
KROATIEN
Kroatien hat die letzte Hürde für seinen EU-Beitritt genommen und wird am 1. Juli zum 28. EU-Mitglied. Doch das Land kämpft mit großen wirtschaftlichen Problemen: Experten befürchten einen „Beitritts-Schock“.

RUMÄNIEN

Im rumänischen Dorf Sapanta begegnet man dem Tod mit Humor. Ob Anspielungen auf den verstorbenen Alkoholiker oder die böse Schwiegermutter: Auf dem „fröhlichen Friedhof“ steht auf jedem Grabkreuz ein heiteres und ironisches Gedicht. Die Inschriften thematisieren auch aktuelle Themen wie die Arbeitsmigration nach Westeuropa.

BULGARIEN
Das Balkanland gilt als europäischer Musterschüler beim Sparen: Der Schuldenstand liegt mit nur 16 Prozent des BIP weit unter dem der westlichen EU-Länder. Dennoch steht das Land vor Problemen, denn es fehlt an Wachstum. Viele Menschen leben bereits unter der Armutsgrenze.

ALBANIEN

Albanisch ist eine der ältesten Sprachen Europas. Doch die einst blühenden Dialekte hat Diktator Enver Hoxha jahrzehntelang in ein enges Korsett gepresst. Nun soll ein deutsches Kinderbuch helfen, sie aus dem Tief zu holen.

BALKAN
In den Balkanländern hat die monatelange Dürre in diesem Sommer große Schäden in der Landwirtschaft verursacht. In einigen Ländern dürfte mehr als die Hälfte der Ernte ausgefallen sein, die Verluste gehen nach ersten Schätzungen in die Milliarden. Die Landwirte fordern Nothilfen, aber die Staatskassen sind leer, denn die Länder stehen unter strengen Sparauflagen des IWF. Nun steigen die Preise für Lebensmittel.

ALBANIEN
Immer mehr Arbeitsmigranten kehren aus dem krisengeschüttelten Griechenland in ihre Heimat Albanien zurück. Wie Ndricim und Vladimir, die sich mit einem Internetcafé über Wasser halten. Der Neustart ist nicht leicht, denn auch Albanien hat massive Wirtschaftsprobleme.

MAKEDONIEN

Erinnerungen an den großen Staatsmann aus dem kleinen Makedonien. Der „Corriere della sera“ nannte ihn 1992 einen „Mann für den Friedensnobelpreis“. Am Abend des 1. Januar 2012 starb Kiro Gligorov im Alter von 94 Jahren. Für die Makedonen war er der Vater des Volks, Vater des unabhängigen Makedoniens.

BULGARIEN
Skiurlaub in Bulgarien gilt als Geheimtipp. Doch der rücksichtslose Bau von Hotels und Liften zerstört die Natur. Während die Politik die Bauunternehmen gewähren lässt, kämpft nun eine Protestbewegung gegen die Zerstörung. Gegen die Investoren haben es die Umweltfreunde allerdings schwer. Denn Naturschutz heißt in Bulgarien, sich mit den Mächtigen anzulegen und gegen Korruption und Vetternwirtschaft anzugehen.

KROATIEN
Die Kroaten haben mit deutlicher Mehrheit für den Beitritt des Landes zur EU gestimmt. Dabei herrschte aber kaum Euphorie, es war vielmehr kühle Berechnung. Für die meisten Kroaten überwiegen zwar die Vorteile des Beitritts. Allerdings wird es auch Verlierer geben und schwere Reformen stehen noch bevor.

KOSOVO

Ist Albanien eine Gefahr für den Frieden auf dem Balkan? Im Jahr 2012 werden die Albaner lautstark den 100. Jahrestag ihrer „Unabhängigkeit“ begehen. Anlass genug, um geschichtliche Hintergründe des „unabhängigen Kosovo“ und der albanischen Mentalität zu beleuchten.

SÜDOSTEUROPA

Der ungarische Philosoph Tamás über Erbfeinde im Karpatenbassin. „Von der Tradition verflucht und von Gott geschlagen ist das rumänisch-ungarische Verhältnis“, sagt er. Was ist da los? Zum Beispiel dies: Die Staaten sind verfeindet, die Völker auch, die ethnischen Minderheiten im jeweils anderen Staat sowieso, und auf beiden Seiten bestehen politische Parteien und Gruppierungen, die die bestehenden Differenzen und Kontroversen bis zum Exzess steigern. So war es immer - und so ist die bedrückende Aktualität im 21. Jahrhundert.

BERLINER SCHNITZER
Eine Balkan-Reise, die den deutschen Regierungschef an Bosnien und Makedonien vorbeilotst, ist pure Geldverschwendung! Warum es dennoch so läuft, untersucht dieser Bericht.

ATZE, HAI-TAI-TAI…

Binnen eines Jahres wurde im Rahmen des Programms „Skopje 2014“ der relativ kleine „Platz Makedonien“ im Zentrum der Stadt mit so vielen Monumenten bestückt, dass man dort „keine Nadel mehr fallen lassen kann“, so die „Morgenzeitung“. Skopie stöhnt unter einer Flutwelle von Kitsch.

BALKAN
Zeit und Ort des Schlussakts: 5.30 Uhr am Morgen des 26. Mai in Lazarevo nördlich von Belgrad. Schwerbewaffnete Polizei- und Sicherheitskräfte stürmen den Bauernhof des 59-jährigen Branislav Mladic, ein Cousin des seit 15 Jahren gesuchten Generals Ratko Mladic.

