
IRAN
Der 10. Februar ist der Jahrestag der iranischen Revolution. Vor 34 Jahren wurde die Tyrannei des Königs „Schah“ durch den religiösen Faschismus ersetzt und die Bevölkerung verraten. Die Freudentränen wichen sehr bald bitterem Schmerz.

NAHER OSTEN

Das Schiitentum als regionaler und globaler Faktor der internationalen Politik wird untersucht von einem jungen Wissenschaftler, der selbst Schiite ist. Er arbeitet an der FU in Berlin und legt hier eine Analyse zur Bedeutung seiner Religion im geopolitischen Spiel der Weltmächte und der Mächte des Nahen Ostens vor - den Versuch einer islamischen, einer schiitischen Geopolitik, mit Ausblick auf ein „schiitisches Imperium“.

IRAN
Nach allgemeiner Ansicht ist Ordnung ohne Herrschaft eine angenehme Form der Anarchie, in der jeder Teil der Gesellschaft sich um das Gemeinwohl bemüht, ohne dass seitens der Regierung Zwang ausgeübt werden muss. Eine Herrschaft ohne Ordnung ist hingegen dadurch gekennzeichnet, dass trotz Ausübung von Macht keine Ordnung entsteht und die Gesellschaft die Regierung nicht akzeptiert. Betrachtet man die gegenwärtige Situation im Iran, so scheint letzteres zuzutreffen. Der folgende Beitrag analysiert die Gründe für die nicht vorhandene Ordnung im Iran. Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, fließen innen- und außenpolitische sowie ökonomische Aspekte in die Untersuchung mit ein, da nur so ein vollständiges Bild der Situation im Iran wiedergegeben werden kann.

EM-INTERVIEW

Wie sich die Machtverhältnisse in der Golfregion entwickeln könnten, analysiert der Nahost-Experte Loay Mudhoon.

IRAN
Seit 30 Jahren, seit Gründung der Islamischen Republik ist es Tradition, dass am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan zu einer Demonstration aufgerufen wird. Ihr Ziel ist nach den Vorstellungen Ajatollah Khomeinis die Befreiung Jerusalems, bzw. Gods, wie die Stadt von den Moslems auch genannt wird. Die übliche Einheit der Versammelten war in diesem Jahr jedoch gestört, denn die Teilnehmer der Demonstration waren in drei Gruppen gespalten. Lesen Sie hier, was hinter dieser Entwicklung steckt und wie die politischen Eliten reichlich skrupellos um Geld, Macht und Einfluss kämpfen.

EM-INTERVIEW

Im Iran geht nicht nur das Volk auf die Straße, sondern es tobt ein Machtkampf innerhalb der religiös-politischen Führung. Ziel ist die Absetzung des Revolutionsführers Chamenei. Der Nahost-Experte Dr. Michael Lüders analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, welche Folgen dies für den Iran hat und warum davon auch eine Signalwirkung für arabische Länder ausgeht.

IRAN

George W. Bushs Nachfolger Barack Obama hat angekündigt, die moralische und politische Führungsrolle der USA im Nahen und Mittleren Osten wiederherzustellen, die im Zuge der letzten acht Jahre erheblich gelitten hat. Doch bei genauer Betrachtung begegnet man in seiner Politik einer Menge Altvertrautem.

EM-INTERVIEW

Die Iran-Sanktionen haben keinerlei Effekt, werden aber dazu führen, dass Teheran sich vom Westen abkehrt, den Blick nach Osten richtet und in China und Russland neue geopolitische Partner findet. Deutschland und die EU haben dann das Nachsehen. Die Berliner Regierung betreibt dennoch eine gezielte Entmutigungspolitik gegen das Bestreben der heimischen Wirtschaft sich im Iran zu engagieren. Dr. Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik ist Herausgeber einer Studie, die diese Fehlentwicklungen heftig kritisiert.

JUDEN IM IRAN
Schroffe Töne zwischen Israel und dem Iran. Holocaust-Leugnung auf der einen Seite, die unverhüllte Drohung mit Luftschlägen auf der anderen. Mittendrin, meistens vergessen und nur selten erwähnt, etwa 25.000 Juden im Iran, seit Jahrtausenden im Lande ansässig, Iraner per Staatsangehörigkeit, Juden durch ihre Religion und daher eigentlich beiden Seiten suspekt. Da stellt sich die Frage: Wie leben sie eigentlich, die Juden im Iran?

EM-INTERVIEW

Das Bild, das westliche Medien vom Iran zeichnen, entspricht nur in einem winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit dieses Landes. Andrea C. Hoffmann, Auslandsredakteurin im Nachrichtenmagazin Focus hat ein brandneues, bemerkenswertes Buch über den wahren Iran geschrieben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin räumt sie mit vielen Vorurteilen auf.

EM-INTERVIEW

Während der jüngsten Kämpfe im Kaukasus haben die USA und Polen ein Stationierungsabkommen für Raketen unterzeichnet. Prof. Volker Perthes, Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, hält einen iranischen Raketenangriff jedoch für „ausgesprochen unwahrscheinlich.“ Warum er das Regime in Teheran dennoch für eine besondere Herausforderung hält, erläutert er im Interview mit dem Eurasischen Magazin.

