Themen: Asien
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Vom Atlantik bis zum Kaukasus, vom regnerischen Britannien bis in die flirrende Wüstenhitze Afrikas: römische Straßen führten in jede Provinz des Reichs. Über dieses riesige Wegenetz kontrollierten die Kaiser ihr Imperium. Über imposante, heute noch erhaltene Brücken, durch Tunnel, vorbei an quirligen Kneipen und protzigen Grabmälern. Roms Soldaten marschierten im Eiltempo bis in die entlegensten Winkel des Reichs. Dafür wurde ein Fernstraßennetz in gigantischen Ausmaßen geschaffen.
Die große Faszination Tibets geht von seinem Hochland aus, dem Schneeland, wie es auch genannt wird, mit Bergspitzen, die über 8.000 Meter aufragen. Und überall auf der Welt lernen schon Schulkinder, dass es sich hier um „das Dach der Welt“ handelt, um die höchsten Gipfel der Erde, die über allem thronen. Tibet umfasst im Süden den größten Teil des Himalaya-Gebirges. Dort erreicht es eine durchschnittliche Höhe von 4.500 Metern. Diese einmalige Grenzsituation zwischen Himmel und Erde und die sagenhafte Kultur Tibets regen Phantasie und Sehnsüchte der Menschen an und ziehen sie in ihren Bann.
Eine Liebe zwischen Europa und Asien
„Du kannst Dich kaum mit ihr unterhalten. Sie liegt Dir auf der Tasche. Sie ist eine kambodschanische Ex-Prostituierte und wird an AIDS sterben.“ So steht es um ein eurasisches Liebespaar, dessen Schicksal auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Die Frage lautet: „Bist Du mit Anfang zwanzig bereit für die Liebe Deines Lebens“? – Same Same But Different – die Kinoromanze startet am 21. Januar. 
„Dieses Buch erzählt die Geschichte von Chantrea, einer Region an der vietnamesischen Grenze, die während des Krieges zwischen Vietnam und Kambodscha sehr bekannt war, und die von den Amerikanern als das ‚Gebiet des Entenschnabels’ bezeichnet wurde. Ab 1968 stand Chantrea in Flammen. Die Tränen und das Blut der Menschen fingen an zu fließen.“
„Vor allem ein Grund ist ausschlaggebend dafür, warum sich der Westen nicht über die große Demokratisierung des menschlichen Geistes freuen kann: Er ist sich nur zu deutlich bewusst, dass der große Tag der Abrechnung kommen wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt.“ (Kishore Mahbubani)
Als würde man den Vietnamkrieg noch einmal erleben, hautnah, voller Grausamkeit und in aller Sinnlosigkeit, deren ein Krieg fähig ist. Die junge vietnamesische Ärztin Dang Thuy Tram hat ihrem Tagebuch anvertraut, wie sie inmitten des Schlachtfeldes versteckt im Urwald operiert, die Toten und Sterbenden begleitet, den Verlorenen ihre helfende Hand reicht. All die Empfindungen ihres jungen Lebens notiert sie, romantisch, sehr offen, manchmal hastig und knapp. Bis die Gewehrkugel eines amerikanischen Soldaten jäh ihre Hand stoppt und ihr Leben auslöscht.
Moderne Literatur aus Tibet macht sich rar. Wie der Rezensent schon in einer an­de­ren Besprechung (Roter Mohn … EM 04-05) deutlich gemacht hat, liegt dies nicht zuletzt daran, dass eine von religiösen Traktaten und geschichtlichen Annalen unabhängige schriftliche Erzählliteratur in Tibet überhaupt erst seit wenigen Jahrzehnten existiert. Junge tibetische Schriftsteller werden außerhalb Chinas zumeist nur als Exoten wahrgenommen und haben daher wenig Chancen auf Deutsch oder Englisch verlegt zu werden. Aus diesem Grund ist es um so erfreulicher, dass einige dieser Autoren – angeleitet und unterstützt von zwei für den ganzen tibetischen Raum sehr wichtigen amerikanischen Englisch­leh­rern – die Herausgeberschaft selbst in die Hand genommen haben. Von diesen bei lulu.com erschienenen Büchern (siehe unten) sei hier nun stellvertretend das jüngst Erschienene vorgestellt.