ATTENTAT
Er hat zwei US-Soldaten erschossen und mehrere verletzt: der Kosovare Arid Uka, Mörder vom Frankfurter Flughafen. Die soziologischen und politischen Hintergründe seiner Tat, die Verstrickungen in Al-Quaida-Kreise und die Einschätzung seitens der Amerikaner analysiert unser Autor.

KOSOVO
Der Europarat stellt albanische Spitzenpolitiker wegen strafwürdiger Taten an den Pranger. Damit wird endlich publik, was der EU-Ermittler Dick Marty und die Haager Chefanklägerin Carla Del Ponte herausgefunden haben. Unser Bericht enthüllt auch, wie westliche Hilfsmächte jahrelang das Wissen über die ungeheuren Verbrechen unterdrückt haben.

ALBANIEN
Nach den Demonstrationen Ende Januar herrschen in der albanischen Hauptstadt Tirana Trauer und Entsetzen. Drei Menschen wurden bei einer Protestkundgebung der linken Opposition erschossen, etliche verletzt. Regierung und Opposition schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Die sechs des Mordes verdächtigen Polizisten sind trotz Anklage weiter auf freiem Fuß. Grund für die extreme Polarisierung der politischen Lager sind Korruption, Vetternwirtschaft und die nicht aufgearbeitete kommunistische Vergangenheit.

BOSNIEN-HERZEGOWINA
Bosnien ist der große Verlierer von Dayton. Das Land kommt nicht auf die Füße. Und niemand hat ein Rezept, wie das zu ändern wäre. Vielleicht wird es eines fernen Tages doch aufgeteilt. Aber vor drei neuen Kleinstaaten à la Kosovo möge der Herrgott den Balkan und ganz Europa bewahren!

BOSNIEN-HERZEGOWINA
15 Jahre nach dem Bosnien-Krieg kommt der Balkan-Staat wirtschaftlich noch immer nicht richtig in Schwung. Erfolgsgeschichten wie die des Unternehmers Nihad Imamovic sind seltene Ausnahmen. Denn das Dayton-Abkommen beendete 1995 zwar einen Krieg mit Tausenden zivilen Todesopfern, doch es bescherte dem Land zugleich eine teure ethnische Aufteilung: mit drei Präsidenten und mit Ministern, die nach Volkszugehörigkeit ausgewählt werden, nicht nach Qualifikation.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Familie Kolar lebt 15 Jahre nach dem Ende des Bosnienkrieges noch immer zwischen Feldkochtöpfen und Militärausrüstung. Unter dem Keller ihres Hauses verläuft das letzte erhaltene Teilstück des 800 Meter langen Tunnels, der im Krieg als Fluchtweg aus dem belagerten Sarajevo diente. „Ohne den Tunnel gäbe es Sarajevo heute nicht mehr“, sagt Edis Kolar. Er hat sein Wohnhaus zu einem Kriegsmuseum umgewandelt und lebt von den Touristen, die täglich durch den Tunnel laufen.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

15 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica sind nur wenige der damals Vertriebenen in die ostbosnische Kleinstadt zurückgekehrt. Die Muslimin Dika Sirucic wagte den Neubeginn in einer Heimat, in der nichts mehr ist wie früher.

KOMMENTAR
Eine Nachlese nach dem Kosovo-Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom Juli 2010.

BALKAN
Jüngste Umfragen zeigen, dass die EU vor allem auf dem West-Balkan mehr und mehr kühle Ablehnung, ja hohnvolle Verachtung erfährt. Wie es eine Union verdient, die seit mindestens einem Jahrzehnt sich selber und andere über die eigenen Ziele und Prinzipien täuscht. Die Menschen wollen ihre Länder nach wie vor in der Europäischen Union sehen, allerdings nicht um jeden Preis. Dazu ist die EU in ihren Leistungen nicht mehr attraktiv genug, in ihren politischen Methoden zu rüde, zu erpresserisch, zu feige gegenüber Unruhestiftern wie Griechenland.

EM-INTERVIEW

Die EU und die“ internationale Gemeinschaft“ sollten viel stärker auf marktwirtschaftliche Privatisierung und Transparenz im Kosovo drängen, „denn schließlich ist das ihr Protektorat“. Klare Worte eines Diplomaten. Dr. Zlatko Kramaric, Botschafter Kroatiens im Kosovo, nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit ihm sprach EM-Autor Prof. Wolf Oschlies bei einer internationalen Konferenz im makedonischen Ohrid. Dabei ging es auch um die grassierende Korruption und um das im Kosovo besonders gut gedeihende Internationale Verbrechen.

FRAUENFUßBALL

Fatmire „Lira“ Bajramaj ist der Superstar des deutschen Frauenfußballs. Die Muslima aus dem Kosovo schoss im aktuellen Sportstudio in Pumps auf die Torwand, geht geschminkt auf den Fußballplatz und engagiert sich für Integration. Ein Porträt der ungewöhnlichen Sportlerin.

WESTTHRAKIEN

Das griechische Westthrakien ist vom türkischen Ostthrakien durch den Fluss Evros getrennt, so als stammte der Name ‚Europa’ von der östlichen Grenzlinie des griechischen Staates: Evropi, Aussicht vom Evros. 1923 sollte der Evros die Achse sein, entlang derer sich die Grundordnung der östlichen Seite auf die westliche spiegelt. Doch eine historische Verwerfung, die jungtürkische Gründung der Republik, ließ ihn zur Asymmetrieachse zwischen Ost- und Westthrakien werden.

