
CHINA

Ostasiens geopolitische Architektur steht im Zeichen der Rivalität China-USA. Militärische US-Präsenz im West-Pazifik beantwortet Beijing nicht mit einem Rüstungswettlauf. China setzt auf eine flexible Strategie: asymmetrische
Kriegführung.

CHINESISCHES KINO

Der Streifen des deutschen Regisseurs Inigo Westmeier erzählt die Geschichte dreier Mädchen aus der Kampfschule Shaolin Tagou. Mit 26.000 Schülern ist sie die größte Kung-Fu-Schule Chinas. Ein wirklich ungewöhnlicher Film. Er sagt mehr über China und die Chinesen aus als viele Deutungsversuche von Soziologen und Politologen. Dem Werk wurde das Prädikat „besonders wertvoll“ verliehen. Kinostart ist am 28. Februar 2013.

CHINA
Der politische Führungswechsel ist vollzogen. Xi Jinping heißt Chinas neuer KP-Chef, Li Keqiang wird die neue Regierung leiten. Neue Gesichter auch in Partei, Militär und auf Provinzebene. Entwicklungsmodell und Systemstabilität Chinas stehen unter Druck. Wer bestimmt den Kurs der kommenden Jahre?

SÜDCHINESISCHES MEER

Wracktouren in der philippinischen Coron Bay – ein Schiffsfriedhof der ständig neue Überraschungen bietet – punktgenaue Landung auf dem Flakgeschütz.

CHINA
Chinas Kommunistische Partei steht im Oktober 2012 vor einem politischen Führungswechsel. Xi Jinping, Sohn eines hohen Parteiveteranen, soll neuer KP-Chef und Staatspräsident werden. Ein Machtwechsel in turbulenten Zeiten. Chinas Entwicklungsmodell steckt in der Krise. Reformer und Konservative streiten um den künftigen Kurs in Wirtschaft und Politik.

GEOPOLITIK IN ASIEN
China wird in Asien zur geopolitischen Gegenmacht der USA. Auch das Verhältnis zwischen China und Indien ist nicht konfliktfrei. Beide Rivalen konkurrieren um Ressourcen und geostrategischen Einfluss am Indischen Ozean. Dort bestimmen brisante politische Krisen Eurasiens Peripherie.

TIBET

Nomaden leben von ihren Tieren: Schafen, Rindern, Ziegen. Seit Jahren stellen Hirten in Osttibet dies jedoch auf den Kopf. Für ihr Einkommen zumindest spielt inzwischen „Im Sommer Gras, im Winter Wurm“ eine größere Rolle.

CHINA

Die Seidenstraße quer durch Eurasien fasziniert die Menschen in Ost und West seit Jahrtausenden und regt ihre Phantasie an. „Seidenstraße“ nennt der „Chinesische Nationalcircus“ seine neue Show, mit der er sich als offizieller Bestandteil des China Kulturjahres 2012 in Deutschland präsentiert.

CHINA

China ist eine Supermacht der großen Show. Auf diesem Gebiet muss das Reich der Mitte nicht abkupfern, sondern hier macht ihnen so schnell kein anderes Land etwas vor. Das zeigte sich bei der Eröffnung der Olympischen Spiele im Jahr 2008. Welche Kreativität Chinesen bei Massenshows entfalten können, erfuhr man auch durch den Mao-Kult während der Kulturrevolution und den Inszenierungen der „Viererbande“. Seit rund zehn Jahren hat China zusätzlich zu seinem „Nationalcircus“ auch einen musikalischen Exportschlager mit dem es gerade Europa erobert: Die „MANAO - Drums of China“.

CHINA

Über Macht und Widerstand in den Beziehungen Chinas zu den ASEAN-Ländern und die Gründe, weshalb der Versuch eines friedlichen Aufstiegs der Region vielleicht schon an seine Grenzen stößt.

