
TADSCHIKISTAN

Die Wirtschaftskrise hat den einst boomenden russischen Bausektor, Arbeitgeber für Hunderttausende von Arbeitsmigranten, schwer erschüttert. Die Entlassungen bringen nicht nur die Zuwanderer und ihre Familien daheim in finanzielle Nöte, sondern auch die zentralasiatische Republik Tadschikistan, der nun die Rücküberweisungen fehlen. Doch es gibt auch Hoffnung auf ein Leben nach der Migration.

KASACHSTAN

Konstantin Grigorjewitsch Makarewitsch war einst ein berühmter Gletscherforscher. Heute interessiert seine Arbeit jedoch kaum noch jemanden, denn diese Forschung hat im unabhängigen Kasachstan fast keine Bedeutung mehr. Dabei kennt Makarewitsch die kasachischen Gletscher länger als die meisten seiner Kollegen. Ein Porträt über einen Wissenschaftler der Sowjet-Ära, der dem Verlust seiner Heimat, der Armut und dem Alter stoisch immer wieder eines entgegensetzt: Arbeit.

UKRAINE

Sie gehören zu James Bond so wie sein Kürzel 007 - die Rede ist von den Bond-Girls, die dem Agenten ihrer Majestät regelmäßig den Kopf verdrehen. Im 22. Agentenabenteuer wird diese Aufgabe von der ukrainischen Schauspielerin Olga Kurilenko übernommen, die in Deutschland zuletzt in dem Action-Film „Hitman“ und dem Episodenfilm „Paris je t’aime“ zu sehen war. Kurilenko tritt mit ihrer Rolle in die Fußstapfen von Berühmtheiten wie Ursula Andress, Britt Ekland, Kim Basinger oder Halle Berry. Der neue James Bond wird im November 2008 in die Kinos kommen – und Olga Kurilenko einem Millionenpublikum weltweit bekannt machen. Noch ist das Ex-Model kaum jemandem ein Begriff - selbst in ihrer Heimat kennt sie fast niemand.

TURKSTAATEN

Nach fünfjähriger Pause kamen am 17. November die Staatschefs der Turkstaaten zu ihrem 8. Gipfeltreffen zusammen. Es fand in der türkischen Küstenstadt Antalya statt. Zu den Turkstaaten zählen die türkischsprachigen Länder Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgistan. Die gemeinsamen Treffen waren 1992 vereinbart worden, um eine gemeinsame Interessenplattform für die Turkstaaten einzurichten.

RUSSLAND
Russland soll nicht länger ausbluten. Mit einem Einwanderungsprogramm will der Kreml russischsprachige Arbeitskräfte aus den Nachbarländern anwerben. Unklar ist noch, wie es umgesetzt werden soll und ob Muslime auch „Landsleute“ sind.

MOLDAU

Die junge Republik Moldau, an der Ostgrenze des zukünftigen EU-Mitgliedes Rumänien gelegen, ist eines der ärmsten Länder Europas. Sein Weg in eine bessere Zukunft ist voller Hindernisse. Die Bevölkerung ist arm, die Wirtschaft schwach und das Land politisch zerrissen. Wer es schafft, geht ins Ausland, doch die Probleme zu Hause werden dadurch nicht geringer.

GOEAST-FILMFESTIVAL

Was das Internationale Filmfestival von Cannes für das globale Glamour- und Kassenschlagerkino ist, das ist das Wiesbadener goEast-Festival für das bescheidenere Kino aus Osteuropa, Russland oder Zentralasien. Anfang April fand es zum sechsten Mal statt.

UKRAINE

20 Jahre nach dem Reaktorunglück vom 26. April 1986 – ein Wiedersehen mit Freunden. Als die Katastrophe begann, war ihre Tochter in Prypiat zur Welt gekommen, der Stadt, die zum Reaktor gehört. Gespräche zwischen Wehmut und Hoffnung und einem trotzigen Resümee: „Wir leben noch – was damals passierte, das hat uns zusammengeschweißt.“

PRÄSIDENTENWAHL IN KASACHSTAN

Anfang Dezember wurde in Kasachstan ein neuer Präsident gewählt. Wie erwartet hat der Amtsinhaber Nursultan Nasarbajew die Wahl klar gewonnen. Er wird das zentralasiatische Land weitere sieben Jahre regieren.