KOSOVO
Spätestens seit dem 17. Dezember 2009 wären nahezu alle Kosovo-Albaner gern wieder Bürger der Republik Serbien. An diesem Tag bekam Serbien von der EU die volle Visafreiheit konzediert, desgleichen Makedonien und Montenegro. Albanien und dem Kosovo wurde ein solches Geschenk nicht zuteil.

ALBANIEN

Sechs Stunden vom Verkehrschaos der albanischen Hauptstadt Tirana entfernt, leben muslimische und christliche Schäfer in der Einsamkeit der Pinienwälder in religiöser Koexistenz. Sie führen einen ständigen Kampf ums Überleben. Im toten Winkel zwischen Ohrid-See und Adria ist die Natur noch allmächtig und die albanische Gastfreundschaft legendär. Ein Ritt mit einem betrunkenen Karawanenführer beschwört Bilder vom Wilden Westen herauf. Nicht umsonst hat man in der Region Shpati mit ersten zaghaften Versuchen begonnen, den ökologischen Tourismus in Albanien zu fördern.

EUROPÄISCHE UNION
Die Chuzpe-Fraktion jener EU-Länder, die jede Brüsseler Schwäche zum eigenen Vorteil nutzt, soll nach Zagreber Vorstellungen schon bald durch Kroatien Verstärkung erfahren. Der größte Adria-Anlieger schwadroniert das Blaue vom Himmel herunter, um in den Club der bislang 27 aufgenommen zu werden. Experten sind sich einig: Sollte Kroatien in die EU gelangen, wäre ein Super-Griechenland die Folge.

SERBIEN
Bei den Bischöfen und im Vatikan war er eher eine Persona non grata. Wenn es nach der Belgrader Vox populi geht, dann wird in Bälde die Belgrader Prachtstraße „Boulevard der Befreiung“ in „Boulevard Patriarch Pavle“ umbenannt.

KOSOVO
Am 15. November fanden im Kosovo Kommunalwahlen statt, um die ein unglaublicher Aufwand getrieben wurde: 1,5 Millionen Wahlberechtigte sollten Bürgermeister und Abgeordnete von 36 Kommunen wählen. 74 Parteien, Wählergruppen und Einzelkandidaten buhlten um die Stimmen, 5.000 Polizisten wachten über 2.250 Wahllokale, 21.000 ausländische und heimische Beobachter über den Wahlverlauf.

BIOGRAPHIE

Die Friedensnobelpreisträgerin von 1979 wäre im nächsten Jahr 100 Jahre alt geworden. Wer war sie und woher kommt sie? Ihre Jugend verbrachte sie in Skopie. Ihre Eltern waren „Latiner“. Für das oft behauptete Albanertum der Ordensfrau gibt es keinerlei Belege.

SERBIEN

Der balkanische Burek hat das Zeug zur Döner-Karriere: Er ist gesünder als ein Burger, man kann ihn im Laufen essen und er kostet nicht viel. Doch einen Burek-Imbiss sucht man trotz 700.000 serbischer Immigranten in Deutschland vergeblich.

ALBANIEN

Ende Juni wählte Albanien ein neues Parlament. Das kleine Balkanland, das über 40 Jahre vollständig isoliert war, hofft nach dem NATO-Beitritt vom April auf ein besseres Image im Westen. Mit seinem touristischen Potential will es nun seine Wirtschaft in Schwung bringen. Zwischen Betonbunkern und Badebuchten, liegt ein kleines Paradies. 362 Kilometer Küste – ein verlockendes Urlaubsdorado. Doch ein neues Mallorca für Westeuropäer wird Albanien wohl kaum. Es ist eher ein Geheimtipp für Individualtouristen.

RUMÄNIEN
Über zwei Millionen Rumänen arbeiten im Ausland, weil sie dort mehr verdienen als in ihrer Heimat. Deshalb herrscht in Rumänien Fachkräftemangel. Mit einem Sonderprogramm hat die Regierung versucht, einige der Arbeitsmigranten wieder ins Land zurückzuholen. Das ist jedoch gescheitert. Das Arbeitsministerium spricht von einigen Dutzend, die zurückgekehrt sind.

KROATIEN

Die erfolgreiche Anwältin Blaženka Musulin ist 42 und lebt in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Ihr Sohn Dominik ist 21, studiert Jura und will später einmal in ihre Fußstapfen treten. Als er geboren wurde, hieß die Amtssprache im Land noch Serbokroatisch, doch die viel gelobte Völkerfreundschaft zwischen den Teilrepubliken hatte bereits tiefe Risse bekommen. Als Jugoslawien schließlich blutig zerbrach, machte Dominik seine gerade ersten Schritte und seine Mutter hatte ihr frischgebackenes Staatsexamen in der Tasche. Ein denkbar ungünstiger Start, doch Mutter und Sohn haben es geschafft.

BULGARIEN

Zwei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist in Osteuropa eine junge Generation von Menschen herangewachsen, die den Kommunismus nicht mehr erlebt hat. Die Freiheiten, die die heutigen Twens genießen, erwuchsen aus dem epochalen Systemwechsel von 1989. Damals waren ihre Eltern um die 20 und begannen, Neuland zu entdecken. Was verbindet diese beiden Generationen, was trennt sie? Einen Blogger (23) und eine Journalistin (40) aus Bulgarien eint die Traurigkeit über die eigene Ohnmacht, Dinge zu ändern. Doch beide versuchen, diese Trauer zu überwinden.