ENERGIEVERSORGUNG
Im rohstoffreichen Birma werden Investitionen aus westlichen Industriestaaten durch Sanktionen verhindert. Zugriff zu den Erdgasvorkommen des Landes haben sich derweil China, Thailand und Südkorea gesichert. China baut gleich zwei Pipelines vom Indischen Ozean quer durch Birma in die Provinz Yunnan.

EM-INTERVIEW

Für China gilt seit den 80er Jahren: Wenn wir Fortschritte machen und die Entwicklung vorantreiben, dann ist das unser Begriff von Sozialismus. Nordkorea hat ein ähnliches Beispiel direkt vor Augen: die Entwicklung bei seinen südkoreanischen Landsleuten. Sven Horak fragte den Experten Hanns Günther Hilpert von der Forschungsgruppe Asien der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ob dies auch ein gangbarer Weg für das darbende Nordkorea wäre. Hilpert hält dies trotz aller Verlockungen für nicht realistisch. Gorbatschow sprach dazu für die EX-DDR einst das vernichtende Urteil: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

EM-INTERVIEW

Zwischen den USA und China tobt eine Art Finanz- und Wirtschaftskrieg. Doch während amerikanische Politiker mit markigen Vokabeln versuchen Eindruck zu machen, bleibt Chinas Führung reichlich gelassen. Das Land ist Konjunkturlokomotive der Welt, und die Asien-Expertin Hanne Seelmann-Holzmann sagt, warum das auch so bleiben wird.

STRATEGISCHER WIRTSCHAFTSDIALOG

Sind Renminbi und IWF-Sonderziehungsrechte Alternativen zum Dollar? Eine aktuelle Untersuchung aus der Stiftung Wissenschaft und Politik.

EM-INTERVIEW

„Chinesen kaufen erstmals mehr Autos als Amerikaner“ – „Chinesen bestellen für zehn Milliarden Dollar bei deutschen Unternehmen“ – „China ist die letzte große Volkswirtschaft, die wächst“ - „Asien wird Konjunkturlokomotive der Welt“: Das sind Schlagzeilen der internationalen Presse aus dem März 2009. Wir sprachen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Hanne Seelmann-Holzmann über „Die Rückkehr Asiens und das Ende der westlichen Dominanz“.
Betr.: Kampagne gegen die Chinaberichterstattung der Deutschen Welle

EM-INTERVIEW

Die Pekinger erhalten das größte Flughafengebäude der Welt, fünf neue Brücken, 59 neue oder erweiterte Straßen, mehrere neue U-Bahn-Linien, eine Schnellbahn zum Flughafen, eine Hochgeschwindigkeitsbahn nach Tianjin, eine neue Autobahn nach Tianjin, 252 Hotels, 37 olympische Bauten und ein hypermodernes Nationaltheater. In einer beeindruckenden Perfektion wurden alle diese Projekte pünktlich zu den Olympischen Spielen fertig gestellt. Jutta Ludwig, die Chefin der deutschen Außenhandelskammer in Peking, schildert, wie Olympia das Gesicht der ganzen Nation verändert.

EM-INTERVIEW

Die Formel 1 war schon da, in wenigen Tagen beginnen die Olympischen Sommerspiele in China und 2010 wird die Expo folgen. China war dann in kürzester Zeit Ausrichter von drei der vier bedeutendsten Großveranstaltungen der Welt. „Jetzt fehlt nur noch die FIFA Fußball-WM der Männer, denn die Frauen-WM war ja 2007 auch schon da“, meint Dr. Christian Geltinger, Chef-Repräsentant des Freistaates Bayern in Schandong, mit dem das Eurasische Magazin über die Bedeutung der Olympischen Spiele für das Reich der Mitte gesprochen hat.

EM-DOKUMENTATION

Eine neue Chance für die europäisch-chinesische Handelspolitik. Die Tatsache, dass es die Initiative Pekings war, dieses neue Forum überhaupt einzurichten, gibt Anlass zur Hoffnung.

