
KROATIEN
Kroatien hat die letzte Hürde für seinen EU-Beitritt genommen und wird am 1. Juli zum 28. EU-Mitglied. Doch das Land kämpft mit großen wirtschaftlichen Problemen: Experten befürchten einen „Beitritts-Schock“.

SCHWARZES MEER

Das Schwarze Meer ist eine der Urregionen der Menschheit. Vor 15.000 Jahren kam es tatsächlich, wie schon in der Bibel steht, zu einer großen Schmelze in den Bergen und einer Sintflut in den Tälern, die das Schwarze Meer entstehen ließ. Im Kaukasus erhoben sich der Elbrus als höchster Berg und der Ararat, wo die Arche Noah nach der Legende gestrandet sein soll. Am 9.November 2012 fand in Graz in der österreichischen Steiermark eine Schwarzmeer-Konferenz statt, auf der die modernen Bedürfnisse und Kernprobleme der Schwarzmeerregion erörtert wurden.

RUMÄNIEN-BULGARIEN

Rumänien und Bulgarien müssen sich weiterhin einer besonderen Rechtsstaats- Kontrolle durch die EU-Kommission stellen. Alle EU-Staaten müssten garantieren, dass innerhalb ihrer Grenzen Recht und Gesetz respektiert werden, machte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso klar.

MIGRANTEN
Griechenlands Minister für Bürgerschutz will im ganzen Land 30 Lager einrichten, in denen illegale Einwanderer bis zu ihrer Abschiebung untergebracht werden sollen. Der Plan stößt bei der Bevölkerung der ausersehenen Gemeinden nicht auf Begeisterung. Doch Griechenland steht in Europa wegen der schlechten Unterbringung von Migranten seit langem in der Kritik.

GRIECHENLAND
Zehntausende Bewohner der griechischen Insel Zakynthos haben seit Jahren Abgaben in Millionenhöhe hinterzogen. Ein findiger Bürgermeister kam den Betrügern jetzt auf die Schliche. Die skandalösen Zustände auf der Ferieninsel dürften kein Einzelfall sein.

ATHEN UND SKOPJE
Es gibt „Rettungsringe“ und „Fallschirme“, aber was ist ein „Rettungsschirm“? Und was ist an Griechenland noch zu retten? Griechenland „ist pleite“, es sieht bereits die „letzte Ausfahrt Staatsbankrott“, dank hausgemachter „Misswirtschaft, Korruption und Klientelwirtschaft“. So beschreiben es Michael Kräte, Heinz-Jürgen Axt und andere Experten.

EUROPÄISCHE UNION
Die Mitgliedstaaten der EU müssen in Energiefragen gemeinsam handeln und mit einer Stimme sprechen, um ihre Interessen in der Welt effektiv vertreten zu können. Das ist der Kerngedanke einer von der EU-Kommission vorgeschlagenen Strategie für die Energie-Außenpolitik. Dazu sollen die Mitgliedstaaten ihre Politik besser koordinieren und sich darüber verständigen, welche Anliegen für alle gemeinsam besonders wichtig sind.

EUROPÄISCHE UNION
Die EU-Kommission hat eine neue Initiative gestartet: „Jugend in Bewegung“ möchte die Arbeitsmarktchancen junger Menschen erhöhen. Im Zentrum steht das Lernen und Arbeiten im EU-Ausland.

EU-MINDERHEITENSPRACHEN
In der Europäischen Union gibt es 60 Regional- und Minderheitensprachgemeinschaften, zu denen etwa 40 Millionen Menschen gehören. Artikel 22 der Europäischen Grundrechtecharta legt fest, dass „die Union kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt respektiert.“ Genau das macht das Wesen der EU aus. Sie ist eben kein „Schmelztiegel“, in dem Unterschiede verwischen, sondern eine Gemeinschaft, in der Vielfalt Trumpf ist. Jetzt hat die EU-Kommission ein Projekt zu den Minderheitensprachen gestartet.

EUROPÄISCHE UNION
Ein jetzt von der EU-Kommission vorgelegter Aktionsplan soll das Leben und Arbeiten in Europa leichter machen. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, zuständig für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, erklärte dazu, alle Bürger sollten in Zukunft auch außerhalb ihres Heimatlandes freien Rechtszugang haben – „egal, ob es darum geht, eine Familie zu gründen, in Rente zu gehen, einen Autounfall zu klären oder Vertragsstreitigkeiten zu lösen“.

GRIECHENLAND
Geschäfte schließen, die Schlangen vor den Arbeitsämtern werden länger und immer mehr Menschen versuchen, ihre Ersparnisse ins Ausland zu bringen: Die Griechen reagieren geschockt auf die Entscheidung der Regierung, Hilfe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) anzunehmen. Die Regierung versucht, mit PR-Kampagnen die Menschen zu beruhigen. Am kommenden Samstag, dem 1. Mai, wird im Land eine große Protestwelle erwartet. Gewerkschaften wollen für den 5. Mai einen Generalstreik organisieren.

EM-INTERVIEW

Karl Fürst Schwarzenberg mischt derzeit die Politik in Tschechien auf. Seine neue Partei TOP 09 kommt in den Umfragen auf bis zu 15 Prozent der Stimmen und könnte damit zum entscheidenden Machtfaktor bei den im Mai anstehenden Parlamentswahlen werden. Der frühere Außenminister und beliebteste Politiker Tschechiens äußert sich über die Krise der Parteien, Loyalität und Diskreditierungen als Mittel der Politik – und über die Krise der bayerischen CSU, als deren Gast er bei der Klausur in Wildbad Kreuth dabei war.

