Lebenserwartung der Russen: Suff, Aids und SuizidRUSSLAND

Die Lebenserwartung der Russen: Suff, Aids und Suizid

Lebenserwartung der Russen: Suff, Aids und Suizid

Woran liegt es, dass die Lebenserwartung im Land von Wladimir Putin offensichtlich recht gering ist? Kaum zu glauben, aber im Gegensatz zu den Russen leben deutsche Männer wie wahre Gesundheitsapostel und haben all ihre kleinen „Alltagsdrogen“ wie Alkohol und Nikotin besser im Griff. Ist es ein Gerücht, dass russische Männer so früh sterben oder liegt ihre Lebenserwartung tatsächlich viele Jahre unter der von russischen Frauen?

Von EM Redaktion | 01.12.2018

Wie stark sind Suff, Aids und Suizid in der männlichen russischen Bevölkerung verbreitet? Die Fakten sind für den durchschnittlich intelligenten Europäer kaum zu glauben.

Wie hoch liegt die Lebenserwartung der Russen?

Tatsächlich stirbt der Russe früh – sehr früh: Mittlerweile haben die russischen Herren der Schöpfung im Schnitt nicht einmal mehr eine Lebenserwartung von 65 Jahren. Der Russe würde somit also kaum in den Genuss der deutschen Rente kommen. Und worin ist dieses geringe Lebensalter, das der russische Mann im Durchschnitt erreicht, begründet?

Russen leben tagtäglich ungesund

Der Russe raucht und trinkt, bis sich die Balken biegen. Wodka zu allen Tageszeiten konsumiert der russische Mann als Selbstverständlichkeit. Führt Wodka den Russen  tatsächlich viel zu früh ins Grab? Fakt ist, dass Russlands Regierung vergeblich gegen den Alkoholmissbrauch kämpft. Hohe Anforderungen für den Verkauf von Spirituosen und Alkohol aller Art helfen ebenso wenig wie Preissteigerungen für Wodka und Co: Der Russe trinkt einfach literweise Wodka, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Auch beim Nikotin-Konsum gibt der russische Mann Gas. Scheinbar kennen russische Männer kein Maß und Ziel, um die eigenen Gesundheit zu schützen. So stirbt rund ein Viertel der Russen bereits vor dem 55. Lebensjahr.

Ist dem Russen alles egal?

Untersuchungen ergaben, dass als Folge vieler Trinkorgien vor allem Unfälle, Alkoholvergiftungen, Gewalt und Suizid zu beklagen sind. Allerdings ergeben sich bei derartigem Suchtverhalten, die der Russe mit einer Selbstverständlichkeit an den Tag legt, auch Krankheiten wie Leberkrebs und Lungenleiden. Dabei ist nicht die durchschnittlich konsumierte Alkoholmenge dafür verantwortlich, dass Russen so früh sterben, sondern vor allem die extremen, starken Besäufnisse, die der russische Mann offensichtlich braucht.

Interessant ist, dass die russische Frau ihr Leben und ihren gesundheitlichen Zustand durchschnittlich besser im Griff hat. So liegt die Lebenserwartung der Russin deutlich höher, was letztendlich nicht nur auf den Alkohol- und Nikotinverzicht zurückzuführen ist. Schließlich liegt es unter anderem auch an der gesunden Ernährung, die der Mensch an den Tag legt, wie gesund bleibt. Dabei ist unumstritten erkennbar, dass sich die Russin gesünder ernährt und mehr Vitamine zu sich nimmt, als das männliche Gegenüber.

Vielleicht ist es vielen Männern, die im Frust viel zu viel trinken und rauchen, irgendwann schon alles egal. Warum sollten sie dann gerade im Punkt der gesunden Ernährung auf sich achtgeben?

Die russische Frau hingegen will nicht all ihren Kummer im Alkohol ertränken. Dadurch funktioniert auch der weibliche Verstand besser. Die Dame in Russland weiß in der Regel, dass sie viel Kraft für den Alltag im Land benötigt, um alle Strapazen ertragen zu können. Bewusste Ernährung leistet einen positiven Beitrag dazu. Sucht  war eben schon immer eine Flucht. Frauen scheinen vieles besser zu verkraften und rationaler zu handeln.

Wodka und Co – schon immer Tradition in Russland?

Eine Studie vom russischen Krebsforschungszentrum in Moskau betonte, dass bereits 2006 in Russland eingeführte Alkoholkontrollen eindeutige Erfolge in Sachen Suchtbekämpfung gezeigt haben. Vor 12 Jahren war die restriktive Alkoholpolitik des damaligen Kreml-Chefs Michail Gorbatschow durchaus erfolgreich. In den 80er-Jahren konnte der Alkoholkonsum um 25 Prozent gesenkt werden. Die Folgen waren gravierend – sofort wurde an der Todesstatistik der Russen erkannt, dass eine gesunde Lebensweise die Lebenserwartung erheblich ansteigen lässt.

