08.02.2014

Olympia-Eröffnung in Sotschi ohne Tscherkessen

EM 08.02.2014 Die feierliche Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi am 7. Februar war beeindruckend. Das gebotene Schauspiel war das genaue Gegenbild zur bunten Kampagne der westlichen Sportszene. Traditionsgemäß wurde das männlich-kraftvolle, biedere und imperiale Russland ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurück gerufen.

Eindrucksvoll war auch der rasche Gang durch die Geschichte von der Zarenzeit über die Ära des Kommunismus bis zu den Wandlungen der Gegenwart mit viel Symbolik und künstlerischer Aktion. Keiner Erwähnung für würdig befunden wurden diejenigen, die genau vor 150 Jahren auf dem Boden der Olympischen Spiele in Sotschi schrecklich gelitten haben – die angestammten Tscherkessen.

Im Mai 1864 mussten die Tscherkessen vor den Truppen des russischen Kaiserreichs kapitulieren, wurden zu Tausenden abgeschlachtet und zu Hunderttausenden aus ihrer Heimat übers Schwarze Meer getrieben.

Tscherkessische Aktivisten versprachen zwar, im Unterschied zu anderen geplagten kaukasischen Völkern nicht mit Terrorakten wie in Wolgograd zu reagieren. Stattdessen kündigten die Tscherkessen überall in der Welt, wo Tscherkessen in der Diaspora leben, friedliche Protestaktionen an.

Lesen Sie auch: Die Tscherkessen - ein unbekanntes Volk erwacht


Russland

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