KRIEGSVERBRECHEN
Nicht überall auf der Welt ist man erfreut über die Festnahme des ehemaligen Führers der bosnischen Serben, Radovan Karadzic. In Moskau ist man eher besorgt.

SERBIEN
Nur wenige deutsche Unternehmen entscheiden sich bislang für eine Investition in Serbien. Grund für die Zurückhaltung ist vor allem das schlechte Image des Landes durch die anhaltende politische Instabilität und die Kriege in den 1990er Jahren. Tatsächlich bietet Serbien jedoch mit niedrigen Löhnen, günstigen Steuersätzen und gut ausgebildeten Arbeitskräften beste Investitionsbedingungen.

RUMÄNIEN
Rumäniens Nicht-Anerkennung eines unabhängigen Kosovo gibt einige Rätsel auf. Wie die anderen Kosovo-skeptischen Länder will Rumänien die Schaffung eines Präzedenzfalls verhindern. Aber warum eigentlich? Die ungarische Minderheit in Siebenbürgen, deren separatistische Tendenzen hauptsächlich als Grund für die Abwehrhaltung Bukarests angeführt werden, ist weit von jeglichen ernsthaften Bemühungen um Autonomie entfernt. Hinter den Kulissen spielt eine Reihe anderer Gründe eine Rolle.

BULGARIEN

Für das Schwarzmeerland Bulgarien war der vergangene Sommer erneut eine Saison der Rekorde. Doch in der Euphorie über die vielen Gäste wurde die Küste wieder etwas mehr zubetoniert. Nun soll dem Wildwuchs ein Riegel vorgeschoben werden.

MAZEDONIEN

Im Südwesten Mazedoniens liegt der glasklare Ohridsee mit dem geschichtsträchtigen Städtchen Ohrid. 365 Kirchen soll es rund um die Stadt geben, eine für jeden Tag des Jahres. Doch auch an Cafés und Diskotheken mangelt es in Mazedoniens Urlaubsort Nummer eins nicht.

KOSOVO

Die Roma sind die vergessenen Opfer und Verlierer des Kosovo-Konflikts. Während die albanischen Dörfer nach dem Krieg 1999 mit internationaler Hilfe schnell wieder aufgebaut wurden, leben die Roma teilweise heute noch in provisorischen Flüchtlingslagern. Auch bei den Verhandlungen um den zukünftigen Status der serbischen Provinz fanden die Forderungen der Roma kein Gehör. UN-Vermittler Martti Ahtisaari hat sich über die gesamte Verhandlungsdauer hartnäckig geweigert, auch nur eine Delegation ihrer Vertreter zu empfangen.

KROATIEN
Kroatien plant den Bau eines gigantischen Kanals, der die Flüsse Save und Donau miteinander verbinden soll. 600 Millionen Euro sind für das Großprojekt eingeplant, das der kriegsgeschädigten Provinz Slawonien den wirtschaftlichen Aufschwung bescheren soll. Der Erdaushub wird auf eine Menge geschätzt, mit der 18 Cheops-Pyramiden gebaut werden könnten. Umweltschützer kritisieren, dass dadurch große Flächen trocken gelegt werden und die Zukunft wertvoller Eichenwälder gefährdet sein könnte. Kritik kommt auch von deutscher Seite. Das Projekt gefährde den Hochwasserschutz an der Donau und würde zu mehr Überschwemmungen führen.

JOE DAKAR

EM-Lesern ist Motorrad-Abenteurer Joe Dakar bestens bekannt. Schon als er sich noch bürgerlich Jochen Stather nannte, hat er durch seine Geschichte „Mit dem Moped nach Sibirien“ die Leser begeistert. Diesmal ging es nach Kroatien, auf die Insel Krk, zum Nationalpark Paklenica und nach Opatia, dem ehemaligen Sankt Jakobi an der Kvarner Bucht. Dazu Dakar: „Geführte Touren passen ja so gar nicht in meine Vorstellung von Motorrad Reisen, aber wenn die Zeitschrift „ReiseMotorrad“ zur jährlichen „Kroatien Rallye“ ruft, bin ich natürlich wieder dabei, denn bei dieser Veranstaltung ist Spaß vorprogrammiert! Und um den ging es bei dieser Tour vor allem.

KROATIEN

Wanderer, kommst Du nach Pula, frage nie einen Einheimischen nach dem Weg! Es sei denn, Du willst mit dem Auto an Dein Ziel kommen. Für Fußmärsche sind die Menschen auf der istrischen Halbinsel denkbar schlechte Auskunftspersonen. Und Wandern nach dem Prospekt des Tourismusverbands ist eine echte Herausforderung.

KROATIEN

Zagreb lockt mit Wiener Kaffeehaus-Tradition und südländischer Gelassenheit. Wer in Kroatien Urlaub macht, steuert allerdings meist die Adriaküste direkt an und lässt die gemütliche Altstadt von Zagreb links liegen. Zu Unrecht, denn Zagreb verströmt eine Mischung aus altem Habsburger Charme und südländischer Gelassenheit, zahlreichen Museen, gutem Essen und gastfreundlichen Menschen. Ein Streifzug durch die kroatische Metropole mit ihren gut 800.000 Einwohnern

RUMÄNIEN
Ein Eisenbahnzug voll mit US-Soldaten und Ausrüstung, der Rumänien Richtung Serbien durchquert. Die Zugfahrt endet an einem Dorfbahnhof wegen fehlender Zollpapiere. Es ist Kosovokrise. Doch der Film geht tiefer, er durchmisst die ganze Tragik des rumänischen Lebens und den Zusammenprall der amerikanischen mit der osteuropäischen Kultur. Was passiert, wenn amerikanische Militärs in einem rumänischen Dorf unfreiwillig stranden? Was passiert, wenn zwei Kulturen, die miteinander selten in direkten Kontakt stehen, aufeinander treffen?

