Themen: Rezension
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Seit Jahren auf der Hannover-Messe vertreten, gewinnt China auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung als Wirtschaftspartner. Die Autorin, Gründerin und Geschäftsführerin von China Communications Consulting, berichtet aus der Praxis und gerade dies macht die Lektüre dieses China-Wirtschaftsratgebers nützlich.
Kamtschatka ist das bärenreichste Gebiet der Erde. Allein am Kurilensee leben 1000 Exemplare in einem herrlichen Naturschutzgebiet. Gerade sind außerdem auf der Halbinsel vier Vulkane gleichzeitig ausgebrochen. Verlockend? Trescher hat den passenden Reiseführer dazu auf den Markt gebracht. Egal ob Individualreisender oder Gruppenreisender, für jeden hat er die passenden Ratschläge zur Vorbereitung und Durchführung einer Kamtschatka-Tour parat.
Usbekistan ist bekannt durch den sterbenden Aralsee, durch Samarkand, Buchara und Chiwa, die schönsten Städte der Seidenstraße. Usbekistan geriet in die Schlagzeilen, weil hier die Nato Militärbasen für den Krieg gegen Afghanistan eingerichtet hat, weil es Öl, Gold, Gas und Baumwolle gibt. Aber Usbekistan ist mehr. Das Land ist jung, ist modern geworden. Hier sind Menschen zuhause, die ihre Träume leben und ihre Liebe. Davon handelt das Buch von Jan Balster, dem Weltenbummler, der immer die Spur der Menschen und ihre Nähe sucht. Das macht seine Reportagen so unverwechselbar.
Trotz der Faszination, die die Exotik Indiens auf uns Mitteleuropäer ausübt, ist das Wissen über den asiatischen Subkontinent noch immer lückenhaft. Die neue Länderdokumentation „Indien 151“ will Lücken schließen und hinter die Kulissen schauen.
„Es ist schlimm, in einem Lande zu leben, in dem es keinen Humor gibt. Aber noch schlimmer ist es, in einem Lande zu leben, in dem man Humor braucht“, heißt es bei Bert Brecht, und was dessen Urteil unter den Bedingungen des „real existierenden Sozialismus“ bedeutete, ist in Oschlies’ Buch in dankenswerter Vielfalt erläutert.
Nachbarvölker erlebten die Kelten als geschäftstüchtige Händler und Kunsthandwerker. Aber wenn Feindschaft mit ihnen herrschte, waren sie als Krieger immens gefürchtet. Die Kelten sind geheimnisumwittert wie kaum ein anderes europäisches Volk. Ihren Priestern und Druiden wurden Weisheit und magische Fähigkeiten zugesprochen.
Woraus bestehen wir eigentlich im Innersten? Wie viele Lebensformen wurden im Laufe der Evolution in uns „verbacken“? Wie passen sie zusammen? Welchen Einflüssen dieser vielen Grundbestanteile unterliegen wir? Und wer ist „wir“ dann überhaupt? Wie funktioniert das Konglomerat Mensch? Dieses Buch stellt die spannendsten Fragen zu unserem Menschsein. Es zeigt, dass vieles doch anders ist als wir vielleicht vermuten, oder als die Geschichte von Adam und Eva uns erzählen möchte.
„Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt von Jörg Baberowski
Stalin und der Stalinismus ist ein ewiges Leit- und Leidthema der russischen Geschichte, aber keineswegs nur dieser. Der Berliner Russlandhistoriker Jörg Baberowski hat in der Vergangenheit mehrfach zum Thema Stalinismus publiziert.
„Cro-Magnon: Das Ende der Eiszeit und die ersten Menschen“ von Brian Fagan
Die Geschichte von den neuen Menschen, die vor 50.000 Jahren begannen die Welt zu verändern, zu besiedeln und die den Grundstein für unsere Kultur legten.
Wie kommt ein in Inhalt, Sprache, Stil und Dramaturgie ausnehmendes Buch zu einem so dämlichen Titel, der in keinem Zusammenhang zu seinen Aussagen steht? Das etwa war mein erster Gedanke bei der Lektüre, den ich aber bald korrigierte: Der Titel hat sehr wohl engsten Konnex zum Inhalt – er ist dessen kürzeste Kurzfassung!
Die russische Schriftstellerin Tatjana Kuschtewskaja, geboren 1947 in der Turkmenischen SSR, zeichnet ein interessantes Porträt russischer Frauen durch die Jahrhunderte. Es waren Frauen, die russische Geschichte schrieben.
Mischehen sind ein Wagnis? Fremde Kulturen passen nicht zusammen? Und speziell die Russen – das weiß man doch, wie die sind. Auch noch ein Seemann, muss das denn sein? Die meisten dieser Klischees können Sie vergessen, wenn Juliane Inozemtsev von ihrer russischen Familie erzählt, von ihrem Ehemann aus Sewastopol und wie das alles gekommen ist. Spannend wird es auf jeden Fall, verlassen Sie sich darauf! Und was Sie über Deutsche und Russen erfahren, beschert Ihnen mit Sicherheit viele Aha-Erlebnisse.
„Berlin – Sehenswürdigkeiten, Kultur, Szene, Ausflüge, Tipps“ von Susanne Kilimann, Rasso Knoller, Christian Nowak
Dieser Trescher Stadtführer ist der ideale Schlüssel, um sich die Hauptstadt zu erschließen: kompetent geschrieben, durchdacht angelegt und praktisch in der Handhabung. Außerdem reich bebildert, benutzerfreundlich gegliedert und mit sage und schreibe 80 Seiten Berlin-Informationen extra, von Anreise und Aktivitäten für Kinder, über Biergärten und Museen bis Stadtführungen, Übernachten und Veranstaltungen.
„Ehrenmord – ein deutsches Schicksal“ von Matthias Deiß und Jo Goll
Dreiundzwanzig Jahre alt ist die kurdisch-stämmige Deutsche Hatun Sürücü, als sie von ihrem eigenen Bruder erschossen wird. Sie starb, weil sie ein selbstbestimmtes Leben führen wollte.
„Die Externsteine – eine Wanderung durch Mythos und Geschichte“ von Heiko Petermann
„Die Externsteine sind ein in Stein gemeißeltes Geheimnis unserer Kultur“ heißt es in der Verlagsmitteilung auf der Umschlagseite des Buches. Das zumindest dürfte unumstritten sein. Ansonsten gehen die Ansichten über kultische Bedeutung und mythologische Vergangenheit ziemlich auseinander. Heiko Petermann bietet mit seinem Taschenbuch eine sorgfältig aufbereitete Darstellung all dessen, was über diese geheimnisvolle Steinformation gesagt werden kann.
„Trolleybus nach Osten“ von Ildar Abusjarow
In seinen ersten auf Deutsch erschienenen Erzählungen spielt Ildar Abusjarow mit verschiedenen Realitäten. In wilder Metaphorik reflektiert er über die Liebe und das Schreiben, verflicht postsowjetischen Alltag und orientalische Lebensart.
„Prag – mit Melnik, Karlstein und Böhmischem Bäderdreieck“ von Sabine Herre
Die Liebe zur „ihrer“ Stadt, durch die sie den deutschsprachigen Besucher führt, spricht aus allen Zeilen. „Ihre“ Stadt ist Prag seit rund 30 Jahren. Mitte der 1980er Jahre kam Sabine Herre erstmals als Auslandskorrespondentin nach Prag. Jahrelang hat sie aus der tschechischen Hauptstadt berichtet. Ihre profunde Kenntnis kommt dem Reisenden zugute.
„Der kalte Freund – warum wir Russland brauchen: Die Insider-Analyse“ von Alexander Rahr
Alexander Rahr hat ein mutiges Buch geschrieben. Mutig deshalb, weil er keiner der schwierigen Fragen im Verhältnis Russland-Deutschland-Europa aus dem Wege geht. Sie haben es alle in sich. Ob es sich um die grassierende Korruption in Russland handelt, oder um die anscheinend unheilbare westliche Arroganz. Rahr kennt beide Seiten und hat kenntnisreich analysiert.
„Attil und Krimkilte. Das tschuwaschische Epos zum Sagenkreis der Nibelungen“ - übersetzt und herausgegeben von Kai Ehlers - in Zusammenarbeit mit Mario Bauch und Christoph Sträßner
Attilas unglückliche Liebe. Ein neu entdecktes Epos aus dem Sagenkreis der Nibelungen wirft Fragen über unsere Geschichte auf .
„Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2010“ - Landesamt für Denkmalpflege, Archäologisches Landesmuseum, Förderkreis Archäologie (Hrsg.)
Neue Funde und moderne archäologische Untersuchungsmethoden stellt das großzügig bebilderte Jahrbuch vor. Es enthält 66 Beiträge aus allen Bereichen der Landesarchäologie und zeigt wieder einmal die reichhaltige Kultur der frühen Besiedlung des Landes.