FRAUEN IN CHINA

Chinas neue Frauen entsprechen nicht dem Ideal der deutschen Feministin Alice Schwarzer. Das brauchen sie auch nicht, denn ihr Selbstbewusstsein speist sich weder aus sexueller Verweigerung noch aus aggressiver Arroganz gegenüber dem Mann. Die Frauen in der Volksrepublik wissen ganz einfach noch, dass Männer leichte Beute sind, wenn man sie zu nehmen weiß.

UMWELT IN CHINA

China ist das Land mit den meisten Umweltgesetzen der Welt, sie werden allerdings kaum eingehalten und dennoch: China landet in Sachen umweltfreundliches Konsumverhalten laut einer Umfrage auf Rang drei unter 14 Ländern. Schlusslicht ist wieder einmal die USA. Die Gründe für Chinas Positiv-Bilanz: Das Land vermeidet Abfälle und Schadstoffe, weil vieles noch nicht abgepackt wird, weil es noch wenig Autos gibt und weil auf den Hochhäusern seiner Städte Solarzellen montiert sind.

SCHWULE IN CHINA

Sie suchen danach in Chaträumen und Online-Kontaktbörsen. In einem der speziellen Nachtclubs reicht manchmal schon ein Augenzwinkern oder ein Lächeln, dann verschwinden sie in die Nacht, in öffentliche Parks, Waschräume und Saunen. Sie wollen nur eins: schnellen Sex und Mama soll möglichst nichts davon erfahren.

IMPRESSIONEN AUS CHINA

Yi Peng lebt in England, seit sein Vater mit ihm ins Vereinigte Königreich ausgewandert ist. Alle zwei Jahre besucht er seine Heimatstadt Lanzhou. Die Zugfahrt über 1.000 Kilometer vom Flughafen Peking in den Norden Chinas geht ihm auf die Nerven. „Es gibt nichts Langweiligeres als diese Landschaft“, stöhnt er. Jede Menge Gelegenheit also sich über alte Zeiten und gute chinesische Nudelgerichte zu unterhalten, während am Fenster nackte Lehmhügel vorüberrauschen. Impressionen von einer Reise in die chinesische Provinz.

HINTERGRUND
Eine kurzer Überblick der Geschichte Tibets

EM-INTERVIEW

Tibet-Experte Andreas Gruschke erläutert im Interview mit dem Eurasischen Magazin, warum eine Loslösung von China viele andere Völkerschaften in Mitleidenschaft ziehen würde und weshalb ein instabiles Tibet allenfalls möglichen Gegnern Chinas nutzt, nicht aber den Tibetern selbst.

TIBET

Andreas Gruschke hat auf 50 Reisen und bei Forschungsaufenthalten fast alle Kreise Chinas mit tibetischer Bevölkerung besucht und mit vielen Tausenden Tibetern aus allen Schichten gesprochen. Als im März die Unruhen im Schneeland Tibet ausbrachen, hat er diese vom benachbarten Indien aus verfolgt. Gruschke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der Universitäten Leipzig und Halle-Wittenberg. In seiner Analyse der Ereignisse versucht er zu trennen zwischen wirklichen Ursachen und vordergründiger Propaganda.

EM-INTERVIEW

Über das Verhältnis der Europäischen Union zur werdenden Großmacht China, über die wachsende Bedeutung der ASEAN-Staaten und die Politik der EU für diesen Raum sprach das Eurasische Magazin mit Dr. Sebastian Bersick von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

REISE

Am 26. Dezember 2007 ist der Münchner Thomas Bauer zu einer Reise aufgebrochen, die ihn zunächst von der laotischen Hauptstadt Vientiane dem Verlauf des Mekongs südwärts folgend nach Phnom Penh führte. Von dort ging es weiter durch Thailand und Malaysia bis nach Singapur. Bauers Fortbewegungsmittel war eine Rikscha. Zwar ist das in Asien kein ungewöhnliches Vehikel, aber kaum ein Asiat würde daran denken, mit einem solchen dreirädrigen Gefährt auf Reisen zu gehen. Bauer erreichte Singapur braungebrannt und wohlbehalten am Morgen des elften Februar.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Trotz der zum Jahresende 2007 eingetretenen schwierigen Situation um den Flughafen Parchim (EM 12-07) sieht der Autor durchaus Möglichkeiten der positiven Weiterentwicklung. Und zwar nicht nur auf dem Hauptgebiet der Luftfracht von China über Parchim nach Afrika, sondern auch in der Anwendung der bestehenden Verbindungen für eine Förderung des chinesischen Regionaljets ARJ21-700 in Europa und Afrika.

