
LIBYEN
Ein Kommentar

GADDAFI-DIKTATUR

Obwohl nur knapp drei Flugstunden von Deutschland entfernt, ist Libyen für die meisten hierzulande ein eher unbekanntes Land. Umso sorgfältiger müsste mit Informationen umgegangen werden, denn vieles wird durch ständige Wiederholung nicht überzeugender und schon gar nicht zur Wahrheit. Unsere Autorin hat mit Menschen in Libyen und mit Flüchtlingen auf Malta gesprochen. Sie stellt klar: Was derzeit in Libyen geschieht, ist kein Bürgerkrieg. Es ist ein ungleicher Kampf zwischen Gaddafi und der libyschen Bevölkerung. Die internationale Hilfe war bitter nötig. Die Furcht vor Islamismus in Libyen ist unberechtigt.

EUROPÄISCHE UNION
Die EU-Kommission hat eine neue Initiative gestartet: „Jugend in Bewegung“ möchte die Arbeitsmarktchancen junger Menschen erhöhen. Im Zentrum steht das Lernen und Arbeiten im EU-Ausland.

EM-INTERVIEW

Sowohl in Europa als auch in arabischen Ländern wird eifrig über Sinn und Unsinn des Gesichtsschleiers gestritten. Für den mauretanischen Religionshistoriker und Islamgelehrten Mohamed El-Moctar hat er mit dem Islam nichts zu tun.

EUROPÄISCHE SICHERHEIT
Ein Kommentar

INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN
Am 29. November 2009 legte Russland dieses Projekt vor. Seither ist es merkwürdig still, was die Beschäftigung der „Staatengemeinschaft“ mit den weit reichenden Vorschlägen des Kremls betrifft. Das Eurasische Magazin stellt den Text hiermit vor.

EM-INTERVIEW

Karl Fürst Schwarzenberg mischt derzeit die Politik in Tschechien auf. Seine neue Partei TOP 09 kommt in den Umfragen auf bis zu 15 Prozent der Stimmen und könnte damit zum entscheidenden Machtfaktor bei den im Mai anstehenden Parlamentswahlen werden. Der frühere Außenminister und beliebteste Politiker Tschechiens äußert sich über die Krise der Parteien, Loyalität und Diskreditierungen als Mittel der Politik – und über die Krise der bayerischen CSU, als deren Gast er bei der Klausur in Wildbad Kreuth dabei war.

DOLLAR
Die Zeiten des Dollars als globale Leit- und Reservewährung gehen unweigerlich zu Ende. Darin sind sich die Währungsexperten nahezu weltweit einig. Offen ist noch, wann eine neue Leitwährung aus der Taufe gehoben wird und welche es sein wird. Aber ob Euro, chinesischer Renminbi oder gemischter Währungskorb: Es wird in jedem Fall eine überwiegend eurasische Währung sein, die den Dollar ablöst.

MAROKKO

Sind Ceuta und Melilla Exponate europäischer Fremdherrschaft oder Teile des „christlichen“ Spaniens?

LETTLAND

Billigflieger machen die lettische Hauptstadt Riga zum begehrten Reiseziel für Wochenendtouristen aus Westeuropa. In Großbritannien gilt Riga mittlerweile als Eldorado für Junggesellenabschiede. Zahlreiche Agenturen haben dafür sogar Pauschalangebote ins Internet gestellt. Lettische Gästeführerinnen begleiten die jungen Männer in einschlägige Nachtclubs und Kneipen. Immer häufiger arten diese Partys jedoch inzwischen in Saufgelage aus. Frauenorganisationen prangern diese Touren inzwischen sogar als verdeckten Sextourismus an.

EUROPA

Unter diesem Titel hat das Berliner Institut für Bevölkerung und Entwicklung im September 2008 eine Untersuchung über die Zukunftsfähigkeit von 285 europäischen Regionen vorgelegt. Diese erstmals in solcher Gründlichkeit durchgeführte Studie führt zu aufregenden Ergebnissen. Viele Stereotypen über fortschrittliche und zurückgebliebene Regionen sind längst obsolet. Das einstige Agrarland Oberbayern rangiert fast 100 Plätze vor der Rheinmetropole Köln, Island ist der Superstar und Niederschlesien bildet das Schlusslicht. Steffen Kröhnert, Iris Hoßman und Reiner Klingholz sind die Autoren des Buches über Europa, das im Sommer des Krisenjahrs 2008 abgeschlossen wurde. Kurz danach schlitterte Island in die Pleite. In ein paar Jahren wird sich zeigen, was die anderen Aussagen der Studie wert sind.

