
INDIEN

Indiens regierende Kongress-Partei stellt Weichen für die Zukunft. Mit Rahul Gandhi (42) rückt wieder ein Spross der einflussreichen Nehru-Gandhi-Familie in die Politik. Indien wählt 2014 ein neues Parlament. Dann soll Rahul Regierungschef werden. Eine Familiendynastie kämpft um politische Macht.

GEOPOLITIK
Fast unbemerkt von einer breiteren Medienöffentlichkeit haben die USA unter Präsident Obama ihren geopolitischen Schwerpunkt nach Fernost in den asiatisch-pazifischen Raum verlegt.

CHINA
Der politische Führungswechsel ist vollzogen. Xi Jinping heißt Chinas neuer KP-Chef, Li Keqiang wird die neue Regierung leiten. Neue Gesichter auch in Partei, Militär und auf Provinzebene. Entwicklungsmodell und Systemstabilität Chinas stehen unter Druck. Wer bestimmt den Kurs der kommenden Jahre?

SÜDCHINESISCHES MEER

Wracktouren in der philippinischen Coron Bay – ein Schiffsfriedhof der ständig neue Überraschungen bietet – punktgenaue Landung auf dem Flakgeschütz.

INDONESIEN
Islam und Demokratie, Indonesien bietet beides. Wirtschaftswachstum? Auch hier kann der Inselstaat mithalten. Bodenschätze und niedrige Lohnkosten locken Investoren aus USA, Japan und China. Indonesien - Musterknabe Südostasiens und Vorbild für die arabische Welt? Eine ernüchternde Bilanz.

LAOS

Majestätische Wasserfälle, dichter Dschungel, ethnische Minderheiten und Plantagen, auf denen einige der weltbesten Kaffeebohnen geerntet werden – das Bolaven-Plateau in Laos ist nicht nur eine fruchtbare Hochebene, die für die Wirtschaft des Landes wichtige Exportgüter generiert, sondern auch ideales Ausflugsziel für Reisende, die sich am angenehmen Klima und den freundlichen Einwohnern erfreuen wollen.

GEOPOLITIK IN ASIEN
China wird in Asien zur geopolitischen Gegenmacht der USA. Auch das Verhältnis zwischen China und Indien ist nicht konfliktfrei. Beide Rivalen konkurrieren um Ressourcen und geostrategischen Einfluss am Indischen Ozean. Dort bestimmen brisante politische Krisen Eurasiens Peripherie.

TIBET

Nomaden leben von ihren Tieren: Schafen, Rindern, Ziegen. Seit Jahren stellen Hirten in Osttibet dies jedoch auf den Kopf. Für ihr Einkommen zumindest spielt inzwischen „Im Sommer Gras, im Winter Wurm“ eine größere Rolle.

GEOPOLITIK UND GLOBALER WAFFENHANDEL
Chinas Aufstieg stellt die machtpolitische Architektur im West-Pazifik in Frage. Konflikte im Südchinesischen Meer bereiten Südostasiens Eliten Unbehagen. Milliarden werden in Rüstung investiert. Neben zwischenstaatlichen Rivalitäten gefährden auch innenpolitische Krisen die Stabilität der Region.

JAPAN

Die große Industrienation Japan wurde in den letzten Monaten durch harte Schicksalsschläge arg gebeutelt: Erdbeben, Tsunami, Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima am Pazifischen Ozean. In Deutschland war die Anteilnahme riesig. Seit 150 Jahren gibt es eine enge Verbindung zwischen beiden Ländern. Die Ausstellungen „Ferne Gefährten“ und die Sonderausstellung „Ins Land der Kirschblüte“ der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim lassen die deutsch-japanische Freundschaft Revue passieren.

DARJEELING

Im Himalaya Nordindiens ist die Welt schon lange nicht mehr in Ordnung. Soziale Missstände und wirtschaftlicher Rückstand sorgen in Darjeeling seit Jahren für Unzufriedenheit und Aufruhr. Politische Forderungen nach einem eigenen Bundesstaat „Gorkhaland“ führten nun zu einem ersten Erfolg: mehr Autonomie.

