Der 21-jährige Sänger Farid Mammadov aus Aserbaidschan gehört im Finale des Eurovision Song Contest am 18. Mai 2013 in Malmö zu den Favoriten. Das Eurasische Magazin hatte die Gelegenheit, nach dem Halbfinale mit ihm zu sprechen.
Der tunesisch-französische Autor Abdelwahab Meddeb ist ein kritischer Beobachter der politischen Entwicklungen in Tunesien und Ägypten. Im Gespräch mit Ceyda Nurtsch erklärt er, warum die Islamisten keine liberale Diskussionskultur schaffen und er der Idee einer islamischen Demokratie skeptisch gegenüber steht.
Ende Juni startete das „Deutschlandjahr in Russland“. Die fast 1.000 Veranstaltungen seien Anlass, sich auch über schwierige Fragen auszutauschen, meint Wolf Iro, Programmleiter des Goethe-Instituts, im Interview mit dem Eurasischen Magazin.
Nur wenn die Bewegung gegen Wahlfälschungen soziale Forderungen aufgreift, wird sie erfolgreich sein, meint Andrej Demidow. Der 39jährige ist Mitglied der Linken Front, einem Zusammenschluss linker Gruppen. Sein Geld verdient Demidow als Geschichtslehrer an einer Moskauer Mittelschule.
Sie ist territorial gesehen zehnmal größer als die EU und sie wird den großen östlichen Teil des europäischen Kontinents mit Asien verflechten. Welche Absichten stecken dahinter? Alexander Rahr hat sie erkundet. Er ist vor kurzem vom Jahrestreffen des Waldai-Klubs aus Russland zurückgekommen, auf dem er mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin sprechen konnte, der 2012 wohl als Präsident in den Kreml zurückkehrt.
Alexander Rahr, Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, über die Rolle Russlands in Europa, die Modernisierung des Landes und die „westliche Arroganz“.
In ihrem Roman „Der Duft von Kaffee und Kardamom“ erzählt die saudi-arabische Autorin Badreya El-Beshr vom alltäglichen Kampf der Frauen um etwas mehr persönliche Freiheit. Hier ein Gespräch mit der in Dubai lebenden Schriftstellerin und Kolumnistin.
Worin bestehen die größten Probleme beim Wiederaufbau Afghanistans? Und auf welche Strategien sollte der Westen im Umgang mit der Zentralregierung in Kabul setzen? Darüber hat sich Ayse Karabat mit dem ehemaligen politischen Vertreter der NATO für Afghanistan, Hikmet Çetin, unterhalten.
Die EU und die“ internationale Gemeinschaft“ sollten viel stärker auf marktwirtschaftliche Privatisierung und Transparenz im Kosovo drängen, „denn schließlich ist das ihr Protektorat“. Klare Worte eines Diplomaten. Dr. Zlatko Kramaric, Botschafter Kroatiens im Kosovo, nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit ihm sprach EM-Autor Prof. Wolf Oschlies bei einer internationalen Konferenz im makedonischen Ohrid. Dabei ging es auch um die grassierende Korruption und um das im Kosovo besonders gut gedeihende Internationale Verbrechen.
Für China gilt seit den 80er Jahren: Wenn wir Fortschritte machen und die Entwicklung vorantreiben, dann ist das unser Begriff von Sozialismus. Nordkorea hat ein ähnliches Beispiel direkt vor Augen: die Entwicklung bei seinen südkoreanischen Landsleuten. Sven Horak fragte den Experten Hanns Günther Hilpert von der Forschungsgruppe Asien der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ob dies auch ein gangbarer Weg für das darbende Nordkorea wäre. Hilpert hält dies trotz aller Verlockungen für nicht realistisch. Gorbatschow sprach dazu für die EX-DDR einst das vernichtende Urteil: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
Deutschland hat keine Anti-Terror-Strategie. Das führt dazu, dass viel zu viele Fehler in der Terrorbekämpfung passieren. Deshalb ist die Bundesrepublik verstärkt ins Visier der al-Qaida geraten. Der Islamwissenschaftler und Anti-Terror-Spezialist Guido Steinberg enthüllt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die größten Mängel der deutschen Sicherheitspolitik. Er fordert die Reform des Bundessicherheitsrates und die Einrichtung eines im Kanzleramt angesiedelten Sicherheitsbeauftragten.