EM-INTERVIEW

Die Welt wächst, Europa schrumpft. Seine einstige kulturelle und wirtschaftliche Dominanz hat Europa längst verloren. Eines Tages wird sich das Zentrum der Moderne möglicherweise in Südostasien befinden. Das Eurasische Magazin sprach mit Steffen Kröhnert über die Zukunft der europäischen Regionen. Er ist einer der Autoren einer neuen Untersuchung des Berlin-Instituts, die sich mit der europäischen Entwicklung befasst. Ab 2010 beginnt demnach die entscheidende Phase für den alten Kontinent. Dann könnte es sein, dass beispielsweise Italien gezielt Migranten aus Afrika anwerben muss, um nicht entvölkert zu werden.

MOTORRAD-ABENTEUER

Ein fester Termin im Reisekalender ist die „Fjordrally“ in Norwegen. Diesmal freue ich mich auf den Winterspaß mit der endlich fertig umgebauten KTM. Zäh vergehen die letzten Tage im Büro bis mich Corinna endlich um sechs Uhr morgens nach Villingen zum Bahnhof bringt. Es tut weh, sie alleine am Bahnsteig zurück zu lassen, aber ich kann ihre Abneigung gegen das Fahren in der Kälte gut verstehen.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Trotz der zum Jahresende 2007 eingetretenen schwierigen Situation um den Flughafen Parchim (EM 12-07) sieht der Autor durchaus Möglichkeiten der positiven Weiterentwicklung. Und zwar nicht nur auf dem Hauptgebiet der Luftfracht von China über Parchim nach Afrika, sondern auch in der Anwendung der bestehenden Verbindungen für eine Förderung des chinesischen Regionaljets ARJ21-700 in Europa und Afrika.

EM-INTERVIEW

Seit Monaten steht das europäische Forschungslabor Columbus auf dem amerikanischen Weltraumflugplatz in Kalifornien herum. Die Technik der US-Weltraumbehörde NASA war bislang nicht in der Lage zu starten. Jetzt soll es am 7. Februar ins All gehen. Europa wünscht guten Flug für Columbus. Aber ein eigenes europäisches Raumschiff zu bauen, ist längst überfällig, sagt der Luft- und Raumfahrtexperte Peter Pletschacher im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Die Technologie ist da. Mit Russland steht ein erfahrener Partner zur Verfügung. Und bei der ESA wächst ein neuer Ehrgeiz, wieder nach den Sternen zu greifen.

AIRBUS

Wird der Airbuskonzern Teile seiner Produktion künftig noch weiter aufsplittern und in den Dollar-Raum verlagern, wo sie kostengünstiger ist? Wäre dies eine realistische Möglichkeit, das Kostenproblem in den Griff zu bekommen? Prof. Dr. Henning Klodt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ist nicht dieser Meinung. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin vertritt er die Auffassung, dass entsprechende Äußerungen des Managements lediglich als Drohung gemeint seien. Es wolle damit erreichen, dass die Airbus-Produktion in Europa endlich viel stärker konzentriert wird.

AIRBUS

Airbus-Betriebsratsvorsitzender Rüdiger Lütjen hat den Konzern aufgefordert, seine Flugzeuge künftig teurer zu verkaufen, anstatt Arbeitsplätze zur Kostensenkung abzubauen. Er und einige Gewerkschaftskollegen wollen, dass Airbus künftig die Rechnungen nicht mehr in Dollar ausstellt, sondern sie in Euro präsentiert. Hintergrund ist der rapide Verfall der US-Währung, die in wenigen Jahren um nahezu 50 Prozent an Wert verlor. Da die Kosten für Airbus im Euro-Raum anfallen, würden die Maschinen gegen Dollar viel zu billig abgegeben, meinen die Gewerkschafter. Eine schlüssige Rechnung? Das Eurasische Magazin fragte Dr. Klaus-Heiner Röhl, der beim Institut der deutschen Wirtschaft für Mittelstands- und Regionalpolitik zuständig ist.