EUROPÄISCHE UNION
Die Chuzpe-Fraktion jener EU-Länder, die jede Brüsseler Schwäche zum eigenen Vorteil nutzt, soll nach Zagreber Vorstellungen schon bald durch Kroatien Verstärkung erfahren. Der größte Adria-Anlieger schwadroniert das Blaue vom Himmel herunter, um in den Club der bislang 27 aufgenommen zu werden. Experten sind sich einig: Sollte Kroatien in die EU gelangen, wäre ein Super-Griechenland die Folge.

EU-RUSSLAND-GIPFEL
Was hat der EU-Russlandgipfel gebracht? Eine Nachlese zu strittigen und weniger strittigen Themen, zu einigen Überraschungen und zu dem, was letztlich ignoriert wurde.

GEOPOLITIK

Wie sehr die EU und die Türkei aufeinander angewiesen sind, zeigt sich an der geostrategischen Gesamtsituation. Während die Türkei der EU den Zugang zu strategischen Ressourcen und ein gemeinsames Management von Krisen in ihrer weiteren Peripherie anbieten kann, verspricht sich die Türkei ihrerseits von der Zusammenarbeit mit der EU eine Konsolidierung und Stärkung ihrer sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Stellung. Ist wegen dieser gegenseitigen Abhängigkeiten in absehbarer Zeit eine Vollmitgliedschaft der Türkei zu erwarten?

A380

Die Fluggesellschaft Singapore-Airlines zieht eine positive Bilanz aus zwei jähriger Erfahrung mit dem A380

GEOPOLITIK

Auch nach gut hundert Jahren sind Halford J. Mackinders Aussagen zum „geografischen Drehpunkt der Geschichte“ von überraschend politischer Relevanz

EM-INTERVIEW

Die Amerikaner werden sich in den kommenden Jahren auf sich selbst zurückziehen wie nach dem ersten Weltkrieg und nicht mehr den Beschützer Europas spielen. Da die EU nicht nur die Rohstoffe Russlands braucht, sondern auch seine zivilisatorische Kraft, werden die Europäer um Russland kämpfen müssen. Das sagt der Russlandexperte Alexander Rahr voraus.

GEORGIEN
Ende Juli – knapp ein Jahr nach dem „Fünftagekrieg“ um Südossetien – stand Georgien einmal mehr auf der Agenda der internationalen Politik. US-Vizepräsident Joseph R. Biden machte in Tiflis Station, um ein klares Signal zu senden.

EUROPÄISCHE UNION
Schweden übernimmt am 1. Juli 2009 die Ratspräsidentschaft der EU. Die Kommission legt dazu eine Strategie für die Ostsee vor. Die Eckpfeiler dieser Strategie sind die Sicherstellung einer nachhaltigen Umwelt, zum Beispiel durch Abwasserbehandlung, die Steigerung des Wohlstands der Region, zum Beispiel durch Innovationsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen, die Verbesserung der Verkehrswege, zum Beispiel durch neue Bahnstrecken und bessere Schiffsverbindungen.

UKRAINE

Mit dem EU-Beitritt Polens, der Slowakei und Ungarns im Mai 2004 hat sich die EU-Außengrenze nach Osten verschoben. Damit ist für viele westukrainische Bürger im Grenzgebiet der Alltag schwerer geworden. Besonders betroffen sind Kleinunternehmer, die ihre Geschäfte bisher jenseits der Grenze abgewickelt haben. Aber auch Reisen in die EU-Länder werden für einige Ukrainer wegen der strengeren Visa-Regeln zu einem unangenehmen Abenteuer. Im Gegenzug denkt die politische Führung der Ukraine jetzt über eine Aufhebung der visumfreien Einreise für die Bürger der EU in ihr Land nach.

GASSTREIT
Weil die EU Kiew bei der Modernisierung seiner Pipelines helfen will und Russland nicht mit einbezogen wurde, gibt es Protest aus dem Kreml.

EM-DOKUMENTATION

Eine neue Chance für die europäisch-chinesische Handelspolitik. Die Tatsache, dass es die Initiative Pekings war, dieses neue Forum überhaupt einzurichten, gibt Anlass zur Hoffnung.

EM-INTERVIEW

Über das Verhältnis der Europäischen Union zur werdenden Großmacht China, über die wachsende Bedeutung der ASEAN-Staaten und die Politik der EU für diesen Raum sprach das Eurasische Magazin mit Dr. Sebastian Bersick von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

SLOWAKEI
Die Slowakei ist auf dem besten Weg, die letzten Hürden für die Euro-Einführung zu nehmen. Jetzt bescheinigten die Währungshüter den Slowaken Nachhaltigkeit auch bei der Begrenzung der Inflation. Am 1. Januar 2009 soll die europäische Einheitswährung die slowakische Krone ablösen.