Am siebten Februar wählen die Bürger der Ukraine im zweiten Wahlgang einen neuen Präsidenten. Welche Bedeutung diese Wahl für das Land hat, erläutert Nico Lange im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Er ist Leiter des Auslandsbüros Ukraine der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew.
Wie funktioniert das System Putin? Wollen die Russen ein anderes? Wie könnte es aussehen? Moskau-Korrespondent Ulrich Heyden meint: Selbsternannte Oppositionsführer wie Ex-Schachweltmeister Kasparow bringen den Russen nichts und haben auch keine Chance. Die Bevölkerung selbst muss sich engagieren, wenn sie wirklich etwas ändern will.
Die libanesische Dichterin und Journalistin Joumana Haddad bricht mit ihrem erotischen Kulturmagazin „Jasad“ („Körper“) bewusst Tabus in einer Gesellschaft, die den Körper weitgehend verhüllt und verschweigt. Libanon ist das einzige arabische Land, in dem das Magazin frei verkauft werden kann. Doch selbst dort ist es umstritten.
Die Amerikaner werden sich in den kommenden Jahren auf sich selbst zurückziehen wie nach dem ersten Weltkrieg und nicht mehr den Beschützer Europas spielen. Da die EU nicht nur die Rohstoffe Russlands braucht, sondern auch seine zivilisatorische Kraft, werden die Europäer um Russland kämpfen müssen. Das sagt der Russlandexperte Alexander Rahr voraus.
Im Iran geht nicht nur das Volk auf die Straße, sondern es tobt ein Machtkampf innerhalb der religiös-politischen Führung. Ziel ist die Absetzung des Revolutionsführers Chamenei. Der Nahost-Experte Dr. Michael Lüders analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, welche Folgen dies für den Iran hat und warum davon auch eine Signalwirkung für arabische Länder ausgeht.
Die palästinensische Ärztin Jumana Odeh wurde 2008 für ihre Bemühungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Kinder mit dem „World of Children Health Award“ ausgezeichnet.
In der Entwicklung seiner Wirtschaft hat Russland einst einen weitgehend anderen Weg genommen als Westeuropa. Wer reich wurde, sah sich dem Verdacht ausgesetzt, sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert zu haben. Darauf konnte schließlich der reale Sozialismus aufbauen. Heute entsteht in Russland etwas, das über den realen Sozialismus wie auch über den gegenwärtigen Kapitalismus westlicher Prägung hinausweist. Das sind einige der Thesen des Transformationsforschers Kai Ehlers im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin.
Im EM-Interview sagt die Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Dr. Andrea Schmitz: „Kasachstan zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nicht notwendigerweise eine demokratische Verfassung voraussetzt“. Die Kasachen seien pragmatisch und vor allem stabilitätsorientiert. Das wäre ein Grund, weshalb „bunte Revolutionen“ in dem zentralasiatischen Flächenstaat bislang nicht Fuß fassen konnten. Ein anderer sei die erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung des Landes und der wachsende Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten. Dies werde in erster Linie der Herrschaft von Präsident Nasarbajew zugeschrieben und beschere dem Regime ein hohes Maß an Legitimität.
Das Bild, das westliche Medien vom Iran zeichnen, entspricht nur in einem winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit dieses Landes. Andrea C. Hoffmann, Auslandsredakteurin im Nachrichtenmagazin Focus hat ein brandneues, bemerkenswertes Buch über den wahren Iran geschrieben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin räumt sie mit vielen Vorurteilen auf.
