11.06.2014

Islamische Geistliche rufen in Kirgistan zum Ende der Gewalt auf

EM, 10.06.2014 - In Kirgistan gedenkt man dieser Tage der blutigen Unruhen des Jahres 2010. Die islamischen Führer des Landes haben ihre Freitagsgebete am 6. Juni zu Appellen an die ethnischen Gruppen genutzt, vornehmlich Kirgisen und Uighuren, mit der Aufforderung, sich mit Gewaltaktionen zurückzuhalten. Am Tage vorher hatte Kirgistans Großmufti Maksatbek Hadji Toktomuschew die Anweisung an alle Geistlichen erteilt, ihre Gebete zur Verhinderung ethnischer Unruhen einzusetzen.

Laut Mitteilung des Stellvertretenden Muftis Rawschan Eratow hat der Großmufti alle Geistlichen des Landes angewiesen, in ihren Gebete bis 13. Juni die islamischen Lehren über brüderliche Beziehungen zwischen allen Muslims, egal welcher Nationalität, einzubeziehen.

Bei den blutigen Zusammenstößen zwischen ethnischen Usbeken und Kirgisen im Jahr 2010 waren über 400 Menschen, meist Usbeken, im Süden des Landes in den Regionen Osch und Jalalabad ums Leben gekommen. Die Unruhen brachen seinerzeit in der Folge des Sturzes des ehemaligen Präsidenten Kurmanbek Bakijew aus.


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