„Russische Reise“ von John Steinbeck und Robert Capa, herausgegeben von Ilija Trojanow
Ilija Trojanow, Schriftsteller und Herausgeber der Buchreihe „Weltlese – Lesereisen ins Unbekannte“, stellt in der vorliegenden Edition zwei berühmte amerikanische Journalisten vor ? den Schriftsteller John Steinbeck und den Fotografen Robert Capa, die wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1947 für die „New York Herald Tribune“ in die Sowjetunion reisten. Ihr Reisebericht will jenseits der durch die Propaganda des Kalten Krieges produzierten Stereotype einen vorurteilslosen Blick in den Alltag der Sowjetbürger werfen. - Ein zeithistorisches Dokument über den Spätstalinismus.
Russland - Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang? Von Lev Gudkov, Victor Zaslavsky
Im Gegensatz zu den ostmitteleuropäischen und baltischen Staaten verlief der Transformationsprozess in Russland autonom und wurde durch widerstreitende politische und wirtschaftliche Kräfte bestimmt. Für Lev Gudkov und Victor Zaslavsky ist die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre in ihrer Komplexität historisch einzigartig. War die autoritäre Kehrtwende in Russlands kulturhistorischem Kontext unvermeidlich? Und wie stehen die Chancen für eine langfristige demokratische Modernisierung?
„Der Anglizismen-Index - Anglizismen, Gewinn oder Zumutung?“ von Gerhard H. Junker, Hrsg.
Der Anglizismen-Index ist ein Verzeichnis von rund 7.300 englischen Wörtern und Wendungen, die in die deutsche Sprache eingedrungen sind. Dabei ist er jedoch weit mehr als ein reines Wörterbuch.
„Aeroflot bis Zar – Ein heiteres Sachbuch zu den 222 russischen Wörtern, die ALLE Deutschen kennen“ von Wolf Oschlies.
Wieder hat im Wieser Verlag in Klagenfurt ein Buch von Wolf Oschlies das Licht der Welt erblickt. Wie alle Bücher der Reihe „Europa erlesen“ ist auch dieses in handlichem und damit Leser- und lesefreundlichem Format erschienen. Das Buch ist mit zahlreichen Illustrationen von Shenja Sidorkin versehen, und mit einer davon geht es auf dem Cover gleich heiter los und dann heiter weiter.
„Ein Jahr in Moskau: Reise in den Alltag“ von Carmen Eller
„In Moskau braucht man viel Geduld und noch mehr Humor“ - Es sind nicht gerade die typischen deutschen Eigenschaften, die einem das Leben in Moskau erleichtern. In ihrem Reise-Buch gibt die Autorin Carmen Eller wichtige Tipps.
„Manifest der Vielen: Deutschland erfindet sich neu“ von Hilal Sezgin (Hrsg.)
„Das ‚Manifest der Vielen‘ ist Gegengift und Pflichtlektüre“, schreibt die Herausgeberin Hilal Sezgin völlig unbescheiden: „Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden. Dreißig profilierte Autorinnen und Autoren schreiben über ihr Leben in Deutschland, über Heimat und Identität, über ihr Muslim- oder Nicht-Muslim-Sein anlässlich der Sarrazin-Debatte.“
„Siebenbürgen – rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt“ von Birgitta Gabriela Hannover Moser.
Im Karpatenbogen vermischen sich seit Jahrhunderten rumänische, deutsche und ungarische Traditionen, was sich in der Fülle von pittoresken Städten und Dörfern zeigt. Vor allem die unzähligen Kirchenburgen und Burgruinen Siebenbürgens haben sich zu Touristenmagneten entwickelt.
„Sibirien: Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ von Dittmar Dahlmann
In den letzten Jahren sind auf dem Buchmarkt eine Reihe von Monografien erschienen, die einen populären Ein- und Überblick in die Geschichte Sibiriens geben, so u.a. von Sabine Gladkov (Pustet Verlag 2003) und Gudrun Ziegler („Der achte Kontinent: Die Eroberung Sibiriens”, Ullstein Verlag 2005). Diese vermochten allerdings nicht zu überzeugen. Mit dem vorliegenden Buch von Dittmar Dahlmann sieht das anders aus.
Das Standardwerk über die Kelten ist in der Neuauflage um die Hälfte erweitert. Bisher auf Mitteleuropa beschränkt umfasst es nun die ganze Welt dieser sagenumwobenen Stämme bis zu den sanften Hügeln Irlands. Wie sie lebten, was sie glaubten, wie sie kämpften und untergingen.
Der Autor, Redakteur der „taz”, ausgewiesen durch mehrere Arbeiten über Osteuropa, lässt den Leser in die ostmitteleuropäische Flusslandschaft eintauchen, die für Deutsche, Polen, Juden und Litauer mit einer hohen Symbolik verbunden ist. Lange Zeit war diese Flusslandschaft durch Nationalismen belastet.
Es geht Wolfgang Leonhard nicht darum, eine neue Stalin-Biografie auf den Markt zu werfen, vielmehr darum, das Wesen der Herrschaft des Stalinismus zu veranschaulichen.
Vom Atlantik bis zum Kaukasus, vom regnerischen Britannien bis in die flirrende Wüstenhitze Afrikas: römische Straßen führten in jede Provinz des Reichs. Über dieses riesige Wegenetz kontrollierten die Kaiser ihr Imperium. Über imposante, heute noch erhaltene Brücken, durch Tunnel, vorbei an quirligen Kneipen und protzigen Grabmälern. Roms Soldaten marschierten im Eiltempo bis in die entlegensten Winkel des Reichs. Dafür wurde ein Fernstraßennetz in gigantischen Ausmaßen geschaffen.
Eurozentrismus ist ein sehr junger historischer Irrtum. Globalisierung beruht keineswegs auf europäischen Wurzeln. Asien war vorher da und ist es nun wieder – war nur mal kurz weg. Wer es immer noch nicht glauben möchte, hat hier zwei Bücher vor sich, um seine Zweifel abzuarbeiten.
Wir wünschen uns gegenseitig „einen schönen Tag“. Wir verabschieden uns mit der wohlmeinenden Bitte „passen Sie gut auf sich auf“. Wir übersenden „alle guten Wünsche zum freudigen Ereignis“. – Ob dies irgendeinen Einfluss auf das weitere Ergehen der Menschen hat, denen diese Wünsche gelten, wissen wir nicht. Wenn wir uns aber vorstellen, wir würden uns hinterherrufen „hoffentlich beißen Sie bald ins Gras“. Und zum Abschied boshaft sagen „ich wünsche Ihnen die Pest an den Hals“. Und die Karte zum freudigen Ereignis mit dem Fluch versehen, „hoffentlich holt Ihren Bankert bald der Teufel“. – Dass diese Bösartigkeiten unser Empfinden beeinflussen könnten, ist wohl für die meisten von uns vorstellbar.
Er schrieb, wo immer er sich auch befand. Im Kaukasus, in Paris, in den Stahlgewittern der Front und dort, wo jeder Heroismus vergeht: in der tiefsten Scheiße, die niemand so total erlebt, wie Soldaten. Blut, Exkremente, Gedärme, Hirn, aufgerissene Bäuche, gebrochene Augen und zerborstene Knochen. In der Beziehung hat sich in den 90 Jahren, die seit dem I. Weltkrieg vergangen sind, wenig geändert. Noch immer zerfetzen Granaten Menschen. In Afghanistan, im Irak, im Kaukasus. Aber authentischer beschrieben hat es noch keiner als der junge deutsche Offizier Ernst Jünger.
Eindringlich wie immer, das ist SAID, der Dichter und Essayist, auch in diesem Band. Seine persönlichen und doch hochpolitischen Texte spiegeln die Facetten der faszinierenden Persönlichkeit.
Reiseführer über Rom gibt es wie Steine an der Via Appia. Eine „Zeitreise in die Antike“ bietet kaum einer. Wer nach Sehenswürdigkeiten aus der alten Zeit sucht, wird oft mit oberflächlichen Bemerkungen gelangweilt. Die antike Metropole erschließt sich dadurch aber nicht.
Von uralten Traditionen bis zu ausuferndem Kapitalismus, von buddhistischer Gelassenheit bis zu glitzerndem Größenwahn hat der Autor auf seiner Tour durch Südostasien alles angetroffen. Man hat ihm Ratten als Delikatesse aufgetischt und die Hitze hat ihn ausgedörrt, wie er es vordem noch nicht erlebt hatte. Herausgekommen ist ein Reiseroman der Extraklasse, geschrieben mit viel Wortwitz.
Krisenregion Kaukasus – zwei Beiträge in dieser Ausgabe des Eurasischen Magazins widmen sich ihr. Der Kaukasus kann mit Fug als eine der Drehscheiben der Weltpolitik bezeichnet werden
Istanbul, europäische Kulturhauptstadt 2010, ist seit über zweieinhalbtausend Jahren Tor zum Orient für den Westen und Brücke zum Okzident für den Osten. Immer wieder war die Stadt der drei Namen - Byzanz, später Konstantinopel und heute Istanbul - Schauplatz von Siegen, Niederlagen und Zerstörung.