EUROPA - UKRAINE - RUSSLAND

Die Ukraine stellt uns alle vor wahrlich große geopolitische Herausforderungen. Sie ist konstituierender Teil der europäischen politischen Kultur.

EURASIEN
Nach der Veröffentlichung der Europäischen Sicherheitsstrategie im Jahr 2003 waren die Erwartungen in China gegenüber der EU hoch, sowohl in Bezug auf die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die internationale Rolle Europas wie auch die bilateralen Beziehungen. Angesichts der Probleme der EU, Erweiterung und Vertiefung gleichzeitig voranzubringen, hat sich unter chinesischen Beobachtern mittlerweile Ernüchterung eingestellt. Wenn Europa in der wissenschaftlichen Debatte in chinesischen Fachzeitschriften auch kein so prominentes Thema ist wie die USA, so werden doch die Entwicklungen der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgt.

INTERVIEW

Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel „Imperium der Zukunft – warum Europa Weltmacht werden muss.“ Das Eurasische Magazin hat nachgefragt. Die Gedanken und Argumente, die der Kommentarchef der WELT AM SONNTAG hier ausbreitet, sind eine Kostprobe.

RUSSLAND-EUROPA

Russland ist Teil Europas. Mit der Unterzeichnung der europäischen Menschenrechtskonvention hat der große Nachbar im Osten ausdrücklich die darin festgelegten gemeinsamen Werte anerkannt. Eine Ausgrenzung Russlands, wie von manchen angestrebt, ist deshalb unsinnig. Sie hat in der Vergangenheit stets geschadet und wäre auch in Zukunft falsch. So der Bundestagsabgeordnete der CSU und Vorsitzende des Unterausschusses „Auswärtige Kultur und Bildungspolitik“ im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Gauweiler im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN.

IRAN

Falls der Iran wirklich nach Nuklearwaffen strebt, dann deshalb, um mit dem Westen auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Teheran geht es immer darum, vor dem Hindergrund eines enormen Selbstwertgefühls, das aus der iranischen Geschichte resultiert, endlich von den führenden Mächten im internationalen System respektiert zu werden. So der Präsident des Deutschen Orientinstituts, Prof. Udo Steinbach, im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Vor einer Atommacht Iran müssten sich allenfalls einige Nachbarn fürchten, wie die säkulare Türkei und Israel.

EUROPA

Europa ist die wichtigste Erfolgsgeschichte der vergangenen 50 Jahre. Die EU sollte sich jetzt zum Ziel setzen, dieses Erfolgsmodell der Verflechtung und Harmonisierung von Interessen schrittweise in der Nachbarschaft der EU zu verankern.

GEOPOLITIK

Die außenpolitischen Eliten Europas sind überwiegend amerikahörig. Deshalb haben sie 2003 die Chance nicht genutzt, die sich im Vorfeld des amerikanischen Irakkriegs geboten hatte, mit Russland zusammen das große Europa zu schaffen. Die kommende Politikerriege in England, Deutschland und Frankreich schließt sich noch enger an die USA an. So die Analyse des Russlandexperten Alexander Rahr nach der Münchner Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei gut, dass Putin im Käfig der Löwen Klartext gesprochen habe. Aber nun müsse Russland ein attraktives Gegenmodell und eine neue Kommunikationsstrategie für Europa entwickeln, um eine Wende herbeizuführen.

REICHE RUSSEN

Einmal im Jahr treffen sich die reichen Russen im französischen Ski-Ort Courchevel. Diesmal ließ der französische Innenminister Polizei ausschwärmen. 26 Personen wurden wegen Verdacht auf Prostitution und Zuhälterei verhaftet.