BALTIKUM
Im Baltikum boomt die Wirtschaft, in vielen Orten herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Doch die Zeitungen quellen immer noch über vor Stellenangeboten, in vielen Branchen fehlen inzwischen sogar Arbeitskräfte. Die Balten selbst zieht es ins westliche Ausland. Und Arbeiter aus der nahen Ukraine machen in Estland, Lettland und Litauen allenfalls Station, um nach Skandinavien weiterzuziehen. Also werben baltische Unternehmer jetzt Chinesen an – und diskutieren schon über IT-Mitarbeiter aus Indien oder Näherinnen aus Pakistan und Bangladesch.

ASIATISCHES DENKEN
Die phonetische Übersetzung für Siemens lautet im Chinesischen „Tor zum Westen“. BMW bedeutet „kostbares Pferd“. Aber es gibt auch absolut negative Übersetzungsbeispiele für Marken und Unternehmen. So hört sich Coca Cola im Chinesischen an wie „Ke-kou-ke-la“, und das bedeutet „beiße die Wachs-Kaulquappe“. Schwitzende Sportler lösen keine positiven Assoziationen beim chinesischen Publikum aus und wenn farbige US-Basket-Ballstars einen Cartoon-Kung-Fu Meister und mehrere Drachen ausdribbeln, finden das die Menschen in Peking und Schanghai gar nicht lustig. Diese Beispiele zeigen, dass Asiaten einfach anders ticken. Wer erfolgreich sein will in Asien, sollte dies wissen. Die noch weithin unbekannte Disziplin des Neuromarketings kann hier weiterhelfen.

EURASIEN
Nach der Veröffentlichung der Europäischen Sicherheitsstrategie im Jahr 2003 waren die Erwartungen in China gegenüber der EU hoch, sowohl in Bezug auf die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die internationale Rolle Europas wie auch die bilateralen Beziehungen. Angesichts der Probleme der EU, Erweiterung und Vertiefung gleichzeitig voranzubringen, hat sich unter chinesischen Beobachtern mittlerweile Ernüchterung eingestellt. Wenn Europa in der wissenschaftlichen Debatte in chinesischen Fachzeitschriften auch kein so prominentes Thema ist wie die USA, so werden doch die Entwicklungen der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgt.

DEUTSCHLAND-CHINA

Das Eurasische Magazin sprach mit Klaus-Jürgen Iredi, Landrat des Kreises Parchim über Chancen und Weiterentwicklung des Flughafens, den im Sommer ein chinesischer Investor erworben hat.

EURASISCHES LUFTDREHKREUZ PARCHIM
Das Eurasische Magazin sprach mit Prof. Dr. Klaus Grützmacher, dem deutschen Berater des chinesischen Logistikunternehmens Link Global, das im Sommer den Flughafen Parchim erworben hat. Grützmacher wirbt dafür, dass sich auch andere Fluglinien des Parchimer Flughafens bedienen und dass sich verstärkt Hochtechnologiefirmen aus China auf dem Areal um das Luftdrehkreuz ansiedeln.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Eine Luftbrücke verbindet seit wenigen Tagen Parchim in Mecklenburg-Vorpommern mit Zhengzhou in Zentralchina und Urumuchi an der Nordwestgrenze des Riesenreiches. Eurasien hat damit eine erste direkte Fluglinie. Sie soll in Kürze wie eine Nabelschnur zwei Industrie-Zentren verbinden, die rund um die beiden Endflughäfen in Deutschland und China entstehen sollen. Möglich machte dies der chinesische Investor Jonathan Pang Yuliang, der den Parchimer Flugplatz mit seiner wechselvollen Geschichte kürzlich gekauft hat.