Bankangestellte sind austauschbar, weil sie nur noch in Kombination mit einer bestimmten Software und bestimmten Prozessen funktionieren. Kaufmännische Entscheidungen erfolgen nicht mehr auf nüchterner Kalkulation - Wirtschaft betreibt man nach Stimmungslage. Weltweit werden die Risiken vernachlässigt, und die Wirtschaftsleistung bricht in der Folge simultan ein. So charakterisiert Prof. Dr. Max Otte, Experte für Unternehmen, Wirtschaft und Finanzmärkte, im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, das Verhalten vieler Banker und Manager. In dieser Synchronität sei das ein neues Phänomen.
Die 1966 in Kabul geborene Mári Saeed ist nach vielen Wirrungen im Jahr 1995 knapp dreißigjährig in Deutschland gelandet. Fast 15 Jahre lebt sie hier und ist heute u. a. als Wellnessberaterin tätig. Wie sie empfindet, zwischen zwei Kulturen und zwei unterschiedlichen Leben hin- und hergerissen und wie ihr Alltag aussieht, schildert sie in ihrem soeben erschienenen Buch „Mein Kabul – mein Deutschland“. Das Eurasische Magazin hat mit ihr über das Leben hier und über die Perspektive Afghanistan für ihre Zukunft gesprochen.
Seit acht Jahren findet der St. Petersburger Dialog statt. Beim kürzlich abgehaltenen Jahrestreffen 2008 fanden parallel zu den Diskussionen in Arbeitsgruppen und Vollversammlungen deutsch-russische Regierungskonsultationen statt. Trotz der Meinungsverschiedenheiten zum Georgien-Konflikt verlief das Treffen zwischen Angela Merkel, die mit sechs Ministern angereist war, und Kreml-Chef Dmitri Medwedjew entspannt. Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), leitete die Arbeitsgruppe „Russland und Deutschland in der modernen Informationsgesellschaft“. Mit ihm sprach das Eurasische Magazin über seine Eindrücke vom derzeitigen deutsch-russischen Verhältnis.
Die Welt wächst, Europa schrumpft. Seine einstige kulturelle und wirtschaftliche Dominanz hat Europa längst verloren. Eines Tages wird sich das Zentrum der Moderne möglicherweise in Südostasien befinden. Das Eurasische Magazin sprach mit Steffen Kröhnert über die Zukunft der europäischen Regionen. Er ist einer der Autoren einer neuen Untersuchung des Berlin-Instituts, die sich mit der europäischen Entwicklung befasst. Ab 2010 beginnt demnach die entscheidende Phase für den alten Kontinent. Dann könnte es sein, dass beispielsweise Italien gezielt Migranten aus Afrika anwerben muss, um nicht entvölkert zu werden.
Der georgische Oppositionsführer Georgi Chaindrawa war unter Saakaschwili Minister für die Konfliktregelung mit den abtrünnigen Provinzen, wurde 2006 aber entlassen, weil er militärische Abenteuer zur Rückgewinnung dieser Gebiete ablehnte. Er ist ehemaliger Filmregisseur und einer der herausragenden Köpfe der georgischen Opposition. Im Gegensatz zu den meisten Oppositionsführern, die den georgischen Präsidenten nicht kritisieren wollen, solange russische Truppen in Georgien sind, nimmt Chaindrawa auch heute kein Blatt vor den Mund. Das Eurasische Magazin interviewte ihn zur aktuellen Lage.
Die Pekinger erhalten das größte Flughafengebäude der Welt, fünf neue Brücken, 59 neue oder erweiterte Straßen, mehrere neue U-Bahn-Linien, eine Schnellbahn zum Flughafen, eine Hochgeschwindigkeitsbahn nach Tianjin, eine neue Autobahn nach Tianjin, 252 Hotels, 37 olympische Bauten und ein hypermodernes Nationaltheater. In einer beeindruckenden Perfektion wurden alle diese Projekte pünktlich zu den Olympischen Spielen fertig gestellt. Jutta Ludwig, die Chefin der deutschen Außenhandelskammer in Peking, schildert, wie Olympia das Gesicht der ganzen Nation verändert.