Wer ein „normales Buch“ über Albaniens Sprache oder Kultur erwartet, wird sich wundern. Das merkt der geneigte Leser schon bei den ersten Zeilen: „Flugtag. Langeweile bis das blaue Band der Donau auftaucht. Dann Berge bis zum Horizont. In einem Talkessel Sarajevo- im satten Zementgrau – sich selbst belagernd. Ich beschließe Tagebuch zu schreiben. Links Albanien, rechts Nebel. Dann wie ein Wunder eine Ahnung von der Küste Italiens. Ein gelobtes Land.“
Der Iran ist ein faszinierendes Reiseziel. Das Land war während seiner jahrtausendelangen Geschichte stets ein Schmelztiegel der Zivilisationen, wovon beeindruckende antike Ausgrabungen wie Persepolis oder Pasargadae zeugen. Der Iran besitzt neben unvergleichlichen Baudenkmälern eine verblüffende landschaftliche Vielfalt mit fruchtbaren Tälern, kargen Hochebenen und hohen Gebirgsketten. Dies alles und vor allem die gastfreundlichen Bewohner des Landes hinterlassen bei jedem Besucher unauslöschliche Eindrücke.
Die große Faszination Tibets geht von seinem Hochland aus, dem Schneeland, wie es auch genannt wird, mit Bergspitzen, die über 8.000 Meter aufragen. Und überall auf der Welt lernen schon Schulkinder, dass es sich hier um „das Dach der Welt“ handelt, um die höchsten Gipfel der Erde, die über allem thronen. Tibet umfasst im Süden den größten Teil des Himalaya-Gebirges. Dort erreicht es eine durchschnittliche Höhe von 4.500 Metern. Diese einmalige Grenzsituation zwischen Himmel und Erde und die sagenhafte Kultur Tibets regen Phantasie und Sehnsüchte der Menschen an und ziehen sie in ihren Bann.
Warum scheitern viele Unternehmen, die auf westlichen Märkten erfolgreich sind, in Fernost? Mit dem von ihr entwickelten Instrument der „Cultural Intelligence“ zeigt Dr. Hanne Seelmann-Holzmann westlichen Unternehmern, wie man sich auch in der multipolaren Weltwirtschaft einen gewinnbringenden Wettbewerbsvorteil verschafft.
Der Islamwissenschaftler und Mitarbeiter der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, bringt es auf den Punkt: „Erfolg in der Terrorismusbekämpfung bedeutet, dass niemand mehr auf Usama Bin Laden hört.“ Für eine solche Entwicklung zeigt er in seinem Buch Wege auf. Wie nötig und überfällig eine wirkliche Anti-Terror-Strategie ist, ergibt sich auch daraus, dass in Deutschland nicht weniger als 38 verschiedene Behörden mit der Terrorbekämpfung befasst sind.
Nein, eine „objektive“ Darstellung ist das nicht, weil es so etwas gar nicht gibt. Wer schreibt, der wertet, und wer wertet, sollte sich zu seiner wertenden Subjektivität bekennen. Das garantiert zumindest ein ehrliches Buch, das zum guten Buch wird, wenn sattelfeste Faktenkenntnis, kundiger Umgang mit Quellen, stimmige Gesamtschau von Prozessen, leserfreundlicher Stil und eine flüssige Darstellung hinzukommen.
„Ich bin auf Reisen immer wieder gerne in keltische Länder wie Irland oder Schottland gefahren“, sagt Rüdiger Sünner im Eingangstext zu seiner dem Buch beiliegenden DVD. Dort hätte ihn nicht nur die Landschaft angezogen, sondern auch das unverkrampfte Verhältnis der Menschen zu ihren Mythen, Sagen und Kultstätten. Sünner analysiert, wovon die Verkrampfung gegenüber den Mythen in germanischen Ländern herrührt. Er kommt zu dem Ergebnis: „Vom Missbrauch in Nationalsozialismus und rechter Esoterik“.
Gibt es sie – eine wirkliche Opposition gegen das System Putin in Russland? Und wenn ja, von wem wird sie organisiert, was sind ihre Forderungen und wie stehen ihre Chancen?
Abzocke, Gier, Staatsversagen, hemmungslose Verschuldung – das sind die negativen Werte, das ist der Stoff aus dem die Krise kommt. Und er ist immer noch reichlich vorhanden. Noch immer lebt Amerika über seine Verhältnisse. Und an der Wall Street tun viele so, als sei nichts passiert.
Wir schreiben das Jahr 2034. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat.
Es war eine kalte Welt in der sich gewaltige Gletscher bildeten von denen Reste noch heute zu sehen sind. Fellbekleidete Jäger jagten in den Weiten windgepeitschter Steppen das mächtige Mammut. Und in den Höhlen entstand Kultur.
Alexander der Große errichtete in kürzester Zeit ein Reich von unvorstellbaren Dimensionen: Von Griechenland bis an den Persischen Golf, von Nordafrika bis nach Indien reichte die Macht des wohl berühmtesten Feldherrn der Geschichte.
So kennt wohl kaum jemand den Fluss seiner Heimat oder einen der großen Ströme irgendwo in Europa. Klaus Hormann, der bis zu seiner Emeritierung Professor für Geografie an der Universität Kiel war, hat ein grandioses, ein einmaliges Werk geschaffen.
Eine geheimnisvolle Spur führt ins europäische Forschungszentrum CERN in Genf zu dem karrieresüchtigen Projektleiter Eric Stein und seinem skrupellosen Helfer Boris Bogdanow. Sie haben ein Schwarzes Loch erzeugt, das die gesamte Welt zu vernichten droht.
Fast 34 Jahre nach ihrem Tod wird über sie so heftig gestritten wie noch nie zuvor: Latife Ussaki, die Ehefrau von Atatürk. Doch ein Buch stellt sie nun in ein anderes Licht. Die Journalistin Ipek Calislar hat ein überraschendes und kontrovers diskutiertes Porträt vorgelegt.
„Dieses Buch erzählt die Geschichte von Chantrea, einer Region an der vietnamesischen Grenze, die während des Krieges zwischen Vietnam und Kambodscha sehr bekannt war, und die von den Amerikanern als das ‚Gebiet des Entenschnabels’ bezeichnet wurde. Ab 1968 stand Chantrea in Flammen. Die Tränen und das Blut der Menschen fingen an zu fließen.“
Persien kann auf eine Jahrtausendelange Märchentradition zurückblicken. Der Band versammelt die schönsten und anrührendsten Geschichten und Fabeln. Ein poetischer Streifzug durch eine uralte Hochkultur. Der bekannte Dichter SAID stellt in seinem Vorwort die Märchentradition seiner Heimat vor.
Das Grundgesetz als gemeinsamer Identitätsstifter der pluralistischen Gesellschaft in Deutschland - Repräsentanten des öffentlichen Lebens, auch solche mit Migrationshintergrund, erläutern ihren persönlichen Stellenwert der garantierten Grundrechte.
Der Roman „Der letzte Ausweis“ des Iraners F.M. Esfandiary erschien erstmals bereits vor über 40 Jahren. Doch die Geschichte über die Absurditäten der Bürokratie sowie über eine verzweifelte Identitätssuche ist zeitlos und universell geblieben. Die Neuauflage vom März 2009 zeigt dies.
Dieses Buch handelt von kühnen Kämpferinnen, die mutig waren, stark und kriegerisch: den Amazonen. Sie konnten reiten und kämpfen, waren mutig und stark - und brauchten Männer nur zur gelegentlichen Fortpflanzung. Sie sind ein Mythos und haben seit jeher die Phantasie beflügelt. Jetzt diejenige von Hedwig Appelt, Literaturwissenschaftlerin, selbst leidenschaftliche Reiterin und beruflich zu Hause in der Werbebranche.
Wie das Leben vor 40.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb ausgesehen hat, wie bei Eis und Schnee Tiere gejagt wurden und wie der moderne Mensch auf den Neandertaler traf - das alles wird hier lebendig.
In dieser Auseinandersetzung des deutschen Transformationsforschers Ehlers mit dem russischen Poeten Berschin kommen Eigenschaften und Befindlichkeiten über den „eurasischen Integrationsknoten“ Russland und seine Menschen zutage, die man sonst nirgends findet.
Der Wissenschaftsjournalist Dr. Rolf Froböse hat keine neuen Theorien über die Entstehung des Universums oder des Lebens etc. aufgestellt. Aber er hat den gegenwärtigen Stand des Wissens recherchiert und verständlich dargestellt. Das ist ein großes Verdienst. Viele Leser, die von der Quantenphysik vielleicht noch nie sonderlich viel gehört oder gar verstanden haben, können nach der Lektüre des Buches zumindest mitreden.