SÜDOSTASIEN

Westliche Sanktionen haben in Birma/Myanmar keinen politischen Systemwandel bewirkt. Noch immer sitzen die Generäle fest im Sattel. USA und EU wollen ihren Einfluss in Südostasien stärken und haben einen Kurswechsel ihrer Birmapolitik eingeleitet. Stehen nun die Sanktionen zur Disposition? Die Opposition ist gespalten und muss sich neu ausrichten. Eine Analyse - dazu eindrucksvolle Fotos vom kulturellen Reichtum Birmas.

SÜDOSTASIEN
Nach dem Super-GAU von Fukushima werden Pläne über den Bau von Atomkraftwerken auch im energiehungrigen Südostasien neu überdacht. Dort sehen wachstumsverwöhnte Eliten in steigenden Energiepreisen die Konkurrenzfähigkeit ihrer Länder gefährdet. Im Kontext des globalen Klimawandels wird jedoch deutlich: Umwelt und Klima werden die Zukunft der Region ganz entscheidend mit beeinflussen.

VIETNAM
Auslandsinvestitionen in Milliardenhöhe haben Vietnam in den vergangenen Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum beschert. Nach dem Scheitern sozialistischer Experimente (1976-1986) hat sich das Land erfolgreich als Produktionsstandort in Südostasien positioniert. Inzwischen wachsen die Probleme. Die Schattenseiten des Turbokapitalismus werden sichtbar und manche sprechen offen von Krise.

VIETNAM

Vietnams Wirtschaft ist auf dem Sprung nach vorn. Bald könnte es zu den Tigerstaaten wie Singapur oder Taiwan aufschließen. An der Einparteienherrschaft wird dennoch nicht gerüttelt. Der Druck nach politischen Reformen nimmt allerdings zu. In der Außenpolitik steht das Land ebenfalls vor enormen Herausforderungen: Vietnam und China streiten um Inselgruppen im Südchinesischen Meer. Durch die Hochrüstung seines nördlichen Nachbarn China sieht Hanoi sich zu einer kostspieligen Aufrüstung gezwungen. Andererseits wird das Land seit einiger Zeit von den USA und Russland regelrecht umworben.

SIKKIM

Ein Land zwischen Gletschern und Dschungel. Eingezwängt zwischen China und Indien. An der strategischen Nahtstelle der beiden großen Nachbarn liegt Sikkim. Ein Grenzkrieg im Himalaya rückte das Königreich in den Blickpunkt der Weltpolitik. Seit 1975 ein indischer Bundesstaat schmiedet das kleine Sikkim heute große Zukunftspläne.

EM-INTERVIEW

Für China gilt seit den 80er Jahren: Wenn wir Fortschritte machen und die Entwicklung vorantreiben, dann ist das unser Begriff von Sozialismus. Nordkorea hat ein ähnliches Beispiel direkt vor Augen: die Entwicklung bei seinen südkoreanischen Landsleuten. Sven Horak fragte den Experten Hanns Günther Hilpert von der Forschungsgruppe Asien der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ob dies auch ein gangbarer Weg für das darbende Nordkorea wäre. Hilpert hält dies trotz aller Verlockungen für nicht realistisch. Gorbatschow sprach dazu für die EX-DDR einst das vernichtende Urteil: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

EINWANDERUNG

Schicksal einer jungen Frau vom anderen Ende Eurasiens, die illegal nach Deutschland gekommen ist, und die nun mit einem Kind und vielen Schulden in Deutschland festsitzt.

EM-INTERVIEW

„Chinesen kaufen erstmals mehr Autos als Amerikaner“ – „Chinesen bestellen für zehn Milliarden Dollar bei deutschen Unternehmen“ – „China ist die letzte große Volkswirtschaft, die wächst“ - „Asien wird Konjunkturlokomotive der Welt“: Das sind Schlagzeilen der internationalen Presse aus dem März 2009. Wir sprachen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Hanne Seelmann-Holzmann über „Die Rückkehr Asiens und das Ende der westlichen Dominanz“.

ENERGIE-SUPERMACHT RUSSLAND
Zur Einweihung von Russlands erster Flüssig-Gas-Fabrik kam das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg ein japanischer Ministerpräsident auf die russische Insel Sachalin, deren Südteil von 1905 bis 1945 zu Japan gehörte.

EM-INTERVIEW

Er heißt David Seibt, ist gebürtiger Berliner und lebt seit August in Tokio, um das in China erfundene, in Japan verehrte und inzwischen in ganz Eurasien verbreitete Brettspiel Go zu erlernen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin spricht der neunzehnjährige David über seine Beweggründe, seine Ziele und Hoffnungen.