Interview mit Sergej Bagapsch, dem Präsidenten der international nicht anerkannten abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien.
Tibet-Experte Andreas Gruschke erläutert im Interview mit dem Eurasischen Magazin, warum eine Loslösung von China viele andere Völkerschaften in Mitleidenschaft ziehen würde und weshalb ein instabiles Tibet allenfalls möglichen Gegnern Chinas nutzt, nicht aber den Tibetern selbst.
„Die US-Truppen kämpfen nicht gegen 1000 Al Kaida-Kämpfer, sondern gegen 130.000 Iraker im Widerstand“. Das berichtet Dr. Jürgen Todenhöfer, Bestsellerautor und Manager in einem der größten europäischen Medienunternehmen. Er war nicht als „embedded Autor“ im Irak, sondern erlangte seine Informationen ohne Kontrolle durch das US-Militär direkt aus der Bevölkerung. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin enthüllt er, wie die amerikanische Regierung ihre eigene und die Weltöffentlichkeit an der Nase herumführt und warum sie bisher schon den Tod von einer Million Menschen verschuldet hat. Und er sagt auch, warum George W. Bush nicht längst auf der Anklagebank sitzt wie Saddam Hussein.
Nur wenige Kilometer vor den Pforten der Europäischen Union beginnt Transnistrien – ein Staat, den es eigentlich gar nicht gibt. Im Osten der Republik Moldau gelegen, hat sich die Region Anfang der 90er-Jahre in einer blutigen Auseinandersetzung von der Zentralregierung gelöst. Doch die internationale Anerkennung bleibt Transnistrien bis heute verwehrt. Claus Neukirch, Sprecher der OSZE-Mission in Moldau, gibt einen Einblick in Perspektiven und Probleme des bis heute ungelösten Konflikts. Er erklärt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin außerdem, wie Schmuggler statt mit Drogen oder Waffen mit simplem Hühnerfleisch bis zu 35 Millionen Euro im Jahr verdienen.
Rubljovka ist wohl die meist überbewachte Straße der Welt. Es ist die Verkehrsader, die das Zentrum von Moskau mit der russischen Provinz verbindet. Die Gegend um die Rubljovka zog in allen Zeiten wie ein Magnet die herrschenden Eliten an: Zaren, Diktatoren, Präsidenten. Auch das heutige Staatsoberhaupt Putin wohnt hier. Die Spuren der Despoten und ihrer Prachtentfaltung bilden einen bizarren Mikrokosmos, den es sonst nirgendwo im russischen Riesenreich gibt. Die in Sibirien geborene Dokumentarfilmerin Irene Langemann hat darüber einen Film gedreht, der zurzeit mit Erfolg in den deutschen Kinos läuft: „Rubljovka – Straße zur Glückseligkeit“. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert sie ihre Beweggründe für diese Arbeit und schildert ihre Erfahrungen, die sie als Russlanddeutsche seit 1990 in der Bundesrepublik gemacht hat.
Klaus Bednarz hat sich Gedanken gemacht über die deutsch-russischen Beziehungen, über Probleme und gegenseitige Vorurteile. Und er hat versucht zu erklären, weshalb die Deutschen ein nahezu „mystisches“ Verhältnis zu dem Riesenreich im Osten haben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin bedauert der als Chef von „Monitor“ bekannte Journalist und frühere Russland-Korrespondent der ARD, dass die russischen Medien noch immer viel zu wenig über Deutschland berichten.
Wird der Airbuskonzern Teile seiner Produktion künftig noch weiter aufsplittern und in den Dollar-Raum verlagern, wo sie kostengünstiger ist? Wäre dies eine realistische Möglichkeit, das Kostenproblem in den Griff zu bekommen? Prof. Dr. Henning Klodt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ist nicht dieser Meinung. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin vertritt er die Auffassung, dass entsprechende Äußerungen des Managements lediglich als Drohung gemeint seien. Es wolle damit erreichen, dass die Airbus-Produktion in Europa endlich viel stärker konzentriert wird.
Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel „Imperium der Zukunft – warum Europa Weltmacht werden muss.“ Das Eurasische Magazin hat nachgefragt. Die Gedanken und Argumente, die der Kommentarchef der WELT AM SONNTAG hier ausbreitet, sind eine Kostprobe.
Russland ist Teil Europas. Mit der Unterzeichnung der europäischen Menschenrechtskonvention hat der große Nachbar im Osten ausdrücklich die darin festgelegten gemeinsamen Werte anerkannt. Eine Ausgrenzung Russlands, wie von manchen angestrebt, ist deshalb unsinnig. Sie hat in der Vergangenheit stets geschadet und wäre auch in Zukunft falsch. So der Bundestagsabgeordnete der CSU und Vorsitzende des Unterausschusses „Auswärtige Kultur und Bildungspolitik“ im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Gauweiler im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN.
Seit Beginn der 90er Jahre verhandelt Russland über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Im November letzten Jahres unterzeichneten Russland und die USA ein Protokoll über den Beitritt. Doch der steht noch immer aus. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit Maxim Medwedkow, dem Leiter der russischen WTO-Verhandlungsdelegation.
Niemandem sonst als ihrem Präsidenten Wladimir Putin trauen die Russen wirklich zu, dass er das Land weiter in eine gute Zukunft führt. Sobald ein paar Oppositionelle auf die Straße gehen, wird in den Machteliten gefordert, Putin müsse noch einmal antreten, ansonsten sei diese Zukunft Russlands in Gefahr. Wenn Bevölkerung und Staatsmacht unisono „Putin“ rufen, kann er sich kaum verweigern, noch einmal als Präsident zu kandidieren. Die Verfassung entsprechend zu ändern, ist nach Ansicht von Prof. Eberhard Schneider, Advisory Board Member of the EU-Russia Centre in Brüssel, kein Problem. Und er hat auch den Mann ausgemacht, der das Unternehmen „Putin III“ organisiert: Igor Setschin, stellvertretender Leiter der Präsidialadministration im Kreml und Putins Kanzleichef.
Falls der Iran wirklich nach Nuklearwaffen strebt, dann deshalb, um mit dem Westen auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Teheran geht es immer darum, vor dem Hindergrund eines enormen Selbstwertgefühls, das aus der iranischen Geschichte resultiert, endlich von den führenden Mächten im internationalen System respektiert zu werden. So der Präsident des Deutschen Orientinstituts, Prof. Udo Steinbach, im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Vor einer Atommacht Iran müssten sich allenfalls einige Nachbarn fürchten, wie die säkulare Türkei und Israel.
Die außenpolitischen Eliten Europas sind überwiegend amerikahörig. Deshalb haben sie 2003 die Chance nicht genutzt, die sich im Vorfeld des amerikanischen Irakkriegs geboten hatte, mit Russland zusammen das große Europa zu schaffen. Die kommende Politikerriege in England, Deutschland und Frankreich schließt sich noch enger an die USA an. So die Analyse des Russlandexperten Alexander Rahr nach der Münchner Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei gut, dass Putin im Käfig der Löwen Klartext gesprochen habe. Aber nun müsse Russland ein attraktives Gegenmodell und eine neue Kommunikationsstrategie für Europa entwickeln, um eine Wende herbeizuführen.
Prof. Bernd U. Schipper hat für das Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum die Paradiesvorstellungen in den Religionen analysiert. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihm darüber, woher die menschliche Sehnsucht nach Paradiesen rührt und wie es um deren Zukunft bestellt ist.