IRAN-ASERBAIDSCHAN
In der Unruheregion zwischen Armenien und Aserbaidschan fließt wieder Blut. Einer der Gründe ist die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo vom 17. Februar. Seither kommt es wegen der überwiegend von Armeniern bewohnten, aber in Aserbaidschan gelegenen Region Berg-Karabach (Nagorny Karabach) wieder zu Schießereien zwischen den Streitkräften Armeniens und Aserbaidschans. Es gab schon mehrere Dutzend Todesopfer. Doch auch an der iranisch-aserbaidschanischen Grenze wird geschossen. Hier und im gesamten Kaukasus mischen Russland und die USA seit einiger Zeit ihre Karten neu für das „Great Game“, das große Spiel. Nun sind neue Mitspieler dazugekommen: der iranische Gottesstaat und die islamistischen Fundamentalisten.

IRAN
Kreml-Chef Wladimir Putin reiste nach Teheran, um mit den fünf Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres über eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu beraten. Ein weiterer Schritt soll eine Wirtschaftskonferenz der Länder am Kaspischen Meer nächstes Jahr in Moskau sein. Der Kremlchef berichtete außerdem, die Kaspi-Anrainer hätten sich auf die Nichtverbreitung von Atomwaffen geeinigt.

IRAN

Vor dreißig Jahren drängte sich eine für damalige Verhältnisse unvorstellbar große Zahl von Dichtern, Schriftstellern, Intellektuellen bei einer Veranstaltung des deutschen Goethe-Instituts in den Räumen der Deutsch-Iranischen Gesellschaft. Dieses vergessene Woodstock der Poesie war ein Meilenstein in der Geschichte des Niedergangs der korrupten Schah-Dynastie.

EM-INTERVIEW

Wird im Nahen Osten der Dritte Golfkrieg der Familie Bush entfacht? Weshalb werden die Drohungen aus Washington nahezu täglich heftiger? Der im Iran geborene Politologe und Publizist Dr. Behrouz Khosrozadeh gibt im Interview mit dem Eurasischen Magazin überraschende Antworten. Er hat soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Die Ayatollahs und der Große Satan“. Darin untersucht er, weshalb die Beziehungen des Irans mit den USA – auf welche die Iraner einmal große Hoffnungen gesetzt hatten – heute so feindselig sind.

IRAN

Falls der Iran wirklich nach Nuklearwaffen strebt, dann deshalb, um mit dem Westen auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Teheran geht es immer darum, vor dem Hindergrund eines enormen Selbstwertgefühls, das aus der iranischen Geschichte resultiert, endlich von den führenden Mächten im internationalen System respektiert zu werden. So der Präsident des Deutschen Orientinstituts, Prof. Udo Steinbach, im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Vor einer Atommacht Iran müssten sich allenfalls einige Nachbarn fürchten, wie die säkulare Türkei und Israel.

IRAN

Der Iran will auf der Insel Kish im Persischen Golf eine Ölbörse eröffnen, an der nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abgerechnet wird. Behrooz Abdolvand, gebürtiger Iraner, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin Chancen und Auswirkungen dieses Vorhabens.

IRAN

Diese Frage untersucht Dr. Johannes Reissner im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Reissner gehört zur Forschungsgruppe „Naher Osten und Afrika“ in der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Iran und das Verhältnis des Westens zur islamischen Welt.

IRAN
Die beiden im Iran geborenen Experten Dr. Ashgar Schirazi und Dr. Ebrahim Towfig
nehmen im Interview mit dem Eurasischen Magazin Stellung zu den wichtigsten
Fragen
Der Iran ist ein faszinierendes Reiseziel. Das Land war während seiner jahrtausendelangen Geschichte stets ein Schmelztiegel der Zivilisationen, wovon beeindruckende antike Ausgrabungen wie Persepolis oder Pasargadae zeugen. Der Iran besitzt neben unvergleichlichen Baudenkmälern eine verblüffende landschaftliche Vielfalt mit fruchtbaren Tälern, kargen Hochebenen und hohen Gebirgsketten. Dies alles und vor allem die gastfreundlichen Bewohner des Landes hinterlassen bei jedem Besucher unauslöschliche Eindrücke.
Persien kann auf eine Jahrtausendelange Märchentradition zurückblicken. Der Band versammelt die schönsten und anrührendsten Geschichten und Fabeln. Ein poetischer Streifzug durch eine uralte Hochkultur. Der bekannte Dichter SAID stellt in seinem Vorwort die Märchentradition seiner Heimat vor.
Ein mutiges Buch, ein kenntnisreiches, eines das Klarheit bringt, und das sich damit wohltuend abhebt von den üblichen Iran-Verrissen und Iran-Spekulationen.
Der Nahe Osten ist derzeit der größte und explosivste Krisenherd der Welt. Behrouz Khosrozadeh hat soeben ein Buch veröffentlicht, in dem er die Gründe für diese Ansammlung von politischem Sprengstoff und Feindseligkeit untersucht. Darin werden die Geschichte des Öllandes Iran und seiner Beziehung zum Westen, insbesondere zu den USA, ausführlich dargestellt. 1984, zu Zeiten Khomeinis, hat Khosrozadeh den Iran im Alter von 23 Jahren verlassen. Seit 1985 lebt und arbeitet er in Deutschland. Er ist nach seiner Promotion als Politologe und Publizist tätig.