EURASISCHE MEDIZIN: SCHÜSSLER UND TCM

Der deutsche Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler hat in seinem biochemischen System die optimale Versorgung der Zellen mit den zwölf Lebenssalzen dokumentiert. Und er hat dezidiert beschrieben, wie die verschiedenen menschlichen Typen davon geprägt werden. In der chinesischen Ernährungslehre der TCM wurde die Fünf-Elemente-Ernährung für fünf Ernährungstypen entwickelt. Beide Systeme ergänzen sich optimal. Derzeit werden in vielen Schulungen und Kongressen ihre Gemeinsamkeiten vertieft. Der erste Ratgeber zur Kombination von Schüßler-Salzen und chinesischer 5-Elemente-Ernährung ist kürzlich erschienen.

TIBET-AUSSTELLUNG

Tibet wie es kaum jemand im Westen kennt. Eine grandiose Ausstellung zeigt 150 Exponate aus dem Land des Buddhismus und seiner Klöster, die noch nie zuvor außerhalb Tibets gezeigt werden durften. Es ist die erste Großausstellung dieser Art in Europa.

UMWELTSCHUTZ

Kremlchef Putin hat bei seinen Russen gewaltig an Sympathie gewonnen, nachdem er mit einem Federstrich den Baikal-See vor einer möglichen Ölkatastrophe bewahrt hat. Eine solche sahen Umweltschützer durch eine Ölpipeline gegeben, deren Route am Seeufer entlangführen sollte. Wladimir Putin hat bestimmt, dass die Leitung nun um 40 Kilometer weiter nach Norden verlegt wird. Dies sei man künftigen Generationen schuldig. Immerhin ist der Baikal das größte Trinkwasserreservoir der Erde.

REISEN IN EURASIEN
Vor eineinhalb Jahren hat das Reich der Mitte die Reisebestimmungen für seine Bürger spürbar gelockert. Fast 30 Länder Europas stehen den Chinesen seither als Reiseziele offen. Weltweit sind es über 50. In der europäischen Tourismus-Industrie setzt man große Hoffnungen auf die Urlauberströme, die aus China kommen sollen. Die Diplom-Betriebswirte Björn Weyhreter und Kezhu Yang haben dazu eine Untersuchung vorgelegt mit dem Titel „Die Chinesen kommen“.

CHINA

Vom kleinen und großen Glück: Sören Urbansky berichtet aus dem Alltag in der nordostchinesischen Stadt Harbin. Seine Reportage zeigt eindrücklich die Zweiklassengesellschaft im heutigen, offiziell klassenlosen China.

CHINA

Während eines Praktikums in der 20-Millionenmetropole Schanghai, der größten Stadt Chinas, sind der Autorin Zweifel gekommen, ob sich die Volksrepublik wirklich auf einem unaufhaltsamen Weg zur Wirtschaftsgroßmacht befindet. Ihr Bericht handelt von vielen Unzulänglichkeiten und einer Menge eigener Erfahrungen.

CHINESISCHE KULTUR

Durch das System der chinesischen Schriftzeichen wird das Denken der Chinesen in einzigartiger Weise geformt. Es erfolgt quasi in Modulen. Dadurch entsteht nicht nur eine arbeitsteilige Kunst, die Sensationen wie die kaiserlichen Terrakottaarmee hervorgebracht hat. Auch die Produktionsverfahren im Reich der Mitte sind dadurch beeinflußt und beziehen eine gewisse Überlegenheit daraus. Diese Zusammenhänge deckt Balzan-Preisträger 2005, Professor Lothar Ledderose, im Interview mit dem Eurasischen Magazin auf.

EU-WAFFENEMBARGO

Die China-Spezialistin Dr. Gudrun Wacker analysiert im Interview mit dem
Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen der Volksrepublik und der Europäischen Union, die Bedeutung des europäischen Waffenembargos und die Interessenlage der USA.