UKRAINE & EUROPA

Die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko erfreut sich seit der so genannten „Orangen Revolution“ besonders in Westeuropa einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Vielfach wird sie bereits als erfolgversprechende Gegenkandidatin gegen den ungeliebten Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch bei den Präsidentschaftswahlen 2009 gehandelt. Dabei wird nur allzu leicht vergessen, dass Timoschenko tief in die wirtschaftlichen Eskapaden der Ukraine verstrickt ist und mit ihrer Partei „Block Julia Timoschenko“ inhaltlich ausgesprochen wenig zu bieten hat.

GEOSTRATEGIE
Ein Kommentar von Kai Ehlers

RUSSLAND-EUROPA
Die Kooperationswünsche Russlands mit der Europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie sind unübersehbar. Letzte Woche hat Wladimir Putin wieder ein Hindernis aus dem Weg geräumt. Auch in Deutschland mehren sich inzwischen die Stimmen, die für eine engere Zusammenarbeit eintreten.

RUSSLAND-EUROPA

Die Zusammenarbeit der eurasischen Flugzeugbauer und Rüstungskonzerne wird enger. Moskau hat die Gunst der Stunde erkannt und ist mit einem Milliarden-Euro-Betrag bei Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS eingestiegen. Weitere direkte Investitionen und Überkreuzbeteiligungen sind vorgesehen. In Moskauer Kommentaren heißt es: Die russische Beteiligung am EADS-Konzern und die enger werdende russisch-europäische Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt seien Gebote der Zeit.

PUTIN-BESUCH

So lautet das Fazit, das Staatsminister Gernot Erler im Interview mit dem EURASISCHEN MAGAZIN zieht. Das Gespräch fand statt aus Anlass des bevorstehenden Deutschland-Besuchs des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin. Wir sprachen mit Gernot Erler über die Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt zwischen Russland und der EADS, über Fragen der Energielieferungen und über die Konflikte zwischen USA und Russland im Kaukasus.

EUROPÄISCHER REGIONALISMUS
Von Südtirol bis Norditalien, von Flandern bis nach Korsika und vom Baskenland bis Katalonien erheben sich einzelne Regionen Europas und versuchen zu eigenständigen Staaten aufzusteigen oder doch zumindest weitgehende Autonomie zu erlangen. In Katalonien haben die Regionalisten jetzt den größten Fortschritt in ihrer neueren Geschichte bejubelt: Sie dürfen sich mit dem Segen des Madrider Parlaments als „Nation“ bezeichnen. Im Juni wird die Bevölkerung in einem Referendum über das Autonomie-Statut abstimmen.

REISEN IN EURASIEN
Vor eineinhalb Jahren hat das Reich der Mitte die Reisebestimmungen für seine Bürger spürbar gelockert. Fast 30 Länder Europas stehen den Chinesen seither als Reiseziele offen. Weltweit sind es über 50. In der europäischen Tourismus-Industrie setzt man große Hoffnungen auf die Urlauberströme, die aus China kommen sollen. Die Diplom-Betriebswirte Björn Weyhreter und Kezhu Yang haben dazu eine Untersuchung vorgelegt mit dem Titel „Die Chinesen kommen“.

EINE REISE INS BALTIKUM

Viel Schweiß wurde schon vergossen, um das Zentrum Europas zu vermessen. Geographische Gegebenheiten spielten dabei meist eine Nebenrolle, der wahre Vater der Mittelpunktbestimmung ist die Sehnsucht, das kontinentale Zentrum unweit der eigenen Landesmetropole zu wissen. Auch in Litauen, nahe der Hauptstadt Vilnius, will man das Herz Europas ausgemacht haben. Tobias Mindner machte sich auf die Reise …

EUROPÄISCHE INTEGRATION
Eine neuerliche Katastrophe wie den Zweiten Weltkrieg zu verhindern gilt als das Hauptmotiv fur die europäische Integration. Doch bereits lange vor 1945 gab es Politiker und Intellektuelle, die sich fur die politische Einigung Europas einsetzten. Ihr profiliertester Vertreter ist Graf Coudenhove-Kalergi. Sein Ziel war es, die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen.

REISEN IN EUROPA
Für die Touristikunternehmen in Europa werden sie zur „gelben Hoffnung“. China hat vor wenigen Tagen die Reisebestimmungen für seine Bürger gelockert. 27 europäische Länder stehen den Chinesen nun als Reiseziele offen. Bis 2020 werden mehr als 100 Millionen Touristen aus dem Reich der Mitte erwartet.