WEST-BALKAN

Was hat dazu geführt, dass das Kosovo zur Zeitbombe werden konnte, die heute kurz vor der Explosion steht? Die Vorgänge, die dazu führten, rekapituliert in gewohnt offener Sprache der deutsch-österreichische Unternehmer und Buchautor Kurt Köpruner. Er nimmt die Rolle der nationalistischen Terrorgruppen und der internationalen Gemeinschaft in der Krisenregion aufs Korn. Sein Beitrag ist höchst aktuell, denn im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen liegt ein neuer Resolutionsentwurf für die Zukunft des Kosovos auf dem Tisch, eingebracht von den USA und EU-Mitgliedern. Darin wird zwar auf eine automatische Unabhängigkeit des Kosovo verzichtet, falls sich die serbische und kosovarische Regierung nicht innerhalb von 120 Tagen über den Status der Provinz einigen. Russland hat aber vorsorglich bereits sein Veto angekündigt. Wann die Abstimmung über den Entwurf erfolgen soll, ist ungeklärt. „Null Chance auf Kosovo-Resolution“ titelten bereits österreichische Medien.

BULGARIEN

Fischerdörfer, steile Klippen, unberührte Natur. Die nördliche Schwarzmeerküste Bulgariens ist noch wenig erschlossen und eröffnet im Gegensatz zu den „Ballermann-Stützpunkten“ im bulgarischen Süden neue Perspektiven auf den Sommerurlaub.

BALKAN
Tito-Nostalgie und Tito-Verdammung treiben in Ex-Jugoslawien schillernde Blüten. Der Marschall, der die weißen Uniformen so liebte, wird von Epigonen nachgeahmt. Erreicht wird er nie, auch nicht annähernd.

EX-JUGOSLAWIEN

Keinem anderen in der Geschichte Jugoslawiens gelang das kokette Spiel zwischen Ost und West so wie Marschall Josip Broz Tito. Er überwarf sich mit der Sowjetunion, hypnotisierte mit seinem Charisma die bunte Völkergemeinschaft Jugoslawiens, aber auch die internationalen politischen Größen. Am 7. Mai 1892 wurde Tito geboren - nur drei Tage vor seinem 88. Geburtstag verstarb er, am 4. Mai 1980. Seit einigen Jahren erlebt der Personenkult um Tito eine Renaissance, die ihresgleichen sucht.

MONTENEGRO
Am 21. Mai 2006 hatte sich eine knappe Mehrheit der Bevölkerung in Montenegro für die Abspaltung von Serbien ausgesprochen. Wenige Tage später, am 3. Juni, schlug die Geburtsstunde für Europas jüngsten Staat. Die Bilanz nach einem Jahr: Der Weg in die Selbstständigkeit verlief friedlich und Montenegro konnte sich international etablieren. Die Gräben in der Gesellschaft aber haben sich weiter vertieft und traten bei den Parlamentswahlen und der Diskussion um die neue Verfassung vehement zu Tage. Montenegro ist friedlich, aber tief gespalten.

BULGARIEN
Bulgariens reiche Natur ist in akuter Gefahr. Aktuell wird über Gebiete diskutiert, die Bulgarien für das EU-Naturschutzprogramm Natura 2000 benennen sollte. Dabei hat sich eine enge Verknüpfung zwischen Regierung und Bauinvestoren offenbart, die nach Mafiamethoden arbeiten. Umweltschützer kämpfen nun gegen die Zerstörung der bedrohten Landschaft.

SERBIEN
Auf welche Art und Weise ein deutscher Botschafter sein Gastland Serbien beflegelte. Wie er dabei zwölf derart dürftige Behauptungen aufstellte, dass sie geeignet sind, den Glauben an die Fähigkeit von Vertretern des Deutschen Auswärtigen Dienstes zu erschüttern. Und was jetzt mit ihm geschieht.

SLOWENIEN
Die Verwendung einer englischen Überschrift könnte dem Chefredakteur der slowenischen Zeitschrift „Finance“ bis zu 30 Tage Haft einbringen. Denn das kleine Slowenien verteidigt seine Sprache gegen die Globalisierungfolge „Anglizismen“ ganz konsequent. Slowenien hat seit drei Jahren eines der strengsten Sprachgesetze Europas und wacht mit Argusaugen darüber. Für ausländische Firmen wie „Apple“ könnte das kuriose Konsequenzen haben. Auch in Deutschland träumt man von strengeren Sprachregeln.

SLOWENIEN
Ein Nato- und EU-Mitglied demonstriert Stolz auf seine ethnischen Säuberungen. „Faschismus auf slowenische Art“ nannte das die Wochenzeitung „Mladina“. Die EU könnte Slowenien zur Einhaltung der Menschenrechte zwingen. Doch wegen des ökonomischen Egoismus ihrer Mitgliedsstaaten sind Menschenrechte nur ein hübscher Schmuck an der EU-Fassade – klagt ein desillusionierter Vertreter in Brüssel.

KOSOVO

Wie und warum sich die internationale Gemeinschaft die Krisenregion „schön lügt“, weshalb albanischer Terror sich gegen elf Volksgruppen austoben kann und wie der 2005 geschasste polnische Ombudsmann Marek Antoni Nowicki die Lage beurteilte.