TÜRKEI

Beim Deutschlandbesuch des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan Mitte Februar haben sich gewaltige Emotionen entladen. Integrieren oder nicht integrieren der über drei Millionen Türken in Deutschland – das war die am leidenschaftlichsten diskutierte Frage. Erdogan will, dass seine Landsleute sich nicht assimilieren, sondern offenbar bis in alle Ewigkeit ihre türkische Kultur hochhalten. Dies geht sogar vielen in Deutschland lebenden Türken zu weit. Von Normalität jedenfalls sind Deutschland und Europa einerseits, und die Türkei andererseits noch weit entfernt. Das hängt auch mit der schon so lange verwehrten Integration der Türkei nach Europa zusammen.

RUMÄNIEN
Der Reiz im Lande zu investieren, ist ungebrochen. Allerdings sind es längst nicht mehr allein die niedrigen Lohnkosten, die namhafte Firmen aus dem Ausland anlocken. Heute werden vor allem qualifizierte Arbeitskräfte nachgefragt. Außerdem entwickelt sich das Land zu einem Absatzmarkt, in dem Autos, Elektrogeräte und Medien erfolgreich sind.

EURASIEN
Nach der Veröffentlichung der Europäischen Sicherheitsstrategie im Jahr 2003 waren die Erwartungen in China gegenüber der EU hoch, sowohl in Bezug auf die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die internationale Rolle Europas wie auch die bilateralen Beziehungen. Angesichts der Probleme der EU, Erweiterung und Vertiefung gleichzeitig voranzubringen, hat sich unter chinesischen Beobachtern mittlerweile Ernüchterung eingestellt. Wenn Europa in der wissenschaftlichen Debatte in chinesischen Fachzeitschriften auch kein so prominentes Thema ist wie die USA, so werden doch die Entwicklungen der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgt.

INTERVIEW

Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel „Imperium der Zukunft – warum Europa Weltmacht werden muss.“ Das Eurasische Magazin hat nachgefragt. Die Gedanken und Argumente, die der Kommentarchef der WELT AM SONNTAG hier ausbreitet, sind eine Kostprobe.

RUMÄNIEN
Ein Eisenbahnzug voll mit US-Soldaten und Ausrüstung, der Rumänien Richtung Serbien durchquert. Die Zugfahrt endet an einem Dorfbahnhof wegen fehlender Zollpapiere. Es ist Kosovokrise. Doch der Film geht tiefer, er durchmisst die ganze Tragik des rumänischen Lebens und den Zusammenprall der amerikanischen mit der osteuropäischen Kultur. Was passiert, wenn amerikanische Militärs in einem rumänischen Dorf unfreiwillig stranden? Was passiert, wenn zwei Kulturen, die miteinander selten in direkten Kontakt stehen, aufeinander treffen?

RUSSLAND-EUROPA

Russland ist Teil Europas. Mit der Unterzeichnung der europäischen Menschenrechtskonvention hat der große Nachbar im Osten ausdrücklich die darin festgelegten gemeinsamen Werte anerkannt. Eine Ausgrenzung Russlands, wie von manchen angestrebt, ist deshalb unsinnig. Sie hat in der Vergangenheit stets geschadet und wäre auch in Zukunft falsch. So der Bundestagsabgeordnete der CSU und Vorsitzende des Unterausschusses „Auswärtige Kultur und Bildungspolitik“ im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Gauweiler im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN.

EUROPÄISCHE UNION
In Wahrheit ist an der Wolga das große Dilemma der EU zutage getreten: die neuen Länder im Osten fürchten zwischen den Interessen der alten EU-Länder und Russland ins Hintertreffen zu geraten. Nichts ist ausgestanden – die Zeichen stehen auf Sturm.

BULGARIEN
Bulgariens reiche Natur ist in akuter Gefahr. Aktuell wird über Gebiete diskutiert, die Bulgarien für das EU-Naturschutzprogramm Natura 2000 benennen sollte. Dabei hat sich eine enge Verknüpfung zwischen Regierung und Bauinvestoren offenbart, die nach Mafiamethoden arbeiten. Umweltschützer kämpfen nun gegen die Zerstörung der bedrohten Landschaft.

SLOWENIEN
Die Verwendung einer englischen Überschrift könnte dem Chefredakteur der slowenischen Zeitschrift „Finance“ bis zu 30 Tage Haft einbringen. Denn das kleine Slowenien verteidigt seine Sprache gegen die Globalisierungfolge „Anglizismen“ ganz konsequent. Slowenien hat seit drei Jahren eines der strengsten Sprachgesetze Europas und wacht mit Argusaugen darüber. Für ausländische Firmen wie „Apple“ könnte das kuriose Konsequenzen haben. Auch in Deutschland träumt man von strengeren Sprachregeln.

SLOWENIEN
Ein Nato- und EU-Mitglied demonstriert Stolz auf seine ethnischen Säuberungen. „Faschismus auf slowenische Art“ nannte das die Wochenzeitung „Mladina“. Die EU könnte Slowenien zur Einhaltung der Menschenrechte zwingen. Doch wegen des ökonomischen Egoismus ihrer Mitgliedsstaaten sind Menschenrechte nur ein hübscher Schmuck an der EU-Fassade – klagt ein desillusionierter Vertreter in Brüssel.

EU-GEBURTSTAG
Ein Kommentar

EUROPA

Europa ist die wichtigste Erfolgsgeschichte der vergangenen 50 Jahre. Die EU sollte sich jetzt zum Ziel setzen, dieses Erfolgsmodell der Verflechtung und Harmonisierung von Interessen schrittweise in der Nachbarschaft der EU zu verankern.