VIETNAM

Nicht Missernten sind es, die weltweit die Nahrungsmittelpreise in schwindelerregende Höhen treiben. Es sind die Leute vor den Börsencomputern, die Glücksritter, die den Ärmsten das Brot so sehr verteuern, dass sie Hunger leiden müssen. Sie hungern, damit der Börsenspekulant reich wird. Satt ist der immer.

REISE

Am 26. Dezember 2007 ist der Münchner Thomas Bauer zu einer Reise aufgebrochen, die ihn zunächst von der laotischen Hauptstadt Vientiane dem Verlauf des Mekongs südwärts folgend nach Phnom Penh führte. Von dort ging es weiter durch Thailand und Malaysia bis nach Singapur. Bauers Fortbewegungsmittel war eine Rikscha. Zwar ist das in Asien kein ungewöhnliches Vehikel, aber kaum ein Asiat würde daran denken, mit einem solchen dreirädrigen Gefährt auf Reisen zu gehen. Bauer erreichte Singapur braungebrannt und wohlbehalten am Morgen des elften Februar.

REISE

Seit dem 26. Dezember 2007 ist der Münchner Thomas Bauer auf einer Reise, die ihn zunächst von der laotischen Hauptstadt Vientiane dem Verlauf des Mekongs südwärts folgend nach Phnom Penh führte. Von dort geht es weiter durch Thailand und Malaysia bis nach Singapur. Bauers Fortbewegungsmittel ist eine Rikscha. Zwar ist das in Asien kein ungewöhnliches Vehikel, aber kaum ein Asiat würde daran denken, mit einem solchen dreirädrigen Gefährt auf Reisen zu gehen und 5.000 Kilometer herunterzustrampeln. Am 14. Februar 2008 will Thomas Bauer am Ziel sein.

THAILAND

„In der globalen Welt, wird die Kluft zwischen ethnischer und zeitgenössischer Kunst immer schmaler“. So formulierte Peter Weibel im Katalogtext zur Ausstellung „Neue Asiatische Kunst, Thermocline of Art“, die noch für wenige Tage im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe zu sehen ist. Fast zeitgleich konnte man in Bangkok, anhand eines Abrisses der letzten zwanzig Jahre thailändischer Medienkunst diese schmale Kluft sehen. Der Titel der Schau dort: „From Message to the Media“. Er bezieht sich auf das Werk des Medientheoretikers McLuhan „Das Medium ist die Botschaft“ und ist eine Präsentation zehn bekannter thailändischer Positionen zeitgenössischer Kunst.

EURASIEN

Thomas Heinze (28) und Nico Dünkel (29) aus Rudolstadt in Thüringen haben in vier Monaten die imaginäre Linie zwischen Asien und Europa bereist, die man in der Neuzeit als „Grenze“ bezeichnet. Die Route führte sie entlang des Uralgebirges und des Uralflusses bis zum Kaspischen Meer, von dort weiter durch den Kaukasus und am Schwarzen Meer vorbei bis in die Türkei. Mitte September fand die Reise in der türkischen Metropole Istanbul ihr Ende. Sie liegt am Bosporus und damit sowohl in Europa als auch in Asien. Nach ihrem mehrere tausend Kilometer langem „Abstecher“ quer durch Zentralasien (vergangene Ausgabe) berichten sie dieses Mal von ihren Erlebnissen im Kaukasus - einer der wohl abenteuerlichsten und geheimnisvollsten Regionen der Welt.

MONGOLEI

Wie sich die nomadische Mongolei zu einem konsumorientierten Land verändert hat, in dem westliche Lebensart mehr zählt als die alten Tugenden. Und warum daran auch der Kult um Dschingis Khan nichts ändert.

ASIATISCHES DENKEN
Die phonetische Übersetzung für Siemens lautet im Chinesischen „Tor zum Westen“. BMW bedeutet „kostbares Pferd“. Aber es gibt auch absolut negative Übersetzungsbeispiele für Marken und Unternehmen. So hört sich Coca Cola im Chinesischen an wie „Ke-kou-ke-la“, und das bedeutet „beiße die Wachs-Kaulquappe“. Schwitzende Sportler lösen keine positiven Assoziationen beim chinesischen Publikum aus und wenn farbige US-Basket-Ballstars einen Cartoon-Kung-Fu Meister und mehrere Drachen ausdribbeln, finden das die Menschen in Peking und Schanghai gar nicht lustig. Diese Beispiele zeigen, dass Asiaten einfach anders ticken. Wer erfolgreich sein will in Asien, sollte dies wissen. Die noch weithin unbekannte Disziplin des Neuromarketings kann hier weiterhelfen.