OFFENER BRIEF II

OFFENER BRIEF I

BULGARIEN

Seit der Wende erlebt der Islam eine Renaissance in Bulgarien. Teil des Aufbruchs ist auch „Merkez“, ein Unternehmen, das Fleisch- und Wurstwaren nach muslimischen Prinzipien herstellt. Dabei darf kein Schweinefleisch verwendet werden. Das Fleisch stammt zudem aus zertifizierten Schlachthöfen, in denen Tiere durch Ausbluten und ohne vorherige Betäubung getötet werden. Weil die Firma in Bulgarien erfolgreich ist, möchte man nun auch in die EU liefern.

BALKAN-WANDERUNGEN

Im südlichen Bulgarien, fast an der Grenze zu Griechenland, liegt ein Gebirge, das für europäische Touristen bislang noch weitgehend unentdeckt geblieben ist: die Rhodopen. Der höchste Gipfel misst immerhin 2190 Meter, und die Berge bestechen durch abwechslungsreiche Landschaften mit wilder Natur. Auf zahlreichen Wanderwegen kann man diese Gegend bequem zu Fuß entdecken. Skiressorts rüsten sich für den Boom nach dem EU-Beitritt.

EUROPA-RUSSLAND
Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier traf in Moskau seinen russischen Kollegen Lawrow. Die Gespräche verliefen wie das Wetter: kühl bis frostig. Keine Fortschritte bei strittigen Fragen. Außenminister Lawrow sorgt sich vor allem um die Bürgerrechte der Russen in den baltischen Republiken und will ein vereinfachtes EU-Visa-Regime für Bürger Russlands.

MAKEDONIEN
Der makedonische Außenminister Antonio Miloschoski hielt ein Grundsatzreferat in Duisburg. An der dortigen Universität will der prominente Politiker promovieren. Er sprach über den „Mehrwert“, den sein Land für die Europäische Union erbringen könnte – wenn es denn zu mehr als einer „Verlobung“ käme.

KOSOVO
Das UN-Protektorat versinkt im Chaos von Lüge und Gewalt. Nahezu alle Kosovo-Parteien sind im Grunde Nachfolgeorganisationen der terroristischen UÇK und verkörpern diese Kontinuität auch personell. Die allernächste Zukunft des Kosovos steht im Zeichen von vier Kriegen – von denen drei bereits geführt werden.

EX-JUGOSLAWIEN
Im einstigen Vielvölkerstaat Jugoslawien war nicht danach gefragt worden, ob der ausgesuchte Ehepartner Serbe, Kroate oder Slowene war. Im jüngsten Bürgerkrieg Anfang der 1990er Jahre entschied die ethnische Zugehörigkeit plötzlich über Leben und Tod. Viele binationale Ehen scheitern seither am Druck einer feindseligen Öffentlichkeit. Manche Paare setzten sich in Drittländer ab, um ihrer Liebe noch eine Chance zu geben.

BULGARIEN
Bulgarien ist Balkan, gewiss. Aber es ist auch seit jeher europäisches Kulturland, mit einer bislang ungestillten Europa-Sehnsucht. Und mit deutschen Bezügen, von denen die wenigsten wissen: Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs war die Deutsche Schule Sofia mit ca. 1.700 Schülern, darunter nur knapp 80 Deutsche, die größte deutsche Auslandsschule der Welt. Na ja, und in beiden Weltkriegen war Bulgarien Deutschlands Verbündeter, also auch Weggefährte in die Niederlage. Jetzt kehrt es heim.

SPRACHEN
Mit Rumänien und Bulgarien kommen zwei Balkanländer in die EU, die auch eine Erweiterung des Sprachraums der Union darstellen. Die kyrillische Schrift hält Einzug in die Brüsseler Bürokratie und die Brüsseler Politik. Zeit, sich mit dem Serbischen, dem Bulgarischen, dem Rumänischen, dem Makedonischen, dem Slowenischen und dem Kroatischen – falls es das gibt - endlich einmal näher zu befassen.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Die bosnische Hauptstadt entwickelt sich zehn Jahre nach dem Ende des Krieges wieder zum Touristenziel. Jetzt lebt die geschundene Stadt als Kulturmetropole und Touristenmagnet wieder auf. Türken und Habsburger, katholische und orthodoxe Christen, Juden und Muslime haben im Stadtzentrum ihre Spuren hinterlassen und ein reizvolles kulturelles Gemisch erzeugt. Die Spuren des jüngsten Krieges sind natürlich präsent, sollten aber niemanden vom Entdecken einer der spannendsten Metropolen Europas abhalten.

KROATIEN

Sonne, Meer und Strand hat Kroatien reichlich zu bieten. Aber sein Angebot darüber hinaus gilt als langweilig. Die mediterranen Konkurrenten Griechenland, Italien und Spanien sind längst im Vorteil. Dazu kommen viele Unzulänglichkeiten im Lande und vergleichsweise hohe Preise. Düstere Perspektiven für die Zukunft.

BALKAN
Das Verhältnis Russlands zu Europa entscheidet sich auch auf dem Balkan und im Kaukasus. Wo die Konfliktlinien verlaufen und welche Lösungen sich abzeichnen, erläutert Sergej Karaganow. Er ist stellvertretender Direktor des Moskauer Europa-Instituts und Vorsitzender des „Unabhängigen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik“. Das Gremium berät die russische Regierung bei der Erarbeitung außenpolitischer Strategien.