Der Kernthese des Buches, dass von einer wirklichen Konfrontation der Großmächte USA und Russland im Kaukasus keine Rede sein könne, muss mit aller Vehemenz widersprochen werden. Dennoch kann das von Marie-Carin von Gumppenberg und Udo Steinbach herausgegebene Buch als eine gute Überblicksdarstellung empfohlen werden, die ein kaleidoskopartiges Bild vom „Pulverfass“ Kaukasus und seiner kulturellen Vielfalt liefert.
Das Machtspiel geht weiter. Für den US-Schriftsteller und Polit-Denker Robert Kagan ist die Welt zum Großmachtnationalismus alter Prägung zurückgekehrt.
„Vor allem ein Grund ist ausschlaggebend dafür, warum sich der Westen nicht über die große Demokratisierung des menschlichen Geistes freuen kann: Er ist sich nur zu deutlich bewusst, dass der große Tag der Abrechnung kommen wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt.“ (Kishore Mahbubani)
Der bekannte türkische Musiker Zülfü Livaneli hat ein Buch vorgelegt, das ein Gesellschaftsbild der Türkei in Romanform zeichnet. Zülfü hatte 1971 nach dem Militärputsch und einer dreimonatigen Gefangenschaft seine türkische Heimat verlassen müssen. Nach Stationen in Paris, Stockholm und Athen wurde der als „Poet des friedlichen Aufstandes“ bezeichnete Künstler nach seiner Rückkehr in die Türkei gefeiert. Sein Buch ist eine eindringlich geschriebene Emanzipationsgeschichte.
Die Länder der „zweiten Welt“ bilden jenen Schauplatz, auf dem Imperien über die Weltordnung der Zukunft entscheiden werden. Gleichzeitig seien es die nervösen „Wechselstaaten“ an der Schwelle von der dritter zur ersten Welt, die bestimmen würden, wie sich das Machtgleichgewicht zwischen den drei größten Imperien – den USA, der Europäischen Union und China – im 21. Jahrhundert gestaltet.
Die Jahre 1848/49 sind für uns Mittel- und Westeuropäer keine Unbekannte. Während sich hier die Monarchen mit dem aufstrebendem Bürgertum, den entflammenden Freiheitsgedanken und somit den Aufständen auseinander setzten mussten, strebte das Zarenreich Russland auf, die Steppengebiete der turanischen Niederung unter sein Joch zu bannen.
Ein mutiges Buch, ein kenntnisreiches, eines das Klarheit bringt, und das sich damit wohltuend abhebt von den üblichen Iran-Verrissen und Iran-Spekulationen.
Vor gut einem Jahr hat sich der Kosovo für unabhängig erklärt. Ein „gescheiterter Staat“ von Anfang an, wie der Autor des Buches feststellt. Ein Protektorat der USA, eine Kolonie der EU. Nicht lebensfähig, aber benutzbar.
Es ist in den Medien und geopolitischen Studien zum guten Ton geworden, die Geschehnisse in Georgien nach dem Motiv des „Kaukasischen Kreidekreises" zu interpretieren. Dargestellt als Fabel eines Ringens der Machtzentren Russlands und der USA um den Transformationsstaat Georgien. Und dies mit vermeintlich klarer Rollenbesetzung und geschickt eingesetztem Verfremdungseffekt. Das mag zwar die auf der moralischen Präsupposition von Beobachtern und Richtern basierende ethische Urteilsbildung vereinfachen. Dennoch übersieht man bei dieser Perspektivierung, dass Georgien in der kaukasischen Aufführung ein selbständiger Akteur mit einer entsprechenden Rollenverteilung ist.
Der Übersetzer, Orientalist und Zeitschriftherausgeber Stefan Weidner hat mit seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Manual für den Kampf der Kulturen: warum der Islam eine Herausforderung ist“ den Islam zum historischen und gegenwärtigen permanenten Stifter von Konflikten erklärt, denen er den Terminus „Kulturkampf“ zuweist.
Was ist von „Putin nach Putin“ zu erwarten? In EU-Europa, wo ständig die Angst vor den aggressiven Russen geschürt wird und davor, dass sie das Gas abdrehen könnten, wird übersehen, dass längst viel mehr im Gange ist: „Am fernen Horizont sind die Konturen einer neuen Weltordnung“ sichtbar, schreibt Alexander Rahr. Und er beschreibt auch wie diese aussehen kann. Dazu stützt er sich auf Informationen aus dem Kreml und solchen, die ihm beim fünften Treffen der Mitglieder des Waldai-Klubs im Kaukasus zuteil wurden.
Berlins Konzerthäuser locken zweimal im Jahr mit „Slawischer Romantik“. Mit großem Erfolg. Den Höhepunkt bildete diesmal „Die Moldau“ – oft gehört aber jedes Mal wieder ein großes Erlebnis.
Dieses Bändchen räumt mit den häufigsten Klischees auf. Gerd Ruge bringt uns Russland nah. Er lässt uns die Verzwickungen, die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Russen von den Anfängen bis zur heutigen Zeit noch einmal miterleben.
Sie haben als erste die imaginäre Linie zwischen Asien und Europa bereist, die man in der Neuzeit als „Grenze“ bezeichnet. Ihre Route führte Thomas Heinze, Nico Dünkel und Stefanie Gunkel entlang des Uralgebirges und des Uralflusses bis zum Kaspischen Meer. Von hier gab es einen Abstecher durch Zentralasien. Schließlich ging es durch den Kaukasus und am Schwarzen Meer vorbei weiter bis in die Türkei. In der türkischen Metropole Istanbul ging die Reise zu Ende. Nun haben die Abenteurer Ihr Buch vorgelegt, das diese Reise dokumentiert.
Spanisch-Deutsch fürs Kinderzimmer – eine wunderschöne Märchen-Sammlung von der iberischen Halbinsel und dem spanischsprechenden Lateinamerika. Die Lust an der Sprache wird durch Spannung, durch Illustrationen und die kindgerechte Auswahl geweckt.
Der Autor breitet die in 17 Jahren in der Türkei gesammelten Erkenntnisse vor seinen Lesern aus, und es wird keine Sekunde langweilig oder langatmig. Das liegt am unprätentiösen Stil. Rainer Hermann will vor allem eines: informieren und damit seinen Gegenstand, die Türkei, erklären. Man spürt, dass ihm Anatolien ans Herz gewachsen ist, aber er wahrt fast immer die Distanz. Und er scheut sich nicht beim Namen zu nennen, wo das Hauptproblem der türkischen Republik liegt: sie steckt mitten in einem Kulturkampf.
Was Russland für den Westeuropäer einzigartig macht sind die Naturschauspiele, riesige Wälder ohne ausgeschilderte Spazierwege und dem Hinweisschild zum nächsten Gasthof. Und wer in dem Land reisen will, muss sich auf große Entfernungen zwischen Ansiedlungen einstellen und auf landestypische Wegeverhältnisse.
Als „Ratgeber über die Alltagskultur“ bezeichnet die Autorin selbst ihr Werk und als „Überlebensratgeber“. Weil man sich dort, „wo das Klima rau ist und die Winter lang sind, anders verhalten muss als im gemäßigten Westeuropa. Das fängt schon beim Einkaufen an…
Ein Stoff zum Schwärmen, handelnd von Liebe, Treue, List, Macht und Reichtum, von blutigem Tod und gleißendem Gold. Die Leidenschaft im Kampf um Troja und die Verklärung dieser Geschichte hat ganze Generationen von Historikern, Geschichtslehrern und Schülern verzückt. Hunderte von Büchern sind darüber geschrieben worden. Schliemann hat das antike Troja mit seinen sagenhaften Goldschätzen ausgegraben. Aber gab es den Trojanischen Krieg um die schöne Helena wirklich und hat das berühmte hölzerne Pferd den Ausschlag gegeben? Es ist lohnend, sich von Barry Strauss durch die bronzezeitlichen Ereignisse führen zu lassen, die dem griechischen Dichter Homer zufolge vor über 3.000 Jahren an den berühmt-berüchtigten Dardanellen stattgefunden haben, an der innereurasischen Grenze zwischen dem Marmarameer und der Ägäis.
„Nischen hat es immer gegeben“ schreibt der Autor dieser frappierenden Internettheorie, „doch erst jetzt, da sie leichter und günstiger zu erreichen sind – Verbraucher finden Nischenprodukte, und Nischenprodukte finden ihre Abnehmer – entwickelt sich daraus plötzlich eine kulturelle und wirtschaftliche Kraft, die nicht mehr ignoriert werden kann.“ – Es ist eine Revolution.
Am Anfang war das Chaos. Geheimnisvolle Herrscher, Riesen und Göttinnen formten durch ihr Tun daraus das Universum, unsere Welt und die Menschen. Rund 50 Mythen und Legenden führen uns ein in die chinesische Kultur und ihre Grundlagen. Neueste Ergebnisse und erhellende Kommentierungen machen die 250 Seiten zu einem kurzweiligen Genuss.
