24.01.2015

Indien räumt auf für Obama – Affen und Kühe werden vertrieben

EM 24.01.2015 Indien will sich für den US-Präsidenten von seiner besten Seite zeigen. Obama wird am Sonntag in Neu-Delhi zum Staatsbesuch eintreffen.

Seit Tagen wird in der indischen Hauptstadt aufgeräumt: Kommunale Kuhfänger entfernten die heiligen Tiere aus dem Straßenverkehr. Männer mit Steinschleudern waren unter großen Geschrei damit beschäftigt, hunderte von Affen zu vertreiben.

Angestellte der Stadt Neu-Delhi waren in den Straßen der Hauptstadt unterwegs, um Bettlern mehrere Tage Aufenthalt in Heimen anzubieten. Die sonst üblichen fliegenden Händler für Süßigkeiten, Staubwedel und Schmuck sind verschwunden.

Ein Angestellter der Stadt sagte der India Times dazu: “Stellen Sie sich vor, Sie feiern eine Hochzeit. Sie reinigen ihr Haus. Und am Dienstag, wenn Obama wieder abfliegt? Dann wird alles wieder so sein, wie es vorher war.“

Neu-Delhi leidet unter einer Affenplage

Neu Delhi hat ganz besonders mit streunenden Tieren zu kämpfen. Die Affen, vornehmlich Rhesus-Makakken, klettern überall durch Küchenfenster und durchsuchen die Kühlschränke. Da sie als Repräsentation einer Hindu-Gottheit gesehen werden, können Sie nicht so einfach bekämpft werden. Die Affen zu fangen, ist gefährlich, sie zu töten, verbietet sich. Eine Falle war nur kurzzeitig effektiv. Dann fanden die Affen heraus, wie man sie öffnet.

Die Stadtverwaltung in Neu Delhi behalf sich zeitweise mit der Anschaffung von Languren, größeren Affen, die die Rhesus-Affen abschreckten. Die Haltung von Languren ist jedoch mittlerweile in Indien verboten. In ihrer Verzweiflung trainierte die indische Hauptstadt 40 Männer, die die Gutturallaute der Languren imitieren.

Außerdem platzierte die Verwaltung Essen in Waldgebieten, um die Affen von der Stadt fernzuhalten.

Die heiligen Kühe können ein Problem sein

Die berühmten heiligen Kühe können in ähnlicher Weise zum Problem werden, wenn sie wie jetzt vor dem Staatsbesuch aus dem Weg geräumt werden müssen. Kühe sind in Neu-Delhi häufig auf Kreuzungen oder „weidend“ im Müll zu sehen. Häufig sieht man Kühe auch im südlichen Teil der Stadt, den US-Präsident Obama nach seiner Ankunft am Flughafen passieren wird.

Die Kühe in den Straßen Indiens zu fangen ist leichter gesagt als getan. Sie reagieren in der Regel störrisch auf die kommunalen Kuhfänger. Außerdem sind die Einwohner der Stadt in der Regel auf der Seite der Kühe. Häufig müssen die Kuhfänger eine Polizeiescorte mitbringen.


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