LAOS

Fünfundzwanzig Kilometer östlich von Bangkok starten wir von dem neuen Suvarnabhumi Airport mit „Air Asia“ in Richtung Laos. Zwei Stunden später landen wir in Vientiane, in der Hauptstadt von „Lao“, wie die Asiaten dieses Land bezeichnen.

VIETNAM

Im gläsernen Sarg, eingetaucht in rotes Licht, wird der Leichnam des größten Freiheitshelden Vietnams in einem klotzigen Mausoleum aufbewahrt. Es ist ein gespenstischer Kult, der um ihn getrieben wird. Und ein Verrat an seinem letzten Willen. Denn Ho Chi Minh wollte weder ein Staatsbegräbnis noch ein Staatsmausoleum.

TIBET-AUSSTELLUNG

Tibet wie es kaum jemand im Westen kennt. Eine grandiose Ausstellung zeigt 150 Exponate aus dem Land des Buddhismus und seiner Klöster, die noch nie zuvor außerhalb Tibets gezeigt werden durften. Es ist die erste Großausstellung dieser Art in Europa.

MONGOLEI

Mitte Juli haben die Mongolen mit einem farbenfrohen Fest ihren Reichsgründer Dschingis Kahn gefeiert. Ihm zu Ehren wurde in der Hauptstadt Ulan Bator eine riesige Statue des legendären Herrschers aus dem 13. Jahrhundert enthüllt. Doch das Land hat ernste Probleme – die Armut ist trotz riesiger Vorkommen an Bodenschätzen erschreckend hoch. Wird Dschingis Khan zur Symbolfigur der Hoffnungslosen?

WELTBANKSTUDIE
Die Armut in Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka könnte drastisch reduziert werden, wenn die Länder Investitionen und Produktivitätswachstum stärker fördern würden. Die Weltbank drängt daher Südasien zu mehr Unternehmerfreundlichkeit. Außerdem sollen die Länder der Region enger zusammenarbeiten. Die südasiatische Wirtschaftsgemeinschaft SAARC ist zu wenig effizient. Vielleicht ändert sich das, wenn im Juli entschieden wird, ob China und Japan mit ins Boot geholt werden.

TIBET

Über die Wandlungen der Gesellschaft in den Steppen des tibetischen Hochlandes. Die Menschen streben nach Einkommen, Schulbildung und einem bescheidenen Wohlstand. Unser Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der Universitäten Leipzig und Halle-Wittenberg. Er setzt sich dort mit Veränderungen des Lebens von Nomaden in Osttibet auseinander.

LEBEN IN DER DIKTATUR

Peter Scholl-Latour war auf Recherche-Reise in Nordkorea. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin berichtet er über seine Eindrücke aus der hochgerüsteten Ein-Parteien-Diktatur.

EURASIENS SÜDOSTEN

Kambodscha ist weltweit bekannt geworden durch den tausendfachen Mord der Roten Khmer am eigenen Volk. Doch die Ära der kommunistischen Terrorherrschaft liegt inzwischen ein Vierteljahrhundert zurück. Seither hat sich das Land fundamental verändert. Heute ist Kambodscha auch wieder Urlaubsziel für Abenteuerlustige und Kulturinteressierte.

RELIGIÖSER ALLTAG AUF BALI

Auf Bali ist das Leben der Menschen durch und durch vom Hinduismus geprägt – weit verbreitet ist der Glaube an die Reinkarnation. Die kleine indonesische Insel im Indischen Ozean hat mit rund 20.000 Tempeln die wahrscheinlich höchste Tempeldichte der Welt. Besonders beeindruckend sind der Muttertempel Besakih und der Meerestempel Tanah Lot. Dirk Ruppik machte sich auf die Reise.

REISE NACH MYANMAR

Einer der Höhepunkte einer Myanmar-Reise ist der Besuch der buddhistischen Shwedagon Pagode in Yangon. Schon hier läßt sich viel über Religion, birmanische Astrololgie und die Kultur des Landes lernen. Wir haben das Glück Myat Aung – einen buddhistischen Mönch – kennenzulernen, der uns in die Geschichte und Architektur der Shwedagon und in die Sitten und Gebräuche seines Landes einführt.