BALKAN
Sollte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für das Kosovo einen unabhängigen Status durchzusetzen versuchen, könnte sich Moskau mit der Anerkennung von Abchasien und Ossetien revanchieren und damit Georgien in die Bredouille bringen. Auf dem kaukasischen Schachbrett spiegeln sich somit die Züge wider, die auf dem Balkan getätigt werden. Schach im Kosovo – Schach in Georgien. Wer Großmeister wird, ist offen.

SERBIEN

Wie der serbische Kriegsverbrecher Momcilo Krajisnik vor dem Haager Tribunal beurteilt wurde und für welche Taten er zu büßen hat. Porträt eines Mannes, der sich wie alle Schurken unschuldig gab.

MAKEDONIEN

Die junge Historikerin Violeta Atschkovska, Professorin an der Skopjer Universität Kyrill und Method, hat sich binnen kurzer Zeit zur führenden Zeitgeschichtlerin der Republik Makedonien hochgearbeitet. Zu ihren speziellen Interessen gehören die ethnischen Verhältnisse in Makedonien, worüber sie mehrere Dokumentationen und Monographien veröffentlichte. Seit den Kämpfen 2001/02 – angeblich Unruhen entrechteter Albaner, tatsächlich der Versuch albanischer Terroristen aus dem Kosovo, ihr Einflussgebiet bis nach Makedonien auszudehnen – haben die makedonisch-albanischen Beziehungen im souveränen Makedonien auch weit über das Land hinaus Augenmerk auf sich gezogen. Diesen Beziehungen galt ein Vortrag, den Frau Atschkovska vor internationalem Publikum hielt. Das Eurasische Magazin veröffentlicht eine leicht gekürzte deutsche Übersetzung, die unser Balkanexperte Wolf Oschlies aus dem Makedonischen anfertigte.

KROATIEN

Warum hat Gott nicht die Chinesen als „auserwähltes Volk“ genommen? Weil’s bei Juden mehr Meinungen gibt. An diesen alten Witz fühlt sich erinnert, wer sich das chaotische Treiben anschaut, das seit einem Jahr in der Jüdischen Gemeinde Zagreb (ŽOZ) abläuft.

KOSOVO

Er hat es vom Studentenführer in Prishtina zum Chef der terroristischen „Vetevensdosje“ gebracht. Diese Organisation bläst nun im Kosovo zum letzten Gefecht für einen völlig souveränen und serbenfreien Albanerstaat. Es gibt bereits Evakuierungspläne für 70.000 noch im Kosovo lebende Serben. Fernziel für Kurti und seine Mitstreiter ist die Ausdehnung Albaniens weit in die Territorien seiner Nachbarländer hinein und die Bildung eines ethnisch reinen Groß-Albaniens..

RUMÄNIEN

Zur Ehrenrettung eines verkannten Staatsmannes. Sein Vater war Mitglied im „Drachenorden“, den Kaiser und ungarischer König Sigismund 1408 gestiftet hatte. Draculas Vater Vlad wurde 1431 Mitglied dieser höchst exklusiven Societas Draconis, musste sich folglich Dracul nennen - und von ihm kam der Titel auf den Sohn.

MONTENEGRO

Das Referendum auf dem West-Balkan hat einen neuen Staat hervorgebracht, der jetzt seine Souveränität einfordert, EU-Aufnahme beansprucht und dessen Werdegang zeigt, dass Brüssel vom Wesen des Balkans nur wenig Ahnung hat.

SÜDOSTEUROPA

Erkundungen in Europas Südost-Ecke „Balkan“, dessen Grenzen unbestimmt sind und der als Unruheherd seit Jahrhunderten immer wieder neue Gefahren heraufbeschwört. Dabei könnte dieser Raum ein Paradies sein – aber die Bewohner mit ihren romanischen, slawischen, griechischen und illyrischen Abstammungen verstehen sich einfach nicht.

MONTENEGRO
Die Montenegriner bleiben auf Unabhängigkeitskurs. Sie fordern einen eigenen Staat und damit die Auflösung der Union Serbien-Montenegro. Die Zersplitterung Ex-Jugoslawiens geht damit in die letzte Runde.

BALKAN

Die Republik Bosnien-Herzegowina weist die sechsthöchste Minenverseuchung der Welt auf. Bis 2009 soll das Land „minensicher“ gemacht sein. Für einen entsprechenden „Operativplan“ sind jährlich rund 20 Millionen Euro vorgesehen.

BALKAN

Zwar sind rund die Hälfte der vier Millionen Einwohner Bosniens Muslime, und international gibt sich die Republik oft als „islamisches“ Land. Aber tiefgreifende Bedeutung hat das nicht. Bosnien ist Beispiel für das Werden und Wesen einer Religiosität der Gelassenheit.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Bosnien-Herzegowina erhält mit dem Deutschen Christian Schwarz-Schilling einen neuen Hohen UN-Repräsentanten. Er löst den Briten Paddy Ashdown ab, der das Amt seit 2002 ausübte.

WEIHNACHTEN

Auch die Kroaten feiern Weihnachten – soviel steht fest. Doch die Vorstellungen darüber, was auf den Festtagstisch gehört, wer die Geschenke bringt und wann überhaupt gefeiert wird, gehen weit auseinander. Ein Streifzug durch den jungen Adriastaat.