PUTIN
Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, vor der Münchner Sicherheitskonferenz

EUROPA-RUSSLAND
Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier traf in Moskau seinen russischen Kollegen Lawrow. Die Gespräche verliefen wie das Wetter: kühl bis frostig. Keine Fortschritte bei strittigen Fragen. Außenminister Lawrow sorgt sich vor allem um die Bürgerrechte der Russen in den baltischen Republiken und will ein vereinfachtes EU-Visa-Regime für Bürger Russlands.

BULGARIEN
Bulgarien ist Balkan, gewiss. Aber es ist auch seit jeher europäisches Kulturland, mit einer bislang ungestillten Europa-Sehnsucht. Und mit deutschen Bezügen, von denen die wenigsten wissen: Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs war die Deutsche Schule Sofia mit ca. 1.700 Schülern, darunter nur knapp 80 Deutsche, die größte deutsche Auslandsschule der Welt. Na ja, und in beiden Weltkriegen war Bulgarien Deutschlands Verbündeter, also auch Weggefährte in die Niederlage. Jetzt kehrt es heim.

ENGLAND

Großbritannien wird von der größten Einwanderungswelle seiner Geschichte regelrecht überrollt. 380.000 Arbeitsmigranten kamen seit der EU-Osterweiterung im Mai 2004 auf die Insel. Die Behörden hatten lediglich mit 13.000 Einwanderern pro Jahr gerechnet. Jetzt will die britische Regierung den Arbeitsmarkt abschotten. EU-Neubürger aus Rumänien und Bulgarien haben das Nachsehen.

SPRACHEN
Mit Rumänien und Bulgarien kommen zwei Balkanländer in die EU, die auch eine Erweiterung des Sprachraums der Union darstellen. Die kyrillische Schrift hält Einzug in die Brüsseler Bürokratie und die Brüsseler Politik. Zeit, sich mit dem Serbischen, dem Bulgarischen, dem Rumänischen, dem Makedonischen, dem Slowenischen und dem Kroatischen – falls es das gibt - endlich einmal näher zu befassen.

EU-UKRAINE

Im Interview mit dem Eurasischen Magazin plädiert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, Elmar Brok, für eine Fortsetzung der erfolgreichen Erweiterung der EU.

RUßLANDS ENERGIEPOLITIK

Russlands Energiepolitik sorgt derzeit für Unruhe in der Europäischen Union. Es wird befürchtet, Moskau könne die Gas- und Ölhähne bei politischen Unstimmigkeiten zudrehen. Alexander Rahr, Putin-Biograph und GUS-Experte hält diese Befürchtungen gegenwärtig für unbegründet, sieht Rohstofflieferungen aus Russland nicht gefährdet

BALKAN

Die Republik Bosnien-Herzegowina weist die sechsthöchste Minenverseuchung der Welt auf. Bis 2009 soll das Land „minensicher“ gemacht sein. Für einen entsprechenden „Operativplan“ sind jährlich rund 20 Millionen Euro vorgesehen.

EUROPAS ENERGIEABHÄNGIGKEIT

In der Europäischen Union sind fast ausschließlich die Ministerien für Wirtschaft und Umwelt mit der Energieversorgung befaßt. Außenpolitische und strategische Überlegungen spielen eine viel zu geringe Rolle. Deutschland ist besonders marktgläubig. Im Frühjahr soll nun erstmals seit Jahrzehnten ein politischer „Energiegipfel“ der Berliner Regierung stattfinden.

EUROPÄISCHE UNION

Die „Erweiterung auf einen Schlag“ des Jahres 2004 hat die Europäische Union gründlich verändert. Das Bruttoinlandsprodukt in der Gemeinschaft ist stark gewachsen, und die Arbeitsproduktivität im größeren Europa hat zugenommen. Die Bedeutung Europas in der Welt wurde deutlich aufgewertet. Die Gemeinschaft ist zum „Elefantengewicht“ im globalen Wettbewerb geworden.

WÄHRUNGSPOLITIK
Die USA haben mit Ben Bernanke, dem bisherigen Wirtschaftsberater von George W. Bush, einen neuen obersten Währungshüter. Er tritt als Chef der US-Notenbank die Nachfolge des legendären Alan Greenspan an, der ihm ein schweres Erbe hinterläßt: Das amerikanische Haushaltsdefizit wächst ungebremst. Dem Dollar droht die Abwertung. Viele Währungsfachleute erwarten daraus im Jahr 2006 vor allem Vorteile für den Euro.

STRATEGIEDEBATTE

Mit einem Beitrag von Sandra Budy setzen wir unsere Strategiedebatte zum künftigen Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Rußland fort. Die zentrale These der Autorin lautet, Rußland kann der EU nicht beitreten, weil sich das Land nach wie vor als Großmacht versteht. Oberste Priorität in der russischen Außenpolitik haben die Beziehungen zu den übrigen GUS-Staaten. Da diese Länder nach der Osterweiterung auch für die EU immer bedeutsamer werden, sind die EU und Rußland im GUS-Raum zu Rivalen geworden.

STRATEGIEDEBATTE
Wie kann das Verhältnis zwischen Rußland und der Europäischen Union danach gestaltet werden ? Die folgenden Möglichkeiten kommen in Frage.

STRATEGIEDEBATTE

Wir setzen unsere Strategiedebatte um das künftige europäisch-russische Verhältnis fort mit einem Beitrag von Prof. Dr. Eberhard Schneider von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin.