VIETNAM

Die ländliche Kultur der vietnamesischen Reisbauern ist keine heile Welt mehr. Es gibt seit einiger Zeit einen Trend zum städtischen Leben, zum vermeintlichen Luxus. Eine Reise an den Mekong mit starken Eindrücken und elegischen Bildern.

AUFSTIEG CHINAS

Es wird eine Verschiebung des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Epizentrums von Europa und Amerika nach Asien geben. Die unilateralen Zeiten für die USA sind vorbei. China wird in Kürze eine ebenbürtige Weltmacht sein. Ob Washington dies akzeptiert, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Bleiben die USA lernunfähig, ist der Weltfrieden in Gefahr. Diese Thesen vertritt Karl Pilny in seinem Buch „Das asiatische Jahrhundert“. Das Eurasische Magazin hat nachgefragt.

RUßLAND - JAPAN

In der Frage eines Friedensvertrages stehen Russland und Japan offenbar vor einem Durchbruch. Um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erleichtern, sollen alte Streitigkeiten beigelegt werden. Beide Länder planen eine gigantische Pipeline von Sibirien bis zum Pazifik.

DSCHINGIS KHAN

Das Abendland war schockiert aber auch fasziniert, von der urplötzlich auftauchenden Macht der mongolischen Steppenreiter unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern. Gut vier Jahrzehnte nach der Wahl des Großkhans und der Unterwerfung riesiger Landstriche, erreichte eine päpstliche Abordnung die mongolische Hauptstadt Karakorum. Ein Poker um Macht und Einfluß auf Erden begann, bei dem man noch heute geneigt ist, den Atem anzuhalten.

STRATEGIE

In Asien soll es in vielen Unternehmen für Topmanager Pflicht sein, das Jahrtausende alte strategische Spiel Go zu beherrschen, dem kein Computer bislang gewachsen ist.

JAPAN-RUßLAND

Auf den Kurilen, einer Inselgruppe im Ochotskischen Meer, lagern vermutlich 360 Mio. Tonnen Öl. Außerdem Gold, Eisen, Titan und andere Schätze. Seit Jahrzehnten streiten Japan und Rußland um die Region – auch ein neuer Kompromißvorschlag der russischen Regierung wird keine Einigung bringen.

SINGAPUR

Schnelles Essen für den schnellen Hunger. Fastfood ist in weiten Teilen Eurasiens beliebt. Doch im Komala’s, einem indischen Fastfood-Restaurant, riecht es nicht nach Frittenfett oder McSundae-Süßstoff, sondern nach indischem Gewürzpotpourri – nach Curry, Koriander, Kümmel und Nelken.

MENTALITÄT AUF REISEN
Welch unterschiedliche Ansprüche und Eigenheiten Europäer und Asiaten auf Reisen haben, worauf sie beim Aufenthalt in Hotels und Restaurants Wert legen und wie man dadurch viel von ihren Kulturen kennenlernen kann.

INTERVIEW

Jedes europäische Unternehmen, das zur Zeit nach Asien geht, stellt dort seine wertvollsten Ressourcen zur Verfügung: technologischen Vorsprung und eine lange Erfahrung auf den Weltmärkten. Was das für die Europäer bedeutet, erklärt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Frau Dr. Hanne Seelmann-Holzmann von der „Dialog-Unternehmensberatung für erfolgreiche Asiengeschäfte“. Sie warnt: „Die westlichen Unternehmer züchten sich ihre späteren Überwinder selbst heran, ohne es zu merken.“ Hauptgrund für den leichtfertigen Umgang mit dem wertvollen Gut Wissen sei eine fehlende Asienstrategie.

VIETNAM
Eine Reise durch das südliche Vietnam auf den Spuren alter und neuer Geschichte

GROßPROJEKT IN SÜDKOREA

Bis zum Jahr 2014 wird in Südkorea eine neue Hauptstadt gebaut. Mit dem geschätzte 32 Milliarden Euro teuren Projekt löst Präsident Roh Moo Hyun ein Wahlversprechen ein.

EURASIEN
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für Europa und für den eurasischen Kontinent.