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus kehrte die Suchtkrankheit wieder zurück ins russische Volk. Die Menschen tranken wieder mehr Wodka und Co. Schlagartig stiegen die Todeszahlen unter Präsident Boris Jelzin wieder rapide an. Auch Präsident Wladimir Putin kann die Suchterkrankungen und die daraus resultierenden Todesfälle in jungen Lebensjahren nicht aufhalten.

Der russischen Führung sind die dramatischen demografischen Probleme durchaus bekannt. Aus diesem Grunde wurden unter anderem weitreichende Rauchverbote erlassen, daneben untersagte man jegliche Werbung für diverse Suchtmittel. Leider ist die derzeitige starke russische Alkohollobby zu groß, damit eine nachhaltige Verbesserung der Lage deutlich erkennbar wäre.

Zusammenhang zwischen ökonomischer Entwicklung und Frust?

Nicht nur Ökonomen und Forscher sehen einen erheblichen Zusammenhang zwischen der schleppenden wirtschaftlichen Entwicklung in Russland und den Frust-Trinkern.
Mag gar die ökonomische Perspektivlosigkeit mit dem Suff der Russen und sogar mit dem daraus resultierenden Suizid vieler Männer zu tun haben? Ganz klar besteht ein Zusammenhang darin, wenn wir uns wirtschaftlich nicht optimal entfalten können und dadurch wenig Ansehen und Erfolg vorweisen können. Im Frust denken nicht nur Männer in Russland: Alkohol, Nikotin und die Sucht im Allgemeinen wären die Lösung.

Es kommt noch schlimmer: Die Abwärts-Spirale treibt so manchen Russen in den Suizid. Keine Überraschung also, dass die dunkle Welt der wirtschaftlichen Aussichtslosigkeit die Selbstmordrate erheblich nach oben steigen lässt.

Schon immer war auch ein Zusammenhang zwischen der ökonomischen und politischen Lage im jeweiligen Land und dem Suchtverhalten der Menschen erkennbar. Gerade die HIV-Rate ist in Russland neben Suchtverhalten und Suiziden bedenklich hoch.

Besorgniserregend ist außerdem, dass sich die HIV-Rate in Russland immer weiter ausbreitet. Die jährlichen Zuwachsraten an Neuinfektionen liegen bei ca. 12 Prozent. Besonders betroffen, an HIV-Positiv zu erkranken sind Menschen die in Armut leben und Drogenabhängige, sie infizieren sich unter den extremen Lebensbedingungen besonders schnell.

Das Motto Liebe und Treue gegen Aids

Bereits im Mai 2016 wurde in Russland eine Aktion im ganzen Land ausgerufen. Das Motto lautete: „Stopp HIV/AIDS“. Ganz oben auf der Agenda der Initiative stand, die Neuinfektionen erheblich einzudämmen. Doch die Fakten sind hart und nüchtern: Die russische Bevölkerung macht ca. 146 Millionen Bürger aus. Unter diesen Menschen leben ungefähr 900.000 mit HIV. In jeder einzigen Stunde gibt es zehn Neuansteckungen mit dem tödlichen Virus. In diversen anderen Studien wurde belegt, dass es ca. 1,2 Millionen HIV-Neuinfektionen allein im Jahre 2017 gab.

Frust schafft Gedankenlosigkeit

Ganz egal, welche Studien-Zahlen sich auch genau bewahrheiten: Die Zahlen der Entwicklung der Bevölkerung des russischen Mannes sprechen Bände. Auch unter dem amtierenden Präsidenten Wladimir Putin scheint es der Seele des Russen nicht wirklich gut zu gehen.

Nicht umsonst wollen Russen jedenfalls immer wieder ihren Frust im Alkohol ertränken, rauchen dazu wie die Schlote und achten sich und ihr Leben nicht als Geschenk der Natur. Wenn Russen sich gut ernähren und Sport betreiben würden, wäre auch ihre Lebenserwartung deutlich höher. Die meisten Russen haben allerdings nicht einmal mit Sport was am Hut. Wer allerdings in Sportwetten zu Hause ist, hat manchmal eine Chance, so wird zumindest versprochen.

Fest steht: Wenn das Land strauchelt und sich Unzufriedenheit in der Bevölkerung ausbreitet, leidet die Seele der Menschen. Viele suchen die Flucht in der Sucht – was natürlich einen fatalen Trugschluss darstellt. Der Kreislauf der Abwärts-Spirale beginnt. Wer Drogen und Alkohol verfällt, wird krank. Wer krank wird, hat keine Aussicht auf Besserung seiner wirtschaftlichen Situation. Aus Frust wird noch mehr Wodka konsumiert. Wohin mag dieser endlose Kreislauf noch führen? Fest steht: Wer aufgibt, hat schon verloren.

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