KROATIEN
Die Europäische Union beginnt Beitrittsgespräche mit Kroatien – ein unerklärlicher Fehler meint der Balkan-Experte Wolf Oschlies. Die Wirtschaftsdaten des kleinen Landes an der Südgrenze der EU sprächen eine deutliche Sprache: Kroatien steuert auf eine allseitige Rezession zu.

STRATEGIEDEBATTE
Nico Lange setzt sich kritisch mit den bisherigen Beiträgen von Oschlies, Ehlers und Rahr auseinander. Er bedauert das Fehlen öffentlicher Debatten in Deutschland und in Europa. Weder über die Zukunft Europas noch über das künftige Verhältnis zwischen der EU und Rußland werde hinreichend diskutiert.

STRATEGIEDEBATTE
Anmerkungen zum Beitrag von Alexander Rahr und der Zukunftswerkstatt des Petersburger Dialogs zu den Perspektiven deutsch-russischer Politik.

STRATEGIEDEBATTE

In dieser Ausgabe setzen wir unsere Strategiedebatte um das künftige europäisch-russische Verhältnis fort. Die Diskutanten dieser Ausgabe sind der Transformationsforscher Kai Ehlers und der Politikwissenschaftler Nico Lange aus St. Petersburg.

STRATEGIEDEBATTE
„Professor Oschlies bewegt sich leider auf der Ebene politischer Spekulationen“, kritisiert Kai Ehlers dessen Diskussionsbeitrag im EM 07-05. Der Transformationsforscher führt die Debatte über die Beziehungen zwischen Europa und Rußland fort und kommt zu der Erkenntnis, daß das riesige eurasische Land einen eigenen, neuen Weg beschreitet.

STRATEGIEDEBATTE
Der Beitrag von Herrn Prof. Dr. Oschlies im Eurasischen Magazin 07-05 kann nicht unwidersprochen bleiben. In zwei Punkten möchte ich mich damit kritisch auseinandersetzen.

STRATEGIEDEBATTE

Im Eurasischen Magazin 06-05 haben wir damit begonnen, über die Zukunft Rußlands und der EU zu debattieren. Ausgangspunkt war das Interview mit Alexander Rahr im EM 05-05 …

AUFSTIEG CHINAS

Es wird eine Verschiebung des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Epizentrums von Europa und Amerika nach Asien geben. Die unilateralen Zeiten für die USA sind vorbei. China wird in Kürze eine ebenbürtige Weltmacht sein. Ob Washington dies akzeptiert, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Bleiben die USA lernunfähig, ist der Weltfrieden in Gefahr. Diese Thesen vertritt Karl Pilny in seinem Buch „Das asiatische Jahrhundert“. Das Eurasische Magazin hat nachgefragt.

STRATEGIEDEBATTE
Ob Rußland mit Europa zu einer Einheit verschmelzen muß, kann oder wird - diese von Alexander Rahr gestellte Frage klingt fast rhetorisch. Mit Ja oder Nein zu antworten käme einem Glaubensbekenntnis gleich.

STRATEGIEDEBATTE
Glückwunsch dem Eurasischen Magazin zu der begonnenen Debatte um Rußland und die EU – auch wenn diese bislang etwas fahrig verläuft.

STRATEGIEDEBATTE

Im Eurasischen Magazin 06-05 haben wir damit begonnen, über die Zukunft Rußlands und der EU zu debattieren. Ausgangspunkt war das Interview mit Alexander Rahr im EM 05-05 „Putin ist kein Diktator“. Die beiden Diskutanten der heutigen Ausgabe sind der Osteuropa-Experte Prof. Wolf Oschlies und Oleg Zinkovski, Leiter der russischen Redaktion beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Die Debatte wird in den kommenden Ausgaben fortgeführt. Wortmeldungen sind willkommen.

STRATEGIEDEBATTE
Ich bedanke mich bei Kai Ehlers für den vorzüglichen Kommentar zu meinem Interview. Er hat mich richtig verstanden. Mit meinen Aussagen …

STRATEGIEDEBATTE
Das Interview mit Alexander Rahr ist hochinteressant - nicht zuletzt deswegen, weil es einige Fragen aufwirft, über die man sich entschieden auseinandersetzen muß …

STRATEGIEDEBATTE

Nur unter ganz bestimmten Grundannahmen könne es richtig sein, daß Rußland langfristig keine andere Chance habe als sich mit Europa zu einer politischen Einheit zu verschmelzen. So erwidert Kai Ehlers eine der Kernaussagen des EM-Interviews mit Alexander Rahr vom Mai („Putin ist kein Diktator“). Den Kommentar von Ehlers veröffentlichen wir nachfolgend ebenso wie eine Stellungnahme Rahrs dazu. Die beiden Rußlandexperten haben damit eine sehr wichtige Debatte eröffnet, die wir in den nächsten Ausgaben fortführen wollen.

EU-KULTURHAUPTSTADT

Görlitz konkurriert mit Essen um den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2010.

INTEGRATION
Auf einem Gipfeltreffen in Moskau beschlossen Vertreter der EU und Rußlands einen konkreten Maßnahmenkatalog.

RUßLAND / EU
Während die Regierungschefs der USA, Deutschlands und anderer Staaten in Moskau feierlich das Ende des Zweiten Weltkrieges zelebrierten, formiert sich im postsowjetischen Raum ein Bündnis gegen Rußland – mit tatkräftiger Unterstützung Washingtons. Ein Kommentar von Kai Ehlers.