Sie kommen im Gepäck von Reisenden, werden absichtlich oder unabsichtlich eingeführt: Pflanzen und Tiere, die es vorher nur in anderen Gebieten gegeben hat. Einige sind besonders erfolgreich und verdrängen die heimischen Arten. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN erklärt Dr. Franz Essl vom Österreichischen Umweltbundesamt in Wien welche Bedeutung diese so genannten Neophyten haben und weshalb ihre Zahl in jüngerer Zeit immer mehr zunimmt.
Prof. Dr. Helga Baumgarten ist Spezialistin für arabische Widerstandsbewegungen. Soeben ist von ihr das erste und bislang einzige Buch in Deutschland erschienen, das der palästinensischen Hamasbewegung gewidmet ist. Helga Baumgarten lehrt an der Universität Birzet bei Jerusalem und erlebt die Politik von Hisbollah, Hamas und israelischer Besatzungsmacht hautnah mit. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert sie die Situation im Nahen Osten und nennt Gründe für das nicht enden wollende Blutvergießen.
Die Russen vertrauen Personen, nicht Parteien, und an erster Stelle vertrauen sie ihrem Präsidenten Putin. Während seiner Regierungszeit hat sich ein neuer Patriotismus in Russland entwickelt, der das riesige Land vielleicht auch in der Nach-Putin-Ära zusammenhalten wird. Das Misstrauen gegenüber Amerika wächst spürbar – mit ungewissem Ausgang. Zur Europäischen Union sucht Moskau dagegen weiter eine enge Partnerschaft. Über die die Lage Russlands kurz vor dem G8-Gipfel im Juli in St. Petersburg sprach das Eurasische Magazin mit Prof. Dr. Eberhard Schneider von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik.
Im Südosten Anatoliens hat der deutsche Archäologe Dr. Klaus Schmidt die älteste Tempelanlage ausgegraben, die jemals von Menschen errichtet wurde. Ihre Schöpfer waren hochspezialisierte Eiszeitjäger, die vom Atlantik bis an den Pazifik das Mammut jagten und von deren Kultur noch kaum etwas bekannt ist.
Der Iran will auf der Insel Kish im Persischen Golf eine Ölbörse eröffnen, an der nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abgerechnet wird. Behrooz Abdolvand, gebürtiger Iraner, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin Chancen und Auswirkungen dieses Vorhabens.
Religionen erheben den Anspruch, die allein selig machende Wahrheit zu verkünden. Alle Menschen, die eine andere Weltanschauung vertreten, gelten mithin als Ungläubige. Deshalb sind religiöse Feindschaften die dauerhaftesten auf Erden. Sogar innerhalb der gleichen Religionsgemeinschaft: Sunniten sprengen schiitische Heiligtümer, Schiiten richten Massaker unter Sunniten an – alles im Namen des gleichen Gottes, alles im Namen Allahs. So, wie einst Christen gegen Heiden und Juden wüteten, Katholiken gegen Hugenotten und Protestanten, veranstalten Muslime im 21. Jahrhundert Pogrome. Islamisten greifen Botschaften christlicher Länder an wegen der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin analysiert der Historiker Prof. Dr. Pedro Barceló die Hintergründe.
Fast überall auf der Welt werden die Frauen älter als die Männer. Aber es gibt Länder, in denen die Lebenserwartung der Geschlechter ganz nahe beieinander liegt, wie beispielsweise in Japan. Und es gibt andere, wie Rußland, wo die Männer mehr als ein Jahrzehnt vor ihren Frauen sterben. In Deutschland leben Frauen im Schnitt sechs Jahre länger als Männer. Die Gründe der unterschiedlichen Lebenserwartungen analysiert Prof. Elmar Brähler von der Universität Leipzig. Er ist dort Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Soziologie.
Sieben Jahre lang hat die rot-grüne Bundesregierung die deutsche Außenpolitik bestimmt. Der Politikwissenschaftler Dr. Reinhard Mutz analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die rot-grüne Außenpolitik im Kosovo-, Afghanistan- und im Irak-Konflikt.