REISEN IN EUROPA
Für die Touristikunternehmen in Europa werden sie zur „gelben Hoffnung“. China hat vor wenigen Tagen die Reisebestimmungen für seine Bürger gelockert. 27 europäische Länder stehen den Chinesen nun als Reiseziele offen. Bis 2020 werden mehr als 100 Millionen Touristen aus dem Reich der Mitte erwartet.

SCHWEDEN-EXPANSION NACH ASIEN
Die gesamte Produkt-Palette des Möbelhauses Ikea wird jetzt auch in China unters Volk gebracht. Das weltweit meistverkaufte Regal „Billy“ soll Wohnungen in Peking und Schanghai erobern. Nach anfänglichem Zögern kaufen die Chinesen den skandinavischen Erfolgsschlager und entdecken außerdem die schwedische Küche im Ikea-Restaurant.

LAND DER ZUKUNFT

Die Republik am Ganges wird den Prognosen führender Wirtschafts- und Finanzfachleute zufolge der globale Wachstumsmotor der Zukunft. In Indien werden bald mehr Menschen leben als in China. Indische Dienstleistungsfirmen in der Informationstechnologie sind schon heute weltweit führend. Bald werden auch indische Autos auf den Straßen der Welt rollen. Indien ist Nuklearmacht, hat die viertgrößte Armee der Welt und muß nicht mehr wie oft in seiner langen Geschichte damit rechnen, als weiches Ziel unter fremde Herrschaft zu geraten.

CHINA

Wachwechsel in der diplomatischen Vertretung Deutschlands bei der Volksrepublik China. Mitte September tritt Volker Stanzel die Nachfolge von Joachim Broudré-Gröger an. Hier die wichtigsten Informationen über den neuen Botschafter. Im Interview mit dem
Eurasischen Magazin erklärt Volker Stanzel: „Ich hätte nichts dagegen, wenn die Berliner Love Parade einen Ableger in Peking bekäme.“

CHINA

Digitalen Informationstechnologien und mobilen Kommunikationsformen wird häufig ein demokratisierender Impuls zugeschrieben. Daß die technischen Möglichkeiten aber auch in ganz anderem Sinne genutzt werden können, demonstrieren aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik China.

CHINA

Konfuzianische Tradition und eine rigorose staatliche Geburtenkontrolle haben dazu gefuhrt, daß in China immer weniger Mädchen geboren und großgezogen werden. 50 bis 60 Millionen Männer werden deshalb in den nächsten Jahrzehnten keine Frauen zum Heiraten mehr finden. Nun versucht die Volksrepublik diese Entwicklung zu stoppen. „Sorgt euch um die Mädchen“, heißt die Parole.

LOGISTIK
Nirgends wachsen die Geschäfte der Logistik-Unternehmen derzeit schneller
als in Asien. Mit Milliarden-Investitionen steigen vor allem Deutsche und Amerikaner
in den lukrativen Markt ein. Die Deutsche Post wird im Jahr 2004 erstmals mehr
Geschäfte im Ausland abwickeln als auf dem heimischen Markt. Schwerpunkt
ist China.

MOTORISIERUNG IN ASIEN

In der Volksrepublik China hat das Geschäft mit Autos gerade so richtig
begonnen. Die bayerische Edelmarke BMW eröffnete jetzt in Shenyang an
der Grenze zu Nordkorea ihr erstes Werk. Die Konkurrenz der westlichen Autoproduzenten
auf dem chinesischen Markt nimmt rasch zu. Schon rechnen Fachleute mit harten
Preiskämpfen.

BAUSPAREN IM REICH DER MITTE
Chinesen lieben das eigene Heim. Und sie erreichen mit 35 Prozent weltweit
die höchste Sparquote. Was liegt näher, als sie nun auch mit dem
Gedanken des Bausparens vertraut zu machen. Die größte deutsche
Bausparkasse Schwäbisch Hall ist in den riesigen China-Markt eingestiegen.