RUßLAND UND EUROPA

Rußland steigt zu einer energetischen Supermacht auf. Kapitän dieser Entwicklung wird Präsident Wladimir Putin sein – so die Prognose des Rußland-Experten Alexander Rahr. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert er den Stand der Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union. Alexander Rahr fordert, daß sich beide langfristig zu einer politischen Einheit verschmelzen.

VERKEHR

Ein Beitrag zum grenzenlosen Bahnverkehr in Europa – Simulation der Zukunft im Bahnlabor RailSiTe® des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Braunschweig.

EU-WAFFENEMBARGO

Die China-Spezialistin Dr. Gudrun Wacker analysiert im Interview mit dem
Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen der Volksrepublik und der Europäischen Union, die Bedeutung des europäischen Waffenembargos und die Interessenlage der USA.

RUßLAND ZWISCHEN NATO UND ESVP
Rußland wird derzeit sowohl von Seiten der Befürworter einer stärkeren Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) als auch von der NATO als strategischer Partner umworben. Es hat den Anschein, als müßte Präsident Putin bald entscheiden, ob Rußland seine Sicherheitspolitik zukünftig als Juniorpartner der USA oder als Teil einer europäischen Sicherheitsgemeinschaft gestalten will.

EU-OSTERWEITERUNG
Hintergründe zu den gescheiterten EU-Beitrittsverhandlungen

BALKAN
Schon in diesem Jahr könnte das kleinste Land Südosteuropas der nächste EU-Beitrittskandidat werden, aber nur, wenn die Regierung die geforderten Reformen umsetzt.

WÄHRUNGSPOLITIK
Schneller als von vielen Währungsexperten erwartet, schichten Zentralbanken weltweit ihre Reserven um. Großer Verlierer dabei ist der Dollar. Die Euro-Bestände werden dagegen stark aufgestockt.

INTERVIEW

Jedes europäische Unternehmen, das zur Zeit nach Asien geht, stellt dort seine wertvollsten Ressourcen zur Verfügung: technologischen Vorsprung und eine lange Erfahrung auf den Weltmärkten. Was das für die Europäer bedeutet, erklärt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Frau Dr. Hanne Seelmann-Holzmann von der „Dialog-Unternehmensberatung für erfolgreiche Asiengeschäfte“. Sie warnt: „Die westlichen Unternehmer züchten sich ihre späteren Überwinder selbst heran, ohne es zu merken.“ Hauptgrund für den leichtfertigen Umgang mit dem wertvollen Gut Wissen sei eine fehlende Asienstrategie.

WÄHRUNGSPOLITIK
Amerika verschlingt 75 Prozent der Leistungsbilanzüberschüsse aller Industrieländer. Das Zwillingsdefizit aus seinem Schuldenhaushalt und seiner negativen Handelsbilanz gefährdet die Wirtschaft der ganzen Welt. Der erstarkende Euro, der bislang die Exportmöglichkeiten der Europäer erschwert, könnte unvermittelt zur Chance der Weltwirtschaft werden: Wenn das Erdöl der OPEC künftig nicht mehr in Dollar, sondern in Euro gehandelt würde.

AUF DEM WEG IN DIE EU
Bis Ende der 1990er Jahre war Bulgarien ein Beispiel erfolgloser Transformation in Politik und Wirtschaft. Nach einer rigiden Reformpolitik hat das südosteuropäische Land jetzt – noch vor Rumänien – alle Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen abgeschlossen und könnte 2007 beitreten.

WEIßRUßLAND UND UKRAINE
Mit der Osterweiterung wurden Belarus und die Ukraine zu Nachbarn der Europäischen Union. Die Perspektiven für die neu-nachbarschaftlichen Beziehungen sind nicht unproblematisch; beide Staaten stehen nunmehr geographisch wie politisch im Spannungsfeld zwischen Rußland und der EU. Momentan hat es den Anschein, als hielten sich alle Beteiligten vorerst verschiedene Optionen offen.

USA-EU
Die Europäer wollen sich von den USA emanzipieren. Dies zeigen die „Transatlantischen Trends 2004“ des German Marshall Funds.
Rußland und die EU sind die stärksten Akteure auf dem europäischen Kontinent des 21. Jahrhunderts. Wird die strategische Partnerschaft EU – Rußland ganz Europa zu einem „gemeinsamen Haus“ vereinen helfen oder wird der Kontinent zweigeteilt? Die Ankopplung Rußlands an das übrige Europa soll zunächst über die Energieallianz gelingen.

EUROPÄISCHE UNION
Die Einführung des Euros im Jahr 1999 teilte die EU-Staaten in Mitglieder und Nichtmitglieder der Eurozone. Die Gemeinschaftswährung wurde damit zu einem „trojanischen Pferd” einer EU der verschiedenen Geschwindigkeiten.

EUROPÄISCHE UNION

Prof. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orientinstituts in Hamburg, plädiert im EM-Interview für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Europa sei seit der Aufklärung keineswegs mehr christlich geprägt und sollte einer säkularisierten Türkei endlich Beitrittsverhandlungen anbieten. Die asiatischen Anrainerstaaten der Türkei, wie der Iran, Syrien, die Kaukausländer und der Irak würden sich durch die Zugehörigkeit Ankaras zur EU in absehbarer Zeit ebenfalls zu ihren Gunsten verändern.

