10.02.2016

IWF-Chefin Lagarde: Die Unterstützung für die Ukraine ist in Gefahr

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, gab heute bekannt, dass das Finanzierungsprogramm für die Ukraine eingestellt werden könnte. Lagarde sagte: "Ich bin beunruhigt über den langsamen Fortgang der Reformen in der Ukraine."

Keine Erfolge im Kampf gegen Korruption

Auch sei kaum etwas unternommen worden um die Korruption und die wirtschaftlichen Interessen in der Politik der Ukraine einzudämmen. Ohne erkennbare Anstrengungen bei den Reformen und im Kampf gegen Korruption könne sie sich nur schwer vorstellen, dass das Finanzierungsprogramm des IWF für die Ukraine fortgesetzt würde.

Der Ukraine droht der wirtschaftliche Zusammenbruch

Lagarde erklärte außerdem, dass die Ukraine derzeit Gefahr laufe, einen Zusammenbruch der Wirtschaftspolitik zu erleben.

Im Dezember 2015 hatte das ukrainische Parlament eine Steuerreform verabschiedet, von der die Zahlung der nächsten Kredit-Tranche durch den IWF abhing. Im Januar hatte der IWF erklärt, dass einer Auszahlung weiterer Kredite an die Ukraine erhebliche Hindernisse im Weg stünden.

Durch den Skandal um den Rücktritt des ukrainischen Wirtschaftsministers aus Protest gegen systemische Korruption war die Lage für die Ukraine zuletzt noch schwieriger geworden.


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