STRATEGIEDEBATTE

Mit einem Beitrag von Sandra Budy setzen wir unsere Strategiedebatte zum künftigen Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Rußland fort. Die zentrale These der Autorin lautet, Rußland kann der EU nicht beitreten, weil sich das Land nach wie vor als Großmacht versteht. Oberste Priorität in der russischen Außenpolitik haben die Beziehungen zu den übrigen GUS-Staaten. Da diese Länder nach der Osterweiterung auch für die EU immer bedeutsamer werden, sind die EU und Rußland im GUS-Raum zu Rivalen geworden.

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KASACHSTAN

Die Wirtschaftspolitik von Nursultan Nasarbajew wird allenthalben gelobt. Nicht zuletzt deswegen gilt ein neuerlicher Wahlsieg des Staatspräsidenten als sicher. Trotzdem geht der Staatschef gegen Regimekritiker und oppositionelle Medien vor.

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KASACHSTAN

Kasachstan wählt einen neuen Staatspräsidenten. Glaubt man den Umfrageforschern, dann wird das riesige Land im Herzen Eurasiens auch in den nächsten sieben Jahren von Nursultan Nasarbajew regiert – er ist bereits seit 1991 an der Macht. Ein Kommentar.

RUßLAND / EU
Während die Regierungschefs der USA, Deutschlands und anderer Staaten in Moskau feierlich das Ende des Zweiten Weltkrieges zelebrierten, formiert sich im postsowjetischen Raum ein Bündnis gegen Rußland – mit tatkräftiger Unterstützung Washingtons. Ein Kommentar von Kai Ehlers.

OSTEUROPA
Der Staatenbund GUUAM will die russische Militärpräsenz in den Mitgliedsstaaten beenden. Der ukrainische Präsident Juschtschenko fordert die Regierung „Pridnjestrowiens“ auf, freie Wahlen abzuhalten und internationale Rüstungskontrolleure einreisen zu lassen.

ZENTRALASIEN
Ein Kommentar von Kai Ehlers

GUS
Um den schwindenden Einfluß in Nachbarstaaten zu stoppen, will Moskau in Zukunft selbst als „Träger europäischer Werte“ auftreten.

UKRAINE
Viktor Jutschtschenko ist der neue Präsident der Ukraine. So weit ist alles klar. Aber wie geht es weiter in dem jungen Staat an der Ostgrenze der EU? Ein Kommentar des Osteuropaspezialisten Wolf Oschlies.

UKRAINE

Unmittelbar vor seiner Moskau-Reise ernannte der neue ukrainische Präsident die radikale Oppositionsführerin Julia Timoschenko zur Ministerpräsidentin.

UKRAINE

In den letzten zehn Jahren ist die Bevölkerung der Ukraine um vier Millionen auf 48 Millionen Einwohner gesunken. Allein in Tschechien arbeiten und leben bis zu 80.000 ukrainische Arbeiter. Die Hälfte von ihnen illegal. Jan Zappner hat sich im westukrainischen Vykoty umgesehen, das besonders mit den Auswirkungen der Arbeitsmigration zu kämpfen hat.

MOLDAWIEN/UKRAINE
Der Cottbuser Eisenbahnliebhaber Detlef Hanschke organisiert jedes Jahr eine Bahnfahrt für Reisegruppen durch Osteuropa. Seine letzte Tour mit dem exklusiven Hotelzug führte durch Moldawien und die Ukraine.

UKRAINE
Hinter den Demonstrationen in Kiew vermutet man in Moskau amerikanische und polnische Drahtzieher.
Ein Kommentar von Kai Ehlers

EINKAUFEN IN DER UKRAINE

Über schlechte Serviceleistungen in osteuropäischen Ländern wird viel lamentiert. Beim Einkaufen von Lebensmitteln und anderen Dingen des Alltags nützt dies jedoch wenig. Vielmehr sind Wissen, Erfahrung und Taktik gefragt. Die Ukraine ist da keine Ausnahme. Eine kleine Geschäftskunde aus dem Land am Dnjepr von Nina Körner.

