29.01.2014

Deutsche Firmen bei jungen Chinesen als Arbeitgeber am beliebtesten

EM, 29.01.2014 - 76 Prozent der Chinesen im Alter von 18 bis 34 Jahren attestieren deutschen Unternehmen ein gutes bis sehr gutes Image als Arbeitgeber. Das ergab eine Studie mit dem Titel „War for Talents 2014“. Dafür wurden im Auftrag der in Köngen (Baden-Württemberg) ansässigen Unternehmensberatung Staufen 3.000 junge Erwachsene in Deutschland, China und Brasilien befragt.

Fast jeder fünfte Befragte vergibt sogar die Bestnote. Damit rangieren deutsche Firmen bei jungen Chinesen deutlich vor den Unternehmen aus den USA, Großbritannien und Frankreich, die jeweils nur von gut jedem Zehnten ein Top-Image bescheinigt bekommen.

„Das gute Image deutscher Arbeitgeber in China ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil auf dem hart umkämpften Fachkräfte-Markt“, sagt Markus Franz, Leiter des Akademie-Bereichs der Staufen AG. „Nicht nur in den Wirtschaftszentren wie Shanghai, Peking oder Guangzhou, sondern in ganz China herrscht ein ‚War for Talents‘ um die qualifizierten Mitarbeiter vor Ort“, so Franz, der bis 2013 Geschäftsführer von Staufen Shanghai war – einem von mittlerweile vier Standorten der Staufen AG im Reich der Mitte. „Allerdings mangelt es vielen chinesischen Absolventen an Praxiswissen, das diesen schnellstmöglich am Arbeitsplatz vermittelt werden muss.“

Die berufliche Ausbildung in Deutschland ist genau für diese wichtige Integration in den praktischen Berufsalltag bekannt. Neben staatlichen Einrichtungen wie etwa Außenhandelskammern machen auch deutsche Unternehmen dieses Bildungssystem in aller Welt bekannt, so auch in China. Manche Firmen setzen spezielle duale Programme auf und bilden die benötigten Fachkräfte passgenau dort aus, wo sie gebraucht werden. Ein wichtiger Grund: Schon jetzt ist absehbar, dass sich der Wettbewerb um Fachkräfte in China weiter verschärfen wird. Denn als Folge der Ein-Kind-Politik dürfte in den nächsten Jahren der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung sinken.

„Unternehmen, die ihre Fachkräfte fit für die Praxis machen und dadurch langfristig an sich binden, sind künftig noch stärker im Vorteil“, so die Prognose des China-Experten Franz. „Die Themen Einarbeitung und Ausbildung am Arbeitsplatz werden folglich noch an Bedeutung gewinnen. Die deutschen Firmen haben sich hier schon ein sehr gutes Image aufgebaut und profitieren natürlich auch von dem durchweg positiven Ruf deutscher Produkte und Dienstleistungen.“ Dieses gute Image gelte es zu bewahren. Denn die Umfrage der Staufen AG zeigeauch, dass junge Chinesen bei der Stellensuche am stärksten auf Empfehlungen von Fachkollegen und aus dem Freundeskreis vertrauen.


ChinaDeutschlandWirtschaft

Meistgelesene Artikel

  1. Weihnachten in anderen Ländern
  2. Kurden - Geschichte, Kultur und Hintergründe
  3. Schwarzkümmel - Naturheilmittel mit langer Tradition
  4. „Hitler und Tito waren Schulfreunde“
  5. Vegetarismus - Religion der Satten