Russische Frauen sind stark – sind sie das?RUSSLAND

Russische Frauen sind stark – sind sie das?

Russische Frauen sind stark – sind sie das?

Die Frau in Russland muss stark sein – ist sie das wirklich? Hierüber scheiden sich die Geister. Fest steht allemal, dass die Lebensbedingungen im großen Land von Wladimir Putin alles andere als einfach sind. Während sich im Frust viele Männer den Drogen wie Alkohol (allem voran Wodka-Besäufnisse) oder Nikotin hingeben, kämpft die gebildete russische Frau im Durchschnitt mehr als der russische Mann.

Von EM Redaktion | 18.11.2018

Natürlich dürfen niemals Pauschalurteile getroffen werden. Fest steht jedoch, dass sich die Lebenserwartung der russischen Frau deutlich höher als die des Mannes erweist. So überlebt die Russin den Herrn der Schöpfung um volle 13 Jahre. Die Dame in Russland erreicht mit einem Lebensalter von gut 70 Jahren immerhin das Rentenalter, während der russische Mann davon weit entfernt ist.

Die durchschnittlich deutlich gesündere Lebensweise der Frau in Form von gesunder Ernährung, wenig Wodka-Konsum und Drogenmissbrauch lässt darauf Rückschlüsse ziehen, dass die Frau das starke Geschlecht in Russland darstellt. Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit, wenn man der Sache auf den Grund geht?

Russische Frauen „funktionieren“

Bereits nach der Oktoberrevolution waren russische Frauen und Männer ab Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell gleichgestellt. Dadurch war der Bildungsstand vieler russischen Frauen relativ hoch. Sie absolvierten Hochschulen, studierten Jura oder Medizin und engagierten sich in der Politik. Frauen erledigten mit den Männern zusammen harte und gute Arbeit. Nicht nur der Staat profitierte von diesem Engagement, auch die Russin selbst stand von Anfang an „ihre Frau“. - Es entstanden zahlreichen Krippenplätze, Ganztagsschulen und Kindergärten, die sich um den Nachwuchs der Familie kümmerten.

Anders als in Deutschland, wo es vielen Frauen selbst überlassen ist, in den Anfangsjahren ihrer Kinder zu Hause zu bleiben, ist das in Russland seit vielen Jahren anders: Frauen mussten in der Sowjetunion arbeiten. Die Vorstellung, dass eine Russin „nur Hausfrau und Mutter ist“ existierte in der sozialistischen Gesellschaft nicht.  Diesen Spagat von Alltag und Business haben russische Frauen von Anfang an gut bewältigt.

Modernes Russland – wie ticken seine Frauen?

Perestroika und Marktwirtschaft haben natürlich viele Veränderungen ins Leben der Russin gebracht. Dabei gab es nicht nur neue Lasten, sondern auch elementare Chancen und aussichtsreiche Perspektiven.

Einige fundierte Daten belegen, dass durch die Marktwirtschaft die Russinnen bereits Anfang der 90er-Jahre sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Vorwiegend fanden Frauen vor allem in drei Gesellschaftsgruppen ihre Berufung, die sich noch heute klassifizieren lassen:

Obwohl der Begriff  Feminismus in Russland verpönt ist, zeigt die durchschnittliche Russin, dass sie voll und ganz ihre Frau steht. Zu den bekannten Tatsachen zählen außerdem, dass es unter den Oligarchen keine Russinnen gibt.

Russinnen achten sich und Ihre Gesundheit

Ist die russische Frau stark in ihrer eigenen Erfolgswelt verhaftet, kann sie sich „nicht hängen lassen“. Während viele Männer ökonomische Schwierigkeiten im Land in Wodka und Alkoholkonsum ertränken wollen, kämpft die Frau für ihren Erfolg. Die gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung, Sport  (Info zum Thema  Sportwetten hier https://www.sportwetten.net/bonus/unibet-bonus/) und ein ausgeglichenes Leben im Alltag lassen die Frau in Russland stark wirken und sein.

Schließlich muss die Russin als Mutter und Vorbild für ihre Kinder dienen. Sie trägt Verantwortung und stellt sich allen Aufgaben, auch unter erschwerten Lebensbedingungen.

Die andere Seite der Russin

Während sich das Maß an Selbstbewusstsein der russischen Frau auch an der hohen Scheidungsrate zeigt, gibt es noch die ganz andere Frau in Russland: Die Frau als Jägerin auf den Millionär. Welche Frau träumt nicht davon, sich den reichen Mann zu angeln und diesen zu heiraten?