WEIßRUßLAND
In Minsk reißen die Protestaktionen gegen die Amtszeitverlängerung von Präsident Lukaschenko nicht ab. Mehrere Oppositionsführer sitzen in Haft. Die USA haben Wirtschaftssanktionen beschlossen.

WEIßRUßLAND UND UKRAINE
Mit der Osterweiterung wurden Belarus und die Ukraine zu Nachbarn der Europäischen Union. Die Perspektiven für die neu-nachbarschaftlichen Beziehungen sind nicht unproblematisch; beide Staaten stehen nunmehr geographisch wie politisch im Spannungsfeld zwischen Rußland und der EU. Momentan hat es den Anschein, als hielten sich alle Beteiligten vorerst verschiedene Optionen offen.

ZENTRALASIEN
In der mittelasiatischen Republik Kasachstan wurde ein neues Parlament gewählt. Ein Kommentar von Patrick Dombrowsky.
Fibre Verlag (Schriftenreihe des IFD, Bd. 1), Minsk 2004, 279 Seiten, 24,50 Euro, ISBN 985-6723-42-6.
Rußland und die EU sind die stärksten Akteure auf dem europäischen Kontinent des 21. Jahrhunderts. Wird die strategische Partnerschaft EU – Rußland ganz Europa zu einem „gemeinsamen Haus“ vereinen helfen oder wird der Kontinent zweigeteilt? Die Ankopplung Rußlands an das übrige Europa soll zunächst über die Energieallianz gelingen.

VOR DEN PRÄSIDENTENWAHLEN
Im Blickfeld der erweiterten Europäischen Union kommt Kiew nur noch am Rande vor

EURASIEN

Kasachstan und China planen eine Eisenbahnlinie vom Gelben Meer bis zum
Hamburger Hafen – 2010 soll die Strecke durchgängig befahrbar sein.
In Istanbul wurde der ersten Spatenstich fur den Bosporustunnel gesetzt.

GUS
Die Annäherung der Ukraine an die Nato versucht Moskau mit wirtschaftlicher
Einbindung zu unterlaufen.

Zum Zentrum des eurasischen Kontinents ging die Abenteuerreise unseres Autors Hartmut Wagner. Er fuhr durch die riesige kasachische Steppenlandschaft, einst Heimat viehzuchtender Nomadenstämme, heute Herzstuck der jungen Republik Kasachstan. Sein Ziel war der kleine Ort Shidebaj, der als geographischer Mittelpunkt Eurasiens gilt.

KASACHSTAN
Kasachstan, seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 ein unabhängiger Staat, baut sich eine „Neue Stadt“. Während Almaty, die eigentliche Metropole des Landes, eng mit der sowjetischen Geschichte verbunden ist, soll die Hauptstadt Astana zum Symbol des neuen Kasachstans werden.

RUßLAND
Die politischen Beziehungen zwischen Moskau und Washington kuhlen langsam ab.

ASERBAIDSCHAN
Im Leben des verstorbenen aserbaidschanischen Präsidenten Gajdar Alijews
spiegeln sich Niedergang und Neubeginn der ehemaligen Sowjetrepubliken.

RUßLAND UND EUROPA
Alexander Rahr ist Programmdirektor der Körber-Arbeitsstelle fur Rußland/GUS in Berlin und Koordinator des EU/Rußland-Forums der Deutschen Gesellschaft fur Auswärtige Politik. Im Jahr 2000 veröffentlichte er die erste Biographie uber Wladimir Putin „Wladimir Putin. Der Deutsche im Kreml“. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin analysiert der Rußland-Experte die Grunde, die zur Verhaftung Michail Chodorkowskis gefuhrt haben. Er erläutert außerdem zukunftige Integrationsperspektiven fur Rußland, wie beispielsweise die Grundung einer sogenannten EU-Ost, und beurteilt die Zukunft der Achse „Paris-Berlin-Moskau“.