Als würde man den Vietnamkrieg noch einmal erleben, hautnah, voller Grausamkeit und in aller Sinnlosigkeit, deren ein Krieg fähig ist. Die junge vietnamesische Ärztin Dang Thuy Tram hat ihrem Tagebuch anvertraut, wie sie inmitten des Schlachtfeldes versteckt im Urwald operiert, die Toten und Sterbenden begleitet, den Verlorenen ihre helfende Hand reicht. All die Empfindungen ihres jungen Lebens notiert sie, romantisch, sehr offen, manchmal hastig und knapp. Bis die Gewehrkugel eines amerikanischen Soldaten jäh ihre Hand stoppt und ihr Leben auslöscht.
Ist die wieder erstarkte Großmacht Russland eine mögliche Gefahr und wie geht der Westen mit Russlands neuem Selbstbewusstsein um? Dirk Sagers neues Buch „Pulverfass Russland“ soll eine Bilanz der Regierungszeit Wladimir Putins und eine Bestandsaufnahme seines politischen Erbes sein - und kommt nicht ohne Bedrohungsrhetorik aus.
Verkleidet als deutscher Arzt reiste Jürgen Todenhöfer auf abenteuerlichen Wegen von Damaskus nach Ramadi, einer Stadt in der irakischen Provinz Anbar. Er schildert das Leben von Bewohnern, die unter dem permanenten Ausnahmezustand der US-Besatzung leben. Einer von ihnen ist Zaid. Was er und seine Mitkämpfer aus dem irakischen Widerstand berichten, ist natürlich parteiisch. Aber es ist das nötige und lange vermisste Korrektiv zu den Behauptungen des US-Militärs über das Wesen ihres Krieges. Keiner außer Todenhöfer kam der Realität bisher so nahe.
Die Seidenstraße eröffnet eurasische Dimensionen. Sie ist die älteste Handelsverbindung der Welt. Über ihre Pfade hat seit jeher ein reger Austausch von Gütern, Kulturen und Religionen stattgefunden, von Techniken und Kunststilen. Erste Verbindungen sind schon vor fünftausend oder sechstausend Jahren oder noch früher entstanden. Helmut Starrach ist ihnen gefolgt. Von Rom bis Peking. Was er entdeckt und dokumentiert hat, ist im besten Sinne Erlebnisbericht – mit dem Anspruch der Deutung und Einordnung in eurasische Epochen.
„Ach, es geschehen keine Wunder mehr!“ jammert Bertrand in Schillers „Die Jungfrau von Orleans“. Und doch ist hin und wieder eines zu vermelden: Im Suhrkamp Verlag sind über 300 Seiten fein säuberlich gelisteter polnischer Wunder erschienen, 130 an der Zahl. Wie kommen die Polen auf diese erstaunliche Mirakeldichte? Ist die Wundersammlung tatsächlich wasserdicht?
Kann Russland heute als außenpolitischer Partner oder eher als eine potenzielle Bedrohung gesehen werden? Wird die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Westen intensiviert werden oder gehen beide Seiten dazu über, sich als Konkurrenten und Gegner zu betrachten? Wie wirkt sich Russlands Politik gegenüber seinen GUS-Nachbarn auf die Kooperation mit der euroatlantischen Welt aus? Diesen Fragen geht Dr. Christian Wipperfürth nach – seine Analyse ist realistisch und daher stellenweise auch nachdenklich und besorgt.
Eurasien entwickelt sich, wenn auch nicht so, wie sich das die Theoretiker diverser eurasischer Vorstellungen in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorgestellt hatten. Während ihre Denkgebäude in Büchern wie dem von Stefan Wiederkehr noch einmal aufleben, entstehen weitgehend pragmatische eurasische Strukturen in der praktischen Politik von Ländern wie Russland, Kasachstan, China und Indien.
Mit diesem weltweit ersten Bildband über die Kinder der geschundenen russischen Republik Tschetschenien haben die Autoren ein einzigartiges Dokument vorgelegt. Es zeigt das Schicksal einer Kindheit, die das Grauen des Krieges zurückgelassen hat.
Unbemerkt von den europazentrierten und amerikahörigen Nationen im Westen entsteht das neue Eurasien. Die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit SOZ könnte schon bald mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren. Nach Meinung des Autors Alexander Rahr kann die SOZ zum wichtigsten regionalen Staatenbund der Welt aufsteigen, das einzige zukunftsträchtige Integrationsmodell für die vereinigungswilligen früheren Sowjetrepubliken sein. – „Was alle diese Länder eint, ist der Faktor Energie.“ Ein Buch von bestechender Aktualität, auch angesichts des bevorstehenden Machtwechsels in Russland. – Erstverkaufstag ist der 07. Februar 2008.
Erkenntnistheorie und Management stehen prinzipiell vor den gleichen Aufgaben: Möglichst sichere Erkenntnisse erzielen und dazu Verknüpfungen bilden und Synergien herstellen. So der Autor des Buches. „Wir brauchen mehr Kant in der Wirtschaft“ fordert Bernd Niquet und untermauert dies mit teils überraschenden Erkenntnissen aus dem philosophischen Werk seines Königsberger Kronzeugen.
„Töchter des griechischen Kriegsgottes Ares“ werden sie genannt: die Amazonen. Es sind legendäre Gestalten wie Penthesilea und Tomyris, heldenhafte Kämpferinnen, die sich auch gegen männliche Krieger behaupten konnten. Von der Archäologie wurde ihre Existenz bislang nicht bestätigt. Aber der Mythos lebt, wie Fornasier in dem prachtvoll aufgemachten Bildband aufzeigen kann.
Ein Insider packt aus. Der ehemalige CIA-Chef von Europa bestätigt die schlimmsten Vermutungen über den unbedingten Willen Washingtons, Krieg gegen den Irak zu führen, auch wenn keine der „Begründungen“ stichhaltig waren, die dafür geliefert wurden. Die ganze Welt wurde auf infamste Weise belogen.
Der Nahe Osten ist derzeit der größte und explosivste Krisenherd der Welt. Behrouz Khosrozadeh hat soeben ein Buch veröffentlicht, in dem er die Gründe für diese Ansammlung von politischem Sprengstoff und Feindseligkeit untersucht. Darin werden die Geschichte des Öllandes Iran und seiner Beziehung zum Westen, insbesondere zu den USA, ausführlich dargestellt. 1984, zu Zeiten Khomeinis, hat Khosrozadeh den Iran im Alter von 23 Jahren verlassen. Seit 1985 lebt und arbeitet er in Deutschland. Er ist nach seiner Promotion als Politologe und Publizist tätig.
Moderne Literatur aus Tibet macht sich rar. Wie der Rezensent schon in einer an­de­ren Besprechung (Roter Mohn … EM 04-05) deutlich gemacht hat, liegt dies nicht zuletzt daran, dass eine von religiösen Traktaten und geschichtlichen Annalen unabhängige schriftliche Erzählliteratur in Tibet überhaupt erst seit wenigen Jahrzehnten existiert. Junge tibetische Schriftsteller werden außerhalb Chinas zumeist nur als Exoten wahrgenommen und haben daher wenig Chancen auf Deutsch oder Englisch verlegt zu werden. Aus diesem Grund ist es um so erfreulicher, dass einige dieser Autoren – angeleitet und unterstützt von zwei für den ganzen tibetischen Raum sehr wichtigen amerikanischen Englisch­leh­rern – die Herausgeberschaft selbst in die Hand genommen haben. Von diesen bei lulu.com erschienenen Büchern (siehe unten) sei hier nun stellvertretend das jüngst Erschienene vorgestellt.
Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben. Seit Mitte September stellt er es vor. Aber alles, was er über sein Werk sagt und alles was darüber geschrieben wird, kann niemals die Lektüre dieses Universalkompendiums ersetzen, das so engagiert, belesen und pointiert daherkommt, wie es Sachbücher nur selten sind.
Mehr als 50 Reiseführer sind schon zum Thema Russland erschienen. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten und das passende Werk auszuwählen. Seit Juni dieses Jahres gibt es nun noch einen mehr. Und der ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Gilgamesch ist König von Uruk. Gemeinsam mit seinem Freund Enkidu besteht er gefährliche Abenteuer. Nach Enkidus plötzlichem Tod zutiefst erschüttert, begibt er sich auf eine weite Reise. Doch während seiner Suche nach ewigem Leben erhält er immer wieder dieselbe Antwort: „Das Leben, das du suchst, wirst du nicht finden. Als die Götter den Menschen erschufen, bestimmten sie für ihn auch den Tod.“
Autoren aus Belarus haben es schwer. Das gilt für den westlichen Buchmarkt in besonderer Weise. Nun hat mit Artur Klinau aber doch einmal einer den Sprung in deutsche Buchhandlungen geschafft, und er hat Überraschendes zu berichten von den blutigen Ufern der schlaflosen Njamiha, aus der Civitas Solis.
Erstmalig ist ein Wanderführer erschienen, der alle traditionsreichen Weitwanderwege kreuz und quer durch und über die Alpen vorstellt.
