07.06.2013

Putin und Putina: Scheidung des Präsidentenpaares

EM - Vladmir Vladimirowitsch Putin gab am 6. Juni 2013 nach fast 30 Jahren Ehe seine Scheidung von seiner Frau Ljudmila Alexandrowna Schkrebnewa bekannt. Putin, Jahrgang 1954, wuchs in Leningrad/St. Petersburg auf, die vier Jahre jüngere Ljudmila in Kaliningrad, dem früheren deutschen Königsberg. Beide studierten in Leningrad, wo sie sich auch kennenlernten, Putin Jura und sie Sprachen, Französisch und Spanisch. Putina arbeitete zunächst als Stewardess. Am 28. Juli 1983 heiratete Putina den damaligen KGB-Offizier Wladimir Putin in Leningrad. Die beiden haben zwei Töchter Maria, 1985 in Leningrad geboren, und Katerina, die 1986 in Dresden zur Welt kam. Die Töchter besuchten die Deutsche Schule in Moskau und die Staatliche Universität St. Petersburg.

Von 1986 bis 1990 lebte Putina gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Töchtern in Dresden, wo sie auch die deutsche Sprache erlernte. Putin war dort als KGB-Resident eingesetzt. Von 1990 bis 1994 arbeitete sie als Deutschlehrerin an der St. Petersburger Universität. Später gründete sie ein Zentrum zur Pflege der russischen Sprache und Kommunikation. Auch setzte sie sich für die Förderung der deutschen Sprache ein, wofür ihr 2002 der Jakob-Grimm-Preis verliehen wurde. Putin stieg zum FSB-Chef, dann zum Premier und schließlich zum Präsidenten Russlands auf. Tochter Maria gebar ihm 2012 einen Enkel, so dass er Opa ist. In späten Jahren wandte sich das Paar der russisch-orthodoxen Glauben zu. Putin und seine Familie sind durch ihre Verbundenheit mit der deutschen Kultur und der Kanzlerin Angela Merkel mit der russischen Kultur ein Glücksfall für das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland.


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