14.04.2014

Sammler suchen Sondermünzen aus der Zeit der russischen Zaren

Die militärische Intervention Russlands im Osten der Ukraine und der Anschluss der Krim haben den russischen Rubel auf Talfahrt geschickt und den Goldpreis international wieder in die Höhe getrieben. Gefragt ist Sicherheit. Sammler kaufen Sondermünzen aus Edelmetall. Derzeit ist Zarengold besonders gefragt.

Münze mit dem letzten Zar Russlands, Nikolaus II. Diese Goldmünze wurde nur ein Jahr geprägt und erweist sich daher als besondere Rarität unter den Sammlern.
Münze mit dem letzten Zar Russlands, Nikolaus II. Diese Goldmünze wurde nur ein Jahr geprägt und erweist sich daher als besondere Rarität unter den Sammlern.
Bildquelle: www.muenzkurier.de

Sondermünzen aus der Zarenzeit gehören zu den begehrtesten Sammlerobjekten weltweit, denn sie erinnern an die Blütezeit Russlands, das unter der Dynastie des Zarengeschlechts Romanow innerhalb von 300 Jahren zu einer der bedeutendsten Großmächte der Welt aufstieg. Um die Goldmünzen mit Abbildungen der wichtigsten Zaren ranken sich viele Legenden und Mythen, da Gold auch im Russland der Zarenzeit ein Symbol für Reichtum und Opulenz darstellte. Bereits 1744 wurden im Uralgebirge erste Goldfunde sichergestellt, unter Zar Alexander I. wurden die Vorräte intensiv ausgebeutet und die Goldproduktion auch auf Sibirien ausgedehnt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden etwa 70 Prozent der weltweiten Goldvorkommen in Russland gefördert, was der Zarenfamilie zu unglaublichem Reichtum und nahezu unbegrenzten politischen Möglichkeiten verhalf.

Das Gold der Zarenzeit - Erinnerungsstücke an eine glorreiche Zeit

Der Anschluss der Krim im März 2014 brachte Russland erneut ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Präsident Putin demonstrierte mit dieser politischen Entscheidung und dem Militäreinsatz in der Ukraine deutlich die Machtverhältnisse im Osten Europas, indem er sich demonstrativ den Versuchen der politischen Intervention durch die wichtigsten Staatschefs weltweit entgegensetzte. Durch den aktuellen Konflikt mit der Ukraine wird die Welt an die lange Geschichte der Macht eines Landes erinnert, das in der Zarenzeit allmählich zu einem Großreich heranwuchs und als Herrschermacht der Sowjetunion im 20. Jahrhundert mit der Welt im Kalten Krieg stand.

Gesichter der Geschichte Russlands auf Goldmünzen verewigt

Schon unter dem ersten Zar Ivan IV., der umfangreiche Reformen in der Verwaltung und im Rechtswesen umsetzen ließ, kam es zu einer Vergrößerung des russischen Territoriums und einer Stärkung der Armee. Unter seinen späteren Nachfahren wie Peter dem Großen setzte eine umfassende Modernisierung der Kultur und Orientierung nach dem Westen in Sachen Armeeführung, Technik, Kleidung und Wissenschaft ein. Katharina die Große war im 18. Jahrhundert während ihrer über dreißigjährigen Regentschaft eine engagierte Reformerin und eine wichtige Förderin der Kultur und der Wissenschaften. Sie ist die einzige weibliche Herrscherin in der Geschichte, die je den Beinamen „Die Große“ trug. Russland erfuhr unter dieser von dem Gedankengut der Aufklärung geprägten Zarin eine enorme Blütezeit.

Historisch seltene Goldmünzen mit den Abbildungen dieser außergewöhnlichen Persönlichkeiten gelten nicht nur als rentable Wertanlagen, sondern sind auch wertvolle Erinnerungsstücke. Ob Russlandbegeisterte durch den Kauf der in geringer Auflage erschienenen Gold- und Silbermünzen der Olympischen Winterspiele in Sotchi im Jahr 2014 neben einem ideellen Wert eine sinnvolle Investition tätigen, muss die Zukunft zeigen. Unter Sammlern kursiert die Vermutung, dass diese seltenen Stücke bereits Ende 2014 nur mehr äußerst schwer zu erwerben sein werden.

Weitere Informationen finden Sammler, die sich für russische Münzen interessieren, unter www.muenzkurier.de.

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