20.01.2016

Demonstranten stürmen Parlament der Republik Moldau

Das Parlament der Republik Moldau wurde von Demonstranten gestürmt. Zuvor wurden dort in einer Sitzung das neue Regierungsprogramm angenommen und der neue Regierungschef Pavel Filip gewählt.

Vor der Abstimmung über die Regierungsbildung gab es keine Aussprache. Einige Parteien hatten demonstrativ an der Plenarsitzung nicht teilgenommen.

Sofortige Proteste gegen neue Regierung

Um das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Chisinau versammelten sich daraufhin tausende Demonstranten. Sie begannen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Am Abend durchbrachen die Demonstranten die Polizeisperren und drangen in das Parlamentsgebäude ein.

Die Polizei verließ das Gebäude des Parlaments, um keine weiteren Auseinandersetzungen zu provozieren. Einigen Polizisten nahmen die Demonstranten die Helme und Schilde weg.

Teilnehmer der Proteste fordern sofortige Neuwahlen

Mehrere tausend Demonstranten befinden sich in Chisinau weiterhin auf der Straße. Sie fordern Neuwahlen in der Republik Moldau. Seit dem Feierabend in der Stadt kommen immer Menschen nach der Arbeit zum Parlament, um an den Protesten teilzunehmen.

Die politische Krise in der Republik Moldau hält bereits seit September 2015 an. Bereits im Herbst begannen in Chisinau Demonstrationen und Proteste. Auslöser war ein Skandal um die Veruntreuung von einer Milliarde Dollar aus den drei größten Banken des Landes. Das Geld wurde mithilfe von Politikern auf Offshore-Konten gebracht.

Die Republik Moldau ist seit Monaten ohne Regierung

Ministerpräsident und Kabinett der Republik Moldau traten bereits Ende Oktober 2015 nach einem Misstrauensvotum des Parlaments zurück. Seitdem war das Land ohne Regierung.


MoldauDemokratieWahlen

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