Die Lektüre dieses Buches ist all jenen zu empfehlen, die an einem umfassenden und differenzierten Bild der „Orangenen Revolution“ interessiert sind und die sich nicht scheuen, auch etwas zur Kenntnis zu nehmen, das gegen den Strich gebürstet ist.
Dieses Buch ist als Klassiker der Weltreligionen unübertroffen. Die Grundlagen der wichtigsten Welt-Anschauungen sind zwischen den beiden Buchtiteln auf knapp 500 Seiten erklärt: Hinduismus, Buddhismus, Chinesischer Universalismus, Christentum und Islam.
Der Autor hat als Korrespondent Asien und den Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika bereist. Dabei kam er den Menschen so nah wie kaum ein anderer, weil er sie nicht nur beobachtete, sondern eine Zeitlang mit ihnen lebte. Heute gilt Kapuscinski vielen als einer der bedeutendsten Reporter des 20. Jahrhunderts.
Wieder hat der Berliner Wirtschaftsanwalt Karl Pilny die heraufziehende Übermacht Asiens beschworen. Indien und China stellen rund ein Drittel der Weltbevölkerung und haben in der globalen Wirtschaft trotz unterschiedlicher Staats- und Rechtsform in den letzten Jahren auf eindrucksvollen Weise Einfluss gewonnen. Er spricht bereits von „Chinindia“, bezeichnet den Subkontinent als „Callcenter der Welt“ und das Reich der Mitte als „Weltfabrik“.
Die Volksrepublik China ist heute Mitglied des globalen Weltmarktes. Sie ist „Werkstatt der Welt“ und Wachstumslokomotive. Aber China ist auch rätselhaft – kommunistisch und kapitalistisch zugleich. Faszinierend, mit einer viel älteren kulturellen Tradition als das gesamte Abendland. Helmut Schmidt ist unter den deutschen Politikern der beste Chinakenner. Was er im Gespräch mit seinem Co-Autor Sieren über das Reich der Mitte erzählt, ist faszinierend, abgeklärt, unaufgeregt und lehrreich.
Der Roman spielt im Kirgisien der heutigen Tage und erzählt davon, wie die Globalisierung das Leben jedes Einzelnen erreicht. Eigentlich geht es jedoch um viel mehr – man möchte fast sagen um alles, was unser Leben bestimmt und prägt: um Politik und Wirtschaft, um die Folgen der systematischen Umweltzerstörung, um menschlichen Verrat, die Suche nach Glück, um Fügung, Liebe und Hoffnung. Es ist ein großes Buch. Bei der Lesung des Autors am 20. März in Halle/Saale empfand das Publikum genau dies.
Tom möchte Mondflieger werden. Abend für Abend sitzt er an seinem Fenster und wartet auf den aufgehenden Mond. Er möchte endlich wissen, warum dieser jede Nacht anders aussieht. Doch was ihm sein Großvater dazu erzählt, überzeugt Tom nicht. Erwachsene machen einfach alles zu kompliziert. Dann trifft er im Traum auf Lule, die kleine Mondnase. Von ihr erfährt er, dass tatsächlich nicht alles so ist, wie es scheint.
In Russland wird gegenwärtig vieles wiederentdeckt, was mit der Sowjetunion untergegangen schien. Russlands Präsident Putin lässt die Hymne spielen, die schon unter Stalin den Ruhm der Sowjetunion besang. Im russischen Fernsehen läuft gar eine Seifenoper in 40 Folgen, die den Diktator als gütigen und weisen Vater des Sowjetvolkes zeichnet und zum Heilsbringer stilisiert. Da mit der „Archivrevolution“ in Russland viele bislang unbekannte Dokumente über Stalins Wesen und Wirken ans Tageslicht kommen, bleibt es nicht aus, dass nun auch die Frage aufgeworfen wird, was es Neues gibt über Stalin und die Deutschen.
Die Handlung spielt im Frühjahr 2007. Also in unserer unmittelbaren Gegenwart. Sie entwickelt sich aus realen Fakten. Jedenfalls erweckt der neue Thriller Forsyths diesen Eindruck durch seine oft geradezu erdrückende und verwirrende Ansammlung von Namen, Organisationen, Abkürzungen, nachrichtendienstlichen Vernetzungen und militärischen Spezialkenntnissen über Schiffe, Geschosse, Flugzeuge und Raketen. Der aus dem Laptop eines Al Kaida-Chefs gefischte Code „Al-Isra“, der im Koran die nächtliche Reise des Propheten nach Jerusalem meint, steht für den entscheidenden Schlag gegen den Westen. Angepeilt ist der G8-Gipfel, zu dem sich die Chefs der großen Industrieländer und Russlands verabredet haben.
Gründlicher und umfassender wurde über Eurasien noch nie berichtet – jedenfalls was den östlichen Teil betrifft, das Gebiet zwischen Ural und Pazifik. Hermann Parzinger, der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) hat akribisch auf über 1000 Seiten die frühe Siedlungsgeschichte dieses riesigen Raumes dargestellt.
Anfang der neunziger Jahre schrieb sich der ukrainische Autor Juri Andruchowytsch die Prosa „Moscoviada“ von der Seele, um, wie er selbst sagte, die „imperialen Gespenster“ der in Auflösung begriffenen Sowjetunion zu vertreiben. Nun ist der Roman auch in deutscher Sprache erschienen.
Fünf Geschwister werden zur Zeit der russischen Oktoberrevolution zu Vollwaisen. Um im neuen Regime unter den Kommunisten nicht getrennt zu werden, fassen sie einen abenteuerlichen Plan und fliehen aus ihrem warmen Zuhause hinaus in das große, unsichere und gefährliche Russland.
Reisegeschichten mit Gaumenfreuden serviert. Dagmar Dusil hat diese wunderschöne Idee nun schon zum zweiten Mal in Buchform präsentiert. Eine wohlschmeckende Palette mit über 100 Rezepten zum Nachkochen – und auch zum Schmunzeln
Ein Flugzeug stürzt ab, eine Frau verschwindet. Ist sie verunglückt, untergetaucht? Götz, ihr Mann, weiß es nicht, ahnt, dass Johanna nicht zurückkommen wird.
In den 1980er Jahren veranstalteten amerikanische Hochschulen „Machiavelli-Seminare“, um die Absolventen auf Erfolg zu trimmen, angehenden Managern die Strukturen der Macht im Wirtschaftsleben zu lehren und ihnen beizubringen, wie man andere manipulieren und beherrschen kann. Inzwischen ist mit der Heraufkunft Chinas als Weltmacht ein neue Lehre in den Blickpunkt von Wirtschaftsführern gerückt: die des Konfuzianismus. Den weisen Lehrer Konfuzius empfiehlt zum Beispiel der Siemens-Manager Werner Schwanfelder in seinem neuen Buch als Berater und Lehrmeister.
Das Gesicht des verstorbenen Jassir Arafat war weltweit bekannt. Er hatte jahrzehntelang als Chef der Fatah-Organisation in den Palästinensergebieten Präsidialgewalt ausgeübt und sich als Gegenspieler diverser israelischer Regierungen profiliert. Bei der nötig gewordenen Parlamentswahl im Januar hat nun eine Partei gesiegt, deren Köpfe und Ziele außerhalb des Nahen Ostens kaum jemand kennt: die Hamas. Jetzt ist das erste Buch über diese Organisation in deutscher Sprache erschienen.
Russlanddeutsche polarisieren. Sie gelten als besonders kriminell und schwer integrierbar. Das Buch von Sabine Ibsen-Peitzmeier und Markus Kaiser beleuchtet die Hintergründe und die Probleme, die einheimische Deutsche und Spätaussiedler miteinander haben.
Worauf es im Chinageschäft ankommt, warum die richtige Strategie entscheidend ist für den Erfolg, wie die Erfahrungen von deutschen Unternehmen im Reich der Mitte aussehen und was China-Neulinge davon lernen können – das ist umrissartig der Inhalt dieses Buches. Der Leser wird sehr lebensnah und teils recht humorvoll in asiatische Gepflogenheiten eingeführt. Und ganz nebenbei erfährt er in einem „Exkurs“ was z.B. die Begeisterung mancher deutscher Männer für chinesische Frauen an geschäftlichen Folgen nach sich ziehen kann.
Das Buch von Dr. Klaus Schmidt ist der sensationelle Forschungsbericht über eines der größten Menschheitsrätsel. Der Autor schildert in packenden Worten und Bildern das riesige Bergheiligtum eiszeitlicher Jäger auf dem Göbekli Tepe in Anatolien. Bei dem, was er gefunden hat, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Darstellung der ersten Götter der Menschheitsgeschichte. Und der Autor selbst, Prähistoriker vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI), ist von Ehrfurcht, Erstaunen und Respekt erfüllt, wie er bekennt.