AUF DEN SPUREN MARCO POLOS
Er brachte die Kunde vom unbekannten Zauber Asiens nach Europa. Durch seine Abenteuerlust hat er eine ganze Reihe anderer Entdecker inspiriert, zum Beispiel auch Christoph Kolumbus. Der Name Marco Polo ist heute, 750 Jahre nach seiner Geburt, ein begehrter Werbeträger.

CHINA

Die Großstadt Urumqi im Nordwesten Chinas liegt inmitten malerischer Naturschönheiten. Mit seinem Geländewagen hat sich Andreas Gruschke der Stadt langsam angenähert – durch die Sandweiten der Dsungarei-Wüste und das Hochgebirge des Bogdo Ola.

ASIEN
Erstmals uberstieg das Pro-Kopf-Einkommen die Tausend-Dollar-Marke

DEUTSCHLAND-CHINA

Investoren aus der Volksrepublik China helfen dem Regionalflugzeug Do 728
wieder in die Lufte – uber 500 Neueinstellungen sind dafur bei
Fairchild Dornier geplant – Bauteile sollen verstärkt aus Asien kommen – das
Unternehmen rechnet mit Bestellungen aus dem Fluglinien-Netzwerk Star Alliance.

CHINA
Ministerialdirektor Dr. Volker Stanzel vom deutschen Auswärtigen Amt nimmt Stellung zur kunftigen Entwicklung Chinas, seiner Rolle in der internationalen Politik, den Beziehungen zu den USA sowie den Staaten Asiens und Europas. Volker Stanzel ist Leiter der politischen Abteilung 3 des Auswärtigen Amtes, zuständig fur vier Weltregionen: Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Lateinamerika, Asien und Pazifik.

WÄHRUNGSPOLITIK
China gilt in den USA als Hauptschuldiger an den amerikanischen Wirtschafts- und Finanzproblemen – Pekings Währung steht unter massivem Aufwertungsdruck – die USA leben uber ihre Verhältnisse und verstricken sich in eine unproduktive Militärpolitik – von Experten wird bereits ein Dollar-Absturz prophezeit.
Eine Nacht fur die ganze Familie

MULTIPOLARE WELTORDNUNG
Funftägiger Besuch des Ministerpräsidenten aus Neu Delhi in
China – im Vordergrund der Gespräche mit den Gastgebern in Peking
stehen die Rolle der beiden asiatischen Atommächte in der Welt und die
Stärkung ihrer Handelsbeziehungen

WÄHRUNGEN IN EURASIEN
Die chinesische Notenbank, die „People‘s Bank of China“,
hat nach Auskunft von Devisenhändlern ihre Euroreserven in jungster
Zeit mehrfach erhöht - gleichzeitig steigt die Nachfrage bei chinesischen
Geschäftsbanken nach der EU-Währung deutlich an.
Ergebnisse einer Forschungsreise in die Mongolei, nach Nord-China und entlang der russisch-chinesischen Grenze

CHINA
Nach acht Jahren Bauzeit konnte jetzt die Staumauer überall geschlossen werden – ein 700 Kilometer langer See entsteht – 2003 sollen die ersten Generatoren Strom liefern
Chinas Bedeutung als Wirtschaftsmacht wächst - durch ein Freihandelsabkommen der ASEAN-Länder mit der Volksrepublik soll der größte Markt der Welt entstehen