Durch das System der chinesischen Schriftzeichen wird das Denken der Chinesen in einzigartiger Weise geformt. Es erfolgt quasi in Modulen. Dadurch entsteht nicht nur eine arbeitsteilige Kunst, die Sensationen wie die kaiserlichen Terrakottaarmee hervorgebracht hat. Auch die Produktionsverfahren im Reich der Mitte sind dadurch beeinflußt und beziehen eine gewisse Überlegenheit daraus. Diese Zusammenhänge deckt Balzan-Preisträger 2005, Professor Lothar Ledderose, im Interview mit dem Eurasischen Magazin auf.
Spätestens seit der umstrittenen Rede des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder auf der Sicherheitskonferenz in München im Frühjahr 2005 wurde das Spannungsverhältnis zwischen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und der NATO zum Gegenstand politischer Kontroversen. Einer der kritischen Punkte ist dabei die Einbeziehung der Russischen Föderation in künftige Sicherheitsstrukturen. Das Eurasische Magazin sprach mit der Direktorin des Informationsbüros der NATO in Moskau, Isabelle Francois, über die Aktivitäten des transatlantischen Bündnisses in Rußland.
Im Interview mit dem Eurasischen Magazin spricht der erste Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Globetrotter, Norbert Lüdtke, über die Faszination des individuellen Reisens. Er erläutert den Unterschied zwischen Globetrotter-Reisen und Urlaub, warum Südamerikafahrer nicht durch Asien reisen, weshalb das Heimkommen für manche ein Schockerlebnis ist und wie es kommt, daß Globetrotter bevorzugt über Unterkünfte und Toiletten reden.
Die China-Spezialistin Dr. Gudrun Wacker analysiert im Interview mit dem Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen der Volksrepublik und der Europäischen Union, die Bedeutung des europäischen Waffenembargos und die Interessenlage der USA.
Diese Frage untersucht Dr. Johannes Reissner im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Reissner gehört zur Forschungsgruppe „Naher Osten und Afrika“ in der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Iran und das Verhältnis des Westens zur islamischen Welt.
Das Eurasische Magazin sprach mit Joachim Franz, dem Initiator und Leiter der „sign – aids awareness expedition 2004“ über Sinn, Zweck und Erfolge dieses Unternehmens beim Kampf gegen Aids.
Der britische Publizist John Laughland äußert sich im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin zu den aktuellen Ereignissen in der Ukraine. Er untersucht, warum der Westen plötzlich so großen Gefallen an leninistischem Gedankengut findet und sein Herz für orangefarbene und andere „Revolutionen“ entdeckt. Außerdem analysiert er Perspektiven der geopolitischen Situation Rußlands.
Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert der Islam-Experte Dr. Murad Wilfried Hofmann, was er von dem Demokratie-Feldzug der USA hält. Er tritt für eine islamische Demokratie ein, in der der Koran als Grundgesetz fungieren könnte.
Prof. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orientinstituts in Hamburg, plädiert im EM-Interview für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Europa sei seit der Aufklärung keineswegs mehr christlich geprägt und sollte einer säkularisierten Türkei endlich Beitrittsverhandlungen anbieten. Die asiatischen Anrainerstaaten der Türkei, wie der Iran, Syrien, die Kaukausländer und der Irak würden sich durch die Zugehörigkeit Ankaras zur EU in absehbarer Zeit ebenfalls zu ihren Gunsten verändern.
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für Europa und für den eurasischen Kontinent.
Zehn Jahre sind vergangen, seit Hans Koschnick sein Amt als EU-Administrator der herzegowinischen Stadt Mostar angetreten hat. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin wirft er einen Blick zuruck auf die EU-Politik gegenuber den Krisenregionen Bosnien-Herzegowina und Kosovo.
