27.07.2016

Terrorismus: Le Monde will keine Bilder von Attentätern mehr veröffentlichen

Die französische Tageszeitung Le Monde hat nach den neuen Terroranschlägen in Frankreich dazu aufgerufen, keinerlei Bilder von Attentätern mehr in Medien zu publizieren. Le Monde selbst kündigte an, Terroristen nicht mehr abzubilden.

Der Chefherausgeber von Le Monde, Jérôme Fenoglio, schrieb in der Ausgabe von Mittwoch, dass die Medien über ihre Berichterstattung nachdenken müssten. Das gelte auch für die Firmen, die die sozialen Netzwerke kontrollieren. Die Auswirkungen des Hasses seien sonst nur schwer zu bekämpfen.

Kein Raum für Propaganda, keine Verbreitungen von Bildern oder Aussagen der Terroristen

Le Monde hat seine Veröffentlichungspolitik in Reaktion auf den Terrorismus des Islamischen Staats geändert. Die Zeitung publiziert keine Bilder aus der Propaganda des IS mehr und veröffentlicht keine Informationen über Bekennerschreiben oder Behauptungen des Islamischen Staats.

Die Bilder von Terroristen werden in Le Monde nicht mehr veröffentlicht. Weitere Änderungend der Redaktionspolitik werden gerade diskutiert.

Fenoglio schrieb weiter: "Diese Veränderungen und Debatten sind nötig im Angesicht eines Feindes, der unsere modernen Instrumente gegen uns benutzt, wenn wir mit diesem Hass brechen wollen und den Kampf ohne eine Abkehr von unseren Werten gewinnen wollen. Wir schulden das den Opfern der kriminellen Organisation des sogenannten Islamischen Staats.”


Islamischer Staat (IS)MedienFrankreichTerrorismus

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