SCHWEDEN-EXPANSION NACH ASIEN
Die gesamte Produkt-Palette des Möbelhauses Ikea wird jetzt auch in China unters Volk gebracht. Das weltweit meistverkaufte Regal „Billy“ soll Wohnungen in Peking und Schanghai erobern. Nach anfänglichem Zögern kaufen die Chinesen den skandinavischen Erfolgsschlager und entdecken außerdem die schwedische Küche im Ikea-Restaurant.

VERKEHRSPOLITIK
Die Mängel der Infrastruktur zwischen Europa und Asien als Chance.

GROßBRITANNIEN

Die Ölfunde der siebziger Jahre in der Nordsee waren für Großbritannien ein unverhoffter Segen. Die eigene Versorgung war gesichert und über Jahrzehnte konnte das Land durch Ölexporte seine Handelsbilanz positiv gestalten. Doch jetzt geht das schwarze Gold zur Neige, und England hat ein Problem.

ESTLAND

Alle fünf Jahre stimmen die Esten ein Loblied an – auf sich selbst. Anfang Juli wurde das traditionelle „Laulupidu“ gefeiert – ein gigantisches Festival der estnischen Volkskultur.

FLUGZEUGINDUSTRIE
European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), entwickelt sich zu
einer unaufhaltsamen Erfolgsgeschichte. Der europäische Firmenzusammenschluß,
dem u.a. 80 Prozent an Airbus Industries gehören, will mit dem russischen
Luftfahrtkonzern Irkut kooperieren, und wächst damit in eurasische Dimensionen.

DUISBURGER ERKLÄRUNG
In der „Duisburger Erklärung“ beurteilen 38 deutsche Intellektuelle
den Stand der transatlantischen Beziehungen. Die Erklärung wird Thema
einer Podiumsdiskussion sein, die am 12. Mai im Rahmen des Kulturfestivals „Duisburger
Akzente“ stattfindet. Die „Akzente“ stehen dieses Jahr unter
dem Motto: „Endstation Amerika?“. Das Eurasische Magazin dokumentiert
die „Duisburger Erklärung“ nachfolgend im Wortlaut.

PORTUGAL
Zur Fußball-Europameisterschaft hat das Land am äußersten Rand des eurasischen Kontinents mehr zu bieten als prachtvolle Fußballarenen – doch die allein lohnen schon den Besuch in Porto, Guimarães, Braga und Lissabon.

FERNWANDERN IN EUROPA

Wandern kommt nie aus der Mode. Auch in unserer Zeit machen sich Jahr fur Jahr unzählige Menschen auf, um nahe oder ferne Regionen der Welt Schritt fur Schritt zu entdecken. Längst gibt es ganze Buchabteilungen nicht nur fur Fernreisen in andere Erdteile, sondern auch fur Fernwanderungen.

ALPENUBERQUERUNG IM SOMMER 2003

Auf dem Traumpfad vom Munchner Marienplatz zur italienischen Adriakuste

REISE
Fur die Hauptstadt Reykjavik gibt es ein Verzeichnis hier lebender Naturgeister
– auch in manchen Orten der Westfjorde existieren Karten uber die
Wohnsitze von Elfen und Zwergen – wer will kann auch auf den Spuren germanischer
Gottheiten wandern

ITALIENISCHE MODE FÜR FERNOST

Entgegen dem Trend setzen die extravaganten Italiener nicht auf Konsolidierung
und Einschränkung von Produktion und Marktpräsenz – ein Joint
Venture in Hongkong dient als Sprungbrett – von hier wollen sie neue Kundinnen
in Japan, Korea, Taiwan und Singapur fur ihre Modelle begeistern
Ein Essay uber die Ausbildung des europäischen Selbstverständnisses
seit der Antike, das Verhältnis zwischen West- und Osteuropa und das wiedervereinigte
Europa, das zum Hoffnungsträger fur eine zivile Weltordnung avancierte
Anmerkungen zu einem Text von André Glucksmann