Seit Jahrzehnten wird der Nahe Osten von blutigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Palästinensern beherrscht. Täglich sterben Menschen. Das Eurasische Magazin fragte Abdallah Frangi welche Lösungsmöglichkeiten er fur diesen Konfliktherd sieht. Frangi wurde 1943 in Beersheba, Palästina, geboren und vertritt seit den sechziger Jahren palästinensische Interessen in Deutschland. Seit 1993 ist er Generaldelegierter Palästinas in Deutschland
und seit 1998 Mitglied des Zentralrats der PLO.
„Sie treffen die besten Inder und die intelligentesten Chinesen in Stanford und nicht in Göttingen. Aus diesem Grund gehen hochqualifizierte Physiker oder Mathematiker immer wieder an amerikanische Universitäten“ – SPD-Bildungsexperte Prof. Dr. Peter Glotz über die Gründe der Abwanderung von Wissenschaftlern in die USA und die Chancen der Europäer, wieder aufzuholen.
EuroCOP-Präsident Heinz Kiefer uber die Probleme fur die innere
Sicherheit, die mit der Osterweiterung im Mai 2004 heraufziehen. Er kritisiert,
daß die Organisierte Kriminalität uber alle nationalen Grenzen
hinweg agiert, wohingegen die Kriminalitätsbekämpfung nach immer
von den einzelnen Staaten durchgefuhrt wird. Als Grund hierfur sieht
er die mangelnde Vertrauensbasis zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Staatliche
Souveränität sei oftmals Selbstzweck und werde auch verteidigt, wenn
dies einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung eigentlich zuwiderlaufe.
Ministerialdirektor Dr. Volker Stanzel vom deutschen Auswärtigen Amt nimmt Stellung zur kunftigen Entwicklung Chinas, seiner Rolle in der internationalen Politik, den Beziehungen zu den USA sowie den Staaten Asiens und Europas. Volker Stanzel ist Leiter der politischen Abteilung 3 des Auswärtigen Amtes, zuständig fur vier Weltregionen: Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Lateinamerika, Asien und Pazifik.
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Schagdaryn Bira in Ulanbator uber die Bedeutung des mongolischen Tengerismus fur die Globalisierung.
Die beiden im Iran geborenen Experten Dr. Ashgar Schirazi und Dr. Ebrahim Towfig
nehmen im Interview mit dem Eurasischen Magazin Stellung zu den wichtigsten
Fragen
Prof. Dr. Mesut Yilmaz war seit 1986 nacheinander Staatsminister, Kultusminister,
Außenminister und mehrfach Ministerpräsident der Turkei. Er
ist Grundungsmitglied der 1983 ins Leben gerufenen turkischen „Mutterlandspartei“,
Teilnehmer am Europäischen Verfassungskonvent und seit 1998 Vizepräsident
der „European Democratic Union“
Interview mit PD Dr. Peter-Arnold Mumm vom Zentrum fur historische Sprachwissenschaften
der Ludwig-Maximilians-Universität München uber nostratische
Forschungsansätze zur Entdeckung einer gemeinsamen Ursprache auf dem Kontinent
Eurasien.
Es ist eines der letzten kommunistischen Länder der Erde – nur spärlich dringen Nachrichten nach außen – das EURASISCHE MAGAZIN interviewte Rainer Zachert, der als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation Nordkorea schon mehrfach bereiste
Dr. Franz-Lothar Altmann, Leiter der Forschungsgruppe „Westlicher Balkan“ der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., über die gescheiterten Präsidentschaftswahlen in Serbien, den Wahlausgang in Bosnien-Herzegowina, die staatliche Zukunft des Kosovos und die noch unerfüllten EU-Beitrittskriterien der Türkei. Das Interview führte Hartmut Wagner.
Dr. Jens Fischer, Lehrbeauftragter fur Internationale Politik an der Universität Dortmund und Autor des Buches „Eurasismus: eine Option russischer Außenpolitik?“ (Siehe EM 3/02) uber die russische Außenpolitik unter Putin, die Zukunft der GUS, die amerikanische Hegemonie, das Verhältnis der EU zu Rußland und den geplanten Krieg der USA gegen den Irak.