10.04.2014

Aktuelle Studie: Chinesen wünschen sich mehr deutsche Investitionen

EM, 10.04.2014 - Fast zwei von drei Chinesen wünschen sich ausdrücklich, dass noch mehr deutsche Unternehmen in China investieren. Und das obwohl 74 Prozent der Chinesen Deutschland in erster Linie als einen wirtschaftlichen Konkurrenten sehen. So lauten die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Fiducia Management Consultants. 2.000 Chinesen wurden befragt. Die Regierung im Land der Mitte fördert unterdessen den Wettbewerb mit dem Ausland und senkt die bürokratischen Hürden zum Markteinstieg für ausländische Firmen.

Das Interesse der Chinesen an der Ansiedlung ausländischer Firmen ist nicht nur in den erfolgreichen Wirtschaftsmetropolen im Osten des Landes besonders hoch. Die Regierung hat in diesem Jahr bereits zwölf zusätzliche Freihandelszonen grundsätzlich genehmigt. Vorbild dafür ist die Shanghai Free Trade Zone – diese wurde vor einem halben Jahr eröffnet und ist die erste ihrer Art in China. Sie soll der Stadt helfen, sich auch zu einem internationalen Finanzplatz zu entwickeln.

Nicht nur in den Freihandelszonen, sondern in ganz China ist es seit dem 1. März insbesondere für mittelständische Unternehmen aus dem Ausland einfacher, sich niederzulassen. So wurden die Regeln zum Mindestkapital mit dem neuen Company Law geändert. Ausländische Firmen können damit Tochtergesellschaften mit wesentlich geringerem Kapitaleinsatz gründen. Außerdem wurden die Anforderungen für die Registrierung gelockert.

„Auch wenn viele der jüngst erfolgten Maßnahmen der chinesischen Regierung derzeit noch unzureichend konkretisiert sind: Sie zeigen doch ganz klar den festen Willen zur Öffnung. Diese Chancen sollten mittelständische Unternehmen aus Deutschland nutzen, denn ihnen bieten sich im wachsenden Binnenmarkt trotz eines steigenden Wettbewerbs mit heimischen Firmen immense Chancen“, sagt Stefan Kracht, Managing Director der Unternehmensberatung Fiducia Management Consultants. „Ansiedlungen in China sollten gerade aufgrund der Vielzahl der neuen Möglichkeiten und Vorgaben jedoch immer in enger Absprache mit den Behörden und heimischen Experten erfolgen.“


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