EURASISCHE MÄCHTE
Seit Jahren auf der Hannover-Messe vertreten, gewinnt China auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung als Wirtschaftspartner. Die Autorin, Gründerin und Geschäftsführerin von China Communications Consulting, berichtet aus der Praxis und gerade dies macht die Lektüre dieses China-Wirtschaftsratgebers nützlich.
Warum scheitern viele Unternehmen, die auf westlichen Märkten erfolgreich sind, in Fernost? Mit dem von ihr entwickelten Instrument der „Cultural Intelligence“ zeigt Dr. Hanne Seelmann-Holzmann westlichen Unternehmern, wie man sich auch in der multipolaren Weltwirtschaft einen gewinnbringenden Wettbewerbsvorteil verschafft.
„Vor allem ein Grund ist ausschlaggebend dafür, warum sich der Westen nicht über die große Demokratisierung des menschlichen Geistes freuen kann: Er ist sich nur zu deutlich bewusst, dass der große Tag der Abrechnung kommen wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt.“ (Kishore Mahbubani)
Am Anfang war das Chaos. Geheimnisvolle Herrscher, Riesen und Göttinnen formten durch ihr Tun daraus das Universum, unsere Welt und die Menschen. Rund 50 Mythen und Legenden führen uns ein in die chinesische Kultur und ihre Grundlagen. Neueste Ergebnisse und erhellende Kommentierungen machen die 250 Seiten zu einem kurzweiligen Genuss.
Wieder hat der Berliner Wirtschaftsanwalt Karl Pilny die heraufziehende Übermacht Asiens beschworen. Indien und China stellen rund ein Drittel der Weltbevölkerung und haben in der globalen Wirtschaft trotz unterschiedlicher Staats- und Rechtsform in den letzten Jahren auf eindrucksvollen Weise Einfluss gewonnen. Er spricht bereits von „Chinindia“, bezeichnet den Subkontinent als „Callcenter der Welt“ und das Reich der Mitte als „Weltfabrik“.
Die Volksrepublik China ist heute Mitglied des globalen Weltmarktes. Sie ist „Werkstatt der Welt“ und Wachstumslokomotive. Aber China ist auch rätselhaft – kommunistisch und kapitalistisch zugleich. Faszinierend, mit einer viel älteren kulturellen Tradition als das gesamte Abendland. Helmut Schmidt ist unter den deutschen Politikern der beste Chinakenner. Was er im Gespräch mit seinem Co-Autor Sieren über das Reich der Mitte erzählt, ist faszinierend, abgeklärt, unaufgeregt und lehrreich.
Worauf es im Chinageschäft ankommt, warum die richtige Strategie entscheidend ist für den Erfolg, wie die Erfahrungen von deutschen Unternehmen im Reich der Mitte aussehen und was China-Neulinge davon lernen können – das ist umrissartig der Inhalt dieses Buches. Der Leser wird sehr lebensnah und teils recht humorvoll in asiatische Gepflogenheiten eingeführt. Und ganz nebenbei erfährt er in einem „Exkurs“ was z.B. die Begeisterung mancher deutscher Männer für chinesische Frauen an geschäftlichen Folgen nach sich ziehen kann.
Tief im Osten, im Osten Eurasiens den Sommerurlaub verbringen? Das „China-Handbuch“ versorgt Sie mit dem notwendigen Wissen, damit ihre freien Tage in der Volksrepublik zu einem Erfolg werden.
3.000 Jahre chinesische Literatur – in seiner Art einmalig. Geordnet nach Perioden der kaiserlichen Herrscherhäuser, mit einem Exkurs über die chinesische Schrift. Selbst für Kenner vermutlich überraschend: das Theater, an dem die Chinesen noch heute so viel Freude haben, konnte erst unter der Mongolenherrschaft so richtig aufblühen.
Zhang Yimous „Hero“ handelt von einer
schon oft verfilmten Legende. Die Legende vom ersten Kaiser Chinas, der sieben
Reiche zu einem einzigen großen Kaiserreich einte und damit zum Grunder
Chinas wurde. Ferner schildert „Hero“ einen der vielen Attentatsversuche
auf Qin, wie sich der erste chinesische Kaiser nannte.
Klett-Cotta, Stuttgart, 2001, 284 Seiten, 21,50 Euro, ISBN 3-608-91975-9
Munchen/Wien 2002, 223 Seiten (inkl. Bibliographie, Sach- und Personenregister),
Reihe „Lehr- und Handbucher der Politikwissenschaft“, Oldenbourg
Verlag, 24,80 Euro, ISBN 3-486-25887-7.