ENGLAND
Während die meisten Volkswirtschaften im westlichen Europa kaum Wachstum aufweisen, gibt es vom Vereinigten Königreich immer neue Meldungen über die Expansion des Konsums und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Allerdings steigt auch die Inflation.

EUROPÄISCHE UNION
Stefan Troebst, Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, analysiert den Zustand der Europäischen Union 100 Tage nach dem Beitritt der zehn neuen Staaten zur Gemeinschaft.

EURASIEN
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für Europa und für den eurasischen Kontinent.

EUROPÄISCHE UNION
Die Bilanz der irischen Ratspräsidentschaft kann sich sehen lassen. Nach einem halben Jahr ist im Prinzip jede der Ankundigungen verwirklicht, die der irische Ministerpräsident Bertie Ahern bei seiner Amtsubernahme gemacht hatte.

BALKAN

Zehn Jahre sind vergangen, seit Hans Koschnick sein Amt als EU-Administrator der herzegowinischen Stadt Mostar angetreten hat. Im Interview mit dem
Eurasischen Magazin wirft er einen Blick zuruck auf die EU-Politik gegenuber den Krisenregionen Bosnien-Herzegowina und Kosovo.

WÄHRUNGSUNION

Nach dem EU-Beitritt der zehn neuen Mitgliedsstaaten wird es etwa
zwei bis drei Jahre dauern, bis das erste Land auch der Währungsunion
angehört

DUISBURGER ERKLÄRUNG
In der „Duisburger Erklärung“ beurteilen 38 deutsche Intellektuelle
den Stand der transatlantischen Beziehungen. Die Erklärung wird Thema
einer Podiumsdiskussion sein, die am 12. Mai im Rahmen des Kulturfestivals „Duisburger
Akzente“ stattfindet. Die „Akzente“ stehen dieses Jahr unter
dem Motto: „Endstation Amerika?“. Das Eurasische Magazin dokumentiert
die „Duisburger Erklärung“ nachfolgend im Wortlaut.

EUROPÄISCHE RAUMFAHRT
Wenn die spektakuläre Kometenmission „Rosetta“ in uber zehn Jahren erste Ergebnisse aus dem All zu funken beginnt, durfte der neuartige europäische Raumtransporter „Hopper“ gerade an den Start gehen. Vor den Europäern liegen aufregende Jahre der Raumfahrt und mit der erwarteten Einbeziehung von China, Indien und Rußland werden rasch auch eurasische Dimensionen erreicht.

WELTRAUM-NAVIGATION

Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr entscheiden, wer den Zuschlag fur den Betrieb des Navigationssatellitennetzes erhält.

WISSENSCHAFTSELITEN
„Sie treffen die besten Inder und die intelligentesten Chinesen in Stanford und nicht in Göttingen. Aus diesem Grund gehen hochqualifizierte Physiker oder Mathematiker immer wieder an amerikanische Universitäten“ – SPD-Bildungsexperte Prof. Dr. Peter Glotz über die Gründe der Abwanderung von Wissenschaftlern in die USA und die Chancen der Europäer, wieder aufzuholen.

WISSENSCHAFTSELITEN
Sie sind hervorragend ausgebildet, jung und motiviert, aber sie kehren Europa den Rucken. Der wissenschaftliche Nachwuchs sieht seine Zukunft immer öfter in den USA. Die Elite findet dort, was in der EU Mangelware ist: faszinierende Forschungsvorhaben und gut bezahlte Stellen. Immerhin scheint das Problem erkannt zu werden. Nach der EU-Kommission hat beispielsweise auch die deutsche Regierung mit ihrer Forderung nach Elite-Universitäten aufhorchen lassen.

FOTOAUSSTELLUNG

Vom 1. Mai an wird das geeinte Europa ein gutes Stück größer werden. Eine Gruppe von neun Fotografen nahm dieses historische Ereignis zum Anlaß, um Stimmungen und Eindrücke „Im Osten“ Europas einzufangen.

EUROPÄISCHE UNION
Vorschau auf die Ratspräsidentschaft des irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern

EU-ERWEITERUNG
Der Verkehr rollt verstärkt von Ost nach West, Investoren schließen
ihre Werke im Westen und fangen im Osten neu an. Einer der größten
Gewinner der EU-Erweiterung ist die Slowakei.

EU-BEITRITTSLÄNDER
Welche Veränderungen die Integration der Beitrittsländer
fur Europa bringen wird

INNERE SICHERHEIT IN DER EU

EuroCOP-Präsident Heinz Kiefer uber die Probleme fur die innere
Sicherheit, die mit der Osterweiterung im Mai 2004 heraufziehen. Er kritisiert,
daß die Organisierte Kriminalität uber alle nationalen Grenzen
hinweg agiert, wohingegen die Kriminalitätsbekämpfung nach immer
von den einzelnen Staaten durchgefuhrt wird. Als Grund hierfur sieht
er die mangelnde Vertrauensbasis zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Staatliche
Souveränität sei oftmals Selbstzweck und werde auch verteidigt, wenn
dies einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung eigentlich zuwiderlaufe.