UKRAINISCHE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN

Julia Timoschenko ist eine der schillernsten Figuren in der ukrainischen Offentlichkeit.
Mit 42 Jahren war sie bereits Chefin von zwei Großunternehmen und grundete
mehrere politische Parteien und Burgerbewegungen. Und - möglicherweise
wird sie die nächste Präsidentin der Ukraine

TURKMENISTAN

Der turkmenische Präsident Nijasow ist nicht nur autoritärer politischer Fuhrer seines Landes, sondern seit jungster Zeit vor allem auch Poet.

KIRGISIEN
Kirgisien ist nach dem Zerfall der Sowjetunion gut gestartet. In den letzten
Jahren gerät das Land aber immer stärker in autoritäres Fahrwasser.
Nach dem Afghanistan-Krieg ist es der Regierung gelungen, Kritik an Menschenrechtsverletzungen
mit Hilfe der geostrategischen Lage zu rechtfertigen.

UKRAINE
Zur Situation der Presse- und Medienfreiheit in der Ukraine. Stimmen von einer
Tagung in der Europäischen Akademie Berlin.

EURASISCHE FORSCHUNG
Eurasisches Forschungsprojekt zum Thema „Lebensbedingungen, Lebensstile und Gesundheit in acht Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)“ stellte seine Hauptergebnisse vor.

REISEBERICHT
Eine Woche zu Besuch bei Nomaden auf den Hochweiden Kirgisiens. Kein Komfort. Keine sanitären Einrichtungen. Nasse Schlafsäcke, Löcher in den Jurten, vergorene Stutenmilch bis zum Schädelplatzen. Dafür Steppe, so weit das Auge reicht, Familienanschluß, warmes Brot mit Rahm, singende Kinder und herzerwärmende Gastfreundschaft. Und schon nach ein paar Tagen das Fazit: Wenn das kein Glück ist, was dann?
Dr. Jens Fischer, Lehrbeauftragter fur Internationale Politik an der Universität Dortmund und Autor des Buches „Eurasismus: eine Option russischer Außenpolitik?“ (Siehe EM 3/02) uber die russische Außenpolitik unter Putin, die Zukunft der GUS, die amerikanische Hegemonie, das Verhältnis der EU zu Rußland und den geplanten Krieg der USA gegen den Irak.
Kann Russland heute als außenpolitischer Partner oder eher als eine potenzielle Bedrohung gesehen werden? Wird die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Westen intensiviert werden oder gehen beide Seiten dazu über, sich als Konkurrenten und Gegner zu betrachten? Wie wirkt sich Russlands Politik gegenüber seinen GUS-Nachbarn auf die Kooperation mit der euroatlantischen Welt aus? Diesen Fragen geht Dr. Christian Wipperfürth nach – seine Analyse ist realistisch und daher stellenweise auch nachdenklich und besorgt.
Autoren aus Belarus haben es schwer. Das gilt für den westlichen Buchmarkt in besonderer Weise. Nun hat mit Artur Klinau aber doch einmal einer den Sprung in deutsche Buchhandlungen geschafft, und er hat Überraschendes zu berichten von den blutigen Ufern der schlaflosen Njamiha, aus der Civitas Solis.
Um einen weiblichen Zahir - nach Paulo Coelho etwas, das man nicht mehr vergisst, wenn man einmal in Natura damit in Kontakt gekommen ist – und die Weiten Kasachstans dreht sich „Der Zahir“. Das Buch ist eine in Südkasachstan endende Fabel, wie sie wohl nur Coelho schreiben konnte, der brasilianische Bestsellerautor für die Seele.
Berlin 2001, 64 Seiten, Wostok Verlag, 5,50 Euro, ISBN 3-932916-16-6
Elisabeth Ekkart-Ihmels (Red.) Redaktionsschluß: Februar 2002 2. Aufl. 2002, fibre Verlag S. 112 (inkl. Stichwortregister) EUR 19,- ISBN 3-929759-59-4