Das neue Buch von Kai Ehlers trägt den Untertitel Russland – China – Mongolei – die Entwicklung eines Kulturraums „Inneres Asien“. Der Autor stellt ungewöhnliche Thesen auf und regt zum Nachdenken an. Seine Informationen hat er auf Reisen und bei Vor-Ort-Recherchen zwischen Wladiwostok und Ulanbator, zwischen Kasan und Irkutsk erlangt.
Um einen weiblichen Zahir - nach Paulo Coelho etwas, das man nicht mehr vergisst, wenn man einmal in Natura damit in Kontakt gekommen ist – und die Weiten Kasachstans dreht sich „Der Zahir“. Das Buch ist eine in Südkasachstan endende Fabel, wie sie wohl nur Coelho schreiben konnte, der brasilianische Bestsellerautor für die Seele.
Gegen den Strom der Globalisierungstheorien entwickelt Guido Steinberg eine neue Perspektive auf den islamistischen Terrorismus – er sieht in ihm einen Fall von globaler Netzwerkbildung, der im Lokalen wurzelt.
Das große Erstaunen über die Gewalttätigkeit von selbsternannten Glaubenswächtern überall auf der Welt hat den Autor zur Feder greifen lassen. Er fordert eine Atheologie, die Abkehr von religiösen Dogmen und Glaubenssätzen. Stattdessen plädiert er für einen postchristlichen Laizismus. Sein Buch hat einen Nerv getroffen, ist in wenigen Monaten bereits 100.ooo Mal verkauft worden.
Die Idee einer iranischen Atomindustrie wurde in Washington geboren. Drei Jahrzehnte später wollen die USA sie nun verhindern. Darin zeigt sich eine Konstante ihrer Außenpolitik: Sie verfolgen, was ihnen nützt, betreiben eine knallharte Interessenpolitik, und dafür gehen sie buchstäblich über Leichen.
Eine Gruppe renommierter „Spiegel“-Redakteure hat sich daran gemacht, die Geschichte des Irak-Krieges aufzuschreiben. Leider verstellt ihre Vorliebe für Einzelschicksale und Ausnahmesituationen den Blick auf den Irak-Krieg als Ganzes.
Weite Teile Zentralasiens gehörten im Mittelalter zum Herrschaftsgebiet von Sultan Tamerlan. In kurzen Reportagen wandelt Peter Böhm auf den Spuren dieses Riesenreiches und berichtet vom schwierigen Alltagsleben im heutigen Zentralasien.
Bagdad kurz vor und nach dem Fall: In seiner literarischen Reportage schildert Jon Lee Anderson Alltag und Kriegsgeschehen in der „verwundeten Stadt“ durchwegs in Augenhöhe mit den direkt Betroffenen. Authentischeres über den Irak-Feldzug und seine Folgen wird man schwerlich finden.
Infolge der Verbalentgleisungen Ahmadi-Nedschads, steht der Iran erneut im Rampenlicht der internationalen Politik. Das Buch „Schauplatz Iran“ versorgt den Leser mit solidem Basiswissen über das Land am Persischen Golf.
Eindrücke, Erfahrungen und Analysen deutscher Gastlektoren.
Vom Schwanken der russischen Außenpolitik zwischen „Gegenmachtbildung“ und „auf die Seite des Stärkeren schlagen“. Eine gelungene Analyse der Jahre von 1991 bis 2005.
Zedernüsse aus der Taiga – das ist kein Schreibfehler. Wer bislang nur die Zedern aus dem nordafrikanischen Atlasgebirge und dem Libanon kennt, der erfährt in diesem brandaktuellen Buch, was es mit Zedern aus der sibirischen Taiga auf sich hat.
Seit Ende der neunziger Jahre treibt die Europäische Union entschlossen ihren Integrationsprozeß in der Sicherheitspolitik voran. Das von Johannes Varwick herausgegebene Buch zeichnet diese Entwicklung nach.
Beslan wird auf lange Zeit der Inbegriff eines barbarischen Terroraktes sein – zumindest in Rußland und den anderen Kaukasus-Staaten. Damit das massenhafte Sterben vom vergangenen Herbst auch hierzulande nicht in Vergessenheit gerät, hat Andrea Strunk ein Buch über die Toten und die Überlebenden von Beslan vorgelegt.
Warum China und Japan auf dem besten Weg sind, zu neuen Weltmächten aufzusteigen. Ihre geschichtlichen und kulturellen Hintergründe, die Wirtschaftsstrategien ihrer Politiker und die Dynamik, die sie auf dem Weg zur Weltspitze entwickeln. Das ist der Inhalt dieses faktenreichen Buches in dem der Autor eindeutige Prognosen wagt.
Die dramatische Geschichte des Verkaufs von Russisch Alaska an die Vereinigten Staaten von Amerika. Das erste Buch das dazu in deutscher Sprache erschienen ist, wartet mit einer Reihe neuer Dokumente und Erkenntnisse auf und kommt zu dem Schluß: es war eine Schmieren-Affäre.
Das kompakte Lexikon bietet wohlformulierte und sinnvoll ausgewählte Informationen für alle die, die ihre Wissenslücken über den zentralasiatischen Raum beheben möchten oder einfach ein zuverlässiges Nachschlagewerk benötigen.
Tief im Osten, im Osten Eurasiens den Sommerurlaub verbringen? Das „China-Handbuch“ versorgt Sie mit dem notwendigen Wissen, damit ihre freien Tage in der Volksrepublik zu einem Erfolg werden.
3.000 Jahre chinesische Literatur – in seiner Art einmalig. Geordnet nach Perioden der kaiserlichen Herrscherhäuser, mit einem Exkurs über die chinesische Schrift. Selbst für Kenner vermutlich überraschend: das Theater, an dem die Chinesen noch heute so viel Freude haben, konnte erst unter der Mongolenherrschaft so richtig aufblühen.
Vor einem Jahr knallten die Sektkorken und zischte das Feuerwerk zur Osterweiterung der Europäischen Union. In Erinnerung an dieses historische Ereignis rezensiert Gunter Deuber das Buch „Die Neuen in der EU“, das den zehn EU-Neulingen zehn Essays widmet.
‚Putin-Literatur’ hat schon seit längerer Zeit in Deutschland Konjunktur. Der vorliegende Band fällt jedoch durch eine besondere Perspektive auf: Autor Christian Wipperfürth wirbt darin vor allem für ein besseres Verständnis des russischen Präsidenten und mahnt ein Überdenken der westlichen Positionen gegenüber Rußland an.
Studieren auf Deutsch, leben in einer Fremdsprache: Der neu aufgelegte Studienführer der IMH zeigt Ihnen, wie das geht.
Der Züricher Unionsverlag veröffentlichte den ersten tibetischen Roman in deutscher Sprache – eine Geschichte über den Untergang eines Fürstentums. Der Bestseller wurde mit dem wichtigsten Literaturpreis Chinas ausgezeichnet.
Der Band ist eine Einladung zum Schmökern – zum Schmökern in der Jahrtausende alten Kultur- und Menschheitsgeschichte des Landes am Persischen Golf, das heute tagtäglich mit Todesmeldungen die Schlagzeilen füllt.
Dieses Buch stellt uralte Mythen vor, die im Kaukasus über Jahrtausende gesungen und weitererzählt wurden. An vielen Stellen wird man an altnordische oder griechische, an persische oder indische Sagen erinnert. Das kaukasische Epos, das auf skythische Götter und auf die Stämme der Alanen zurückgehen soll, ist ein erstaunliches Zeugnis für indoeuropäische Verwandtschaften in der Sagenwelt. Und es ist das Vermächtnis des kleinen ossetischen Volkes, in dessen Gedächtnis es die Zeiten überdauert hat.
Die Europäische Union hat Europa mit einem dichten Geflecht aus Verträgen und Institutionen geeint. Kann es überdies gelingen, unter den Menschen der 25 Mitgliedstaaten eine gemeinsame Identität zu stiften? In seinem jüngsten Buch sucht Thomas Meyer nach Antworten.
„Das Tor zur Sonne“: Der libanesische Romancier Elias Khoury verknüpft 1001 Geschichten rund um Vertreibung, Kampf und Resignation zu einem Epos des palästinensischen Volkes.
Die Seidenstraße verbindet seit über 2000 Jahren die eurasischen Völker. Kaufleute und Pilger, Diplomaten und Missionare nutzten sie auf ihren Wegen zwischen Ost und West. Das Büchlein „Die Seidenstrasse“ von Thomas O. Höllmann erzählt von der Bedeutung und Geschichte der legendären Handelsstraße.
be.bra Verlag, Berlin 2004, 216 Seiten, 24,50 Euro, ISBN 3-8612-4583-3.
Primus Verlag, Darmstadt 2004, 243 Seiten, ISBN 3-896 -78494-3.
Arabien und Südosteuropa – zwei Regionen Eurasiens, die immer wieder im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stehen. Zwei Nachschlagewerke haben sich dieser Regionen an der Südflanke der EU angenommen.
Diederichs Verlag, München 2004, 320 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 3-7205-2525-2.