EINDRÜCKE AUS TIBET
Meine Gedanken ziehen weite Kreise und bleiben hängen am Dach der Welt
an einem tiefblauen Himmel. Der Kaffee steht dampfend vor mir und wird kalt,
die CD wird nicht mude, Variationen des Om mani padme hum (gelesen om
mani peme hum) in den Raum zu senden. Was bleibt, ist die Sehnsucht.

OSTEURASIEN
Der Transformationsforscher Kai Ehlers besuchte in Ulan Ude eine
Tagung zu den Beziehungen zwischen Rußland und der Mongolei. Den Initiatoren
der Veranstaltung geht es um die Entwicklung eines neuen Verständnisses
zwischen den beiden Nachbarländern.

JAPANISCHES SPIELZEUG

Eine neue Generation von elektronischen Haustieren versucht den Kindern ihr Taschengeld zu entlocken: die sogenannten Aquapets. Hierzulande sind bis jetzt drei Varianten auf dem Markt. Neue Modelle sollen bereits im Mai im Handel sein.

Der Schweizer Sender SF DRS zeigt am 21. Dezember 2003 einen Dokumentarfilm
mit dem Titel „Lied von der Steppe – Musikalische Begegnung in der Mongolei“.
Bei ARTE wird dieser am 20.März 2004 wiederholt. Michael Schindhelm
und Jörg Jeshel drehten die Reportage während des Festivals „Roaring
Hoofs“, welches alljährlich inmitten der mongolischen Steppe stattfindet.
Sie vereinigen dabei faszinierende Bilder aus der rauhen, oft auch lieblichen
Natur mit den ergreifenden Klängen mongolischer Musiker und ihren Gästen
aus aller Welt. Gleichzeitig geben sie viele interessante Einblicke in Geschichte,
Kultur und Leben der Mongolen.

AUFZEICHNUNGEN AUS DER MONGOLEI – TEIL 2
Sand, Sturm, Stutenmilch. Und im Fernsehen MTV. Letzte Welt Mongolei - aus einem Reisetagebuch des Baseler Theaterintendanten Michael Schindhelm
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Schagdaryn Bira in Ulanbator uber die Bedeutung des mongolischen Tengerismus fur die Globalisierung.

AUFZEICHNUNGEN AUS DER MONGOLEI - TEIL 1
„Vom Ende der Welt schnellt eine Fahne hoch, als brenne dort das Land.
Die Reiter nähern sich in wenigen Minuten. Es sind mindestens funfzig.
Der Himmel ist dunkelbraun. Tengri, der ewige Himmel, zeigt sich von seiner
ungnädigen Seite. Auch als die Reiter voruber sind, bleibt der Staub
in der Luft kleben...“

SO MACHT MAN'S

Schon mal druber nachgedacht, ans andere Ende Eurasiens zu ziehen? Mit
Hong Kong, der Funf-Millionen-Metropole an der sudchinesischen Kuste,
träfen Sie sicherlich eine gute Wahl. Marlon Kruger hat fur das
Eurasische Magazin die wichtigsten Tips zusammengefaßt, um in der ehemaligen
britischen Kronkolonie Fuß fassen zu können. Er unterrichtet in Guangzhou
(Provinz Kanton) Englisch und Deutsch und hat Hong Kong in den vergangenen Jahren
fast ein Dutzend Mal besucht.

NEUER MARKT IN ASIEN
Weniger als ein Prozent der Inder verfugen bisher uber ein Kraftfahrzeug
– vor allem deutsche Hersteller investieren jetzt in den riesigen Markt
von einer Milliarde Menschen

KLIMAVERÄNDERUNG
Warum eine Erwärmung im Norden Eurasiens dem Süden Regen und Überschwemmungen
beschert

EURASIEN ENTDECKEN
Diagonale 2003 – Festival des österreichischen Films in Graz
Go East – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden
Japanische Filmfestivals in Frankfurt/Main und Hamburg
Internationale Grenzland-Filmtage in Selb

HILFSAKTION
Trotz internationaler Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomprogramms
können die unterernährten Waisenkinder in Pjöngjang von westlichen
Hilfsorganisationen weiter betreut werden – neue Spenden fur die
ärmsten der Armen sind eingetroffen – ein erster kommerzieller Bäckerladen
wurde eröffnet
Wirtschaftswissenschaftler und Börsenfachmann Dr. Marc Faber, Hongkong, über den Aufstieg eurasischer Mächte und den Niedergang des amerikanischen Imperiums. Ein Exklusiv-Interview.
Über den innermongolischen Disput zwischen Traditionalisten und westlichen Radikalreformern