EM-QUALIFIKATION
Slowenien und Kroatien trafen in den Ausscheidungsspielen zur EM-Qualifikation aufeinander, Kroatien setzte sich durch. In der EU-Qualifikation stand dagegen Slowenien bereits als Sieger fest. Die Auslosung der entscheidenden Fußballspiele fiel in eine Phase der erhöhten Spannungen zwischen den Nachbarländern.

EURASISCHE DIMENSIONEN
Wie die neuerliche Integration Europa verändern wird

WELTRAUMFAHRT
1973 einigten sich die Forschungsminister aus zwölf europäischen Nationen darauf, eine Trägerrakete fur Weltraumfluge zu bauen – unter dem Namen „Ariane“ wurde die Rakete zum erfolgreichsten Modell in der Geschichte der Raumfahrt.
Seit einem Jahr regiert die islamische AK-Partei die Turkei und setzt alles daran, das Land in die EU zu fuhren. Sollte sie ihr Reformtempo fortsetzen werden die Islamisten schaffen, wovon der streng laizistische Staatsgrunder Kemal Ataturk geträumt hat: Die Turkei nach Europa zu fuhren.

EUROPÄISCHE IDENTITÄT

Der langjährige Obmann im Auswärtigen Ausschuß des Deutschen Bundestags, Karl Lamers analysiert im Interview mit dem
Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Karl Lamers, Jahrgang 1935, ist außenpolitischer Experte der CDU. Er gehörte bis zur letzten Legislaturperiode insgesamt zwei Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an und war außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion aus CDU und CSU. Der Vordenker einer europäischen außenpolitischen Konzeption verfugt trotz seines Ausscheidens aus dem Bundestag im vergangenen Jahr in außenpolitischen Kreisen weiter uber erheblichen Einfluß.

WÄHRUNGSPOLITIK
China gilt in den USA als Hauptschuldiger an den amerikanischen Wirtschafts- und Finanzproblemen – Pekings Währung steht unter massivem Aufwertungsdruck – die USA leben uber ihre Verhältnisse und verstricken sich in eine unproduktive Militärpolitik – von Experten wird bereits ein Dollar-Absturz prophezeit.

EU-REFERENDUM IN ESTLAND
Am 14. September entscheiden die Esten uber ihre Zukunft in der Europäischen
Union. Trotz demokratischer Stabilität und aller ökonomischen Erfolge
sind sie die größten Skeptiker unter den neuen Beitrittsländern.

FLUGZEUGINDUSTRIE
Nach 30 Jahren Aufholjagd ist das europäische Unternehmen Airbus Industries
die Nummer eins in der Welt – vor allem orientalische und asiatische Fluglinien
kaufen heute statt beim US-Konzern Boeing lieber beim europäischen Konkurrenten
Präsident Kutschma gibt das Ziel vor: Die Ukraine soll 2011 beitrittsreif
sein. Aber die innen- und außenpolitischen Erfolge der Ukraine bleiben
bislang mäßig – Stimmen vom Ost-West-Forum und der Tagung der
Otto Brenner Stiftung in Berlin

EU-ERWEITERUNG
Deutschland und Osterreich wollen Einschränkungen der Arbeitnehmerfreizugigkeit.
Doch die Fristen könnten sich als Schuß nach hinten erweisen

INTERVIEW
Prof. Dr. Mesut Yilmaz war seit 1986 nacheinander Staatsminister, Kultusminister,
Außenminister und mehrfach Ministerpräsident der Turkei. Er
ist Grundungsmitglied der 1983 ins Leben gerufenen turkischen „Mutterlandspartei“,
Teilnehmer am Europäischen Verfassungskonvent und seit 1998 Vizepräsident
der „European Democratic Union“

EUROPÄISCHE RUSTUNGSPOLITIK
Nachdem europäische Hersteller den Zuschlag zum Bau des Triebwerks fur
den Militär-Airbus A400M erhielten, hagelt es Proteste im US-Kongreß
– die Europäer kontern: bei Ausschreibungen des Pentagons wurden
sie erst gar nicht zugelassen

WELTRAUMTECHNOLOGIE
„Galileo“, das Navigations- und Satellitenprogramm Europas wächst
in eurasischen Dimensionen

EURASIEN ELEKTRONISCH
Ein Jahr vor Abschluß der ersten Runde der EU-Osterweiterung im Mai
2004 ging das Netzportal DIPO ins Netz

WÄHRUNGEN IN EURASIEN
Die chinesische Notenbank, die „People‘s Bank of China“,
hat nach Auskunft von Devisenhändlern ihre Euroreserven in jungster
Zeit mehrfach erhöht - gleichzeitig steigt die Nachfrage bei chinesischen
Geschäftsbanken nach der EU-Währung deutlich an.

UKRAINE: BALD EU-ANRAINERSTAAT
Mit dem voraussichtlichen EU-Beitritt Polens, Ungarns und der Slowakei im Mai 2004 wird die Ukraine eine direkte Grenze mit der Europäischen Union haben. Wilhelm Johann Siemers reiste durch die West-Ukraine, um vor Ort die Stimmung in der Bevölkerung auszuloten.

EINGREIFTRUPPE DER EU - ACHSE DER NAIVLINGE
Bis Ende 2003 sollte die mobile Eingreiftruppe der EU stehen. Eine schnell einsetzbare Armee von 60 000 Mann. So hatten es die Verteidigungsminister der EU im Rahmen der "Capability Improvement Conference" am 19. und 20. November 2001 in Brüssel festgelegt.

EUROPA