GENFORSCHUNG IN ISLAND
Seit sieben Jahren werden die genetischen Daten der gesamten isländischen
Bevölkerung von einem US-Unternehmen ausgewertet – spektakuläre
Erfolge gibt es bislang nicht – die Pharmaindustrie verliert das Interesse
– Staatsburgschaften sollen nun die Firma retten

FUSIONEN AUF DEM MARKT DER STROM- UND GASVERSORGER
Der Energiemarkt auf der iberischen Halbinsel verspricht hohe Wachstumschancen – europaweit werden nur wenige große Versorger für Strom und Gas überleben
Mit dem Wohnmobil durch die Polarnacht. Dazu gehört nicht soviel, wie man denkt. Was es zu beachten gibt, aber auch beeindruckende Impressionen über die bei Camping-Urlaubern weithin unbekannte Winterszeit liefert dieser Reisebericht.
Unipolar, multipolar, neue Achsen? Eine Analyse von Kai Ehlers.
Mit dem Camp-Mobil durch die Polarnacht. Dazu gehört nicht soviel, wie man denkt. Was es zu beachten gibt, aber auch beeindruckende Impressionen über die bei Camping-Urlaubern weithin unbekannte Winterszeit liefert dieser Reisebericht.

ERDGAS
Eine Gas-Pipeline durch die Ostsee, soll Deutschland, Holland und England versorgen
Schutzgesetze in Island, Frankreich und Polen – Sprachwirrwarr in Deutschland

PORTUGAL
Cabo de São Vicente an der portugiesischen Atlantikkuste
ist der suwestlichste Zipfel des Kontinents. Naturfreunde schätzen
die wilde Strände des „Parque National“.
Eurozentrismus ist ein sehr junger historischer Irrtum. Globalisierung beruht keineswegs auf europäischen Wurzeln. Asien war vorher da und ist es nun wieder – war nur mal kurz weg. Wer es immer noch nicht glauben möchte, hat hier zwei Bücher vor sich, um seine Zweifel abzuarbeiten.
Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben. Seit Mitte September stellt er es vor. Aber alles, was er über sein Werk sagt und alles was darüber geschrieben wird, kann niemals die Lektüre dieses Universalkompendiums ersetzen, das so engagiert, belesen und pointiert daherkommt, wie es Sachbücher nur selten sind.
Schwertgeklirr und Liebesgeflüster sind die Zutaten eines richtigen Ritterepos. „El Cid“ hat von beidem reichlich. Der Zeichentrickfilm erhielt 2003 den renommiertesten spanischen Filmpreis – „los Premios Goya”.
Was hat uns geprägt – uns Europäer und unsere Sicht der Welt? Dieser Frage widmet sich eine Buchreihe mit dem Titel „Mythen Europas“. Sie beginnt mit dem Band zur Antike und wird mit weiteren sechs Bänden zu den folgenden Epochen bis zur Neuzeit fortgesetzt. Es geht darum, welche „Schlüsselfiguren“ der einzelnen Epochen, welche Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen verkörpern und was an den uralten Mythen, die sich um sie ranken, bis heute fasziniert.
Neues aus Dänemark. Eine chaotische Gangsterbande versetzt das Land in Angst und Schrecken – der Pate liegt im Sterbebett und diktiert seine letzten Wünsche.
Was Richard Perle, das „Gehirn“ der US-Republikaner („Weltwoche“) von den Europäern hält – und wie die Deutschen über die USA denken.
Molden Verlag, Wien 2003, 158 Seiten (inkl. Namensregister und vier Karten),
19,80 Euro, ISBN 3-85485-091-3.
L’Edit de Caracalla ou Plaidoyer Pour des Etats-Unis d’Occident
par Xavier de C*** (Das Edikt von Caracalla oder ein Plädoyer fur
die Vereinigten Staaten des Westens von Xavier de C***) von Régis Debray,
140 Seiten, Paris: Fayard, 2002, ISBN 2-213-61254-4.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2002, 128 Seiten (inkl. Europakarte,
Schautafeln, Graphiken, Glossar, Literaturverzeichnis), 8,90 Euro, ISBN 3-596-15366-2