FIRMENEXPANSION
Der Konzern betreibt Großmärkte in China, Vietnam und Japan – Ende 2003 will das größte deutsche Handelsunternehmen sein erstes SB-Warenhaus in Moskau eröffnen

VOLKSZORN
Seit Wochen gehen in Südkorea Menschen aus Protest gegen die amerikanischen Streitkräfte im Land auf die Straßen. Allein am ersten Wochenende im Dezember waren es nach Polizeiangaben über 100 000.
Chinas Bedeutung als Wirtschaftsmacht wächst - durch ein Freihandelsabkommen der ASEAN-Länder mit der Volksrepublik soll der größte Markt der Welt entstehen
Vom Atlantik bis zum Kaukasus, vom regnerischen Britannien bis in die flirrende Wüstenhitze Afrikas: römische Straßen führten in jede Provinz des Reichs. Über dieses riesige Wegenetz kontrollierten die Kaiser ihr Imperium. Über imposante, heute noch erhaltene Brücken, durch Tunnel, vorbei an quirligen Kneipen und protzigen Grabmälern. Roms Soldaten marschierten im Eiltempo bis in die entlegensten Winkel des Reichs. Dafür wurde ein Fernstraßennetz in gigantischen Ausmaßen geschaffen.
Die große Faszination Tibets geht von seinem Hochland aus, dem Schneeland, wie es auch genannt wird, mit Bergspitzen, die über 8.000 Meter aufragen. Und überall auf der Welt lernen schon Schulkinder, dass es sich hier um „das Dach der Welt“ handelt, um die höchsten Gipfel der Erde, die über allem thronen. Tibet umfasst im Süden den größten Teil des Himalaya-Gebirges. Dort erreicht es eine durchschnittliche Höhe von 4.500 Metern. Diese einmalige Grenzsituation zwischen Himmel und Erde und die sagenhafte Kultur Tibets regen Phantasie und Sehnsüchte der Menschen an und ziehen sie in ihren Bann.
„Du kannst Dich kaum mit ihr unterhalten. Sie liegt Dir auf der Tasche. Sie ist eine kambodschanische Ex-Prostituierte und wird an AIDS sterben.“ So steht es um ein eurasisches Liebespaar, dessen Schicksal auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Die Frage lautet: „Bist Du mit Anfang zwanzig bereit für die Liebe Deines Lebens“? – Same Same But Different – die Kinoromanze startet am 21. Januar.
„Dieses Buch erzählt die Geschichte von Chantrea, einer Region an der vietnamesischen Grenze, die während des Krieges zwischen Vietnam und Kambodscha sehr bekannt war, und die von den Amerikanern als das ‚Gebiet des Entenschnabels’ bezeichnet wurde. Ab 1968 stand Chantrea in Flammen. Die Tränen und das Blut der Menschen fingen an zu fließen.“
„Vor allem ein Grund ist ausschlaggebend dafür, warum sich der Westen nicht über die große Demokratisierung des menschlichen Geistes freuen kann: Er ist sich nur zu deutlich bewusst, dass der große Tag der Abrechnung kommen wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt.“ (Kishore Mahbubani)
Als würde man den Vietnamkrieg noch einmal erleben, hautnah, voller Grausamkeit und in aller Sinnlosigkeit, deren ein Krieg fähig ist. Die junge vietnamesische Ärztin Dang Thuy Tram hat ihrem Tagebuch anvertraut, wie sie inmitten des Schlachtfeldes versteckt im Urwald operiert, die Toten und Sterbenden begleitet, den Verlorenen ihre helfende Hand reicht. All die Empfindungen ihres jungen Lebens notiert sie, romantisch, sehr offen, manchmal hastig und knapp. Bis die Gewehrkugel eines amerikanischen Soldaten jäh ihre Hand stoppt und ihr Leben auslöscht.
