Karel Schwarzenberg, neuer Präsident auf der Prager Burg? Vor drei Jahren sagte er im EM-Interview das Wiedererstarken der CSU voraus

EM - Wenn am 25. und 26. Januar die Entscheidung in Tschechien fällt, wer neuer Präsident wird, kann sich Außenminister Karel Schwarzenberg (75) gute Chancen ausrechnen. Die Wahl fällt zwischen ihm, der im ersten Wahlgang 23,4 Prozent der Stimmen erhielt, und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Milos Zeman (68), der mit 24,2 Prozent der Stimmen einen hauchdünnen Vorsprung vor Schwarzenberg erzielt hatte.

Der deutschstämmige Karl Johannes zu Schwarzenberg (Deutschböhme) ist Fürst zu Schwarzenberg, Herzog von Krummau, gefürsteter Graf zu Sulz und Landgraf im Klettgau. Er hat Wohnungen in Deutschland, Österreich und Tschechien. In Tschechien wurden die Adelstitel 1918 abgeschafft. Schwarzenberg bezeichnet sich selbst als Mitteleuropäer.

Die Bürger Tschechiens nehmen die Präsidentenwahl sehr ernst. Die 8,4 Millionen Wähler des Landes durften erstmals direkt ihr Staatsoberhaupt wählen. Dafür war eigens die Verfassung geändert worden. 61,3 Prozent der Wahlberechtigten hatten diese Möglichkeit genutzt und beim ersten Wahlgang am 12. Januar an der Abstimmung teilgenommen.

Vor ziemlich genau drei Jahren veröffentlichte das Eurasische Magazin ein Interview mit Tschechiens Außenminister Schwarzenberg. Kernaussage damals: „Die Menschen brauchen Orientierung und nicht nur Lobbyismus.“ Schon damals kam seine Partei, die TOP 09 in Umfragen auf bis zu 15 Prozent. Schwarzenberg war als Gast zur CSU-Klausurtagung nach Wildbad-Kreuth gekommen. Was er für Ansichten auch gegenüber Deutschland und den Christsozialen äußerte, können Sie hier im EM-INTERVIEW „Die Menschen brauchen Orientierung und nicht nur Lobbyismus“ noch einmal nachlesen.


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