Asiatischen Garten anlegen: Infos, Tipps und IdeenGARTEN

Asiatischen Garten anlegen: Infos, Tipps und Ideen

Asiatischen Garten anlegen: Infos, Tipps und Ideen

Wie verwandelt man das heimische Grundstück in eine fernöstlich wirkende, grüne Oase?

Von EM Redaktion | 01.09.2019

Ein Garten ist in der immer hektischer werdenden Zeit ein Ort der Entspannung, an dem gestresste Menschen vom Alltag abschalten und die freie Zeit genießen können. Die Lust und Faszination am eigenen Garten wächst in Deutschland von Jahr zu Jahr. Dabei orientiert sich die Gartengestaltung stets an den jeweiligen persönlichen Vorlieben. Immer mehr Deutsche entdecken gerade die asiatische Gartenkunst für sich und planen, einen Garten in jenem exotischen Stil anzulegen. Aber wie verwandelt man das heimische Grundstück in eine fernöstlich wirkende, grüne Oase?

China gilt als das Geburtsland asiatischer Gärten. Als eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde ächzen die Menschen in den chinesischen Metropolen nach einem Ruhepol, der die Hektik der Großstadt für kurze Zeit vergessen lässt. Asia-Gärten benötigen nur wenig Platz und passen sich damit perfekt der Enge einer Großstadt an. Die entspannende Wirkung erhält ein asiatischer Garten nämlich nicht durch seine ausufernde Größe. Ganz im Gegenteil. Seine Einfachheit, die nur durch perfekt angeordnete Elemente durchbrochen wird, wirkt beruhigend auf Augen und Psyche. Ursprünglich wurden chinesische und japanische Gärten übrigens zum Meditieren genutzt, teilweise ist das auch heute noch der Fall.

Was darf in einem asiatischen Garten nicht fehlen?

Die Optik eines asiatischen Gartens wird durch das perfekte Zusammenspiel von

Typisch asiatische Pflanzen sind Kamelie, Magnolie, Bambus, Zierkirsche und Ginkgo. Praktischerweise passen sich diese Pflanzen der mitteleuropäischen Witterung problemlos an. Aber auch heimische Bäume und Gewächse können durchaus in den asiatischen Garten integriert werden. Prinzipiell spielt die Bepflanzung im asiatischen Garten aber eine eher untergeordnete Rolle. Auch eine reine Rasenfläche wird man in einem asiatischen Garten nicht finden.

Für einen asiatischen Garten unverzichtbar hingegen ist das Anlegen von künstlichen Seen und Erhebungen. Wasser und Steine gelten als die primären Gestaltungselemente eines chinesischen Gartens.
Das Zusammenspiel all dieser Elemente ergibt die Seele eines asiatischen Gartens. Laut Feng Shui ist eine Umgebung, in der man sich wohlfühlen soll, möglichst so zu gestalten, dass die positive Energie (das sogenannte Chi) ungehindert fließen kann. Die jahrtausende Jahre alte Gartenkultur besagt zudem, dass der Garten der Natur zu folgen hat, sodass er sich mit den Naturkräften und ihren zahlreichen Einflüssen stets in Übereinstimmung befindet. Der perfekt geplante asiatische Garten verfügt daher im Norden über schützende Erhebungen, eine von Osten nach Süden verlaufende sanfte Hügellandschaft und im Westen über schützendes Gewässer.

Dekorative und bildhauerische Elemente wie Pagoden, Pavillons, Treppen und Zäune runden das architektonische Bild des exotischen Gartenparadieses ab.

Wer sich nicht gleich für einen japanischen oder chinesischen Garten entscheiden kann, der kann mithilfe von einzelnen Deko Elementen einem klassisch europäisch wirkenden Garten eine besondere Note verpassen.
Welche Arten von asiatischen Gärten gibt es?

So manch Gartenliebhaber möchte einfach nur seine Affinität zur asiatischen Gartenkultur ausleben und gestaltet sein exotisches Paradies ganz nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen. Andere hingegen folgen einer ganz speziellen und streng strukturierten Landschaftsarchitektur.

Asiatische Gärten gibt es in vielfachen Varianten, dazu zählen:

Der Teehausgarten:
Japanische Teehausgärten wurden eigens für die sogenannte Teezeremonie erbaut. Sie gelten als Kunstwerk der japanischen Zen-Mönche, welche die Philosophie des chinesischen Tee-Kultes von China nach Japan brachten.

Der Teichgarten:
Asiatische Teichgärten enthalten buddhistische Elemente, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Wasserfälle, Brücken und natürlich ein bzw. mehrere Teiche runden das Ambiente eines Teichgartens ab.

Der Trockensteingarten:
Der Trockengarten entstand im 14. Jahrhundert und galt damals wie die meisten asiatischen Gärten der Meditation. Das Element Wasser wird im Trockensteingarten komplett weggelassen und stattdessen durch Steine und Kies ersetzt.

Der Zen-Garten:
Zen-Gärten dienen der Harmonie und sollen Ruhe und Ausgeglichenheit bescheren. Bonsaibäume neben großen Pflanzen, Steine, Kieselsteine, Wasser und Moos sind fixe Bestandteile eines klassischen Zen-Gartens.

Kein asiatischer Garten ohne Buddha – er erinnert an seinen buddhistischen Ursprung.Pixabay.com @ Stadtgeschehen_Luebeck CCO Public Domain
Kein asiatischer Garten ohne Buddha – er erinnert an seinen buddhistischen Ursprung.

Wie pflege ich einen asiatischen Garten?

Ein asiatischer Garten lebt von seinem akkuraten Erscheinungsbild und das kann nur durch regelmäßige Pflege erhalten werden. Das laufende Entfernen von abgestorbenen Blüten und das Beseitigen von Laub zählen daher zur alltäglichen Arbeit im fernöstlichen Paradies. Bäume, Sträucher und Hecken benötigen mindestens zweimal im Jahr intensivere Pflege. Vor allem bei der exakten Beschneidung der Hecken bedarf es einer Profi-Kettensäge oder Heckenschere. Die Hecke wird dabei 30 cm unterhalb der später gewünschten Heckenhöhe zugeschnitten. Auch das Kiesbett darf nicht außer Acht gelassen werden. Als zentraler Blickfang eines asiatischen Gartens sollte das charakteristische Wellenmuster durch Harken mit einem Rechen immer wieder erneuert werden.

Egal ob originalgetreu oder nach eigenen Vorstellungen entworfen, Asia-Gärten sind Orte der Ruhe und Harmonie und gelten seit Jahrtausenden als die schönsten Gärten der Welt. Mit seiner exotischen Note macht ein asiatischer Garten auch in heimischen Gefilden einiges her. Kein Wunder also, dass die Faszination an der fernöstlichen Gartengestaltung auch in Deutschland seit Jahren ungebrochen ist.

Titelfoto: Pixabay.com @ ifinnsson CCO Public Domain

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