Moderne Literatur aus Tibet macht sich rar. Wie der Rezensent schon in einer anderen Besprechung (Roter Mohn … EM 04-05) deutlich gemacht hat, liegt dies nicht zuletzt daran, dass eine von religiösen Traktaten und geschichtlichen Annalen unabhängige schriftliche Erzählliteratur in Tibet überhaupt erst seit wenigen Jahrzehnten existiert. Junge tibetische Schriftsteller werden außerhalb Chinas zumeist nur als Exoten wahrgenommen und haben daher wenig Chancen auf Deutsch oder Englisch verlegt zu werden. Aus diesem Grund ist es um so erfreulicher, dass einige dieser Autoren – angeleitet und unterstützt von zwei für den ganzen tibetischen Raum sehr wichtigen amerikanischen Englischlehrern – die Herausgeberschaft selbst in die Hand genommen haben. Von diesen bei lulu.com erschienenen Büchern (siehe unten) sei hier nun stellvertretend das jüngst Erschienene vorgestellt.
In den 1980er Jahren veranstalteten amerikanische Hochschulen „Machiavelli-Seminare“, um die Absolventen auf Erfolg zu trimmen, angehenden Managern die Strukturen der Macht im Wirtschaftsleben zu lehren und ihnen beizubringen, wie man andere manipulieren und beherrschen kann. Inzwischen ist mit der Heraufkunft Chinas als Weltmacht ein neue Lehre in den Blickpunkt von Wirtschaftsführern gerückt: die des Konfuzianismus. Den weisen Lehrer Konfuzius empfiehlt zum Beispiel der Siemens-Manager Werner Schwanfelder in seinem neuen Buch als Berater und Lehrmeister.
Das neue Buch von Kai Ehlers trägt den Untertitel Russland – China – Mongolei – die Entwicklung eines Kulturraums „Inneres Asien“. Der Autor stellt ungewöhnliche Thesen auf und regt zum Nachdenken an. Seine Informationen hat er auf Reisen und bei Vor-Ort-Recherchen zwischen Wladiwostok und Ulanbator, zwischen Kasan und Irkutsk erlangt.
Warum China und Japan auf dem besten Weg sind, zu neuen Weltmächten aufzusteigen. Ihre geschichtlichen und kulturellen Hintergründe, die Wirtschaftsstrategien ihrer Politiker und die Dynamik, die sie auf dem Weg zur Weltspitze entwickeln. Das ist der Inhalt dieses faktenreichen Buches in dem der Autor eindeutige Prognosen wagt.
Tief im Osten, im Osten Eurasiens den Sommerurlaub verbringen? Das „China-Handbuch“ versorgt Sie mit dem notwendigen Wissen, damit ihre freien Tage in der Volksrepublik zu einem Erfolg werden.
Der Züricher Unionsverlag veröffentlichte den ersten tibetischen Roman in deutscher Sprache – eine Geschichte über den Untergang eines Fürstentums. Der Bestseller wurde mit dem wichtigsten Literaturpreis Chinas ausgezeichnet.
Die Seidenstraße verbindet seit über 2000 Jahren die eurasischen Völker. Kaufleute und Pilger, Diplomaten und Missionare nutzten sie auf ihren Wegen zwischen Ost und West. Das Büchlein „Die Seidenstrasse“ von Thomas O. Höllmann erzählt von der Bedeutung und Geschichte der legendären Handelsstraße.
Auch die Flut wird sie nicht bremsen. Ist der Westen dafür bereit?
Der begnadete Thaiboxer Ting kämpft in Bangkok gegen einen Antiquitäten- und Drogenschmugglerring.
BW Bildung und Wissen-Verlag, Nürnberg 2004, 258 Seiten, 14,80 Euro, ISBN 3-82147-633-8.
Fünfzehn Jahre mußte Dae-su in Einzelhaft verbringen – ohne zu wissen warum. Der südkoreanische Regisseur Park erzählt eine düstere Geschichte.
Edition Freitag, Berlin 2004, 200 Seiten, ISBN 3-936252-04-1, 14,90 Euro
Zatoichi, der Rächer der Geknechteten, gegen die Meuchelmörder der Ginzo-Gang. Ein Schwertkampf-Kracher fur Liebhaber scharfer Klingen.
Transcript Verlag, Bibliotheca Eurasica Bd. 1, Bielefeld 2004, 397 Seiten,
ISBN 3-89942-131-0.
Bucher fur die, die Europas neue zweite Hälfte näher
kennenlernen möchten
Wilhelm Goldmann Verlag, August 2003, 414 Seiten, ISBN 3-442-15171-6, Euro 9,90.
Universitas Verlag, Munchen 2002, 510 Seiten, Abbildungen,
24,90 Euro, ISBN 3-8004-1438-4.