waffen, raffinierter Taktik und einem ungestümen Mut überrannten die Hunnen alles, was sich ihnen in den Weg stellte. Doch ihr staatenbildendes Zeitalter dauerte nur einen Lidschlag der Geschichte, nicht einmal hundert Jahre, dann verschwanden sie wieder im Dunkel der Anonymität, in dem sie auch zuvor schon Jahrtausende gelebt hatten. Ihr Ruf als grausame und furchtlose Krieger hat alle Zeiten überdauert.
Rom war die erste Supermacht der Geschichte. Das Imperium Romanum ist Inbegriff abendländischer Macht. In seiner Blütezeit herrschte es in großen Teilen Europas und in Randgebieten Asiens. Sogar afrikanische Kolonien zählten zu seinem Machtbereich. Am Ende versank es in einem Sumpf aus Korruption, Laster und Cäsarenwahn. Die Germanen der Völkerwanderungszeit versetzten ihm den Todesstoß.