BW Bildung und Wissen-Verlag, Nürnberg 2004, 258 Seiten, 14,80 Euro, ISBN 3-82147-633-8.
Rowohlt, Berlin 2004, 335 Seiten, ISBN 3-871344-87-7, 19,90 Euro
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2003, 188 Seiten, ISBN 3-499-23374-6
Edition Freitag, Berlin 2004, 200 Seiten, ISBN 3-936252-04-1, 14,90 Euro
Herder-Verlag, Freiburg i.B. 2004, 224 Seiten, ISBN 3-451-28347-6.
Verlag Wissenschaft und Politik, Historische Landeskunde, Deutsche Geschichte im Osten Bd. 2, 2. unveränderte Aufl., Köln 1998, 151 Seiten, 16,- Euro, ISBN: 3-8046-8805-5.
Edition 8-Verlag, Zurich 2004, 192 Seiten, ISBN 3-85990-049-8.
Propyläen Verlag, Berlin 2004, 344 Seiten, ISBN 3-549-07208-2
Aus dem Amerikanischen von Angelika Naujokat und Michael Windgassen, Berlin-Verlag, ISBN 3-8270-0516-7.
Pendragon Verlag, Bielefeld 2003, 336 Seiten, ISBN 3-934872-50-6.
Transcript Verlag, Bibliotheca Eurasica Bd. 1, Bielefeld 2004, 397 Seiten, ISBN 3-89942-131-0.
Bucher fur die, die Europas neue zweite Hälfte näher kennenlernen möchten
Aus dem Polnischen von Martin Pollack, Zsolnay-Verlag, Wien 2003, 286 Seiten, € 21,50, ISBN: 3-5520-5284-4
Wilhelm Goldmann Verlag, August 2003, 414 Seiten, ISBN 3-442-15171-6, Euro 9,90.
C.H. Beck-Verlag 2003, Munchen, 240 Seiten, ISBN 3-406-50208-3.
Arche Verlag 2003, Zurich-Hamburg, 178 Seiten ISBN 3-7160-2321-3.
National Geographic Verlag ,Taschenbuch, Munchen 2002, 660 Seiten, ca. 80 Fotos, ISBN 3-442-71165-7.
(Originaltitel: „Of Paradise and Power. America and Europe in the New World Order”) Siedler Verlag, Berlin 2003, 128 Seiten, ISBN 3-88680-7940.
Goldmann Verlag, Munchen März 2003, 234 Seiten, € 22,90, ISBN 3-442-30988-3.
Universitas Verlag, Munchen 2002, 510 Seiten, Abbildungen, 24,90 Euro, ISBN 3-8004-1438-4.
(Originaltitel: „The Crisis of Islam“) Campus Verlag, Frankfurt/ New York 2003, 192 Seiten, ISBN 3-593-37343-2.
Herbig, Munchen 2003, 349 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 3-7766-2358-6
Rowohlt-Verlag, 6. Aufl., Reinbek 2003, 286 Seiten, ISBN 3-498-04487-7.
Droemer Knaur, Munchen 2002, 320 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3-4261-9591-7
Berliner Taschenbuch Verlag, 2. Aufl., Berlin 2003, 270 Seiten, ISBN 3-8333-0081-7 (Originalausgabe: The Balkans. A Short History, London 2000).
Tariq Ali: Bush in Babylon. Die Re-Kolonisierung des Irak. Heinrich Hugendubel Verlag (Diederichs), Munchen 2003, 208 Seiten, 19,95 Euro.
Berlin 2002 (Englische Orginalausgabe 1999), Verlag Klaus Wagenbach, 143 Seiten, 10,90 Euro, ISBN 3-8031-2454-9.
„Kleines Lexikon deutscher Wörter arabischer Herkunft“ von Nabil Osman (Hrsg.), C.H. Beck Verlag, München, 6. Auflage 2002, 140 Seiten, 8,90 Euro, ISBN 3-406-47584-1.
„Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft“ von Hans Peter Althaus, C.H. Beck Verlag München, 2003, 216 Seiten, 11,90 Euro, ISBN 3-406-49437-4.
National Geographic, Hamburg 2002, 304 Seiten, Bild-/Textband, Format 23 x 31cm, 200 Farbfotos, 30 Karten, 49,00 Euro, ISBN 3-934-38585-0.
Berlin 2002, Rowohlt-Verlag, 7. Aufl., 222 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 3-871-34451-6.
rowohlt, Reinbek 2003, 237 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 3-498-00631-2
Klett-Cotta, Stuttgart, 2001, 284 Seiten, 21,50 Euro, ISBN 3-608-91975-9
Deutsche Verlags-Anstalt, 2. Aufl., Stuttgart/Munchen 2003, 287 Seiten (inkl. Endnoten und Literaturliste), 22,90 Euro, ISBN 3-421-05758-3.
Munchen/Wien 2002, 223 Seiten (inkl. Bibliographie, Sach- und Personenregister), Reihe „Lehr- und Handbucher der Politikwissenschaft“, Oldenbourg Verlag, 24,80 Euro, ISBN 3-486-25887-7.
Molden Verlag, Wien 2003, 158 Seiten (inkl. Namensregister und vier Karten), 19,80 Euro, ISBN 3-85485-091-3.
L’Edit de Caracalla ou Plaidoyer Pour des Etats-Unis d’Occident par Xavier de C*** (Das Edikt von Caracalla oder ein Plädoyer fur die Vereinigten Staaten des Westens von Xavier de C***) von Régis Debray, 140 Seiten, Paris: Fayard, 2002, ISBN 2-213-61254-4.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2002, 128 Seiten (inkl. Europakarte, Schautafeln, Graphiken, Glossar, Literaturverzeichnis), 8,90 Euro, ISBN 3-596-15366-2
Wien 2002, 239 Seiten mit 33 Berichten aus zwei Jahrtausenden, 17,90 Euro, Promedia Druck- und Verlagsgesellschaft Wien, ISBN 3-85371-193-6.
Berlin, 2002, 318 Seiten, Rowohlt Verlag, 19,90 Euro, ISBN 3-871-34456-7
Berlin 2002, 152 Seiten (Text in deutscher und russischer Sprache, inkl. vieler Farbphotographien), 29,80 Euro, Verlagshaus Braun, ISBN 3-935455-13-5
Hrsg. v. Ulrich Albrecht, Michael Kalman, Sabine Riedel, Paul Schäfer Münster 2002, 222 Seiten, Verlag Westfälisches Dampfboot, 20,50 Euro, ISBN 3-89691-526-6
Berlin 2001, 64 Seiten, Wostok Verlag, 5,50 Euro, ISBN 3-932916-16-6
Berlin, 2. Auflage 2003, 493 Seiten mit mehreren Karten und farbigen Abbildungen, Propyläen Verlag, 24,90 Euro, ISBN 3-549-07162-0
Die Transsibirische Eisenbahn – die längste zusammenhängende Eisenbahnstrecke der Erde. Seit nunmehr einem Jahrhundert durchmißt sie die russischen Weiten zwischen Moskau und Wladiwostok am Pazifik.
Dort, wo sich einst Dissidenten trafen, drängen sich heute Jung-Hipsters durchs urig authentische Ambiente. Ostalgie, Prollkultur plus Szene-Chic – im Cafe Burger hängt der Filz nicht nur an den Wänden. Elektro-Nächte, Lesungen und Kleinkunst satt gehören zum täglich wechselnden Programm. Darunter auch Kaminers 'Russische Zelle’ und 'Russendisco’ –
Darmstadt 2002, 380 Seiten (inkl. Sach- und Ortsregister, sowie umfangreichem Literaturverzeichnis), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 39,90 Euro, ISBN 3-534-13712-4.
Im August dieses Jahres hat Dietmar Rothermund, emeritierter Professor für die Geschichte Südasiens an der Universität Heidelberg, ein 128 Seiten starkes Einführungsbüchlein zur Geschichte Indiens vorgelegt.
Die unaufhaltsame Ausbreitung des Amerikanismus vom 19. Jahrhundert bis heute
Olenin Terek: „Der Mann aus Grosny“. Ein Polit-Thriller zum Thema Eurasien
Elisabeth Ekkart-Ihmels (Red.) Redaktionsschluß: Februar 2002 2. Aufl. 2002, fibre Verlag S. 112 (inkl. Stichwortregister) EUR 19,- ISBN 3-929759-59-4
Treschner Verlag Berlin 2002, 352 Seiten, 2. Aufl., 14,95 Euro, ISBN 3-928409-59-X
EURASIEN-TICKER
Eurovision-Teilnehmer Farid Mammadov spricht auch türkisch

Rätselhafte Russin im Vorstand der Euro-Gegner AfD

Gekaufte Doktortitel in Russland – Medwedjew greift ein

Peinliche Verwechslungen - USA verwechseln Tschetschenen mit Tschechen

Fleischkonsum steigt im Land der Vegetarier

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In China starben mindestens zwei Menschen an einem neuem Typ der Vogelgrippe

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