KROATIEN
Die Europäische Union beginnt Beitrittsgespräche mit Kroatien – ein unerklärlicher Fehler meint der Balkan-Experte Wolf Oschlies. Die Wirtschaftsdaten des kleinen Landes an der Südgrenze der EU sprächen eine deutliche Sprache: Kroatien steuert auf eine allseitige Rezession zu.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Bosnien-Herzegowina sei die erfolgreichste Friedensmission aller Zeiten. Zu diesem Urteil verstieg sich der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen, Paddy Ashdown, zehn Jahre nach dem Friedensvertrag von Dayton. Tatsächlich ist kein Land in Ost- und Südosteuropa so rückständig wie der Vielvölkerstaat auf dem Balkan.

SARAJEVO

Das elfte Internationale Filmfestival in Sarajevo zeigte, wie präsent der Krieg bis heute in Bosnien-Herzegowina ist. Dennoch setzten die Filmbeiträge ein Zeichen des Aufbruchs. Eine Rückschau.

OSTEUROPA
Die östlichen Regionen Europas bis hin zu den GUS-Ländern haben sich 2004 positiv entwickelt. Ausländisches Kapital für weitere Investitionen steht bereit.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Die neue Alte Brücke lockt wieder Touristen nach Mostar und langsam kehrt die Normalität in die multiethnische Stadt zurück.

BOSNIEN-HERZEGOWINA

1984 fanden in Sarajevo Olympische Winterspiele statt. Nach einer Dekade des Terrors und des Krieges werden jetzt die Skigebiete neu entdeckt. Bis Mitte April sind die Pisten zu unvergleichlich günstigen Preisen zu befahren.

EU-OSTERWEITERUNG
Hintergründe zu den gescheiterten EU-Beitrittsverhandlungen

BALKAN
Schon in diesem Jahr könnte das kleinste Land Südosteuropas der nächste EU-Beitrittskandidat werden, aber nur, wenn die Regierung die geforderten Reformen umsetzt.

AUF DEM WEG IN DIE EU
Bis Ende der 1990er Jahre war Bulgarien ein Beispiel erfolgloser Transformation in Politik und Wirtschaft. Nach einer rigiden Reformpolitik hat das südosteuropäische Land jetzt – noch vor Rumänien – alle Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen abgeschlossen und könnte 2007 beitreten.

EURASIEN HISTORISCH

Sie gelten als eines der ältesten und größten indoeuropäischen Völker. Die neunzig thrakischen Stämme waren allerdings nie in einem großen Reich vereint. Da die Thraker über keine eigene Schrift verfügten und keine Aufzeichnungen hinterließen, geriet ihre Kultur zeitweise sogar weitgehend in Vergessenheit. Erst in den vergangenen Jahrzehnten sind sensationelle Grabfunde bekanntgeworden, die einer staunenden Nachwelt vom Reichtum und der Kunstfertigkeit dieses Balkanvolkes berichten.

BALKAN

Zehn Jahre sind vergangen, seit Hans Koschnick sein Amt als EU-Administrator der herzegowinischen Stadt Mostar angetreten hat. Im Interview mit dem
Eurasischen Magazin wirft er einen Blick zuruck auf die EU-Politik gegenuber den Krisenregionen Bosnien-Herzegowina und Kosovo.

EURASIEN HISTORISCH

Nach zweieinhalb Jahrtausenden kehren die Olympischen Spiele im August
2004 wieder nach Griechenland zuruck. Das EU-Mitglied ist heute nur
eine unauffällige Mittelmacht auf dem Balkan. Seine wahre Bedeutung
liegt in der Vergangenheit. Das antike griechische Erbe hat die abendländische
Welt entscheidend geprägt und alle Zeiten uberdauert.

NEUE SLOWENISCHE KUNST

Das slowenische Kunstlerkollektiv Laibach verstört die Musikwelt seit nunmehr 23 Jahren mit obskuren Konzeptalben und einer kompromißlosen totalitaristischen Visualität. Das
Eurasische Magazin hat das aktuelle Album „WAT“ aufmerksam gehört und eines der ausverkauften Konzerte in der Berliner Volksbuhne im Oktober besucht.

EM-QUALIFIKATION
Slowenien und Kroatien trafen in den Ausscheidungsspielen zur EM-Qualifikation aufeinander, Kroatien setzte sich durch. In der EU-Qualifikation stand dagegen Slowenien bereits als Sieger fest. Die Auslosung der entscheidenden Fußballspiele fiel in eine Phase der erhöhten Spannungen zwischen den Nachbarländern.

EURASIEN HISTORISCH
Sie kamen vor tausend Jahren als Nomaden aus Mittelasien: Turkvölker drangen in die Gebiete des bruchig gewordenen byzantinischen Reiches vor. Ab dem 11. Jahrhundert eroberten sie den Orient. Im 15. Jahrhundert sind sie zur Großmacht aufgestiegen. Das erfolgreichste Geschlecht der Turken war das des Ahnherrn Osman, der dem Reich seinen Namen gab.

FERIEN AN DER ADRIA
Knapp acht Jahre nach dem Ende des Balkankrieges erstrahlt die weiße
Stadt am Meer in neuem Glanz – das „Weltkulturerbe“ ist weitgehend
wiederhergestellt.

INTERVIEW
Dr. Franz-Lothar Altmann, Leiter der Forschungsgruppe „Westlicher Balkan“ der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., über die gescheiterten Präsidentschaftswahlen in Serbien, den Wahlausgang in Bosnien-Herzegowina, die staatliche Zukunft des Kosovos und die noch unerfüllten EU-Beitrittskriterien der Türkei. Das Interview führte Hartmut Wagner.

BALKAN
Präsidentschaftswahl in Serbien gescheitert - Großwahltag in Bosnien-Herzegowina mit minimaler Beteiligung