Ist es ein Klischee, dass sich die Jagd der Russin auf Millionäre „zu einem normalen Business“ entwickelte? Fakt ist, dass viele russische Schönheiten ihren Körper bewusst zur Schau stellen und präsentieren, um den Mann fürs Leben zu finden. Dabei ist zweifelsohne klar: Der Kontostand der Auswahl an männlichen Partner-Kandidaten ist dabei von großer Bedeutung.

Dolce Vita – eine Verlockung für die schöne Russin? Fest steht, dass immer wieder Tausende von schönen Mädchen aus allen Teilen von Russland nach Moskau reisen, um aus ihrem schönen Körper Kapital zu schlagen – ob man das als „Stärke der russischen Frau betrachten sollte, ist allerdings umstritten.

Die Widersprüche der Persönlichkeit

An vielen Beispielen ist zu erkennen, dass die Russin oft in Extremen lebt. Sie strebt nach Macht, Erfolg und einer Bilderbuch-Karriere, die ein hohes Maß an Anstrengung erfordert oder sie möchte auf andere Art und Weise zu ihrem Ziel kommen. Dabei ist folgende Frage mehr als berechtigt: Sehnt sich die Russin nicht auch nach einem Mann, der sie achtet, liebt und dabei nicht trinkt? Natürlich sind hier keine Pauschalurteile zu treffen, dennoch sind die Bedürfnisse vieler Menschen auf der Welt ja sehr ähnlich.

Eine russische Frau polarisiert: Entweder sie ist anpassungsfähig, liebevoll und ordnet sich gern ihrem Mann unter oder sie treibt ihren Partner in den Wahnsinn. Natürlich trifft auch diese Aussage nicht auf jede Russin in gleichem Maße zu. Fakt ist jedoch, dass die charakterstarke Russin im Durchschnitt selbstsicher, zielstrebig und intelligent ihren Lebensweg einschlägt und meistert.

Stolz auf Tradition

Was macht die Russin noch zu der starken Persönlichkeit, die sie nun einmal ist? Frauen setzen auf Tradition und Familie. Sie kämpfen für ihre Rechte und verfolgen zielstrebig das, was gut für sie und die Familie ist. Viele Russinnen sind sehr gebildet, was sie zu starken Frauen macht. Die sprachbegabte Russin setzt sich auch in anderen Ländern durch. Nicht selten verlassen Russinnen das Heimatland, um zu ihrer ganz eigenen Karriere durchzustarten.

Menschlichkeit ist Trumpf – das weiß auch die Russin. Obwohl sie sicher nicht immer damit einverstanden ist, was die Regierung Wladimir Putins für ökonomische Konsequenzen und in politischer Hinsicht im Land verursacht, kämpft die Frau. Während viele Männer kapitulieren und im Jammertal einer Sucht verfallen, weiß die Russin: Sucht ist eine Flucht. Genau das macht das Zusammenleben von Mann und Frau in einer russischen Ehe oft sehr schwierig.

2016 lagen die Scheidungen immerhin bei 60 Prozent, das heißt, dass mehr Ehen geschieden als durchgehalten werden. Diese hohe Rate ist jedoch nicht immer auf die unterschiedliche Lebensweise von Frau und Mann zurückzuführen. Vielmehr heiraten Russen im Durchschnitt im Alter von gut 20 Jahren. Sie sind jung und unbedarft, wenn sie vor den Traualtar treten. Die Konsequenz ist, dass man mit 30 Plus erkennt, dass der Partner an der Seite nicht der Richtige bis zum Lebensende ist.

In Deutschland hat sich das Alter, wann man sich das Jawort gibt, deutlich nach hinten verschoben. Nicht zuletzt dadurch sank die letzten Jahre die Scheidungsquote. Was werden wir für Überraschungen der zukünftigen Entwicklung der russischen Scheidungsrate erleben?

Starke Frauen braucht das Land

Natürlich ist die Russin nicht immer stark und kann jede Lebenssituation mit Bravour meistern. Fest steht jedoch, dass klare Tendenzen zeigen: Die Russin kämpft und zeigt vollen Einsatz in Sachen Problembewältigung. Genau dieser Effekt macht sich durchaus positiv in Sachen Karriere bemerkbar. Dabei erlaubt es nicht nur die weibliche Seite jeder Frau, auch einmal schwach sein zu dürfen.

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