In den 1980er Jahren veranstalteten amerikanische Hochschulen „Machiavelli-Seminare“, um die Absolventen auf Erfolg zu trimmen, angehenden Managern die Strukturen der Macht im Wirtschaftsleben zu lehren und ihnen beizubringen, wie man andere manipulieren und beherrschen kann. Inzwischen ist mit der Heraufkunft Chinas als Weltmacht ein neue Lehre in den Blickpunkt von Wirtschaftsführern gerückt: die des Konfuzianismus. Den weisen Lehrer Konfuzius empfiehlt zum Beispiel der Siemens-Manager Werner Schwanfelder in seinem neuen Buch als Berater und Lehrmeister.
Das neue Buch von Kai Ehlers trägt den Untertitel Russland – China – Mongolei – die Entwicklung eines Kulturraums „Inneres Asien“. Der Autor stellt ungewöhnliche Thesen auf und regt zum Nachdenken an. Seine Informationen hat er auf Reisen und bei Vor-Ort-Recherchen zwischen Wladiwostok und Ulanbator, zwischen Kasan und Irkutsk erlangt.
Warum China und Japan auf dem besten Weg sind, zu neuen Weltmächten aufzusteigen. Ihre geschichtlichen und kulturellen Hintergründe, die Wirtschaftsstrategien ihrer Politiker und die Dynamik, die sie auf dem Weg zur Weltspitze entwickeln. Das ist der Inhalt dieses faktenreichen Buches in dem der Autor eindeutige Prognosen wagt.
Tief im Osten, im Osten Eurasiens den Sommerurlaub verbringen? Das „China-Handbuch“ versorgt Sie mit dem notwendigen Wissen, damit ihre freien Tage in der Volksrepublik zu einem Erfolg werden.
Der Züricher Unionsverlag veröffentlichte den ersten tibetischen Roman in deutscher Sprache – eine Geschichte über den Untergang eines Fürstentums. Der Bestseller wurde mit dem wichtigsten Literaturpreis Chinas ausgezeichnet.
Die Seidenstraße verbindet seit über 2000 Jahren die eurasischen Völker. Kaufleute und Pilger, Diplomaten und Missionare nutzten sie auf ihren Wegen zwischen Ost und West. Das Büchlein „Die Seidenstrasse“ von Thomas O. Höllmann erzählt von der Bedeutung und Geschichte der legendären Handelsstraße.
Auch die Flut wird sie nicht bremsen. Ist der Westen dafür bereit?
„Ong Bak“
Der begnadete Thaiboxer Ting kämpft in Bangkok gegen einen Antiquitäten- und Drogenschmugglerring.
BW Bildung und Wissen-Verlag, Nürnberg 2004, 258 Seiten, 14,80 Euro, ISBN 3-82147-633-8.
„Old boy“
Fünfzehn Jahre mußte Dae-su in Einzelhaft verbringen – ohne zu wissen warum. Der südkoreanische Regisseur Park erzählt eine düstere Geschichte.
Edition Freitag, Berlin 2004, 200 Seiten, ISBN 3-936252-04-1, 14,90 Euro
„Zatoichi – der blinde Samurai“
Zatoichi, der Rächer der Geknechteten, gegen die Meuchelmörder der Ginzo-Gang. Ein Schwertkampf-Kracher fur Liebhaber scharfer Klingen.
Transcript Verlag, Bibliotheca Eurasica Bd. 1, Bielefeld 2004, 397 Seiten, ISBN 3-89942-131-0.
Bucher fur die, die Europas neue zweite Hälfte näher kennenlernen möchten
Wilhelm Goldmann Verlag, August 2003, 414 Seiten, ISBN 3-442-15171-6, Euro 9,90.
Universitas Verlag, Munchen 2002, 510 Seiten, Abbildungen, 24,90 Euro, ISBN 3-8004-1438-4.
EURASIEN-TICKER
Eurovision-Teilnehmer Farid Mammadov spricht auch türkisch

Rätselhafte Russin im Vorstand der Euro-Gegner AfD

Gekaufte Doktortitel in Russland – Medwedjew greift ein

Peinliche Verwechslungen - USA verwechseln Tschetschenen mit Tschechen

Fleischkonsum steigt im Land der Vegetarier

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