03.12.2013

Die vegetarische Utopie

EM03.12.2013 - „Vegetarier werben immer offensiver für eine absurde Utopie“, schreibt Tahir Chaudhry am 01. Dezember in „der Freitag“. Tatsächlich überschwemmen Meldungen von bzw. über Vegetarier und Veganer die Medien. Chaudhry kritisiert, dass zum Thema eine Vielzahl an „Experten“ auftrete, die leichtfertig mit den Ängsten der Menschen spielen, etwa wenn sie behaupten, Fleisch sei ein Klimakiller, sei verantwortlich für den Hunger auf der Welt, für Wasserknappheit und Zerstörung des Planeten. Diese Horrorszenarien sind zwar widerlegt. Doch „wer in der Öffentlichkeit am lautesten schreit, die extremste Meinung vertritt und das spannendste Untergangszenario präsentiert“, findet am ehesten Gehör, so Chaudhry.

Längst ist erwiesen, dass sich weltweit kaum jemand um das Geschrei westlicher, satter Vegetaristen schert, die schon alles haben. Es gibt einen global steigenden Fleischkonsum, weil ihn sich immer mehr Menschen auch in ärmeren Ländern leisten können. Auch in Indien, im Land der Vegetarier wird gegrillt und genossen.

Die Religion der Satten

Die Wahrheit ist: Vegetarismus ist die Religion der Satten. Chaudhry in „der Freitag“: Vegetarismus ist ein „Trend, der sich gerade in städtischen, industrialisierten Gesellschaften ausbreitet“, in den Wohlstandsinseln der Welt.

Dort, wo Menschen die Wahl haben und es sich leisten können, entscheiden sie sich für eine gemischte Kost. So essen Chinesen ja nicht nur Bambussprossen und Glasnudeln, sondern schwärmen z. B. für deutsche Milch, die hiesige Veganer als Nahrungsmittel ächten. Außerdem produziertChina inzwischen mit 53 Millionen Tonnen Schweinefleisch soviel wie kein anderes Land der Welt. Mongolen erfreuen sich an Bockwurst, Rotwurst, Mettwurst, die von einer Metzgerei aus der Altmark in Ulan Bator angeboten werden.

Ein völliger Fleischverzicht, so in dem Beitrag von „der Freitag“ sei „weder in der Praxis durchsetzbar noch moralisch gesehen begründbar“. Vegetaristen bestehen dennoch darauf, dass alle Menschen möglichst bald fleischlos leben und sich mit Sojaprodukten und Fake Meat aus Yamswurzeln ernähren. „Ja, das ist unser Ziel“ verkündete expressis verbis Renato Pichler, Vize-Präsident der Europäischen Vegetarierunion (EVU) im April 2013 gegenüber dem Eurasischen Magazin.

Wes Geistes Kinder Vegetaristen sind, enthüllte am 03. Dezember 2013 der Vegetarierbund Deutschland (vebu). „51 Prozent der Vegetarier und sogar 85 Prozent der Veganer könnten sich keine Beziehung vorstellen, in der der Partner ab und zu Fleisch isst“, heißt es in der vebu-Mitteilung. Sie wollen unter sich bleiben. Wie in allen Sekten zählen Ideologie und pseudoreligiöse Inbrunst mehr als Gefühle. Das führt zu Inzucht. Aber es ist eben Teil der vegetarischen Utopie.


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