
EM-EXKLUSIV

Der 21-jährige Sänger Farid Mammadov aus Aserbaidschan gehört im Finale des Eurovision Song Contest am 18. Mai 2013 in Malmö zu den Favoriten. Das Eurasische Magazin hatte die Gelegenheit, nach dem Halbfinale mit ihm zu sprechen.

MUSIKWETTBEWERB

Russland setzt beim Eurovision-Song-Contest nicht auf nackte Haut sondern auf Ausdruck und lässt dafür sogar eine Nichtrussin antreten.

IRAN

Vor dreißig Jahren drängte sich eine für damalige Verhältnisse unvorstellbar große Zahl von Dichtern, Schriftstellern, Intellektuellen bei einer Veranstaltung des deutschen Goethe-Instituts in den Räumen der Deutsch-Iranischen Gesellschaft. Dieses vergessene Woodstock der Poesie war ein Meilenstein in der Geschichte des Niedergangs der korrupten Schah-Dynastie.

SIEBENBÜRGEN

Er hätte nach Aussagen von Zeitgenossen ein zweiter Mozart werden können. Doch bereits mit 15 Jahren hat der Tod das Genie aus den Bergen Siebenbürgens dahin gerafft. Carl Filtsch, begnadeter Pianist und jugendlicher Komponist war Schüler und Protegé Chopins, begeisterte Franz Liszt und reiste im jugendlichen Alter kreuz und quer durch Europa, von einem Konzerthaus zum nächsten. Heute steht der Name des Siebenbürger Buben Pate für das nach ihm benannte Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festival. Es wird im Juli 2007 bereits zum zwölften Mal im siebenbürgischen Hermannstadt ausgetragen.

WEIßRUSSLAND

Keine Revolution in Minsk. Die Gegner des Lukaschenko-Regimes waren zu schwach, um die politische Macht zu übernehmen. Die demokratische Opposition in Weißrussland ist damit aber nicht am Ende. Besonders viele Anhänger hat sie in der einheimischen Rockmusikszene. Das kostenlose CD-Album „Belarusian Red Book“ präsentiert jetzt erstmals die zensierten und verbotenen Bands aus Weißrussland.

EURASISCHE MUSIKSZENE

Die britische Rundfunkanstalt BBC zeichnet im April eine Musik aus, die aus einem eurasischen Niemandsland kommt: der virtuellen Bukowina. Ihr Schöpfer Stefan Hantel alias Shantel hat sie auf den Spuren seiner Großeltern in Czernowitz entdeckt. Seither ist er in Liebe und Leidenschaft zu diesem musikalischen Bastard entbrannt. Im „Bucovina Club“ und auf Tourneen in aller Welt verzaubert sein Hybrid-Sound das Party-Publikum. Für die trunkenen Gäste des Spektakels ist Techno von gestern.

WEIßRUßLAND

Weißrußlands Staatsoberhaupt Aleksandr Lukaschenko hat für Mitte März Präsidentschaftswahlen angesetzt. Um Kritik an seiner Wiederwahl im Keim zu ersticken, ließ er die populärsten weißrussischsprachigen Rockgruppen auf einen Index setzen.

BULGARIEN

Der orientalische Popfolk erobert den Musikmarkt in Bulgarien. Obwohl die musikalische Qualität von „Tschalga“ umstritten ist, scheint sein Siegeszug nicht mehr aufzuhalten.

GEORGIEN

Im März tourte das georgische Nationalballett durch Deutschland. Das Eurasische Magazin präsentiert Bilder und Impressionen vom Auftritt der kaukasischen Tänzer.

OSTEUROPA

Der sozialistische Ostblock ist längst Geschichte. Bis heute aber ist zeitgenössische Musik aus Osteuropa hierzulande nur einem Kreis von Eingeweihten bekannt. Musikalisch orientieren sich die meisten Menschen streng gen Westen. Die neue Berliner Plattenfirma Eastblok Music will hier gegensteuern.

ESTLAND

Alle fünf Jahre stimmen die Esten ein Loblied an – auf sich selbst. Anfang Juli wurde das traditionelle „Laulupidu“ gefeiert – ein gigantisches Festival der estnischen Volkskultur.

KULTUR IN EURASIEN
Vor 80 Jahren eroberte der Siebenburger Sachse Rudolf Wagner-Régeny mit seinen Opern von Berlin aus die Buhnen der Welt. Sein musisches Schaffen wurde sowohl durch das abendländische Christentum als auch durch Elemente der asiatischen Religionen, vor allem des Zen-Buddhismus, befruchtet. Wagner-Régeny hat die Musikwelt des 20. Jahrhunderts bereichert, auch wenn sein Werk heute fast vergessen ist. Das Eurasische Magazin veröffentlicht ein Gespräch mit dem Wagner-Régeny-Interpreten Peter Szaunig über das Werk des Komponisten und die geistig-religiösen Einflüsse aus West und Ost, die es geprägt haben.

Der Schweizer Sender SF DRS zeigt am 21. Dezember 2003 einen Dokumentarfilm
mit dem Titel „Lied von der Steppe – Musikalische Begegnung in der Mongolei“.
Bei ARTE wird dieser am 20.März 2004 wiederholt. Michael Schindhelm
und Jörg Jeshel drehten die Reportage während des Festivals „Roaring
Hoofs“, welches alljährlich inmitten der mongolischen Steppe stattfindet.
Sie vereinigen dabei faszinierende Bilder aus der rauhen, oft auch lieblichen
Natur mit den ergreifenden Klängen mongolischer Musiker und ihren Gästen
aus aller Welt. Gleichzeitig geben sie viele interessante Einblicke in Geschichte,
Kultur und Leben der Mongolen.

NEUE SLOWENISCHE KUNST

Das slowenische Kunstlerkollektiv Laibach verstört die Musikwelt seit nunmehr 23 Jahren mit obskuren Konzeptalben und einer kompromißlosen totalitaristischen Visualität. Das
Eurasische Magazin hat das aktuelle Album „WAT“ aufmerksam gehört und eines der ausverkauften Konzerte in der Berliner Volksbuhne im Oktober besucht.

EURASISCHE KLÄNGE
Was im nordindischen Punjab bei Ernte- und Familienfesten fur Stimmung
sorgt, hat nun weltweit Diskos erobert: die Musik der als „Bhangra“
bezeichneten traditionellen Volkstänze. Ihre Klänge werden im Westen
mit Schlagzeug und Verstärker zu Disko-Schlagern gemacht

GRAND PRIX D'EUROVISION DE LA CHANSON

Der seit 1956 ausgetragene Grand Prix d'Eurovision
de la Chanson ist konzipiert als ein europäischer Sängerwettstreit:
Die Länder Europas wählen einen Kunstler aus, der sie am Abend
des Wettbewerbs vertreten soll.
Ausdruck universaler menschlicher Empfindungen als Brucke zwischen Ost
und West

TIBETISCHES TOTENBUCH
„Bardo“-Komposition für Violoncello und Orchester vom Frankfurter Komponisten und Musikprofessor Hans Zender – Vertonung des „Bardo Thödol“ durch den einstigen Schlagzeuger der Deutschrock-Band „Eulenspygel“, Jean-Pierre Garattoni

EURASISCHE KLÄNGE

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